Schlagwort-Archive: Vergewaltigung

„Abtreibungsgegner und Fundi“: Kritik am neuen CDU-Generalsekretär Tauber

Der neue Generalsekretär der CDU, Peter Tauber, wird von feministischen Gruppen kritisiert, weil er angeblich mit einem weitreichenden Abtreibungsverbot sympathisiert. Klare Worte von Tauber zu dem Thema gibt es jedoch nicht.

pro Medienmagazin

Die Gerüchte um Peter Taubers Haltung zur Abtreibung, die im Internet kursieren, waren am Freitag Spiegel Online einen Bericht wert, in dem davon die Rede ist, dass Tauber wegen seiner Meinung unter Druck stehe. „Seit Tagen kursiert in einigen Blogs und sozialen Netzwerken der Verdacht, Tauber befürworte ein Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen“, heißt es in dem Artikel auch unter Berufung auf die Evangelische Nachrichtenagentur idea, die auf ihrer Website berichtet, Tauber habe sich als Vorsitzender der Jungen Union Hessen wiederholt für eine Verschärfung des Abtreibungsparagrafen 218 eingesetzt. Spiegel Online kommentiert dies mit den Worten: „Belegen lässt sich die Behauptung schwer. Man findet keine eindeutigen öffentlichen Beiträge oder Interviews von Tauber dazu.“

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Peter Tauber(CDU): Evangelischer Eiferer will über Gebärmütter bestimmen

peter_tauberPeter Tauber setzt sich für eine Reform des Abtreibungsparagraphen 218 ein – Ein straffreier Schwangerschaftsabbruch solle nur noch nach einer Vergewaltigung oder bei einer dauerhaften Gesundheitsgefährdung der Frau gewährt werden.

kath.net

Ein bekennender evangelischer Christ aus Hessen wird neuer CDU-Generalsekretär. Der 39-jährige Bundestagsabgeordnete Peter Tauber (Foto) tritt die Nachfolge von Hermann Gröhe an. Tauber schreibt auf seiner Internetseite: „Mein Wertefundament ergibt sich daraus, dass ich gläubiger Christ bin, Historiker und Reserveroffizier.“ Er fügt hinzu: „Das christliche Menschenbild, das Wissen um die wichtige Aufgabe, die wir als Partei für unser Land wahrnehmen und die Bereitschaft zu dienen, sind mir wichtig.“

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Wütender Mob lyncht und kastriert den “Schwarzen Jesus”

Er soll in seiner Sekte Kannibalismus und Frauenopfer betrieben haben: Steven Tari. Bild: 20min.ch

In einem abgelegenen Ort des Inselstaates Papua-Neuguinea ist ein Sektenführer von einem Mob brutal gelyncht und kastriert worden. Der als „Schwarzer Jesus“ bekannte Guru soll für die Vergewaltigung und den Tod mehrerer Mädchen verantwortlich gewesen sein.

FOCUS ONLINE

Ein als „Schwarzer Jesus“ bekannter Sektenguru ist auf Papua-Neuguinea von einem wütenden Mob gelyncht worden, nachdem er mehrere junge Mädchen als Opfergabe getötet hatte. Rund 80 Männer hätten den verurteilten Vergewaltiger und Sektenführer Steven Tari in einem abgelegenen Dorf in der Region Madang gejagt, getötet und kastriert, berichtete die Zeitung „The National“ am Montag.

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Vatikan: Aktion gegen Menschenhandel – was ist mit Dum diversas, Inter caetera

Bild: amnesty.ch

Der Papst initiiert ein Expertentreffen, im November diesen Jahres, um einen Aktionsplan gegen Menschenhandel auszuarbeiten.

Auf kathweb lesen wir dazu:

kathweb

Der Vatikan setzt sich für eine verstärkte Bekämpfung des Menschenhandels ein. Wie Radio Vatikan am Donnerstag berichtete, soll eine Gruppe von Fachleuten im November im Vatikan zusammentreffen, um einen Aktionsplan gegen Menschenhandel und moderne Formen der Sklaverei vorzubereiten. Organisatoren des Kongresses vom 2. bis 3. November sind die Päpstlichen Akademien der Wissenschaften und der Sozialwissenschaften in Zusammenarbeit mit dem Weltverband der Katholischen Medizinischen Vereinigungen. Die Zusammenkunft findet laut Radio Vatikan auf ausdrücklichen Wunsch von Papst Franziskus statt.

