Schlagwort-Archive: Spanien

Die Nonne und der Kindesraub

Foto: Reuters

Jahrzehntelang wurden Neugeborene ihren Müttern entwendet und zur Adoption freigegeben. María Luisa Torres fand ihr Kind nach 30 Jahren wieder.

Von Reiner Wandlertaz

„29 Jahre“, stammelt María Luisa Torres. „Meine Tochter.“ Heulend schließt sie die jüngere Frau in ihre Arme. „Mama“, antwortet Pilar Alcade. Diese Szene spielte sich am 30. Juni 2011 live im Mittagsprogramm des Privatsenders Antena 3 ab. „Wenn ich die Aufnahmen sehe, bekomme ich noch immer weiche Knie“, sagt María Luisa Torres und strahlt übers ganze Gesicht. „Seit ihrer Geburt am 31. März 1982 hatte ich meine Tochter gesucht.“

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Sexueller Missbrauch: Katholische Kirche auf Mallorca entlässt Priester

Kathedrale Santa María in Palma, Bild: wikipedia

Palma de Mallorca. Die katholische Kirche in Spanien hat erstmals einen Priester wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern seines Amtes enthoben. Wie die Diözese auf Mallorca am Donnerstag mitteilte, sah es ein kirchliches Gericht auf der Mittelmeerinsel als erwiesen an, dass der Geistliche sich sexuell an mehreren Mädchen vergangen hatte.

General-Anzeiger

Die Richter hätten die höchste Strafe verhängt, die nach kirchlichem Recht möglich sei. Das Bistum hatte den Geistlichen, der auf Mallorca in den Ferienorten Cala Rajada und Can Picafort gewirkt hatte, im März 2011 nach Bekanntwerden der Vorwürfe vorläufig vom Dienst suspendiert.

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„2012 DA 14“: Ein Asteroid grüßt aus der Ferne

Asteroid 2012 DA14: Himmelskörper auf Besuch, Bild: NASA(bearbeitet) public domain

Auch wenn durch den fliegenden Gesteinsbrocken keine Gefahr besteht – seit knapp 100 Jahren kam kein Asteroid der Erde mehr so nahe wie „2012 DA 14“. Auch Satelliten sollen vor ihm sicher sein.

Von Horst RademacherFrankfurter Allgemeine

Am kommenden Freitagabend, unmittelbar nach der Tagesschau, wird die Welt nicht untergehen. Das gilt allerdings nur, wenn sich Astronomen nicht verrechnet haben. Um genau 20.25 Uhr mitteleuropäischer Zeit – so die Kalkulation – wird nämlich ein Asteroid der Erde näher kommen als alle vergleichbaren Himmelsobjekte in den vergangenen hundert Jahren. Der etwa 50 Meter große Gesteinsbrocken mit dem wissenschaftlichen Namen „2012 DA 14“ soll in einer Entfernung von etwa 27.700 Kilometern an der Erdoberfläche vorbeifliegen. In unserer Alltagserfahrung erscheint das zwar unendlich weit, im astronomischen Sinne entgehen wir aber nur so eben haarscharf einem Zusammenstoß.

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Spanien: Wenn die Religionsfreiheit in Gefahr ist

Carlin_ReligionIn Spanien schlägt das Observatorium für Religions- und Gewissensfreiheit Alarm: 2012 haben in Spanien 16 Angriffe auf Religionsfreiheit und religiöse Symbole (katholische, evangelische und islamische) stattgefunden.

kath.net

Die Religionsfreiheit ist nicht nur in asiatischen oder afrikanischen Ländern bedroht, die diktatorischen oder fundamentalistischen Regimen unterworfen sind. Bekanntermaßen ist auch in den modernen westlichen Demokratien in mehr oder weniger verhüllten Formen die Ausübung dieses grundlegenden Menschenrechts ernsthaft gefährdet.

Das geschieht auch in Spanien, wo zur selben Zeit, in der in der Almudena-Kathedrale in Madrid ein rudimentärer, aber funktionierender Sprengsatz entdeckt und entschärft wurde, das Observatorium für Religions- und Gewissensfreiheit Alarm geschlagen hat. Es gab bekannt, daß 2012 sechzehn Angriffe auf Religionsfreiheit und religiöse Symbole, nicht nur katholische, sondern auch evangelische und islamische, stattgefunden haben.

