Schlagwort-Archive: Talkshow

Tacheles: Ist die Ehe noch heilig?

Es diskutieren: Hedwig Freifrau von Beverfoerde, Sprecherin der Initiative Familienschutz, Landesbischof Ralf Meister, evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers, Moderator Jan Dieckmann, Amelie Fried, Autorin und Silvio Wirth, Sexualtherapeut, Tantra- und Yogalehrer. Foto: Jens Schulze

“Goldene Hochzeit feiert von den Jungen kaum noch jemand!” Der Spruch scheint nicht aus der Luft gegriffen, wenn man die Statistiken zu steigenden Scheidungsraten betrachtet. Junge Paare verzichten zudem immer häufiger auf Gottes Segen, wenn sie sich vermählen. “Ist die Ehe noch heilig?”, fragt deshalb die evangelische Talkshow Tacheles.

Von Christiane Meisterevangelisch.de

“Was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht trennen.” Die Worte aus Matthäus 19 scheinen im Bezug auf die Ehe eindeutig zu sein. Auch die Formel “bis dass der Tod euch scheidet”, die immer noch auf vielen kirchlichen Hochzeiten gesprochen wird, gibt eine klare Handlungsanweisung. Luther nannte die Ehe dagegen einmal “ein weltlich Ding wie Kleidung oder Speise”. Auch heute diskutiert die Kirche darüber, welchen Wert eine Ehe hat und was eine Familie ausmacht.

weiterlesen

Medienwissenschaftler Bolz: Kirchen sollten nicht Talkshow tauglich werden

Bild: faz.net

Berliner Medienwissenschaftler Bolz: “Schatz zweitausendjähriger Lebenserfahrung und Spiritualität nicht gegen Talkshow-Tauglichkeit eintauschen”

kathweb

Der Berliner Medienwissenschaftler Norbert Bolz warnt die Kirchen vor einer Anpassung an die Erwartungen der Medien. “Nichts wäre schlimmer, als wenn die katholische Kirche den Weg vieler protestantischer Kirchen einschlagen und sich immer gnadenloser der Medienwirklichkeit anpassen würde”, sagte Bolz am Donnerstag in Berlin der deutschen katholischen Nachrichtenagentur KNA. “Sie sollte den Schatz ihrer zweitausendjährigen Lebenserfahrung und Spiritualität wahren und nicht gegen Talkshowtauglichkeit eintauschen”, so Bolz, der selbst evangelisch ist.

In der Logik der Medien führe jede Anpassung schließlich zur “Nichtbeachtung und Gleichgültigkeit”, sagte der Wissenschaftler. “Nur das Widerständige bleibt interessant und eine News.” Deshalb sei die Frage entscheidend, “ob die Kirche den Mut zur Authentizität aufbringt”. Die Medien böten der Kirche und dem Papst immer wieder an: “Wir finden dich gut, wenn du unseren Erwartungen entsprichst.” Als sich Papst Benedikt XVI. “nicht darauf einließ, stempelte man ihn als Reaktionär ab”.

weiterlesen

Beschneidung: Geist und Fleisch

Beschneidungsbesteck: Juden und Muslime wundern sich über den aktuellen Furor über den Ritus ©DPA

Die Praxis wie auch die Ablehnung der Beschneidung sind in hohem Maß kulturrelativ. Die Unterstellung aber, ganze Bevölkerungsgruppen vergingen sich am Wohl ihrer Kinder, ist abwegig und anmaßend.

