Schlagwort-Archive: Spanien

Der “Heilige Gral” in Spanien entdeckt

Bild: Wikimedia Commons/José-Manuel Benito Álvarez (CC-BY-SA 3.0)

Bild: Wikimedia Commons/José-Manuel Benito Álvarez (CC-BY-SA 3.0)

Ein goldener Kelch ist in Spanien zu einem derart grossen Publikumsmagneten geworden, dass er nicht mehr länger ausgestellt werden kann. Wissenschaftler haben ihn zum Heiligen Gral erklärt.

Basler Zeitung

Auslöser des Trubels war ein vergangene Woche veröffentlichtes Buch zweier Experten: Sie wollen in dem im spanischen León ausgestellten Trinkgefäss den Kelch ausgemacht haben, den Jesus laut der christlichen Überlieferung beim Letzten Abendmahl mit seinen Jüngern benutzt haben soll. Verfasst wurde das Buch «Die Könige des Grals» von einer Expertin für Mittelalterliche Geschichte, Margarita Torres, und dem Kunsthistoriker José Miguel Ortega del Rio.

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Rom: Abtreibung auf der Krankenhaus-Toilette

Mit nackten Brüsten kniet am 23. Dezember eine Aktivistin der Frauenrechtsgruppe Femen vor einer Kirche in der Hauptstadt Madrid. Auf Oberkörper und Arme hatte sie die Slogans… – Foto: AFP

In Ländern wie Italien und Spanien wird Frauen eine Abtreibung immer schwerer gemacht. Auch hierzulande gibt es Gegenden, in denen ein legaler Abbruch kaum möglich ist. Doch kein weiteres Kind wird geboren, keines „gerettet“, wo Abtreibung verboten ist oder geächtet wird.

Von Andrea DernbachDER TAGESSPIEGEL

In Italien ist in der vergangenen Woche eine Debatte über die Odyssee einer Schwangeren in Rom entbrannt. Die Frau wollte eine (legale) Spätabtreibung, nachdem im fünften Schwangerschaftsmonat feststand, dass der Fötus unheilbar krank war und seine Geburt kaum überleben würde. Doch sie traf zunächst nur auf Ärzte, die sich als Abtreibungsgegner zu erkennen gaben. Schließlich bekam sie einen Termin in einer Klinik – und erlebte dort die Abtreibung unter entwürdigenden Bedingungen, wie sie schreibt. Hilfe des Personals null, die letzte Phase spielte sich unter großen Schmerzen in einer Toilette ab.

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Streit um das lukrative Haus Gottes

Die Mezquita in Córdoba, die einst eine Moschee war und jetzt eine Kathedrale ist. Bild: reuters

Die Moschee-Kathedrale in Córdoba ist ein nationales Monument. Trotzdem hat die Katholische Kirche den Bau als ihren Besitz requriert.

Von Reiner Wandler - taz.de

Ein UNESCO-Weltkulturerbe sorgt für Schlagzeilen. Wem gehört die einstige Moschee und heutige Kathedrale im südspanischen Córdoba, der Katholischen Kirche oder der Allgemeinheit? Darüber streiten die andalusische Regionalregierung und das Bistum der Stadt, die einst im Mittelalter eines der wichtigsten Zentren des damals muslimischen Spaniens war.

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EU: Zum Geier mit dem Artenschutz

Gänsegeier, Bild: wikimedia.org

Die EU hat ein Medikament in der Viehhaltung zugelassen, das nachweislich Geier tötet. Sie führt ihre Artenschutzpolitik erneut ad absurdum.

Von Daniel LingenhöhlSpektrum.de

Noch vor 25 Jahren war der indische Bengalgeier einer der häufigsten Greifvögel der Welt: Millionen von ihnen kreisten am südasiatischen Himmel und entsorgten zuverlässig die Kadaver von Rindern oder anderen Tieren. Selbst eine kulturelle Bedeutung hatten die Tiere, denn sie verzehrten auf den Türmen des Schweigens verstorbene Miglieder der Parsen, einer aus dem alten Persien stammenden religiösen Gemeinschaft. Heute ist dieses Ritual praktisch nicht mehr möglich, denn die Bengalgeier sind fast ausgestorben: 99,9 Prozent der Tiere verschwanden in den letzten Jahren, der aktuelle Bestand liegt bei nur noch 2500 Individuen.

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Petition in Spanien: Katholischer Kirche frühere Moschee in Cordoba entziehen

Mezquita-Catedral de Córdoba, Bild: wikimedia.org

Die berühmte Kathedralen-Moschee in Cordoba soll nicht länger katholisch sein.

