Schlagwort-Archive: Verfassung

Schleswig-Holstein: Katholischer Feudalismus plant Volksinitiative

DerverzweifelteJesusFür Gottesbezug in der Verfassung – Pressesprecher des Erzbistums Hamburg: Zur Zeit bereite man die Umsetzung der Kampagne vor. „Unsere Kirchen und Gemeindehäuser werden dabei eine wichtige Rolle spielen“.

kath.net

Nach der Ablehnung des Gottesbezuges in der neuen Landesverfassung Schleswig-Holsteins durch den Kieler Landtag gehen Protestanten und Katholiken getrennte Wege: Die katholische Kirche plant eine Volksinitiative, um das Thema erneut auf die Tagesordnung des Parlaments zu bringen. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland will dagegen die Entscheidung akzeptieren. Dennoch hofft der Pressesprecher des Erzbistums Hamburg, Manfred Nielen, auf breite Unterstützung durch die evangelische Bevölkerungsmehrheit. „Ich bin zuversichtlich, die notwendigen Unterschriften zusammenzubekommen. Wir planen keine katholische Aktion“, sagte Nielen der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Zur Zeit bereite man die Umsetzung der Kampagne vor. „Unsere Kirchen und Gemeindehäuser werden dabei eine wichtige Rolle spielen“, so Nielen. Er geht davon aus, dass auch viele Protestanten einen Gottesbezug in der Landesverfassung begrüßen. „Schließlich ist Schleswig-Holstein das Bundesland mit der größten protestantischen Bevölkerungsmehrheit“, so Nielen. 53 Prozent der 2,8 Millionen Einwohner sind evangelisch, sechs Prozent katholisch. Nielen rechnet damit, dass auch Juden und Muslime die Kampagne unterstützen. Notwendig sind 20.000 Unterschriften. Dann müsste der Landtag die Gottesfrage erneut debattieren. Hielte das Parlament an seiner Entscheidung fest, könnte nach einem Volksbegehren mit mindestens 80.000 Unterschriften ein Volksentscheid folgen.

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Atheisten: Kein Gottesbezug in die Verfassung von Schleswig-Holstein

Pressemitteilung vom 09.09.2014

Gegen die Aufnahme eines Gottesbezugs in die Verfassung von Schleswig-Holstein wendet sich der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA). Er fordert die Abgeordneten des Landtags Schleswig-Holsteins auf, einer entsprechenden Verfassungsänderung nicht zuzustimmen.

„Ein Gottesbezug in der Verfassung bedeutet eine weltanschauliche Bevormundung derjenigen Menschen, deren Weltbild ohne Götter oder sonstige übernatürliche Instanzen auskommt“, sagte Tanja Großmann, IBKA-Regionalbeauftrage Schleswig-Holstein.

„Die Berufung auf eine dem Menschen übergeordnete Macht stellt keineswegs einen Schutz gegen staatliche Willkür dar. Die Probleme der Gesellschaft können nur von den Menschen selbst gelöst werden, eine Berufung auf übernatürliche Instanzen ist ein Irrweg. Ein Gottesbezug ist geeignet, politische und Wertefragen dem demokratischen und vernunftgeleiteten Diskurs zu entziehen und öffnet dogmatischen Setzungen und somit der Willkür angemaßter Autoritäten Tür und Tor.“

Hintergrund:

Am 10. September befasst sich der Kieler Landtag in zweiter Lesung mit dem Entwurf eines Gesetzes zur Änderung der Verfassung von Schleswig-Holstein. Umstritten ist, ob ein Gottesbezug („in Verantwortung vor Gott und den Menschen“) in die Präambel der Verfassung aufgenommen werden soll.

Verfassungsreform in Schleswig-Holstein: Oh Gott, oh Gott! (taz)

Gott in die Verfassung? Kieler Politik bald mit neuem Chef (taz)

So wahr mir die Verfassung helfe

Landtag Schleswig-Holstein, Bild: schleswig-holstein.de

Kieler Politiker streiten über Gottesbezug im Gesetz

Von Dieter HanischND

In der schleswig-holsteinischen Landespolitik ist ein heftiger Streit entbrannt, ob in der Landesverfassung, deren Reformierung derzeit ansteht, künftig ein Gottesbezug in der Präambel auftauchen soll oder nicht. Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) hält sich da an die Meinung der CDU, die das befürwortet. Andere Sozialdemokraten sprechen sich ausdrücklich dagegen aus, desgleichen auch Vertreter der anderen Regierungsparteien, also der Grünen und des Südschleswigschen Wählerverbandes. Sie wissen die FDP und Piraten an ihrer Seite.

