Schlagwort-Archive: Totensonntag

Heidelberg testet neue Feiertagsregelung

Heidelberg, Bild: wikimedia.org

Seit Mitternacht wird in Heidelberg eine neue Feiertagsregelung getestet.

Deutschlandradio Kultur

Die Absprache zwischen der Kommune, den Kirchen und den Disco-und Clubbesitzern sieht unter anderem vor, dass am gesamten Karfreitag, sowie an Allerheiligen und am Totensonntag keine Tanzveranstaltungen stattfinden. Zum Ausgleich dürfen Diskotheken beispielsweise am Karsamstag öffnen – was bislang in Baden-Württemberg verboten war. Bürgermeister Wolfgang Erichson erklärte, mit der Einigung räumten die Kirchen ein, dass man auch an Ostern oder Weihnachten tanzen könne, während die Club-und Diskothekenbetreiber respektierten, dass es auch stille Feiertage gebe.

Feiertagsruhe – Streit um Tanz am Totensonntag

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Darf in Diskotheken an Karfreitag, Volkstrauertag und Totensonntag bald gefeiert werden? Darauf hoffen zumindest die Piraten. Sie wollen mit einer Initiative im Kieler Landtag Verbote lockern. Ablehnung kommt nicht nur von der Kirche.

shz.de – Peter Höver

Neue Debatte um den Schutz der stillen Feiertage in Schleswig-Holstein. Nach den erfolglosen Versuchen der Grünen wollen nun die Piraten das Tanzverbot am Karfreitag, Volkstrauertag und Totensonntag lockern. Der Landtag wird sich im Dezember mit einem entsprechenden Gesetzentwurf befassen. Danach sollen auch öffentliche Kundgebungen und Demonstrationen an diesen Tagen erlaubt sein.

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Bayern verkürzt stille Feiertage

bayern_VGHDie sogenannten stillen Feiertage in Bayern werden um zwei Stunden kürzer.

evangelisch.de

Der Landtag in München stimmte am Dienstagabend einem Gesetz zu, das den Feiertagsschutz neu regelt. Er beginnt nun erst um zwei Uhr morgens statt wie bisher um Mitternacht. Die alte Regelung bleibt jedoch an Karfreitag und Karsamstag gültig. Im Gesetzentwurf begründete Innenminister Joachim Hermann (CSU) die Änderung mit dem “heutigen Ausgehverhalten vieler Menschen”.

Stille Feiertage in Bayern sind Aschermittwoch, Gründonnerstag, Karfreitag und -samstag, Allerheiligen, Volkstrauertag, Totensonntag sowie Buß- und Bettag. An ihnen sind Tanzveranstaltungen verboten. Der Heilige Abend gilt ab 14 Uhr als stiller Tag. Gegner des neuen Gesetz hatten in den vergangenen zwei Wochen im Internet rund 1.800 Unterschriften gesammelt. Auch der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hatte die Verkürzung immer wieder abgelehnt.

Eine ähnliche Änderung gab es im Februar in Bremen: Das Land verkürzte den Schutz der stillen Feiertage Karfreitag, Volkstrauertag und Totensonntag.

Bremen: Karfreitags-Party angesagt

Bremer Bürgerschaft lockert Tanzverbot an „stillen“ Feiertagen

kath.net

An den „stillen Feiertagen“ Karfreitag, Volkstrauertag und Totensonntag ist in Bremen mit der Stille künftig früher Schluss. Die Feiertagsruhe und damit das Tanzverbot in der Öffentlichkeit enden am Karfreitag um 21 Uhr und an den beiden Totengedenktagen um 17 Uhr. In der vorhergehenden Nacht dürfen die Discogänger bis sechs Uhr morgens „Party machen“.

Diese Lockerung des Gesetzes über die Sonn- und Feiertage hat die Bürgerschaft am 20. Februar mit den Stimmen von SPD, Grünen und Linken in erster Lesung beschlossen; die CDU war dagegen. Ihre Fraktion stehe „ohne Wenn und Aber“ zum Schutz der stillen Feiertage, erklärte die kirchenpolitische Sprecherin, Elisabeth Motschmann.