Ein löbliches Unterfangen, welches die katholische Kirche da in Angriff nimmt. Es wäre der Sache und vor allem der eigenen Redlichkeit geschuldet, wenn sich der Papst und seine Hofschranzen mit der eigenen Vergangenheit auseinandersetzen würden. Es käme Erbärmliches zu tage.

Am 18. Juni 1452 erließ Papst Nikolaus V. eine päpstliche Bulle namens Dum Diversas und verkündete ad perpetuam rei memoriam das der portugiesische König Länder in Westafrika zu erobern, Sarazenen und Heiden zu unterwerfen und  versklaven dürfe. Ganz apostolisch natürlich. Mit dieser päpstlichen Bulle machte sich die katholische Kirche zum Zeremonienmeister des Westafrikanischen Sklavenhandels. Vom gleichen Verbrecher kam dann auch die nächste Bulle, 1455, welche die Besitznahme von nicht-christlichem Land sanktionierte und zur Sklaverei bei der nicht-christlichen Bevölkerung ermutigte, insbesondere in Afrika und in der Neuen Welt. Mit dieser Bulle gab der Pontifex grünes Licht für die Eroberung, Unterwerfung, Auswahl und Ausbeutung von Muslimen, Heiden und aller anderen, Nicht-Christen. Alles im Namen Jesus Christus und nur zu einem Zweck, Profit.

Die Bulle Inter Caetera, von Papst Alexander VI., befahl dem katholischen Spanien alle Bewohner der Neuen Welt im katholischen Glauben zu “unterrichten”.

Inter Caetera

„Damit Ihr ein so großes Unternehmen mit größerer Bereitschaft und Kühnheit, ausgestattet mit der Wohltat Unseres apostolischen Segens, anzugreifen vermöget, schenken, gewähren und übertragen Wir hiermit – aus Unserem eigenen Entschluss, ohne Euren Antrag und ohne das Ersuchen irgendeines anderen zu Euren Gunsten, lediglich aus Unserer eigenen und alleinigen Großmut und sicheren Erkenntnis und aus der Fülle Unserer apostolischen Machtbefugnis, die durch den allmächtigen Gott, durch die Vermittlung St. Petri auf Uns übertragen worden ist, sowie auf Grund der Stellvertreterschaft Jesu Christi auf Erden – an Euch und Eure Erben und Nachfolger, die Könige von Kastilien und León, für alle Zeiten, für den Fall, dass eine der genannten Inseln durch die von Euch ausgesandten Männer und Kapitäne gefunden werden sollte, alle aufgefundenen oder aufzufindenden, alle entdeckten oder zu entdeckenden Inseln und Festländer, mitsamt allen Herrschaften, Städten, Lägern, Plätzen und Dörfern und allen Rechten.“

Alle drei Bullen, immerhin wichtige Rechtsakte der Päpste, mit der Formel “zum immerwährenden Gedächtnis der Sache” eingeleitet, öffneten diese päpstlichen Orders die Schleusentore für alles, was nun folgen sollte, Krieg, Mord, Raub, Vergewaltigung, Plünderung, Entführung, Völkermord und Sklaverei von Millionen. Sie errichteten den Grundstock des Sklavenhandels im 15. und 16. Jahrhundert und bereiteten der kapitalischen Welt, so wie wir sie heute kennen, die Basis.

Das folgende klingt dann auch wie intellektuelle Autoerotik.

katweb

Der Menschenhandel sei ein “schreckliches Verbrechen” gegen die Würde des Menschen, zitierte Radio Vatikan den Kanzler der Päpstlichen Akademie, Marcelo Sanchez Sorondo. Nach Ansicht mancher Beobachter sei er mittlerweile die lukrativste kriminelle Einnahmequelle geworden, noch vor dem Drogen- und Waffenhandel, so Sorondo. Er verwies darauf, das nach Angaben der UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung UNODC jedes Jahr schätzungsweise 20,9 Millionen Menschen Zwangsarbeit leisten müssten. Zwei Millionen würden Opfer sexueller Ausbeutung. 20.000 Personen fielen jährlich dem Organhandel zum Opfer.

