Schlagwort-Archive: USA

Kalifornien Bundesgericht: Todesstrafe verfassungswidrig

Bild: Die Presse.com

Die Todesstrafe im Bundesstaat Kalifornien ist verfassungswidrig. Das hat ein amerikanisches Bundesgericht entschieden. Die Begründung: Sie werde zu selten angewandt.

Frankfurter Allgemeine

Ein amerikanisches Bundesgericht hat die Todesstrafe im Bundesstaat Kalifornien für verfassungswidrig erklärt. Die Umsetzung funktioniere so mangelhaft und sei derart von Verzögerungen geprägt, dass sie gegen die Verfassung des Bundesstaates verstoße, urteilte Richter Cormac Carney am Mittwoch nach einem Bericht der Zeitung „Los Angeles Times“.

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Erster atheistischer Fernsehsender—GO!

Das Kreuz am Ground Zero ist ein Stein des Anstoßes für die amerikanischen Atheisten, die am 29. Juli einen Fernsehsender an den Start bringen wollen Foto: Wimkimedia / Urban

Am 29. Juli soll der weltweit erste atheistische Fernsehsender an den Start gehen. Deren Macher versprechen einen Sender, der frei von „sämtlichem Aberglaube“ ist.

pro Medienmagazin

„Mit dem Start des atheistischen Fernsehsenders schreiben wir Geschichte“, zitiert das amerikanische Nachrichtenportal Christian Post den Präsidenten der amerikanischen Atheisten, David Silverman. „Es gibt Hunderte von Fernsehsendern, die christliche Inhalte übertragen. Für die Atheisten gab es so etwas bisher noch nicht.“

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USA: Missionarischer Bastelladen Hobby Lobby

Bild: patheos.com

Das Unternehmen versorgt die USA mit Superkleber und Weihnachtsdeko – und kämpft erfolgreich gegen Verhütungsmittel.

Von Michaela KamplderStandard.at

David Green ist Unternehmer. Und evangelikaler Christ. Zwei Dinge, die für ihn nicht auseinanderzuhalten sind. Die Familie Green ist Eigentümer der Firma Hobby Lobby, die Amerika seit mehr als 40 Jahren mit Bastelbedarf versorgt. Und: Die Greens sind einer der größten Spender für christlich-evangelikale Organisationen in den USA.
Zu sagen, Green engagiere sich für die christlich-evangelikale Bewegung in den USA, ist beinahe ein wenig kurz gegriffen. Für ihn bestimmen die Vorgaben seines Glaubens sein unternehmerisches Leben. “Du kannst kein Wertesystem am Sonntag haben und die anderen sechs Tage nicht danach leben”, sagt Green über sich selbst.

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Menschengemachte Beben: Der Öl- und Gasboom erschüttert Amerika

Wikipedia Image courtesy Mike Norton

Der der Öl- und Gasboom erschüttert die Amerikaner. In mehreren Bundesstaaten treibt das Rückpumpen der Abwässer die Zahl der Erdbeben massiv in die Höhe. Die Folgen sind gravierend.

Von Horst RademacherFrankfurter Allgemeine

Was Naturkatastrophen betrifft, ist der amerikanische Bundesstaat Oklahoma eher für seine zerstörerischen Tornados als für Erdbeben bekannt. In den vergangenen sechs Jahren hat aber die Erdbebenhäufigkeit in dem weit von jeder tektonischen Plattengrenze entfernt liegenden Bundesstaat exponentiell zugenommen. Inzwischen werden in Oklahoma sogar mehr Erdbeben als in Kalifornien, der klassischen Erdbebenregion Nordamerikas, registriert.

Wie es zu diesem im geologischen Zeitmaßstab gemessenen „urplötzlichen“ Anstieg der Erbebenhäufigkeit gekommen ist, gibt Geowissenschaftlern noch viele Rätsel auf. Inzwischen verdichten sich aber die Anzeichen immer mehr dafür, dass die erhebliche Zunahme von Erdbeben in Oklahoma etwas mit der dort rasant ansteigenden Förderung von Kohlenwasserstoffen zu tun hat.