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Karfreitag: Tanzen in Bremen?

Quelle: brightsblog

Quelle: brightsblog

Wer darf an “stillen Feiertagen” was? Mit dem herannahenden Osterfest beginnt die Debatte, ob an Karfreitag in deutschen Diskos getanzt werden darf. In diesem Jahr ist Bremen der Vorreiter. Die dortige rot-grüne Regierung will das Tanzverbot – nicht nur – an Karfreitag lockern. Kritik kommt von Christen, Gewerkschaften und den eigenen Parteimitgliedern.

pro Medienmagazin

Ein entsprechender Antrag im Bremer Landesparlament soll den religiösen Einfluss einschränken. Angestrebt wird eine Regelung ähnlich wie in Berlin. Dort muss an kirchlichen Feiertagen von sechs bis 21 Uhr Ruhe sein, am Totensonntag und Volkstrauertag jeweils von sechs bis 17 Uhr. Die Antragssteller begründeten ihr Anliegen damit, dass sie in Berlin von “keiner gesellschaftlichen Gruppe mehr ernsthaft in Frage gestellt” wird.

Laut der Tageszeitung “taz” ist vor allem Bremens SPD-Bürgermeister Jens Böhrnsen, ein überzeugter Protestant, von dem Vorstoß nicht begeistert. Ein Bremer Student hatte im März 2011 eine öffentliche Petition gegen das Tanzverbot an Feiertagen gestartet. Jetzt scheint er ein erstes Etappenziel zu erreichen. Laut Informationen der “taz” sollen 2018 die Verbote der Bremer Feiertagsgesetze ganz fallen.

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Ohne den Tod wäre das Leben ein Horror

Sargträger bei einer Beerdigung: Mitten im Leben vom Tode umfangen zu sein, ist nichts Selbstverständliches mehr – der Gedanke, dass der Mensch sterben muss, wird ausgesperrt dpa

Es ist schwer, sich mit der Willkür des Todes abzufinden. Heutzutage wird er hinter einem Schleier der Diskretion verborgen. Und doch muss sich der Mensch mit der Sterblichkeit versöhnen.

Von Eckhard FuhrDIE WELT

Wir wissen, dass wir sterben müssen. Das macht uns zu Menschen. Im Lichte der Wissenschaft ist nicht viel übrig geblieben von den angeblich prinzipiellen Unterschieden zwischen Mensch und Tier.

Nach der zoologischen Systematik handelt es sich beim Homo sapiens um eine von drei derzeit auf der Erde existierenden Schimpansenarten. Je weiter wir die vielstimmige Schrift der Genetik entschlüsseln, desto fragwürdiger wird die von uns Menschen beanspruchte Sonderstellung in dem, was auch in aufgeklärten Zeiten von vielen trotzig noch “Schöpfung” genannt wird.

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Potsdam mangelt es an religiöser Sensibilität

Bild: Susann Hiller, Reisen durch Brandenburg

Potsdam verteidigt frühen Start des Weihnachtsmarkts
Die Stadt Potsdam hat ihre Entscheidung verteidigt, die vorzeitige Öffnung des historischen Weihnachtsmarkts zu genehmigen. Veranstalter und Händler hatten beantragt, den Markt in diesem Jahr bereits am 22. November zu eröffnen – und damit vor der Adventszeit.

rbb-nachrichten

Stadtsprecher Stefan Schulz sagte dem rbb am Dienstag, man habe keine rechtliche Möglichkeit gesehen, den Antrag abzulehnen. Der Verweis auf religiöse Traditionen reiche nicht aus. Am Totensonntag bleibe der Markt jedoch wegen des kirchlichen Feiertags geschlossen.

Die evangelische und die katholische Kirche hatten scharf kritisiert, dass der Weihnachtsmarkt der Landeshauptstadt in diesem Jahr bereits mehrere Tage vor Beginn der Adventszeit eröffnet wird.