Der Vatikan sollte endlich damit beginnen seine eigene Geschichte auzuarbeiten, statt der Öffentlichkeit eine bigotte Moral vorzugaukeln.

So wurde die vergewaltigte Norwegerin von ihrer Firma im Stich gelassen

Das Logo der schwedischen Möbelkette „The One”

Während Vergewaltigungs-Opfer Dalelv in einer Seemannskirche in Dubai ausharrt, zieht sich ihr Arbeitgeber in religiöse Wolken zurück. Dabei brüstet sich ihr Ex-Chef sogar mit besten Kontakten: Er behauptet, dass er „The One“ im Auftrag eines Engels gegründet habe – „um die Welt vor Ikea zu retten“.

Von Melchior PoppeFOCUS ONLINE

Marte Deborah Dalelv wurde in Dubai zu 16 Monaten Gefängnis verurteilt – weil sie sich nach einer Vergewaltigung wehrte und ihren Arbeitskollegen anzeigte. „Hat es Dir nicht gefallen?“, sagte einer der Polizisten auf der Station, die die 24-Jährige nach der Tat aufsuchte.

Doch nicht nur die arabischen Behörden verweigerten der Norwegerin jede Hilfe: Auch ihr Arbeitgeber, die schwedische Möbelkette „The One“, ließ sie im Stich: Rund einen Monat nach dem Vorfall, der sich im Anschluss an einen Betriebsausflug in die Wüste ereignet hatte, kündigte er seiner Not leidenden Mitarbeiterin.

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Amerikanische Politiker und masturbierende Föten

cc by cc by sa lunar caustic on flickr

Oder: Dinge, die wir von amerikanischen Politikern über Schwangerschaft, Vergewaltigung und Abtreibung lernen können.

Von Julia KorbikTHE EUROPEAN

Amerika hat nicht nur Obama, Disneyworld und Coca Cola, sondern auch jede Menge schlauer Politiker. Die wissen Sachen, die wusste man gar nicht! Eine kleine Auswahl – die aber keinesfalls ein Ranking darstellt. Denn jedes Zitat hätte den ersten Platz verdient.

Föten masturbieren im Mutterleib

Vor wenigen Tagen, am 19. Juni, verabschiedete das amerikanische Repräsentantenhaus ein Gesetz, welches alle Abtreibungen 20 Wochen oder mehr nach der Befruchtung verbietet. Das sind zwei Wochen früher als die vom Supreme Court festgelegte Frist (die sich danach richtet, wann der Fötus außerhalb des Mutterleibs lebensfähig wäre). Basis dafür ist die von vielen Republikanern vertretene Annahme, Föten könnten bereits im zweiten Schwangerschaftstrimester Schmerz empfinden. Große medizinische Institute in den USA und Großbritannien hingegen weisen darauf hin, dass dies nicht vor dem dritten Trimester der Fall ist. Dem texanischen Kongressabgeordneten Michael Burgess reicht die restriktive Regel allerdings nicht, er fordert, Abtreibungen noch früher zu verbieten. Seine Gründe sind von bestechender Logik:

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„Tötet sie. Der Herr wird die Seinen schon erkennen.“

Bild: wikipedia

Vatikan: 100.000 Christen werden jedes Jahr ermordet

Deutschlandradio Kultur

Jedes Jahr werden 100.000 Christen wegen ihres Glaubens getötet. Diese Zahl hat der Vatikan genannt. Verlässliche Untersuchungen seien zu dem schockierenden Ergebnis gekommen, berichtete Radio Vatikan unter Berufung auf den Ständigen Vertreter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen, Silvano Maria Tomasi. Zudem gebe es Vertreibungen, die Zerstörung von Gebetsstätten und Vergewaltigungen sowie Entführungen hoher Geistlicher wie zuletzt in Syrien. Besonders gefährlich für Christen sind demnach der Nahe Osten, Afrika und Asien.