Deutschlandradio Kultur

Dies fordern inzwischen 91.000 Unterzeichner einer Internet-Petition in Spanien. Die Gruppe der Initiatoren, Historiker, Juristen und Journalisten, wirft der Katholischen Kirche vor, das Gebäude für sich zu vereinnahmen und sogar heimlich islamische Symbole daraus entfernen zu lassen. Der Sakralbau wurde im achten Jahrhundert von den Emiren und Kalifen in Cordoba errichtet und später in eine katholische Kirche umgewandelt.

Spanien/Portugal: Wiedergutmachung oder ökonomisches Interesse an vertriebenen Juden?

Bild: wikimedia.org

Spanien und Portugal wollen ihre “historische Schuld” nach 500 Jahren an vertriebenen Juden begleichen und bieten Nachfahren die Staatsangehörigkeit an.

Von Ralf StreckTELEPOLIS

Nach Spanien hat nun auch Portugal späte Gerechtigkeit für sephardische Juden angekündigt. Der portugiesische Minister für Tourismus sagte, auch Lissabon werde den Nachfahren vertriebener Juden die Staatsbürgerschaft anbieten. Das hat Adolfo Mesquida Nunes während eines Besuchs einer internationalen Tourismusmesse am Wochenende in Tel Avis erklärt, wie diverse Medien in Israel berichtet haben.

Nach Angaben des Ministers arbeite Lissabon schon an einem Gesetz. Ausgearbeitet würden Kriterien, damit die 400.000 Nachfahren derer, die ab 1496 auch aus Portugal vertrieben wurden, vereinfacht die Staatsangehörigkeit erhalten können. Der Minister bezog sich auch auf den Entwurf des spanischen Justizministers Alberto Ruiz Gallardón, den vor gut einer Woche das Kabinett verabschiedete. Der portugiesische Botschafter in Israel, Miguel de Almeida, erklärte, “nun müssen klare Richtlinien” für die erarbeitet werden, die an einer portugiesischen Staatsangehörigkeit interessiert sind. Klar ist, dass in beiden Fällen Begünstigte die bisherige Staatsangehörigkeit nicht aufgeben und auch nicht nach Spanien oder Portugal umziehen müssen. Bisher ist in Spanien eine Einbürgerung der Sephardim möglich, die dafür aber ihre bisherige Staatsbürgerschaft aufgeben müssen.

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Verhütungsmittel: Die gespaltene katholische Kirche

Nur in Afrika gibt es Unterstützung für die Ablehnung von Verhütungsmitteln. Bild: heise.de

Zwischen den Katholiken in Afrika und Asien und dem Rest der Welt, aber auch zwischen den westlichen Katholiken und dem Vatikan gibt es im Hinblick auf Familie, Sexualität und Reproduktion einen tiefen Bruch.

Von Florian RötzerTELEPOLIS

Es war schon lange bekannt, dass zwischen der Lehre der katholischen Kirche, die vom Vatikan im Bereich Sexualität, Abtreibung, Verhütung oder Homosexualität vertreten wird, und den 1,2 Milliarden katholischen Kirchenangehörigen teilweise eine tiefe Kluft herrscht. Bestätigt wird diese Kluft nun von einer Umfrage in 12 Ländern, allerdings ist eine ebenso große Kluft zwischen Katholiken in Afrika und Asien und denjenigen in Europa, Nordamerika und großen Teilen Lateinamerikas sichtbar. Papst Franziskus scheint zwar geneigt zu sein, die moralischen Zügel zu lockern, würde aber bei einer Liberalisierung das weitere Auseinanderdriften oder gar den Bruch riskieren.

Befragt wurden insgesamt 12.000 Katholiken in Frankreich, Italien, Polen, Spanien, den USA, Argentinien, Brasilien, Kolumbien, Mexiko, den Philippinen, Uganda und der Demokratischen Republik Kongo. Mit großer Mehrheit sagen die Katholiken in den USA, in Lateinamerika und Europa, dass ein Mensch, der sich scheiden lässt, nicht in Sünde lebt und daher exkommuniziert werden sollte. In den beiden afrikanischen Ländern stimmen dem aber mit über 70 Prozent ebenso viele zu, wie dies in den anderen Ländern ablehnen. Auf den Philippinen ist man gespaltener Meinung.

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Schluß mit dem Rosenkranz in unseren Eierstöcken

„Schluß mit dem Rosenkranz in unseren Eierstöcken“. Mit dieser geschmacklosen Parole und der Darstellung eines Rosenkranzes in Form der Gebärmutter werben die Abtreibungsverbände in Frankreich und Spanien für das „Recht“ zur Tötung ungeborener Kinder.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Mit den menschenverachtenden Plakaten rufen die Abtreibungsorganisationen zu einer Kundgebung für das „Recht auf Abtreibung“ auf, die am 1. Februar in Madrid stattfinden wird. Eine ähnliche Kundgebung findet bereits heute, Mittwoch, in Brüssel statt.

