
Zeichnung der Schlacht bei den Thermopylen, ©Hulton Archive
Steven Pinkers optimistisches Buch “Gewalt” behauptet, die Welt sei friedlicher geworden. Aber hat der Mensch tatsächlich gelernt, sich selbst zu kontrollieren?
Von Eva Illouz – ZEIT ONLINE
An Steven Pinkers wuchtigem neuen Buch Gewalt gibt es vieles zu bewundern. Zum einen wird seine zentrale These, der zufolge wir aufgrund eines Rückgangs der Gewalt in besseren Zeiten leben als je zuvor, in ihrer Gewagtheit Konservative wie postmoderne Untergangsapostel gleichermaßen ärgern.
Dass jemand so unerschütterlich wie unmissverständlich an der Idee des moralischen Fortschritts festhält, ist zwar nicht neu. Erfrischend unmodisch aber ist es allemal. Hinzu kommt, dass uns das Buch auf eine atemberaubende Bildungsreise mitnimmt, durch Moralphilosophie, Geschichte, Statistik, Soziologie, Anthropologie, Neurowissenschaften, Evolutionsbiologie, Kognitionspsychologie und Spieltheorie. Alle diese Disziplinen werden mit leichter Hand ins Feld geführt, um zu beweisen, dass Ihr und mein Risiko, durch die Gewalttat eines Fremden oder Nachbarn ums Leben zu kommen, aufgrund beträchtlicher Veränderungen unserer Denk- und Gefühlsmuster erheblich gesunken ist.
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Veröffentlicht unter Bildung, Demokratie, Evolution, Fortschritt, Freidenker, Geschichte, Gesellschaft, Gesundheit, Humanismus, Kultur, Medien, Politik, Psychologie, Recht, Religion, Säkulares, Wissenschaften
Verschlagwortet mit Anthropologie, Antirassismus, Denk- und Gefühlsmuster, die Gewalt der Straße, Duelle und Ehrenmorde, Evolutionsbiologie, freidliche Welt, Geschichte, Gewalt, Gewalt gegen Frauen, Gewaltat, gewöhnlicher Mord, Homosexuellen- und Frauenrechte, Kindstötung, Kognitionspsychologie, Konservative, moralischer Fortschritt, Moralphilosophie, Neurowissenschaften, Pazifismus, postmodern, rassistische Gewalt, regelmäßige Kriege, Risiko, Soziologie, Spieltheorie, Staatlich geförderte Folter, Statistik, Steven Pinker, Tier, Untergangsapostel, Völkermorde