Überschrift: Zitat von Arnold Amlarich, Abt von Cîteaux und päpstlicher Legat.(wikipedia)

Nachdem ihn die Söldner und Ritter, die dazu übergegangen waren die Bürgerhäuser zu plündern, gefragt hatten, wie man „die Guten“ (Katholiken) von „den Bösen“ (Ketzern) unterscheiden könne, habe der Legat befürchtet, dass die Ketzer eine Rechtgläubigkeit vorheucheln könnten, um ihrer gerechten Strafe zu entgehen, worauf er geantwortet haben soll:

„Caedite eos. Novit enim Dominus qui sunt eius.“

Caesarius von Heisterbach: Dialogus miraculorum, distinctio V, capitulum XXI.

Dodo-Meisner: Eucharistischer Kongress ist eine ‘Gegenbewegung’

meisner_400qKardinal Meisner über Pille danach: Abtreibung ist in katholischen Krankenhäusern auch bei Vergewaltigung „nicht möglich“ – Interview über den neuen und den alten Papst und den Eucharistischen Kongress.

Von Ludwig Ring-Eifel und Andreas Ottokath.net

Die Deutsche Bischofskonferenz und das Erzbistum Köln laden vom 5. bis 9. Juni zum Eucharistischen Kongress nach Köln ein. Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) sprach am Mittwoch mit dem Kölner Kardinal Joachim Meisner über das kommende Großereignis und über den Zustand der Kirche unter dem neuen Papst Franziskus, aber auch über die „Pille danach“ und über Meisners Besuch bei Benedikt XVI.

KNA: Herr Kardinal, Anfang Juni ist Köln Gastgeber des Eucharistischen Kongresses. Warum dieses Treffen?

Meisner: Nach dem schrecklichen Missbrauchsskandal habe ich gespürt: Die Kirche braucht in Deutschland nichts nötiger als die Besinnung auf den Herrn. Ich habe ja mit allen Opfern persönlich gesprochen, soweit das möglich war. Nach den Begegnungen habe ich mich gefragt, wer diese Verwundungen heilen kann. Ich kann es nicht. Das kann nur der Herr selber. Ihn haben wir im Altarsakrament, in den eucharistischen Gestalten von Brot und Wein, mitten unter uns.

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Katholische Ärzte sollte man meiden, evangelische auch

bund_katholischer_ärzteAnläßlich der Frühjahrstagung des TCLG – Treffens Christlicher Lebensrechtsgruppen am 20.4.2013 in Kassel zum Thema ‚Pille danach‘, der ‚Woche für das Leben 2013‘ und wegen der politisch beabsichtigten Freigabe der LNG-Pille stellen die Ärzte des Bund Katholischer Ärzte und der European Pro-Life Doctors mit großer Sorge fest:

katholisches Magazin für Kirche und Kultur

  1. In der breiten Öffentlichkeit und in manchen Medien wird der ‚Trierer Beschluß der Deutschen Bischofskonferenz vom 21.2.2013 ‚zur Anwendbarkeit der ‚Pille danach‘ in katholischen Krankenhäusern nach einer Vergewaltigung‘ wahrgenommen als generelle Freigabe der Verordnung der ‚Pille danach‘ durch die katholische Kirche in Deutschland.
  2. Eine Begrenzung der Anwendung einer ‚Pille danach‘ nur auf Vergewaltigung und ohne potentielle Frühabtreibung ist nicht praktikabel.
  3. Denn es gibt keinen eindeutigen, wissenschaftlichen Beweis, daß eine ‚Pille danach‘ nur verhütend wirkt. Wir gehen daher davon aus, daß diese Substanzen potentiell eben doch nidationshemmend und somit frühabtreibend wirken können.
  4. Glaubenstreue, christliche Klinik- und außerklinische Frauen- und Bereitschaftsärzte stehen wegen des kirchlichen Beschlußes jetzt in einem weiteren Konflikt. – Denn jetzt kann die Verordnung durch (christliche) Ärzte und Abgabe durch Apotheker verlangt werden.
  5. Als Lebensrechtsärzte lehnen wir die politisch beabsichtigte Freigabe der ‚LNG-Pille danach‘, noch dazu ohne ärztliches Rezept, strikt ab.
  6. Wir sehen die jetzige Situation als einen ‚Dammbruch‘ gegen den Lebensschutz und die Menschenwürde von Frau, ungeborenem Kind, Arzt und Gesellschaft, der sich immer mehr auszudehnen droht.
  7. Menschen, die durch eine Vergewaltigung ins Leben gerufen worden sind, haben volles Lebensrecht und sind Geschöpfe im Willen Gottes.