Rosenkranz für Abtreibungspropaganda mißbraucht

Die Parole von bereits zweifelhaftem Geschmack wird durch eine nicht minder geschmacklose Darstellung begleitet, die den Rosenkranz in Form einer Gebärmutter zeigt. Dazu heißt es auf dem Plakat: „Das Recht über unseren Körper zu entscheiden, ist keine Frage des Glaubens, sondern der Demokratie“.

Daß Frauen mit einer Abtreibung nicht in erster Linie über ihren Körper entscheiden, sondern über den Körper eines anderen Menschen, des ungeborenen Kindes, wird von den Abtreibungsbefürwortern systematisch verdrängt. Erst recht, daß es sich dabei um eine Entscheidung um Leben oder Tod handelt.

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Baby-Killerin im Eso-Zentrum

Katharina Katit-Stäheli ist Tierschützerin, liebt Pferde. Bild: blick.ch

Warum flüchtete Baby-Killerin Katharina Katit-Stäheli (40) mit ihrem kleinen Dylan († 10 Monate) nach Spanien? Wollte die überzeugte Veganerin und Gegnerin der Schulmedizin bei Freunden aus der Esoterikszene unterkommen?

Von Barbara Lanzund Daniel RiedelBlick.ch

Die Mutter hatte Freunde in Portugal. Unter anderem war die Veganerin in Kontakt mit Kabael J.*, dem Betreiber des spirituellen Centers Atlantisya im Norden des Landes. «Ja, ich kenne Katha­rina, wir stehen in Kontakt per E-Mail», bestätigte J. auf Anfrage. Bei genauerem Nachfragen blockt er ab. Ob Katit-Stäheli ­einen Besuch geplant hatte, will er nicht sagen. Aber: Für sein Zentrum sucht der Guru via Website gerade Bewohner, die beim Bau eines Ökohauses helfen. Dafür bietet er «drei vegane Mahlzeiten pro Tag».

Möglich, dass Katit-Stäheli sich in dieser Kommune verstecken wollte, um zu verhindern, dass Baby Dylans Wasserkopf in Zürich behandelt wird. Dort war ihr ja das medizinische Sorgerecht entzogen worden.

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Frankreich: Das absolute Recht auf Abtreibung

Haben Pech gehabt: Abtreibungsgegnerinnen beim „Marsch für das Leben“. Bild: reuters

Das Recht auf Schwangerschaftsabbrüche ist von der französischen Nationalversammlung gestärkt worden. „Not-Situationen“ sind jetzt als Grund nicht mehr nötig.

taz

Die französische Nationalversammlung hat für eine Stärkung des Rechts auf Abtreibung gestimmt. Die Abgeordneten votierten in der Nacht zu Mittwoch für eine Streichung einer Gesetzespassage, wonach eine Abtreibung lediglich erlaubt ist, wenn die Schwangerschaft eine Frau in eine „Not-Situation“ bringt.

In der Praxis hatte dieser Begriff das Recht auf Abtreibung zwar nicht eingeschränkt. Befürworter sehen die Streichung aber als einen wichtigen „symbolischen Fortschritt“ für die Rechte von Frauen.

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Märchenfilm “Exodus”

Eine der Aufbauten am Set von “Exodus”, hier im Dezember 2013 Foto: David Luque, Wikipedia | CC-BY-SA 2.0

Was bedeutet es für eine Region, wenn Ridley Scott mit hunderten Mitarbeitern anrückt, um einen Bibel-Film zu drehen? Die Süddeutsche Zeitung hat das Set von „Exodus“ besucht und einige Fakten und Anekdoten vom Dreh zusammengetragen, die überraschen.

pro Medienmagazin

Für die Provinz Almería in Andalusien ist das Bibel-Epos „Exodus“, das zur Weihnachtszeit 2014 in die Kinos kommen soll, nicht die erste große Hollywood-Produktion. Auch Teile von „Indiana Jones“ oder „Spiel mir das Lied vom Tod“ wurden in der spanischen Wüstenregion gedreht. „Exodus“ freilich setzt neue Maßstäbe: Das Set ist größer als die von „Gladiator“ und „Robin Hood“ zusammengenommen, erklärt Chefdesigner Arthur Max. So wurde beispielsweise eine einen Kilometer lange Dorfstraße errichtet, wie sie einst im alten Ägypten ausgesehen haben könnte, dazu ein Palast für den Pharao und ein jüdisches Viertel.