Die Auflistung eines gesellschaftsbasierenden Grundwertekanons in der Verfassung ist parteiübergreifend unbestritten. Das haben die Sitzungen eines dazu einberufenen Sonderausschusses ergeben. Lediglich der Hinweis auf Gott löst eine kontroverse Debatte aus – und die scheint das Vorhaben zu blockieren. Denn für die Verabschiedung der reformierten Verfassung im Landtag, die eigentlich noch in diesem Jahr erfolgen soll, wird eine Zwei-Drittel-Mehrheit benötigt, die sich momentan aber keineswegs abzeichnet. Für die Verfassungsänderung müssten mindestens 46 der 69 Mandatsträger stimmen.

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Stolze U.S.-Admiräle kapitulieren vor evangelikalen Fundamentalisten

us_flagge_bibel_kreuzAktivisten, Veteranen und Aktive verteidigen in der Armee den 1. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika, in dem die Einführung einer Staatsreligion und die Bevorzugung oder Benachteiligung einzelner Religionen untersagt sind.

Von petrapezRadio Utopie

Eigentlich müssten sich die mit Orden und Sternen geschmückten Generäle und Admiräle der U.S-Armee, allen voran diejenigen in der U.S. Navy, vor Wut in die Finger beissen, nachdem sie ihre bunten Epauletten von den Schultern gerissen haben.

Da ruft der Vorsitzende des U.S.-Generalstabs General Martin E. Dempsey zu den Waffen, um als Vorwand, im Irak immer noch ein Wörtchen mit zu reden, die mitfinanzierten I.S.-Milizen zur Strecke zu bringen anstatt die Verfassung in seiner Truppe durchzusetzen.

Es ist eine Offenbarung einer Niederlage, nicht die biblische, auch wenn es in diesem Fall um dieses heilige Buch der Christen geht.

Nach jahrzehntelangem Kampf erreichten Zehntausende einschliesslich Veteranen und aktive Militärangehörige, dass die Bibel nicht mehr in jedem der 24000 Zimmer der Kasernen und Unterkünfte der Militärstützpunkte innerhalb der U.S.A. und Übersee ausgelegt werden. Die Bücher wurden von den eifrigen Missionaren der The Gideons International gespendet.

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In Deutschland gilt auch US-Recht

justiz_grossWarum Edward Snowden nicht nach Deutschland kommen darf? Hier droht Auslieferung statt Asyl. Denn für die Bundesregierung ist die Partnerschaft mit den USA wichtiger als Recht und Verfassung. Eine bittere Erkenntnis.

Von Josef FoschepothSüddeutsche.de

Edward Snowden darf weitere drei Jahre in Russland bleiben und auch frei ins Ausland reisen. Sollte er je deutschen Boden betreten (was Snowden selbst und viele Deutsche sich wünschen) – nach welchem Recht würde man diesen Whistleblower hier behandeln? Als in den vergangenen Monaten über Aufenthaltsmöglichkeiten für Snowden diskutiert wurde, wurden drei Optionen genannt.

Erstens, das Asylrecht – es schied aus, weil ein Antrag auf Asyl nur von einer Person gestellt werden kann, die sich bereits im Lande aufhält. Eine zweite Möglichkeit wäre, Snowden nach dem Aufenthaltsgesetz aufzunehmen, das einem Ausländer “aus völkerrechtlichen oder dringenden humanitären Gründen eine Aufenthaltserlaubnis” ermöglichen kann. Dies lehnte die Bundesregierung ab. Auch die dritte Möglichkeit lehnte sie ab: Den Whistleblower nur für eine Zeugenvernehmung durch den parlamentarischen NSA-Untersuchungsausschuss ins Land zu lassen.