Es zeuge von mangelnder Sensibilität der Stadtverwaltung gegenüber religiösen Traditionen, dass sie “den Weihnachtsrummel bereits im November aktiv unterstützt”, sagte Stadtkirchenpfarrer Simon Kuntze der “Märkischen Allgemeinen Zeitung”.

Die Adventszeit beginnt erst nach dem Ende des Kirchenjahres am Totensonntag – in diesem Jahr am 25. November. Die meisten Weihnachtsmärkte in der Region öffnen am 26. November.

Törichte Pfaffenargumente zum “stillen” Feiertag

Karfreitag: Der mögliche Kreuzestod eines möglichen Menschen Jesus. ©dapd

Während die Christen am Karfreitag des Leidens und Sterbens Jesu gedenken wollen, rufen Gegner der staatlich verordneten Feiertagsruhe zu bundesweiten Tanz-Flasmobs auf. Bischöfe werben dagegen dafür, den Tag für Einkehr und Besinnung zu nutzen.

domradio.de

Auch in diesem Jahr wird um die Stille am Karfreitag gestritten. Die Piratenpartei in Frankfurt und Gießen rief zu “Tanzflashmobs” an dem Feiertage auf. Unterdessen haben das Regierungspräsidium Gießen und die Stadt Frankfurt am Main die Tanz-Demonstrationen untersagt. Unter anderem auch für Köln und Hannover kursieren Aufrufe zur Demonstration im Internet. Die Protestaktionen richten sich gegen das Feiertagsgesetz, was unter anderem den Diskothekenbetrieb über die Osterfeiertage einschränkt. Auch bei den Schaustellern regte sich Kritik an der gesetzlich geregelten Ruhe.

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Rammstein: Kein Konzert in München zum Totensonntag

Quelle: rockturk.com

Die Band “Rammstein” darf nicht am 20. November in München auftreten. Die Stadt möchte den “ernsten Charakter” des Feiertages Totensonntag wahren.

pro Medienmagazin

Das teilte die Konzertagentur MCT am Freitag mit. Das bayerische Feiertagsgesetz sehe vor, dass am Totensonntag der ernste Charakter gewahrt werden müsse, sagte Wilfried Blume-Beyerle vom Kreisverwaltungsreferat laut einem Bericht der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (F.A.Z.). Das sei bei Rammstein nicht der Fall, die Band sei “riesig laut”, und auch die Texte seien für den Totensonntag nicht angemessen.

Die Agentur kritisierte die Entscheidung auf ihrer Internetseite. “Es erscheint absolut willkürlich, warum ein Rammstein-Konzert verboten wird, wohingegen Dutzende andere Konzerte am Totensonntag stattfinden dürfen”, hieß es in einer Mitteilung. In den vergangenen Jahren hätten rund 130 Konzerte unterschiedlichster Musikrichtungen an den sogenannten stillen Tagen wie Aschermittwoch, Karfreitag, Allerheiligen oder Totensonntag stattgefunden.

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Todestag: Karfreitag!

Es bahnt sich ein Streit an - unter anderem um die Öffnung von Discotheken im Freistaat. (Foto: dpa)

Es bahnt sich ein Streit an - unter anderem um die Öffnung von Discotheken im Freistaat. (Foto: dpa)

Aufruhr um das Tanzverbot

Von Mike Szymanski sueddeutsche

Die FDP will auch an Karfreitag und Totensonntag Discos offen halten, die CSU und die Kirchen sträuben sich.

Zwischen FDP und CSU bahnt sich ein heftiger Streit über die Feiertagsregelung im Freistaat an. Die Liberalen wollen das Tanzverbot an den sogenannten stillen Tagen, dazu zählen unter anderen der Karfreitag, der Karsamstag aber auch Allerheiligen und Totensonntag, aufweichen. Anders als bisher soll in den frühen Morgenstunden dieser Tage noch in Bars und Diskotheken gefeiert werden dürfen. “Es ist einfach nicht mehr zeitgemäß, der Gastronomie Umsatzeinbußen zuzumuten und Besuchern das Tanzen zu verbieten”, begründete die FDP-Fraktionsspitze am Freitag ihren Vorstoß.

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