Schlagwort-Archive: Todesfall

Hessen: Muslime für Abschaffung der Sargpflicht

Muslim-Organisationen werben für die Abschaffung der Sargpflicht – Kommunen und Koalition im hessischen Landtag lehnen dies aber ab. ©DPA

Die Sargpflicht abzuschaffen – diese bitte haben der Zentralrat der Muslime und Islamische Religionsgemeinschaft Hessen im Landtag vorgetragen. Vertreter der großen christlichen Kirchen machten keine Einwände geltend.

Frankfurter Allgemeine

Die in Hessen lebenden Muslime haben für die Abschaffung der Sargpflicht bei Beerdigungen geworben. „Heimat ist da, wo man leben und auch sterben darf“, sagte Hamza Wördemann vom Zentralrat der Muslime Deutschland bei einer Anhörung im Wiesbadener Landtag. Er befürwortete damit eine entsprechende SPD-Initiative. Bestattungen in weißen Tüchern, wie es im Islam üblich sei, werde die Identifikation der Einwanderer mit Deutschland verstärken.

weiterlesen

Feiern ohne Gott

Fotos/Montage: Marc Patzwald

Nach einem Todesfall kümmert sich meist ein Geistlicher um die Hinterbliebenen und leistet ihnen Beistand. Auch auf der Beerdigung selbst hält der Geistliche noch eine Predigt, erinnert an das Leben des Verstorbenen und die Tatsache, dass er nun bei Gott ist. Doch es gibt Menschen, die aus verschiedenen Gründen keine religiöse Beerdigung wünschen. In diesem Fall können sich die Angehörigen an den Humanistischen Verband Deutschlands (HVD) wenden. Dieser veranstaltet neben Trauerfeiern auch “weltliche Trauungen” oder Namensgebungsfeiern.

Von Michael Jochimsenpflichtlektüre

Jens Hebebrand ist Leiter des HVD in Nordrhein-Westfalen, der seinen Sitz in Dortmund hat. Er selber war früher sehr gläubig und habe dann jedoch angefangen, “alles in Frage zu stellen”. Je mehr er sich mit dem Christentum und der Religion generell auseinandergesetzt hatte, desto mehr distanzierte er sich davon. Deshalb ist er auch Mitglied im HVD, der 1993 durch einen Zusammenschluss von freidenkerischen, freireligiösen und humanistischen Vereinigungen gegründet wurde.

weiterlesen