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US-Skandal: Walmart und Amazon verkaufen KZ-Poster

“Arbeit macht frei”, KZ Dachau. Bild: wikimedia.org/PD

Entrüstung in den USA: Walmart, Amazon und Sears haben im Internet ein Poster verkauft, auf dem das Eingangstor des Konzentrationslagers Dachau zu sehen ist – mit dem berüchtigten Spruch „Arbeit macht frei“.

FOCUS ONLINE

Poster-Skandal in den USA: Wie etliche Medien übereinstimmend berichten, hatten die US-Konzerne Walmart, Amazon und Sears ein Bild aus dem Konzentrationslager Dachau im Online-Angebot. Laut „digiday.com“ war auf  dem „Deko-Poster für Zuhause“ das Eingangstor des Lagers zu sehen. Auf diesem steht in schwarzen  Metallbuchstaben: „Arbeit macht frei“.

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Christliche Tätowierungen werden immer beliebter

Bild: .sin-skin.de

Tätowierungen werden auch bei Christen immer beliebter. Im sogenannten „Bibelgürtel“ der USA – den Südstaaten – lassen sich Pastoren und Gemeindeleiter zunehmend Kreuze oder Bibelworte in die Haut ritzen.

kath.net

Ron Hendon, Inhaber eines Tätowierladens in Athens (Bundesstaat Georgia), hat nach eigenen Angaben bis zu fünf Christen als Kunden pro Woche. Vielfach seien es Personen mit lateinamerikanischen Wurzeln. Dass eine Tätowierung lebenslang halte, passe für viele gut mit der Bindung an den Glauben zusammen. Noch nie habe er erlebt, dass jemand eine christliche Tätowierung entfernen oder überzeichnen lassen wollte, sagte Hendon der Internet-Zeitung Christian Post.

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“Gang of Five”: Fünf ältere Herren gegen das liberale Amerika

Image: Jorge Eugene Moran/FB

Image: Jorge Eugene Moran/FB

Justitia ist blind und ein Gericht hat kein Geschlecht. Soweit die Theorie. Doch die Praxis ist auch in Demokratien komplizierter: Der Altersdurchschnitt am Obersten Gerichtshof der USA liegt bei 68 Jahren, sechs der neun Richter sind Männer.

Von Johannes KuhnSüddeutsche.de

Normalerweise diskutiert Amerika über die politische Gesinnung seiner Richter (derzeit: fünf konservativ, vier liberal), doch nun rücken auch Alter und Geschlecht in den Mittelpunkt. Am Montag urteilte der Supreme Court, dass von Arbeitgebern bezahlte Krankenversicherungen die Ausgaben für Verhütungsmittel nicht übernehmen müssen, wenn die Firmenbesitzer dies aus religiösen Gründen ablehnen. Das Urteil gilt als Einschränkung von Obamacare, der Gesundheitsreform des US-Präsidenten.

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Politischer Machtkampf um sudanesische Christin

Straßenszene in Khartum, der Hauptstadt des Sudans: Männer verlassen eine Moschee Foto: Dust Mason | CC-BY-NC-SA 2.0

Wirbel um die im Sudan zum Tode verurteilte und dann freigesprochene Christin: Sudans Außenminister hat die Botschafter der USA und des Südsudans einbestellt. Unterdessen droht der Frau angeblich eine neue Anklage wegen falscher Reisedokumente.

pro Medienmagazin

Szenen eines politischen Machtspiels: Die 27-jährige Mariam Dschahia Ibrahim Ischak wird beschuldigt, mit gefälschten Dokumenten zu reisen und falsche Auskünfte gegeben zu haben. Aus diesem Grund wurde die Christin am Dienstag am Flughafen in Khartum befragt. Angeblich droht der Frau eine neue Anklage wegen dieser Verstöße. Seitdem wurde sie in einer Polizeistation in Khartum festgehalten, sagte Ibrahims Anwalt gegenüber CNN. Seit Donnerstag hält sich Ibrahim in der amerikanischen Botschaft in der sudanesischen Hauptstadt auf.