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Spanien: Von Nonnen geraubt und verkauft

Bild: Costa Blanca Nachrichten

Nach knapp 50 Jahren haben sich eine Mutter und ihre als Baby entführte Tochter erstmals wiedergesehen. Die lang ersehnte Begegnung am Samstag in Turia in der Provinz Valencia war der Arbeit der Polizei zu verdanken.

Costa Blanca Nachrichten

Diese hatte die Ermittlungen im Oktober 2011 aufgenommen, nachdem die Tochter in den Medien Berichte über entführte Babys gesehen und aus zunächst nicht genannten Gründen Verdacht geschöpft hatte.

Nach einer Untersuchung in alten Archiven habe man eine Liste mit rund 200 Frauen erstellt, die als Mutter in Frage gekommen seien, hieß es in der Mitteilung der Polizei. Danach habe man diese Frauen ausfindig gemacht und ausführlich befragt, bevor die biologische Mutter mit Hilfe einer DNA-Analyse zweifelsfrei identifiziert habe.

Sie sei ob der Nachricht sehr überrascht gewesen, wurde die Mutter am Samstag von der Polizei zitiert. Bei der Geburt im Jahr 1964 war ihr erzählt worden, ihr Baby sei gestorben. Sie hatte deshalb bis vor wenigen Tagen keine Ahnung von der Existenz dieser Tochter. Wie die Polizei mitteilte, werden die Ermittlungen mit der Fahndung nach den Verantwortlichen für die Entführung fortgesetzt. (dpa)

Vatikan-Millionen unterstützten alliierte Rüstung

Foto: picture alliance / akg-images Noch immer hält sich die Ansicht, Papst Pius XII. (M.; 1876-1958) sei ein Parteigänger Hitlers gewesen. Neue Aktenfunden belegen, wie sehr er die Alliierten mit Geld unterstützte. Das Foto zeigt den Pontifex beim Empfang amerikanischer Truppen in Rom 1944

Mit Devisen und Gold hat der Vatikan seit 1940 die Kriegführung der Alliierten gefördert. Die Historikerin Patricia McGoldrick fand lange gesperrte Anweisungen für Gelder, die bis nach Indien gingen.

Von Sven Felix KellerhoffDIE WELT

Die Vatikanbank hat während des Zweiten Weltkriegs durch bislang nicht bekannte Überweisungen in beträchtlicher Höhe die Anti-Hitler-Koalition unterstützt. Das ist das Ergebnis von Forschungen der Londoner Historikerin Patricia M. McGoldrick, die im aktuellen Heft des Zeitschrift “The Historical Journal” veröffentlicht wurden.

Demnach transferierte die damalige “Ammistrazione Pontificia per le Opere di Religione” (AOR), die Vorgängerinstitution des heutigen Istituto per le Opere di Religione, Werte in Höhe von vielen Millionen US-Dollar aus Europa in die USA und investierte das Geld dort in enger Abstimmung mit den Geschäftsbanken J. P. Morgan und Morgan Chase.

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König-Abdullah-Zentrum: Vatikan weist Kritik zurück

foto: standard/cremer
Die Intiative liberaler Muslime in Österreich protestiert gegen das Zentrum für interreligiösen Dialog.

Das Zentrum für interreligiösen Dialog sei keine Einrichtung “für die Regierung von Saudi-Arabien allein”, heißt es aus dem Vatikan.

Die Presse.com

Der Vatikan hat Kritik an einem angeblich zu großen Einfluss Saudi Arabiens auf das Wiener König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen Dialog zurückgewiesen. Das Zentrum, das am kommenden Montag unter anderem von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in der Wiener Hofburg eröffnet werden soll, sei “eine unabhängige, internationale Institution” und “kein Zentrum für die Regierung von Saudi-Arabien alleine”, erklärte der Sprecher des Vatikans, Federico Lombardi, am Freitag laut Kathpress in einer Pressemitteilung.

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Europäische Skeptiker: 1 Million Euro für paranormale Fähigkeiten

Bild: livenet.de

Die belgische Skeptikerorganisation SKEPP sucht Personen mit paranormalen Fähigkeiten – und ihre europäischen Skeptikerkollegen suchen mit.