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Dschihadist Gauck

Bild: Jürgen Todenhöfer/FB

Bild: Jürgen Todenhöfer/FB

Jürgen Todenhöfer

Liebe Freunde, was haben wir bloß getan, um einen solchen “Jihadisten” als Präsidenten zu bekommen? Der wie ein Irrer alle paar Monate dafür wirbt, dass sich Deutschland endlich wieder an Kriegen beteiligt.Sagt ihm keiner, dass unsere Verfassung Kriege nur zur Verteidigung erlaubt? Dass jede “humanitäre” Intervention auch Frauen und Kinder tötet? Dass unser Land für die nächsten Jahrtausende genug Kriege geführt hat? Ein Bundespräsident als Sprachrohr der Rüstungsindustrie -beschämend!

Unser Ex-Pfarrer erinnert immer mehr an den deutschen Militärpfarrer Adolf Schettler, der noch 1915 im 1.Weltkrieg schwärmte: “Dem Soldaten ist das kalte Eisen in die Faust gegeben. Er soll es führen ohne Schwächlichkeit und Weichlichkeit. Der Soldat soll totschießen, soll dem Feind das Bajonett in die Rippen bohren, soll die sausende Klinge auf den Gegner schmettern. Das ist seine heilige Pflicht. Ja, das ist GOTTESDIENST”.

Nein, Herr Gauck! Das ist Krieg!

Wer stoppt diesen überdrehten Gotteskrieger, der Sarrazins Mut so sehr bewunderte? Der Mann ist doch ein Sicherheitsrisiko für unser Land. Euer JT

Beim stern gibts einen Artikel dazu.

Kiel: Gott in die Verfassung?

“Von Anfang an den Gottesbezug befürwortet”: Schleswig-Holsteins Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU) empfängt Sternsinger. Bild: taz/Archiv

Der schleswig-holsteinische Landtag diskutiert, ob ein Gottesbezug in die Verfassung aufgenommen werden soll. Humanisten finden, das widerspreche dem Demokratieprinzip.

Von Gernot Knödler - taz

Die schleswig-holsteinische Landesverfassung könnte in Zukunft einen Hinweis auf Gott enthalten. Im Sonderausschuss des Landtages zur Verfassungsreform wird diskutiert, ob die Präambel, die der Verfassung voran gestellt werden soll, mit einem Gottesbezug versehen wird. Dafür sind die CDU, die Kirchen und der muslimische Schura-Verband. In der SPD, der die Schlüsselrolle zukommt, sind die Meinungen unterschiedlich. Die Humanistische Union hält einen Gottesbezug derweil für „zutiefst undemokratisch, weil Gott nicht verhandelbar ist“.

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Wer zum Teufel ist eigentlich dieser Schöpfer?

der_die_das_gottIn vielen westlichen Verfassungen spielt Gott eine zentrale Rolle, auch in der deutschen. Doch in aufstrebenden Schwellenländern gelten oft andere Regeln – was internationale Kompromisse erschwert.

Von Thomas StraubhaarDIE WELT

“So wahr mir Gott helfe” – die Bundeskanzlerin und sämtliche Mitglieder des neuen schwarz-roten Kabinetts schworen vor einer Woche bei der Vereidigung auf Gottes Beistand. In einigen westlichen Verfassungen spielt Gott eine zentrale Rolle. Auch das deutsche Grundgesetz versteht sich “im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen”.

Noch etwas gottesfürchtiger geht es bei den Schweizern zu, die sich “im Namen Gottes des Allmächtigen” und “in der Verantwortung gegenüber der Schöpfung” auf gemeinsame Spielregeln von Volk, Kantonen und Bund einigten. Hier wird Gott explizit als Schöpfer der Welt und damit die Verfassung als sein Wille verstanden.

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Russland: Medwedew gegen Verfassungsrang des Christentums

Dmitri Medwedew, Bild: wikipedia

Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew lehnt eine von Abgeordneten vorgeschlagene Erwähnung des orthodoxen Christentums in der Verfassung ab.

Radio Vatikan

Die Verfassung dürfe keine Religion begünstigen, sagte Medwedew am Freitag in einem Interview mehrerer russischer TV-Sender: „Unsere religiöse Überzeugung soll man nicht mit unserem Parteiausweis verknüpfen.“ Kirchennahe Abgeordnete der Regierungspartei Geeintes Russland und der Mitte-Links-Partei Gerechtes Russland hatten verlangt, die Orthodoxie in der Präambel der Verfassung künftig als „Grundlage der nationalen und kulturellen Identität“ zu bezeichnen.