Als christliche Lebensrechtsärzte bieten wir in Sachen ‚Pille danach‘ eine fachliche Beratung und Zusammenarbeit mit der Kirche, der Ärzteschaft, den Politikern, den sozialen Institutionen und den Medien an.

Missbrauchsopfer klagt Stift Admont

Bild:ORF

Nachdem sie von zwei Patres des Stifts Admont sexuell missbraucht worden sind, sind zwei ehemalige Zöglinge im Jänner von der Klasnic-Kommission entschädigt worden. Eines der beiden Opfer klagt jetzt aber auch auf zivilrechtlichem Weg.

steiermark.ORF.at

Der frühere Zögling soll von den beiden Patres vor 45 Jahren unter anderem bis zur Bewusstlosigkeit geschlagen und auch mehrmals vergewaltigt worden sein. Dafür erhielt der heute 58-Jährige im Jänner von der Klasnic-Kommission 25.000 Euro und 100 Stunden Therapie als Entschädigung.

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Shereen el Feki: Gustave Flaubert fickte sich sozusagen nilaufwärts

Shereen el Feki: “Sex und die Zitadelle. Liebesleben in der sich wandelnden arabischen Welt” (Aus dem Engl. von Thorsten Schmidt. Hanser, Berlin. 415 S., 24,90 €)

Shereen el Feki hat ein Buch über Sex in den arabischen Ländern geschrieben. Von der Ehe bis zur männlichen Prostitution verrät es dem Westen sämtliche Geheimnisse des islamischen Geschlechterlebens.

Von Necla KelekDIE WELT

Im Frühjahr 2011 spürte der deutsche Schriftsteller Navid Kermani auf dem Tahrir-Platz in Kairo die revolutionäre “Zärtlichkeit der Massen”. Nun wird fast täglich über sexuelle Übergriffe, Grabscher und Vergewaltigungen vom Ort der arabischen Freiheit berichtet. Die Journalistin und Immunologin Shereen el Feki, in Kanada aufgewachsene Tochter eines Ägypters und einer walisischen Mutter, ist in tausendundeinem Tag vom Tahrir-Platz aus durch Ägypten, dem Maghreb und Mittleren Osten gereist, um herauszufinden, ob und wie sich vor und nach dem Sturz der Despoten das Verhältnis der Männer und Frauen zueinander verhält und verändert hat. Es ist eine Anamnese des Zustands der Sexualität in der islamischen Welt, wie sie so bisher unbekannt war.

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Staatsrat von Kolumbien hebt Abtreibungsdekret auf

Bild: Katholisches Magazin

Der Staatsrat von Kolumbien hat das Regierungsdekret aufgehoben, mit dem die Tötung ungeborener Kinder durch Abtreibung straffrei gestellt worden war

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Mit dem Dekret 4444 hatte der Staatspräsident 2006 in Ausnahmefällen die Kindestötung erlaubt, die vom Verfassungsgerichtshof in einem Urteil desselben Jahres genannt worden waren: bei Gefahr für das Leben der Mutter, bei Mißbildung des Fötus und bei einer Schwangerschaft durch Vergewaltigung. Bereits 2009 war das Dekret suspendiert worden.

Der Staatsrat behandelte nicht die Entscheidung des Verfassungsgerichtshof zur Straffreistellung der Abtreibung in Ausnahmefällen. Das stünde ihm nicht zu. Er hob aber das Dekret des Staatspräsidenten mit der Begründung auf, daß zur Regelung der Frage ein ordnungsgemäß zustandegekommenes Staatsgesetz unverzichtbar ist.

Erst wenn ein Gesetz vorhanden ist, kann die Regierung entsprechende Dekrete mit Durchführungsbestimmen erlassen, so der Staatsrat.

Katholiken: Wenig Probleme mit Verhütung und vorehelichen Sex

Zwar sind Religiöse schuldbeladener, wenn es um sexuelle Fragen geht, aber die offizielle Haltung der Kirchen hat wenig mit der Wirklichkeit zu tun

Von Florian RötzerTELEPOLIS

Eine YouGov-Umfrage unter 4.437 Briten hat ergeben, dass sich katholische Menschen offenbar nicht schuldiger als andere religiöse Menschen fühlen, sexuell die göttlichen oder kirchlichen Weisungen nicht eingehalten zu haben. Wenig erstaunlich ist, dass sich religiöse Menschen überhaupt schuldiger fühlen, alles voran Baptisten, Muslime und Angehörige der Pfingstbewegung.