GWUP – Die Skeptiker

Tests von Personen mit angeblich paranormalen Fähigkeiten gab es schon viele. James Randis 1-Million-Dollar-Herausforderung ist wohl der bekannteste Versuch, angeblich paranormal Begabte zu einer Demonstration ihrer Fähigkeiten zu bewegen. Auch die GWUP testet jährlich mehrere Bewerber (zuletzt im August 2012) – bislang ohne Erfolg. Die belgische Skeptikerorganisation SKEPP setzt nun auf den Lockruf des Geldes und bietet eine runde Million Euro für den Nachweis einer Fähigkeit, die nach heutigem Stand der Wissenschaft unmöglich ist.

Die deutsche Skeptikerorganisation GWUP unterstützt die belgischen Skeptikerkollegen und Kandidaten bei diesen Tests. Interessierte deutschsprachige Kandidaten wenden sich bitte an die GWUP in Roßdorf bei Darmstadt. Neben der GWUP bieten auch die Skeptikervereinigungen in Estland, Großbritannien, den Niederlanden, Schweden, Spanien, Polen, Tschechien und Ungarn an, Vor-Tests im jeweiligen Land durchzuführen. Ein europäisches Forschungsprojekt der anderen Art. Wer den Vor-Test besteht, hat sich automatisch für den Millionenpreis qualifiziert.

Einige Regeln sind aber zu beachten. So werden gesundheitsgefährdende oder gesetzeswidrige Vorhaben ebenso wenig untersucht wie Zaubertricks oder Gottesbeweise. Bewerber, die sich über die GWUP testen lassen möchten, werden gebeten, ihre Fähigkeiten zu beschreiben und einen Test vorzuschlagen (siehe vollständige Teilnahmebedingungen).  Angesichts der üblichen Vorbereitungszeit für derartige Tests sollten sich Bewerber beeilen: Der Preis wird nur für ein Jahr ausgelobt, d. h. bis einschließlich 30. September 2013.

J. Bergmann

Enneagramm: Esoterisch-okkulte Abwege katholischer Ordensleute

Bild: weltbild.de(katholisch)

Deutschland hat seinen benediktinischen Zen-Meister, Spanien seinen jesuitischen Enneagramm-Meister. Der Jesuit Pater Josep Lluís Iriberri und „sein Team“ führen im Exerzitienhaus Cova de Sant Ignasi bei Barcelona in die „Grundlagen des Enneagramms“ ein.

Von Giuseppe Nardi - Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Nicht mehr das Kreuz wird gelehrt, sondern die „Persönlichkeitsentwicklung“ im Zeichen des esoterischen Enneagramms. Symbol und Lehre liegen, ein Wesensmerkmal der Gnosis, völlig im Dunkeln, oder besser gesagt, werden bewußt in ein nicht faßbares Dunkel gehüllt, um ihnen den Hauch des Geheimnisvollen und die Bedeutung eines arkanischen Wissens zu geben. Tatsächlich lassen sich einige Fakten zur Entstehung feststellen. Das okkulte Symbol wurde vom griechischstämmigen russischen Schriftsteller und Esoteriker Georges Gurdjieff (1870 -1947) „eingeführt“, man könnte natürlich ebensogut sagen, erfunden.

Georges Gurdjeffs „Vierter Weg“

Gurdjieff behauptete in der von ihm entwickelten Lehre des Vierten Weges, das Symbol in einem, allerdings unbekannt bleibenden Kloster einer ebenso nicht näher greifbaren Sufibruderschaft entdeckt zu haben. Seit Gurdjieffs Veröffentlichungen wurde das Symbol von zahlreichen anderen Esoterik-Autoren aufgegriffen und in unterschiedlicher Weise für psychologisch-spirituelle Persönlichkeitstypisierungen gebraucht.

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Spanien: Kirche soll mehr Steuern zahlen

foto: reuters/marcelo del pozo
Bild: Eine Kirche in Sevilla.

Sozialisten drängen auf Ende der Ausnahmeregelungen

derStandard.at

Angesichts der dramatischen Lage an den Finanzmärkten wächst in Spanien der Druck auf die katholische Kirche, einen größeren Beitrag zur Sanierung des Staatshaushaltes zu leisten. Die Tageszeitung El País veröffentlichte eine Umfrage, wonach inzwischen acht von zehn Spaniern verlangen, dass für die Kirche geltende Ausnahmen im Steuerrecht abgeschafft werden. Dieses Ergebnis ist insoweit überraschend, als der Katholizismus und die katholische Kirche in Spanien nach wie vor eine besonders wichtige Rolle spielen.