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Vermummung: Beamtinnen dürfen Kopftücher tragen

Bild: allmytery.de

Im Schuldienst ist es verboten, in der Verwaltung nicht: das Kopftuch. Eine muslimische Beamtenanwärterin klagte, weil ihr die Übernahme in den Beamtendienst verwehrt wurde – mit Erfolg.

DIE WELT

Ein Kopftuch ist kein Hindernis, um als Beamtin in der Verwaltung in Nordrhein-Westfalen zu arbeiten. Darauf hat das Düsseldorfer Verwaltungsgericht am Freitag hingewiesen und den Ausschluss einer Muslima als Beamtin im Kreis Mettmann aufgehoben (Az: 26 K 5907/12).

Der Kreis hatte die 25-Jährige als einzige Anwärterin ihres Jahrgangs nicht in den Probedienst übernommen und ihr die “charakterliche Eignung” abgesprochen. Sie habe sich zum Tragen des Kopftuchs widersprüchlich geäußert. Deswegen sei ein irreparabler Vertrauensverlust eingetreten. Das sah das Gericht anders.

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Ungarn: Behinderte ins “Zigeuner”-Ghetto – ganz christlich

Der FIDESZ-Wahlkreisabgeordnete László Horváth “prahlt” nach dem medialen Entsetzen über ihn und seine Parteifreunde auf seiner Facebook-Seite mit der Umrahmung durch “Betroffene”. Nun wird alles gut, sagt er. Bild: Pester Lloyd

Der Mitschnitt einer Stadtratssitzung im Städtchen Szilvásvárad hatte es in sich: Abgeordnete der Regierungspartei, die sich das Christentum in die Verfassung geschrieben hatten, wollen die Ansiedlung von Behinderten in betreute Wohneinrichtungen verhindern, “weil die normalen Bürger” das so wollten und es auch nicht so “gut aussieht”. Es folgten Medienaufschrei und die Kehrtwende: der grenzenlose Opportunismus der Mächtigen bringt sie manchmal sogar dazu, gegen ihren miserablen Charakter das Richtige zu tun…

PESTER LLOYD

Im Rahmen eines EU-Projektes, das 2010 startete, sollen zentrale “Behindertenheime” für Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen – so möglich – in dezentrale, betreute Wohneinheiten diversifiziert werden, was sowohl die Lebensqualität der Betroffenen erhöht als auch ihre Integrationsmöglichkeiten steigert und ohnehin auch eine Maßgabe sich christlich nennender Kulturen sein müsste, der die so oft gescholtene EU mit nicht wenig Geld auf die Sprünge hilft.

In Ungarn, das das Christentum sogar ganz oben in der Verfassung stehen hat, ist die Botschaft nicht angekommen: die Aufteilung von 150 Menschen mit Behinderung aus einem Heim bei Miskolc auf eine Reihe kleinere, extra mit EU-Geldern (Gesamtprojekt in Ungarn beläuft sich auf 21 Mio. EUR) dafür hergerichtete Wohneinheiten in kleineren Orten rund um Miskolc und Eger, stieß bei den Bewohnern auf Proteste. Offenbar in der Angst, sich beim “Volk” unbeliebt zu machen, verzögerten Bürgermeister, z.B. jener von Bélapátfalva den Umzug mit diversen Ausreden und Verwaltungsakten.

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Polen: Religion wird kein Abitur-Fach

kirche_polenIn Polen hat das Bildungsministerium die Forderung der römisch-katholischen Kirche abgelehnt, Religion auf die Liste der Schulfächer zu setzen, in denen man die Reifeprüfung ablegen darf.

Wiener Zeitung.at

Das Fach Religion stehe laut Verfassung und Konkordat außerhalb des vom Bildungsminister genehmigten Schulprogramms, erklärte die Behörde. Dies disqualifiziere es als Matura-Fach.

Das Bildungsressort erinnerte in seiner Erklärung daran, dass Lehrpläne und Schulbücher für den Religionsunterricht ausschließlich von der Kirche ausgearbeitet werden und die Religionslehrer nur kirchlichen Vorschriften unterliegen. Die Matura betreffe nur Fächer, für die der Bildungsminister zuständig ist.

