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Wiener Theologe Körtner kritisiert Reformationsdokument

Bild: reformiert-info.de

Lutherisch-katholisches Dokument bietet “einseitige” Sichtweise auf die Reformation, die von Klage über Spaltung und Bekenntnis von Sünden gegen die Einheit der Kirche geprägt sei

kathweb

Weit weniger positiv als die Deutsche Bischofskonferenz und der Lutherische Weltbund hat der Wiener evangelische Theologe Ulrich H.J. Körtner das Dokument “Vom Konflikt zur Gemeinschaft” beurteilt, das eine gemeinsame lutherisch-katholische Geschichtsaufarbeitung der Reformation enthält. Es stelle eine “weichgespülte Lesart reformatorischer Theologie” dar und vermittle den “Eindruck eines Luthertums, das an sich selbst irrezuwerden und die Orientierung hinsichtlich seiner geschichtlichen Sendung zu verlieren droht”, so Körtner. Das Reformationsjubiläum 2017 sei “zu wichtig, als dass man es dem Lutherischen Weltbund überlassen dürfe”, wolle er den anderen protestantischen Kirchen zurufen, betonte der Theologe Helvetischen Bekenntnisses.

Kritik äußerte der Vorstand des Instituts für Systematische Theologie und Religionswissenschaft an der Universität Wien unter anderem über die “einseitige” Sichtweise auf die Reformation, die von Klage über Spaltung und Bekenntnis von Sünden gegen die Einheit der Kirche geprägt sei. Körtner: “Dass die Reformation ein religiöser Aufbruch war, für den man bis heute nur dankbar sein kann, sucht man in dem Bericht vergebens.”

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Holocaust-Leugner Williamson besucht den „Widerstand“ in Deutschland

Der wegen Ungehorsam aus der Priesterbruderschaft St. Pius X. ausgeschlossene Weihbischof Williamson will in den nächsten Tagen Deutschland besuchen.

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Er will Priester und Laien der Piusbruderschaft  treffen, um deren Spaltung voranzutreiben. Geplant scheint unter anderem die Weihe einer Kapelle in einem kleinen Kloster in Häusern. Ähnlich wie bei den Karmelschwestern von Brilon hatte der eingesetzte Hausspiritual die Trennung von der Priesterbruderschaft St. Pius X. eingeleitet, dies aber bereits vor Jahren, weil die Priesterbruderschaft St. Pius X. den Sedisvakantismus ablehne.

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Vom völkischen Größenwahn des Katholizismus

Vorige Woche im Vatikan. Der Papst ernennt 6 Kardinäle und nutzt die Gelegenheit, in Arroganz und Impertinez kaum zu übertreffender Art, den weltumspannenden Anspruch der katholischen Kirche zu betonen.

B16:

[...] Die Kirche sei “katholisch”, weil sich die christliche Botschaft an allen Menschen richte, [...]Zwar habe sich Jesu Mission zu Lebzeiten auf das jüdische Volk beschränkt. Von Anfang an sei sie jedoch darauf ausgerichtet gewesen, “allen Völkern das Licht des Evangeliums zu bringen”.

Die katholische Kirche sei im Auftrag Jesu verpflichtet jede ethnische, nationale und religiöse Spaltung zu überwinden. Tränen in den Augen knien die Katholen darnieder. Der Pappa gibt ihnen Größe zurück, verbal. Nach den Schlüpfrigkeiten unter priesterlicher Soutane, vor allem gegen Kinder, endlich wieder eine Frohbotschaft. Es kann nur eine Kirche Christi geben, natürlich die katholische. Ihre Universalität gründe letztlich auf der Universalität des “einzigen göttlichen Heilsplans für die Welt”.

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