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Unionspolitiker halten Inzest-Votum des Ethikrats für skandalös

Bild: Deutscher Ethikrat

Bild: Deutscher Ethikrat

Unionspolitiker kritisieren die Empfehlung des Deutschen Ethikrates, das Inzestverbot für Geschwister aufzuheben.

evangelisch.de

Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Stephan Mayer (CSU), sprach in der “Bild”-Zeitung (Donnerstagsausgabe) von einem “skandalösen” und untragbaren Votum: “Inzest unter Geschwistern und nahen Verwandten steht nicht ohne Grund unter Strafe.” Schlimme Erbkrankheiten und Behinderungen der Kinder aus einer solchen Verbindungen seien die Folge. “Der Ethikrat muss sich fragen, ob er seinem Namen und Auftrag mit diesem sittenwidrigen Vorstoß noch gerecht wird”, erklärte Mayer.

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Pränataldiagnostik: KK und Unions-Christen kritisieren “Selektion” Behinderter

Drei Ultraschall-Untersuchungen gehören zum Standard-Programm der Frauenärzte. (© picture-alliance, dpa)

Unionspolitiker und die katholische Kirche haben davor gewarnt, dass die Pränataldiagnostik zunehmend zur Selektion von Behinderten führt. “Es gibt einen Druck zur Pränataldiagnostik und bei auffälligem Befund zur Abtreibung”, sagte der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung Hubert Hüppe (CDU) der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”.

FinanzNachrichten.de

Er beklagte die Doppelgesichtigkeit der Debatte. Einerseits werde beschworen, dass Menschen mit Behinderungen unser Leben bereichern. Andererseits würde mit Leid und Verzweiflung der Eltern behinderter Kinder argumentiert. “Die Pränataldiagnostik befördert in unserer Gesellschaft eine Mentalität der vorgeburtlichen Selektion”, sagte ein Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz.

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Wiederauferstehung des Rechtsextremismus?

Bundestagsabgeordneter Memet Kılıç (Die Grünen) © memet-kilic-gruene.de (bearb. MiGAZIN)

Der Rechtsextremismus war niemals tot. Er wurde nur verdeckt und ignoriert weil der Staat sich mehr um sein internationales Image kümmert als um die korrekte Erfassung rechter Straftaten, schreibt Memet Kılıç in seiner neuesten MiGAZIN-Kolumne.

Von Memet KılıçMIGAZIN

Nach großen terroristischen Anschlägen erwartet die Bevölkerung von der Politik wirksame Maßnahmen. Als Reflex werden häufig Verschärfungen in den Sicherheitsvorkehrungen angekündigt.

Nach meiner Erfahrung bringen solche eiligen Reaktionen nicht viel, deshalb habe ich mit meiner Analyse etwas gewartet. Ob nach den schrecklichen Anschlägen in Oslo unser Innenminister wohl den sogenannten Präventionsgipfel auf Christen ausweiten wird? Ob ein Unionspolitiker die Bevölkerung und die Kirchen auffordern wird, bei verdächtigen großen, blonden, blauäugigen Personen die Polizei zu verständigen? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

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Papst als “Schwuchtel” verspottet

Kirchenkritisches Plakat auf einem Wagen des Münchener CSDs 2006 Bild: CSD München

Die Unionspolitiker Norbert Geis und Martin Lohmann sind empört, weil Kabarettist Bruno Schmitz Papst Benedikt XVI. und Kardinal Joachim Meisner in der Kölner “Stunksitzung” als “Schwuchteln” bezeichnet hatte.

QUEER.de

Schmitz spielte in der Veranstaltung des alternativen Karnevals den früheren Bischof Walter Mixa, der nach Missbrauchsvorwürfen im Juli 2010 zurückgetreten ist. In dieser Rolle erklärte Schmitz, dass sich der Kölner Kardinal und der Papst “wie zwei frischvermählte Schwuchteln über den Rhein schippern lassen”. Dabei gebe es in der katholischen Kirche für Schwule “ganz andere Möglichkeiten – ich sag nur: Priesterseminar”. Der Papst kam bei diesen Ausführungen besonders schlecht weg: Das “Frettchen des Herrn” sei “dumm wie eine Rolle Oblaten”, so “Mixa”.

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