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Philippinen: Wenn die katholische Kirche gesundheitsschädlich wird

biohazardGericht setzt Gesetz zu Familienplanung aus
Die katholische Kirche auf den Philippinen kritisiert das Gesetz als einen Verstoß gegen die Verfassung, die den Schutz des Lebens garantiert

kath.net

Das Oberste Gericht auf den Philippinen hat das umstrittene Gesetz für reproduktive Gesundheit vorläufig ausgesetzt. Mit zehn zu fünf Stimmen beschlossen die Richter am Dienstag den Stopp der «Reproductive Health Bill» bis zur Anhörung von sechs Petitionen katholischer Lebensschützer am 18. Juni, wie philippinische Medien berichten.

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Liechtenstein: Im Fürstentum entflechten sich Staat und katholische Kirche

Bild: Peter Klaunzer/Keystone

Liechtenstein streicht die römisch-katholische Kirche als «Landeskirche» aus der Verfassung. Ein mit dem Heiligen Stuhl ausgehandeltes Konkordat über die Entflechtung von Staat und Kirche soll im Januar unterzeichnet werden.

Von Günther MeierNeue Zürcher Zeitung

Die Neuordnung des Verhältnisses von Staat und Kirche in Liechtenstein, die seit der umstrittenen Bildung des Erzbistums Vaduz im Jahr 1997 gefordert wurde, steht vor dem Abschluss. Im Unterschied zu ursprünglichen Forderungen nach vollständiger Trennung von Kirche und Staat, die nach der Einsetzung von Erzbischof Wolfgang Haas in weiten politischen und kirchlichen Kreisen die Runde machten, hat sich im Laufe der Zeit ein gewisser Pragmatismus durchgesetzt.

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Schächten in Polen verboten: Gericht ignoriert EU-Regelung

Beim Schächten wird das unbetäubte Tier mit einem langen Schnitt durch die Kehle getötet.(Foto: picture-alliance/ dpa

Für die einen ist es Tierquälerei, für die anderen wichtiger Bestandteil des religiösen Lebens. Das polnische Verfassungsgericht verbietet das Schächten und löst damit Proteste in den jüdischen und muslimischen Gemeinden des Landes aus.

n-tv

Das polnische Verfassungsgericht hat die Schlachtung von Tieren nach jüdischen und muslimischen Riten, das sogenannte Schächten, verboten.

Medienberichten zufolge urteilte das Gericht am Dienstag, die Tötung ohne Betäubung sei Tierquälerei und verletze die Verfassung. Damit schert Polen aus einer EU-weiten Regelung aus, die ab ersten Januar in Kraft treten soll und Ausnahmen für rituelle Tötungen erlaubt.

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Lëtzebuerg: Religionsgemeinschaften wollen Religionsfreiheit in die Verfassung

Generalvikar Erny Gillen (Mitte) stellte die Position der katholischen Kirche zum Verhältnis von Staat und Religionsgemeinschaften vor. Foto: Gerry Huberty

Generalvikar Erny Gillen (Mitte) stellte die Position der katholischen Kirche zum Verhältnis von Staat und Religionsgemeinschaften vor. Foto: Gerry Huberty

Religionsfreiheit ist ein Menschenrecht, und doch steht davon kein Wort in der luxemburgischen Verfassung. Die konventionierten Religionsgemeinschaften im Großherzogtum möchten dies ändern. Beim Religionsunterricht an den Schulen regen sie Gleichbehandlung an.

Wort.lu

Eine Expertengruppe der Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften in Luxemburg hat ein Papier zum Verhältnis von Staat und Kirche ausgearbeitet. Es enthält mehrere Vorschläge zur gesetzlichen Verankerung der Religionen, zu staatlichen Beihilfen und zur Rolle, die der Religionsunterricht an Schulen spielen soll.

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Oklahoma: 10 Jahre Kirchgang als Strafe

Bild: huffpo

Seltsame Rechtssprechnung durch einen Bezirksrichter in Oklahoma.

Zwei 16-jährige sind in den Morgenstunden des 04. Dezembers 2011 in einem Pickup unterwegs. Zumindest der Fahrer steht unter Alkohol-oder Drogeneinfluss. Er verliert die Kontrolle über das Fahrzeug und fährt gegen einen Baum. In Folge des Zusammenstosses stirbt sein Freund.