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Wider den Säkularismus

Bild: humanismus.aktuell

Report: Diskriminierung von Christen in Europa nicht totschweigen

kath.net

Vor einer zunehmenden rechtlichen Diskriminierung von Christen und der vermehrten Intoleranz gegenüber christlichen Positionen in Europa warnt der neue “Report 2011″ der in Wien ansässigen Beobachtungs- und Dokumentationsstelle “Observatory on Intolerance and Discrimination against Christians in Europe”. Das Dokumentationsarchiv recherchierte und dokumentierte für das Jahr 2011 180 Vorfälle von Intoleranz und Diskriminierung, die im Bericht aufgeführt sind. Studien zeigten, dass 85 Prozent aller sogenannten “hate crimes” gegen Christen gerichtet sind. Wie “Observatory”-Leiterin Gudrun Kugler betonte in einer Presseaussendung am Montag betont, dürfe diese Tatsache “in der öffentlichen Debatte nicht totgeschwiegen” werden.

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Assad droht dem Westen mit einem Dschihadisten

Angeblich frei: Abu Musab al-Suri. Die Warnung des Assad-Regimes: Stürzt ihr das System, lassen wir die Terroristen auf euch los. Foto: Abu Musab al-Suri

Abu Musab al-Suri gilt als Architekt des globalen Dschihad und lebende Legende. Zuletzt war er in Syrien inhaftiert. Jetzt soll ihn das Assad-Regime freigelassen haben.

Von Florian Flade - WELT ONLINE

Der Mann mit dem markant roten Bart soll frei sein: Abu Musab al-Suri. In der westlichen Welt ist der syrische Islamist kaum bekannt. In der Welt des Dschihad ist der 53-jährige Syrer hingegen eine lebende Legende. Er gilt als einer der einflussreichsten Ideologen des internationalen Dschihadismus, als geistiger Wegbereiter von al-Qaidas Terrorstrategie.

Al-Suri, der mit einer Spanierin verheiratet war und daher neben der syrischen auch die spanische Staatsbürgerschaft besitzt, wurde 2005 in Pakistan verhaftet, von der CIA entführt und anschließend – obwohl nie offiziell bestätigt – in einem syrischen Gefängnis eingekerkert.

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Schönborn kündigt Reformen an

Foto: reuters/Heinz Peter-Bader

Kein “business as usual” – Kirchenverkäufe nicht ausgeschlossen, Alternative zu Kirchenbeitrag möglich – Pilotprojekt in Favoriten

derStandard.at

Kardinal Christoph Schönborn will die Strukturen der Kirche in Wien ändern. Wegen der sinkenden Zahl an Katholiken sei eine alternative Nutzung von nicht erhaltbaren Kirchen nicht ausgeschlossen. Wie genau die Kirche der Zukunft aussehen wird, sei offen. Es könne kein Zurück zum “business as usual” mehr geben.

Vorstellung von “Staatsreligion” zu Ende

Die Erzdiözese Wien will nun mit dem Piloprojekt unter dem Titel “Apostel 2.1″ mit Strukturreformen auf eine veränderte Gesellschaft reagieren. “Wir stehen an einer Zeitenwende”, stellte Kardinal Christoph Schönborn am Montag bei einer Pressekonferenz fest. “Apostel 2.1″, das sei ein bewährtes Programm in verbesserter Version. “Wir sehen heute, dass die Konstantinische Zeit der Kirche zu Ende ist. Diese Ära war geprägt von der Idee der Staatsreligion, in die man hineingeboren wird und sein Leben lang bleibt”, so Schönborn. Diese Zeiten seien vorbei. In der freiheitsliebenden Gesellschaft biete sich eine “Fülle an Möglichkeiten”: “In dieser Funktion ist die Kirche nur ein Player unter vielen anderen.”

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Indignados: Polizei beendet Vatikan-Protest gewaltsam

Die Polizei hat eine Demonstration der "Indignados" gegen den Vatikan gewaltsam aufgelöst. Foto: dapd, Andrew Medichini

Die italienische Polizei hat am Samstag einen Protest von rund 50 sogenannten Indignados (“Empörten”) auf dem Petersplatz beendet. Nach einer etwa dreistündigen Demonstration wurde der Platz gewaltsam geräumt.