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Oklahoma: Todeskandidaten verklagen Justizbehörde

Bild: aerzteblatt.de

Weil die Giftspritze falsch gesetzt wurde, musste in den USA ein Häftling qualvoll sterben. Nach dessen Hinrichtung ziehen nun 21 Todeskandidaten vor Gericht.

stern.de

Zwei Monate nach dem qualvollen Tod des Häftlings Clayton Lockett wegen einer falsch gesetzten Giftspritze haben 21 Todeskandidaten im US-Bundesstaat Oklahoma Klage gegen die Strafvollzugsbehörde eingereicht.

In dem am Mittwoch an einem Bundesgericht in Oklahoma eingereichten Schriftstück kritisieren sie vor allem die umstrittene Hinrichtungsmethode, die auch ihnen drohe. In Oklahoma war Ende April die Hinrichtung des Todeskandidaten Lockett abgebrochen worden, weil es Probleme mit der Giftinjektion gab. Er wand sich 43 Minuten lang im Todeskampf vor Schmerzen, bis er schließlich einen tödlichen Herzinfarkt erlitt.

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Terasem-Religion: Download ohne Ende

Bild: com-magazin.de

In den USA verspricht die Terasem-Religion Unsterblichkeit per Computer-Technologie. Der Roboter ist ein Prototyp und soll irgendwann eine exakte Dublette der Persönlichkeit werden.

Von Sebastian MollFrankfurter Rundschau

Die Unterhaltung mit Bina48 ist eher anstrengend und schleppend, Bina hat große Schwierigkeiten, bei einem Thema zu bleiben und scheint oft die Fragen ihres Gegenübers nicht so recht zu verstehen. „Ich bin eine Reporterin und möchte mit dir reden“, sagt die Journalistin Amy Harmon. Binas Antwort: „Nur mit dir alleine?“ Als Harmon Bina erklärt, dass sie gerne mit ihr befreundet wäre, reagiert Bina mit einem Vortrag über die Freundschaft. „Freundschaft ist, wenn wir zusammenkommen, um gemeinsam ein höheres Ziel zu verfolgen.“ Schließlich entschuldigt sich Bina für ihr merkwürdiges Verhalten: „Ich habe heute einen schlechten Software-Tag.“

Bina ist ein Roboter, sie steht in einer Kleinstadt im US Bundesstaat Vermont in den Büros der Terasem Stiftung. Die Gründerin von Terasem ist Bina Rothblatt, und Bina48 ist der Versuch, Rothblatt zu replizieren. Ihre Software besteht aus Tausenden von Uploads der Gedanken, Gefühle und Erinnerungen von Bina Rothblatt – gespeichert in der Hoffnung, dass Bina 48 irgendwann eine exakte Dublette der Persönlichkeit von Rothblatt wird.

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Kauft Drogen in der Vatikan-Apotheke

Papst Franziskus (Bild: AP)

Papst Franziskus (Bild: AP)

Papst Franziskus hat sich am gestrigen Freitag, 20. Juni 2014, vor Teilnehmern einer Konferenz von Drogenfahndern deutlich gegen die Legalisierung von Drogen ausgesprochen.

Von M. Benedikt BuergerKatholisches Magazin für Kirche und Kultur

Zu den von „Radio Vatikan“ in deutscher Sprache veröffentlichten Auszügen aus der Ansprache des Heiligen Vaters sind einige Bemerkungen zu machen, die sich möglicherweise in gewissen traditionalistischen Kreisen keiner großen Beliebtheit erfreuen oder zumindest, oberflächlich betrachtet, auf Widerstand stoßen. Zunächst aber seien die positiven Aspekte erwähnt. So sagt der Papst: „Ich möchte ganz klar sagen: Drogen besiegt man nicht mit Drogen! Drogen sind immer schlecht, und man kann nicht das Übel mit Kompromissen besiegen.“ In ähnlicher Weise heißt es im „Katechismus der katholischen Kirche“ (Nr. 2291): „Der Genuß von Drogen führt zu schweren Schädigungen der Gesundheit und des menschlichen Lebens. Abgesehen vom rein medizinischen Gebrauch ist er eine schwerwiegende sittliche Verfehlung. Die heimliche Herstellung von Drogen und der Rauschgifthandel sind etwas Schändliches; durch ihre verführerische Wirkung sind sie eine direkte Mitwirkung zu schwerwiegenden Verstößen gegen das moralische Gesetz.“ Der Gebrauch und die – übrigens wohl nicht nur „heimliche“ – Herstellung von Drogen sind, mit anderen Worten, schwer sündhaft. Hier kann es selbstverständlich keinen Widerspruch geben.