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Spanien: Papst Franz zeigt seinen blanken Po

Papst Franziskus als Caganers-Figur: Die provokanten Tonfiguren werden auf dem Weihnachtsmarkt vor Barcelonas Kathedrale verkauft.© Lluis Gene/AFP

Nicht nur am Weihnachtstag wird in Spanien ausgiebig getafelt. Zuvor wird leidenschaftlich Lotto gespielt. Und auf dem Weihnachtsmarkt in Barcelona erregen kleine Figuren die Gemüter.

Von Till Bartelsstern.de

Seit Stunden steht die siebenjährige Eulàlia in der Schlange vor dem Mercat de Sant Antoni von Barcelona. Nur langsam bewegen sich die wartenden Kinder mit ihren Eltern vor der alten Markthalle in Richtung Thron, auf dem ein älterer Herr in purpurroter Robe mit weißem Rauschebart Platz genommen hat. Am Vorabend des 6. Januars warten die Kleinen auf den Moment, einem der Heiligen drei Könige ihren Brief mit dem Wunschzettel persönlich zu überreichen.

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Spaniens Sozialisten fordern Aufhebung des Konkordats

Elena Valenciano beim 38. PSOE-Parteitag, Bild: wikipedia

Als Oppositionspartei fordert die PSOE, was sie als Regierungspartei scheute
Zum 35. Jahrestag der Verfassung am Freitag fordern Spaniens Sozialisten sofortige Aufhebung des Konkordats mit dem Vatikan und ein Gesetz über einen laizistischen Staat.

Von Heinz KriegerND

Spaniens Sozialistische Arbeiterpartei (PSOE) will nachholen, was sie in den beiden Legislaturperioden ihrer Regierungszeit von 2004 bis 2011 versäumt hat. Sie fordert ein Gesetz über Religionsfreiheit sowie die sofortige Kündigung des Konkordats Spaniens mit dem Vatikan. Religiöse Symbole sollen aus dem öffentlichen Leben verschwinden, etwa bei Vereidigungen oder bei Staatsbegräbnissen. Einen entsprechenden Antrag hat sie zu Wochenbeginn im Parlament eingebracht. Spanien habe sich seit Unterzeichnung des Konkordats 1979 »sehr verändert« erklärte die Vizegeneralsekretärin der PSOE Elena Valenciano. Das Land sei »laizistischer und pluralistischer« geworden. Außerdem störe die jetzt regierende Volkspartei (PP) das Gleichgewicht zwischen den Religionen, etwa durch die Aufwertung des katholischen Religionsunterrichts in der soeben verabschiedeten, heftig umstrittenen Bildungsreform.

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Madrid: Justiz untersagt Bau eines “Miniatur-Vatikans”(Verschnitt)

Headquarter des Konzerns.

Headquarter des Konzerns.

Die spanische Justiz hat der katholischen Kirche den Bau eines “Miniatur-Vatikans” in Madrid untersagt. Der oberste Gerichtshof entschied, dass bei dem Vorhaben die Erhaltung des historischen und künstlerischen Erbes nicht ausreichend gesichert sei. Die Richter bestätigten nach Medienberichten vom Freitag damit eine Entscheidung des Madrider Oberverwaltungsgerichts und wiesen den Einspruch der Kirche und der Stadtverwaltung zurück.

Märkische Oderzeitung

Das Erzbistum Madrid hatte in einer Grünanlage oberhalb des Manzanares-Ufers einen Gebäudekomplex errichten wollen, der im Volksmund den Namen “Miniatur-Vatikan” erhielt. Die “Stadt der Kirche”, wie das Projekt offiziell hieß, sollte ein Bürogebäude mit einer 140 Meter langen Front, ein Heim für Alte und Bedürftige, eine Bibliothek und ein Priester-Wohnheim umfassen.

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Spanien: Monchichi-Jesus lässt Kasse klingeln

Verschandeltes Christus-Fresko in Spanien lässt Gemeindekasse klingeln – Einnahmen sollen auch “Restauratorin” zukommen

Deutschlandradio Kultur

Die misslungene Restauration eines Freskos von Jesus Christus in Spanien macht noch einmal Schlagzeilen. Eine Rentnerin hatte das Bildnis in der Kirche der Gemeinde Borja im Norden des Landes vor rund einem Jahr bearbeitet. Seitdem hat es fast 60.000 Besucher angezogen. Sie alle wollen das äffchenähnliche Gesicht betrachten, das das Fresko nach der Überarbeitung zeigt. Und sie zahlen einen Euro Eintritt dafür. Dieses Geld soll nun zur Hälfte auch der Frau zuteil werden, die sich als Restauratorin an dem Bildnis zu schaffen machte. So sieht es ein Vertragsentwurf mit der Gemeinde vor. Der Anwalt der 82-Jährigen wies darauf hin, dass es hierbei jedoch nicht um persönliche Gewinne gehe: Sämtliche Einnahmen würden wohltätigen Zwecken gespendet.