RP ONLINE

Dabei setzten die Sicherheitskräfte auch Schlagstöcke ein, mehrere junge Leute wurden an Händen und Füßen weggetragen, wie die Nachrichtenagentur I.Media berichtete. Drei Demonstranten wurden festgenommen.

Die mehrheitlich aus Spanien und Frankreich stammenden Demonstranten hatten gegen den “Reichtum” des Vatikans und die “Macht des Papstes” demonstriert. Sie riefen Slogans wie “Korrupte Kirche”, “Krimineller Papst” und “Vatikan, zahl Deine Steuern wie alle anderen auch”.

Vatikan schreibt an Holocaust-Leugner

Als Erster wurde der Rechtsextremist Pedro Varela in Spanien wegen Leugnung des Holocaust verurteilt - nun hat er freundliche Post vom Vatikan bekommen. (© picture-alliance/ dpa)

Ein spanischer Neonazi erhält einen Brief vom Vatikan, der sich wie ein höchst freundliches Unterstützerschreiben liest und prompt in der rechtsradikalen Szene gefeiert wird. Peinlich für die Apostolische Nuntiatur: Man habe nicht genau auf den Absender des Bittbriefs geschaut, heißt es dort.

Von Javier Cáceressueddeutsche.de

Die spanischen Neonazis frohlocken. “Unterstützung vom Vatikan”, heißt es auf der Homepage Libertad Pedro Varela, die für Spaniens wichtigsten Holocaust-Leugner und Volksverhetzer eintritt. Ein Link führt weiter zur Kopie eines Briefes, der die eigenhändige Unterschrift von Nuntius Renzo Fratini trägt – und sich tatsächlich wie eine Solidaritätsadresse für den inhaftierten Verleger und Buchhändler liest.

In seinem Schreiben teilt Fratini nämlich einem “verehrten Carlos” mit, dass er seinerseits den “freundlichen Brief” erhalten habe, in dem auf die “beklagenswerte Lage” des “in Gefangenschaft” sitzenden Varela hingewiesen werde; ebenso das Schreiben, das an Papst Benedikt gerichtet war und an diesen weitergeleitet worden sei.

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Die Biologie des Selbstmordes

Manche Menschen haben erblich bedingt ein erhöhtes Risiko, Selbstmord zu begehen. Es zeigt sich, dass bestimmte Gene Verhaltensweisen beeinflussen, die ihrerseits einen Suizid fördern.

Von Fabienne HübenerNZZ Online

Weltweit begehen jährlich rund eine Million Menschen Selbstmord. In fast allen entwickelten Ländern sind Suizide häufiger als tödliche Verkehrsunfälle und gehören zu den Top Ten der wichtigsten Todesursachen. Quer durch Europa zieht sich ein Nordost-Südwest-Gefälle. Litauen, Estland und Finnland beklagen die höchsten, Italien, Spanien und Griechenland die niedrigsten Selbstmordraten. Die Schweiz, Österreich und Deutschland liegen mit jährlich jeweils 15, 13 und 9 Selbstmorden pro 100 000 Einwohner im Mittelfeld. Seit vier Jahrzehnten suchen Wissenschafter nach den biologischen Grundlagen des Selbstmords und nach einer Antwort auf die Frage, warum sich Menschen umbringen. Dies führte sie auf die Spur von Umwelt und Genen – und deren komplexer Interaktion.

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Spanien, die ETA und der päpstliche Frieden

Spaniens MInisterpräsident, Jose Luis Rodriguez Zapatero (r.), und König Juan Carlos (Mitte) begrüßen Papst Benedict in Madrid. Bild: epa

Die spanische Regierung hat den Vatikan am Rande des Weltjugendtages um Hilfe gebeten, bei der Friedenssicherung mit der baskischen Terrororganisation ETA zu helfen.

OÖ.nachrichten.at

Spaniens Präsidentschaftsminister Ramon Jauregui bat Vatikan-Staatssekretär Tarcisio Bertone mit Papst Benedikt XVI. in Madrid um eine aktivere Rolle der baskischen Kirche im Friedensprozess. Seit zwei Jahren habe ETA in ihrem bereits über 50 Jahre dauernden bewaffneten Kampf für die politische Unabhängigkeit des Baskenlandes von Spanien, der über 830 Menschenleben forderte, nicht mehr gemordet. Bisher wurde seit dem vor einem Jahr von den Terroristen einseitig angekündigten Waffenstillstand kein Attentat mehr verübt.