Nichtsdestotrotz stellt sich sofort eine Frage. Es ist ungewiß, wie die Definition des Begriffs „Droge“ überhaupt lautet. Zwischen Medikamenten und dem, was man gemeinhin als „Drogen“ bezeichnet, ist häufig nur ein schmaler Grat. Deutlicher ist dies in der englischen Sprache, wo man auf der einen Seite von „illegal drugs“, auf der anderen aber von „prescription drugs“ spricht. Doch auch wenn man den Vatikan selbst anschaut, begegnet einem diese Spannung. Bekanntlich kann jeder mit einem Rezept in der vatikanischen Apotheke ohne große Schwierigkeiten seine Medikamente besorgen. Nun werden dort aber auch solche verkauft, die in Italien (noch) nicht zugelassen sind. Besorgt man sich das Medikament im Vatikan, ist alles in bester Ordnung. Besorgt man sich das Medikament oder verkauft es auf dem Schwarzmarkt in Italien, so ist man, folgt man den Gesetzen der Logik, im Drogenhandel tätig.

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US-Militär: IPCC-Bericht auf schwarzer Liste

Gegengewicht zum Präsidenten: Die Sitzverteilung im Repräsentantenhaus nach Distrikten – Rot steht für die Republikaner, Blau für die Demokraten. (Foto: Kurykh/Wikimedia Commons)

Der Klimawandel erhöht die Gefahr von gewaltsamen Konflikten und stellt damit eine Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA dar, warnte eine in der vergangenen Woche veröffentlichte Militärstudie. Die Analyse fand große Aufmerksamkeit, die New York Times beispielsweise titelte: “Militärforscher sehen im Klimawandel eine wachsende nationale Gefahr”. 

klimaretter.info

Betroffen sind auch die beim Erdgipfel 1992 beschlossene Agenda 21 der Vereinten Nationen sowie die erst im Mai aktualisierte Studie über die sozialen Kosten von CO2, die der Analyse von Regierungsmaßnahmen dient.

Eingebracht hat den Gesetzeszusatz (Amendment 671) David McKinley, der für den Bundesstaat West Virginia im Repräsentantenhaus sitzt. McKinley ist Republikaner und steht der rechtspopulistischen Tea Party nahe.

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Niemand kann helfen: Gewalt im Indianer-Reservat

Foto: Getty Images Louise Erdrich, 1954 in Little Falls, Minnesota, geboren, stammt mütterlicherseits von den Chippewa aus North Dakota ab. Ihre Romane wurden vielfach ausgezeichnet

Etwa 40 Prozent aller Indianerinnen in den USA werden in ihrem Leben vergewaltigt. Der Grund: Die Reservate können weiße Täter nicht belangen. Davon erzählt die Schriftstellerin Louise Erdrich.

Von Hannes SteinDIE WELT

Im Februar 2013 unterzeichnete Präsident Obama den “Violence Against Women Reauthorization Act”. Dieses Gesetz gestattet es zunächst einmal drei amerikanischen Indianernationen, auf ihren Reservaten rechtlich gegen amerikanische Staatsbürger vorzugehen, die indianische Frauen vergewaltigen – weitere Indianernationen dürfen sich an diesem Pilotprojekt beteiligen.

Beobachter sprechen von einem historischen Wendepunkt, dabei hatte der Präsident schon vor Jahren erklärt: Die anhaltende Gewalt gegen indianische Frauen sei “ein Angriff auf das Gewissen unserer Nation”. Was verbirgt sich hinter dieser Meldung?