Von Reinhard BingenerFrankfurter Allgemeine

Vernunft und Zivilisation können auf archaische Riten rückständiger Minderheiten keine Rücksicht nehmen! Im Namen des Rechts ist es sogar geboten, unaufgeklärte Minderheiten vor der Verstümmelung ihrer Kinder zu schützen! In etwa so legten sich – zwei Jahrtausende vor Erfindung von Talkshow und Internetforum – auch schon griechische und römische Autoren die Sache mit der Beschneidung zurecht. In der longue durée hat sich also wenig geändert: Viele Europäer halten für fortschrittlich, was sie schon immer für fortschrittlich hielten.

weiterlesen

Von der Bedeutungslosigkeit des politischen Katholizismus

Joachim Gauck: Fast nur Freunde (© dapd )

Die Frage steht im Raum – nicht erst seit der jüngsten Talkshow von Günther Jauch am Sonntag im Ersten. Pastorentochter Angela Merkel, aufgewachsen im brandenburgischen Templin, als Bundeskanzlerin und jetzt womöglich auch noch der evangelische Theologe Joachim Gauck aus Rostock als Bundespräsident. “Ist das nicht zuviel protestantischer Osten?”, wollte der Moderator mit Unschuldsmiene von seinen Gästen wissen.

domradio.de

Eine Steilvorlage für den stets streitbaren Heiner Geißler. Dieser Vorgang werfe auch “ein Licht auf die zunehmende Bedeutungslosigkeit des politischen Katholizismus in Deutschland”, wetterte der ehemalige CDU-Generalsekretär.

Für Geißler, der vor seiner politischen Karriere mit dem Eintritt in den Jesuitenorden liebäugelte, liegt der Fall klar. Dass mit Gauck, Katrin Göring-Eckardt, Margot Käßmann und Wolfgang Huber gleich vier namhafte Vertreter der evangelischen Kirche für die Nachfolge des zurückgetretenen Katholiken Christian Wulff im höchsten Staatsamt genannt wurden, sei kein Personalproblem der Parteien, so Geißler. “Es ist ein Problem der Kirche und zwar des Vatikan, der Kurie, die sich vertikal in die Höhe spiritualisiert und die politische Dimension des Evangeliums vollkommen aus dem Auge verliert.”

weiterlesen

Die unerträgliche, katholische Verblödung eines Halbgebildeten

Matthias Matussek und sein Buch „Das katholische Abenteuer“, Quelle: Cicero

Der Papst kommt nach Deutschland, und wird nicht nur auf Fans treffen. Der Katholik Matthias Matussek im Interview über Reformkatholiken, Schwulenproteste, sein Gebetsleben und die Frage, ob er mit oder ohne Brille auferstehen wird.

Cicero

Herr Matussek, seit ihrem Buch „Das katholische Abenteuer“ tingeln sie von einem Interview zum nächsten, von einer Talkshow zur anderen, und haben seitdem wahrscheinlich so viel über Ihre Religion gesprochen wie noch nie vorher. Verändert so etwas eigentlich den eigenen Glauben?
Tja, das Schwierige dabei ist ja vor allem, den Kern der Sache nicht aus den Augen zu verlieren. Wenn man in so Talkshows sitzt, will man schon das bessere Argument haben und gewinnen. Man will sein Buch verkaufen, man will glänzen, und der Witzigere sein. Aber irgendwie habe ich mich ja nicht für ein Buch in die Schlacht geschmissen, sondern für meinen Glauben und die Kirche. Darum bete ich, dass ich das nicht vergesse.

Weiterlesen

Bruder Paulus und Schwester Kristina

Bruder Paulus wird in der ersten Ausgabe von "So gesehen" mit Familienministerin Kristina Schröder sprechen. Foto: Wonge Bergmann / Wikipedia

Kristina Schröder, Quelle: brightsblog

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) wird am Sonntag als erster Gast in der neuen kirchlichen Talkshow “So gesehen” auf Sat.1 auftreten. Moderiert wird die Sendung  von Kapuzinermönch Bruder Paulus.

pro Medienmagazin

Welche Werte beeinflussen mich? Wie handele ich verantwortlich in der Welt? Fragen wie diesen will das neue Sat.1-Kirchenmagazin “So gesehen” nachgehen. Bruder Paulus und Julia Scherf sprechen dazu im Wechsel jeden Sonntag um kurz nach 9 Uhr mit einem prominenten Gast aus Politik oder Kultur über Themen der Ethik. Am kommenden Sonntag (30.1.) wird Familienministerin Kristina Schröder Gast der ersten Sendung sein.

Weiterlesen