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B16 und die Gottesfinsternis: wunderbar!

Papst Benedikt XVI. hat beklagt, dass Gott immer mehr aus den Gedanken der Menschen zu verschwinden scheine. Das sei eine Art Amnesie, die den “Schatz des Glaubens” leugne, sagte der Papst vor Hunderten jungen Nonnen im Kloster El Escorial rund 50 Kilometer nordwestlich von Madrid. Es sei eine Art “Gottesfinsternis” festzustellen. Benedikt wird noch bis morgen am katholischen Weltjugendtag in der spanischen Hauptstadt teilnehmen.

RP Online

Am Mittag lud der Papst zwölf der nach offiziellen Angaben rund 470 000 Teilnehmer des Weltjugendtags zu einem privaten Mittagessen ein. Dabei handelte es sich um je eine junge Frau und einen jungen Mann von allen fünf Kontinenten sowie zwei Jugendliche des Gastgeberlandes Spanien. Ausgewählt wurden die Gäste per Los aus den rund 30 000 freiwilligen Helfern des Großtreffens.

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Weltjugendtag Madrid: Sozialer Skandal – Rebellion der Priester

Ein Höhepunkt des Weltjugendtags ist es für die jungen Pilger, den Papst einmal zu sehen. Quelle: WZ

Das Treffen findet im August in Madrid statt. In einem offenen Brief kritisieren 120 Kirchenmänner den Aufwand von 50 Millionen Euro.

Westdeutsche Zeitung

Neue Zeiten, neue Sitten: Papst Benedikt XVI. kommt Mitte August zum katholischen Weltjugendtag in die spanische Hauptstadt Madrid. Und weil dieses größte religiöse Jugendfestival auf dem Globus sündhaft teuer ist, hat der Heilige Vater um irdische Hilfe gebeten.

Mehr als 50 Millionen Euro soll das einwöchige Treffen kosten, das von dutzenden Wirtschaftskonzernen wie Coca Cola oder der Großbank Santander mit Millionenbeträgen gesponsert wird. Diese Kommerzialisierung des Ereignisses gefällt freilich nicht allen Katholiken.

Priester sprechen von einem „sozialen Skandal“

120 Priester, überwiegend aus den Armenvierteln der Millionenstadt Madrid, kritisieren in einem offenen Brief das kostspielige Jugendfest und den begleitenden „Pomp“ als „sozialen Skandal“ in einem Land, in dem wegen der tiefen Finanz- und Wirtschaftskrise immer mehr Leute in die Armut rutschen. Und in dem knapp 21 Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung ohne Job sind – bei den unter 25-Jährigen sind sogar 45 Prozent ohne Arbeit.

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Weltjugendtag Madrid: Mittelalterlicher Ablasshandel der Pfaffen

Dem Dekret des Apostolischen Großpönitentiars Kardinal Fortunato Baldelli zufolge können auch alle anderen Gläubigen, gleich wo sie sich während des Weltjugendtags befinden, einen teilweisen Ablass empfangen

kath.net

Teilnehmer des Weltjugendtags vom 16. bis 21. August in Madrid können einen vollkommenen Ablass erhalten. Laut einem am Donnerstag vom Vatikan veröffentlichten Dekret können Pilger, die an den Veranstaltungen des Weltjugendtags und seiner Abschlussmesse würdig teilnehmen, den vollkommenen Ablass ihrer zeitlichen Sündenstrafen erhalten. Voraussetzungen sind wahre Reue, der Empfang des Bussakraments und der Kommunion sowie die Gebete nach der Intention des Papstes.

Dem Dekret des Apostolischen Großpönitentiars Kardinal Fortunato Baldelli zufolge können auch alle anderen Gläubigen, gleich wo sie sich während des Weltjugendtags befinden, einen teilweisen Ablass empfangen. Dies geschehe, wenn sie während des Treffens dafür beteten, dass der Heilige Geist in den Jugendlichen die Nächstenliebe erwecke und ihnen Kraft zur Glaubensverkündigung schenke.

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