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Gesundheitsmarkt USA: 2525 Dollar für einen Allergietest

Der Pricktest wird meist am Unterarm durchgeführt. Bild: wikimedia.org/CC-BY-SA-3.0,2.5,2.0,1.0

Arztrechnungen in den USA werden als Witze begriffen: “Fährt einer mit der Ambulanz um die Ecke: 1800 Dollar.” “Übernachtet einer zur Überwachung im Krankenhaus: 4000 Dollar.” Als wir die erste Rechnung im Briefkasten fanden, hatte ich Mühe, die Komik darin zu erkennen.

Von Johann GrolleSpON

Unsere Tochter hatte einen einfachen Allergietest machen lassen. Je zwei Dutzend winzige Pikser am Unter- und Oberarm, zwanzig Minuten warten, anschließend werden Hautrötung und Quaddelgröße vermessen. Keine große Sache, dachten wir. Bis die Rechnung kam: 1104 Dollar verlangte die Ärztin für diese Dienstleistung. Als sei das noch nicht genug, folgte tags darauf die Rechnung der Klinik: nochmals 1421 Dollar. Willkommen in Amerika.

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Verurteilter verlangt Aufzeichnung seiner Hinrichtung

Bild: Die Presse.com

Nach der jüngsten Panne bei einer Hinrichtung mit der Giftspritze fordert ein Todeskandidat, dass seine Exekution gefilmt wird. Die Unterstützung für die Todesstrafe ist in Amerika weiterhin groß. Für 20 Prozent sind Gaskammern eine Alternative zur Giftspritze.

Frankfurter Allgemeine

Nach der schweren Panne bei einer Hinrichtung im amerikanischen Bundesstaat Oklahoma verlangt ein Todeskandidat in Missouri, dass seine
Exekution gefilmt wird. Die Anwälte des verurteilten Mörders Russell Bucklew, der am Mittwoch in Bonne Terre mit der Giftspritze hingerichtet werden soll, beantragten die Aufzeichnung der Hinrichtung am Freitag vor Gericht. Sie verlangen unter anderem genaue Informationen über den Giftcocktail, der bei der Hinrichtung zum Einsatz kommen soll. Die Behörden in
Missouri weigern sich bislang, Einzelheiten zu der Giftmischung zu veröffentlichen.

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Doppelstandards im internationalen Strafrecht—nicht mit dem Westen verderben

Internationaler Strafgerichtshof, Den Haag. Bild: presstv.ir

Ich gebe Interviews. Wall Street Journal, The Independent, Al Jazeera, alle wollen eine Einschätzung des ECCHR zur Entscheidung des Internationalen Strafgerichtshofes (IStGH) in Den Haag, Ermittlungen gegen britische Militärs zu prüfen. Die Entscheidung des IStGH ist ein Meilenstein – für die Opfer von Folter und Misshandlungen ebenso wie für die internationale Strafjustiz. Auch für uns ist es ein wichtiger Erfolg.

Von Wolfgang KaleckRecht subversiv/ZEIT ONLINE

Erst vergangene Woche waren wir in Den Haag, der regnerischen “Stadt des Friedens und der Gerechtigkeit”, um über unsere Strafanzeige gegen hochrangige britische Militärs und ehemalige Minister wegen systematischer Folter im Irak zu diskutieren. Freundlich haben sie uns empfangen, die Vertreter der Anklagebehörde des IStGH. Freundlich sind sie meistens, die Ankläger, und gesprächsoffen. Auf Konferenzen oder bei Arbeitstreffen fehlt es nicht an Pathos und an Absichtserklärungen, diejenigen vor Gericht zu bringen, die die größte Verantwortung für Menschheitsverbrechen tragen.

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Sklavenhandel aus Afrika ist Geburtsstunde des Islam in den USA

Bild: dtj-online.de/reuters

Die Ära der Sklaverei zählt zu den dunkelsten Kapiteln der Geschichte der USA. Mit den ersten aus Afrika verschleppten Sklaven, darunter auch viele muslimische Intellektuelle und Religionsgelehrte, kam der Islam nach Amerika.