Auch wenn die katholische Kirche und Ex-Papst Ratzinger immer wieder auf die Heiligkeit der Ehe verweisen, scheinen sie an den Katholiken vorbeizureden. Nur 14 Prozent der Katholiken sagen, sie würden vorehelichen Sex, außerehelichen Sex, Pornografie und Verhütung als schuldbeladen befinden. Unter allen Religiösen sagen dies 16 Prozent, also auch nicht gerade viel, und 3 Prozent der Nichtreligiösen.

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Die Enzyklika „Humanae Vitae“: Das Kreuz mit der Pille

Lecker Pille! Aber nur bei Migräne, nicht bei Abtreibung einnehmen! Bild: dpa

Papst Paul VI. begründete das Verbot der Empfängnisverhütung. Doch es gibt seltsame Ausnahmefälle, in denen die Kirche die Pille erlaubt.

Von Pascal Beucker - taz

Es ist schon ein Kreuz mit der Pille. Ob davor oder danach: Seit nunmehr 45 Jahren plagen sich die deutschen Bischöfe mit diesem weiblichen Schutz vor ungewollten Kindern herum. Das ist das schwere Erbe, das ihnen Giovanni Battista Montini mit der Enzyklika „Humanae Vitae“ hinterlassen hat.

In seinem am 25. Juli 1968 veröffentlichten Lehrschreiben über „die rechte Ordnung der Weitergabe des menschlichen Lebens“ verkündete der damalige Papst Paul VI. die „Untrennbarkeit von liebender Vereinigung und Fortpflanzung“, was der römisch-katholischen Kirche konkret das Verbot jeglicher „Methoden der künstlichen Geburtenregelung“ bedeutete.

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Konzertierte Hetzjagd gegen die katholische Kirche

Ärztevereinigung St.Lukas e.V.Screenshot brightsblog

Ärztevereinigung St.Lukas e.V.
Screenshot brightsblog

Katholische Kliniken und Vergewaltigung: der Skandal wird immer skandalöser

Stellungnahme der Ärztevereinigung St. Lukas e.V

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Ein neuer Skandal erregte Anfang Januar die öffentliche Meinung: zwei katholische Kliniken haben in Köln die Spurensicherung bei einer möglicherweise vergewaltigten Frau abgelehnt. Die Presse zieht ihre eigenen Schlußfolgerungen: weil eine Notfallkontrazeption in konfessionellen Häusern nicht abgegeben wird, werden Frauen, die diese eventuell verlangen könnten, wie Opfer eines Sexualdeliktes, „alleine“ gelassen und nicht behandelt. Nichts hört sich skandalöser an als dies: im Namen der Moral werden gedemütigte, sexuell mißbrauchte Frauen im Stich gelassen. Handelt es sich hierbei wirklich um ein Vergehen gegen die Nächstenliebe oder wurde der Vorfall nur „benutzt“, um gegen die katholische Kirche zu hetzen?

Der Druck, der durch die Medien auf die Kirche ausgeübt wurde, führte dazu, daß Kardinal Meisner am 31.1.2013 eine Stellungnahme zur Postkoitalpille („Pille danach“ oder lat. „Interzeptivum“) abgab und diese moralisch rechtfertigte im Falle eines Sexualdeliktes. Er beruft sich dabei auf „neue wissenschaftliche Erkenntnisse“, die eine nidationshemmende Wirkung der Interzeptiva angeblich widerlegen können und rechtfertigt unter dieser Prämisse die Verordnung der Postkoitalpille auch in katholischen Krankenhäusern bei Sexualdelikten. Wenige Tage später haben sich die Bischöfe Nordrhein-Westfalens der Meinung Kardinal Meisners angeschlossen. Beruht dieses „Zugeständnis“ auf einer theologisch fundierten Grundlage und auf medizinisch wissenschaftlicher Evidenz oder ist es ein ängstliches Nachgeben, um dem Mediendruck zu entfliehen?

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