Nun wurde der Fahrer des Autos durch einen Bezirkrichter verurteilt, zu 10 Jahren Kirchgang. Dort soll der Junge durch Gebete lernen seinen Fehler einzusehen, auch wenn das Urteil gegen die Verfassung der Vereinigten Staaten verstösst. Darüberhinaus soll er seine Schule beenden. Die Eltern und der Anwalt der Opferfamilie stimmten der richterlichen Entscheidung zu.

Ryan Kiesel,Geschäftsführer der ACLU-Niederlassung in Oklahoma stellt dazu fest, dass dieses Urteil eindeutig gegen den ersten Verfassungszusatz verstoße. So wie es Kiesel versteht, hat der Richter schon in vorhergehenden Gerichtverhandlungen kirchliche Aspekte in die Urteile einfließen lassen. Das gänge eindeutig zu weit.

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Kirche: Was zählt die Mitgliedschaft? Pro und Contra

Bild: Jens Schulze

Eine Körperschaft des öffentlichen Rechts ist eine mitgliedschaftlich verfasste und unabhängig vom Wechsel der Mitglieder bestehende Organisation, die ihre Rechtssubjektivität nicht der Privatautonomie, sondern einem Hoheitsakt verdankt. Ihre Verfassung ist öffentliches Recht.

Evangelische Zeitung Niedersachsen

Der Verein bezeichnet eine freiwillige und auf Dauer angelegte Vereinigung von natürlichen und/oder juristischen Personen zur Verfolgung eines bestimmten Zwecks, die in ihrem Bestand vom Wechsel ihrer Mitglieder unabhängig ist.

Hinweis der Redaktion: Die in dem Pro und Contra dargestellten Meinungen und Überzeugungen geben nicht zwingend die Meinung der Redaktion wieder. Aber die Redaktion lädt ein, auf der Seite des Lutherischen Verlagshaues in dem System “wir sind evangelisch.de” über die Meinung zu diskutieren-
Pro und Contra – Die Kirche ist ein Verein wie jeder andere

Unterscheiden sich Religionsgemeinschaften und Kirchen nicht von Vereinen?

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CDU-Irmer löst Protestwelle aus

Bild: pro Medienmagazin

Mit seinem Vorwurf, die bewusste Täuschung Ungläubiger gehöre zum Wesen des Islam, hat der hessische CDU-Politiker Hans-Jürgen Irmer Empörung ausgelöst. Irmers Äußerungen seien “blanker Unsinn und darüber hinaus schlicht unverschämt gegenüber den in Deutschland lebenden Muslimen”, erklärten die Grünen am Wochenende in Wiesbaden. Die SPD forderte eine Entschuldigung.

RP ONLINE

Der bildungspolitische Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion hatte am Freitag dem Sender HR-Info gesagt, die bewusste Täuschung des Gegners oder des Ungläubigen gehöre zum Wesen des Islam und werde dort noch nicht einmal als etwas Unanständiges empfunden. “Sondern es liegt in der Sache, dass man aufgrund dieser von Allah gewollten Täuschung dem höheren Zwecke dient, nämlich die Ausbreitung des Islam weltweit zu fördern”, fügte Irmer hinzu.

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Indien: „Unberührbare“(Dalits) protestieren für ihre Rechte

Christliche Dalits fühlen sich vom indischen Staat im Stich gelassen Bild: orf.at

Mehr als 5.000 Christen haben am Mittwoch mit einem Sitzstreik nahe dem Parlament in Neu Delhi gegen die Diskriminierung christlicher Dalits protestiert. An dem Protest nahmen auch Bischöfe der katholischen Kirche Indiens teil.

ORF.at

Weder die Verfassung noch Gerichte schützten die Grundrechte christlicher Angehöriger der Kaste der „Unberührbaren“, sagte Erzbischof Malayappan Chinnappa aus dem südindischen Chennai, der selbst Dalit ist. Einige Redner forderten die christlichen Dalits dazu auf, die Parlamentswahlen im Jahr 2014 zu boykottieren.

Besonders enttäuscht zeigten sich die Protestierenden von der indischen Kongresspartei, die seit 2004 wieder den Premierminister stellt und von den Christen bisher favorisiert wurde. An dem sechsstündigen Sitzstreik und einem vorausgehenden Protestmarsch nahmen gemeinsam mit Kirchenvorständen unterschiedlicher Konfessionen auch Parlamentarier teil.

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