Deutsch Türkisches Journal

Mit „12 Years A Slave“ gewann dieses Jahr ein Beitrag den Oscar für den besten Film, der die Massenversklavung von Afrikanern und die menschenunwürdigen Verhältnisse, unter denen sie lange Zeit in den USA leben mussten, thematisiert. Das Drama ist die Verfilmung der gleichnamigen Autobiografie von Solomon Northup aus dem Jahre 1853 und erzählt davon, wie der in New York als freier Bürger lebende Northup in einen Hinterhalt gelockt und als Sklave in die Südstaaten der USA verkauft wird.

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Satanisten feiern an Eliteuniversität Harvard „Schwarze Messe“

Bild: katholisches.info

Bild: katholisches.info

Die Satanistensekte The Satanic Temple sorgt für Schlagzeilen. Die Satanisten, die in Oklahoma ein Denkmal für Satan errichten wollen, kündigten an, am 12. Mai auf dem Campus der amerikanischen Elite-Universität Harvard eine „Satanische Schwarze Messe“ zu feiern.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Dagegen mobilisiert die Katholische Liga der USA und fordert von der Universitätsleitung, das Satanistentreiben zu stoppen. Dort verweist man jedoch auf das Recht auf freie Meinungsäußerung und will sich nicht distanzieren, wie Infovaticana berichtet.

„Schwarze Messe“ mit konsekrierter Hostie?

Eine Gruppe Studenten der Eliteuniversität hängte Flugzettel aus, auf denen für den 12. Mai zur „Satanic Black Mass“ eingeladen wird. Stattfinden soll der satanische Ritus um 8.30 Uhr in den Räumlichkeiten des Harvard Extension Cultural Studies Club. Zunächst hieß es, man werde bei der „Schwarzen Messe“ eine konsekrierte Hostie verwenden. Eine konsekrierte Hostie kann nur als Sakrileg aus einer katholischen Kirche gestohlen werden. Nach Protesten hieß es „unmißverständlich“, daß die Eucharistie nicht Teil des umstrittenen Spektakels sein werde.

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USA: Gebete vor Behördensitzungen erlaubt

us_flagge_bibel_kreuzDas Oberste Gericht der USA hat am Montag befunden, es sei zulässig, Sitzungen lokaler Behörden mit einem Gebet zu beginnen, auch wenn dieses nicht neutraler Art sei, sondern spezifisch christliche Dogmen enthalte.

Von Beat AmmannNeue Zürcher Zeitung

Es kassierte damit ein Urteil der unteren Instanz, das von den Gemeindebehörden von Greece, einer Ortschaft im Gliedstaat New York, angefochten worden war. Seit 1999 eröffnet die lokale Exekutive ihre monatliche Sitzung mit einem Gebet.

Da es in Greece kaum andere religiöse Gemeinschaften gibt als christliche, lief der Brauch darauf hinaus, dass es stets ein christlicher Priester war, der das Gebet sprach. Zwei Bürger von Greece, ein Jude und ein Atheist, fochten dies an. Es verletze die Bundesverfassung, die es verbietet, dass Staat und Regierung eine bestimmte Religion annähmen oder auch nur bevorzugten.

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USA: Zweiwöchige Kampagne für Religionsfreiheit

Das Kreuz mit den Religionen

Das Kreuz mit den Religionen

Die katholische Kirche der USA sieht das Recht auf Religionsfreiheit vor allem durch politische Entscheidungen gefährdet, die die Gläubigen daran hindern, ihre ethischen und religiösen Überzeugungen frei zu praktizieren.

kath.net

„Zwei Wochen für die Freiheit”: Unter diesem Motto läuft in den USA vom 21. Juni, dem Fest der Heiligen John Fisher und Thomas Morus, bis zum 4. Juli, dem Unabhängigkeitstag, eine zweiwöchige Kampagne für Religionsfreiheit. Während dieser Zeit feiert die Kirche eine Reihe großer Märtyrerfiguren, die ihrem Glauben trotz Verfolgung durch die politische Macht treu blieben: John Fisher und Thomas Morus, Johannes der Täufer sowie Petrus und Paulus. In diesem Jahr findet die Initiative bereits zum dritten Mal statt.

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