Schlagwort-Archive: Vergewaltigung

Dodo-Meisner: Eucharistischer Kongress ist eine ‘Gegenbewegung’

meisner_400qKardinal Meisner über Pille danach: Abtreibung ist in katholischen Krankenhäusern auch bei Vergewaltigung „nicht möglich“ – Interview über den neuen und den alten Papst und den Eucharistischen Kongress.

Von Ludwig Ring-Eifel und Andreas Ottokath.net

Die Deutsche Bischofskonferenz und das Erzbistum Köln laden vom 5. bis 9. Juni zum Eucharistischen Kongress nach Köln ein. Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) sprach am Mittwoch mit dem Kölner Kardinal Joachim Meisner über das kommende Großereignis und über den Zustand der Kirche unter dem neuen Papst Franziskus, aber auch über die „Pille danach“ und über Meisners Besuch bei Benedikt XVI.

KNA: Herr Kardinal, Anfang Juni ist Köln Gastgeber des Eucharistischen Kongresses. Warum dieses Treffen?

Meisner: Nach dem schrecklichen Missbrauchsskandal habe ich gespürt: Die Kirche braucht in Deutschland nichts nötiger als die Besinnung auf den Herrn. Ich habe ja mit allen Opfern persönlich gesprochen, soweit das möglich war. Nach den Begegnungen habe ich mich gefragt, wer diese Verwundungen heilen kann. Ich kann es nicht. Das kann nur der Herr selber. Ihn haben wir im Altarsakrament, in den eucharistischen Gestalten von Brot und Wein, mitten unter uns.

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Katholische Ärzte sollte man meiden, evangelische auch

bund_katholischer_ärzteAnläßlich der Frühjahrstagung des TCLG – Treffens Christlicher Lebensrechtsgruppen am 20.4.2013 in Kassel zum Thema ‚Pille danach‘, der ‚Woche für das Leben 2013‘ und wegen der politisch beabsichtigten Freigabe der LNG-Pille stellen die Ärzte des Bund Katholischer Ärzte und der European Pro-Life Doctors mit großer Sorge fest:

katholisches Magazin für Kirche und Kultur

  1. In der breiten Öffentlichkeit und in manchen Medien wird der ‚Trierer Beschluß der Deutschen Bischofskonferenz vom 21.2.2013 ‚zur Anwendbarkeit der ‚Pille danach‘ in katholischen Krankenhäusern nach einer Vergewaltigung‘ wahrgenommen als generelle Freigabe der Verordnung der ‚Pille danach‘ durch die katholische Kirche in Deutschland.
  2. Eine Begrenzung der Anwendung einer ‚Pille danach‘ nur auf Vergewaltigung und ohne potentielle Frühabtreibung ist nicht praktikabel.
  3. Denn es gibt keinen eindeutigen, wissenschaftlichen Beweis, daß eine ‚Pille danach‘ nur verhütend wirkt. Wir gehen daher davon aus, daß diese Substanzen potentiell eben doch nidationshemmend und somit frühabtreibend wirken können.
  4. Glaubenstreue, christliche Klinik- und außerklinische Frauen- und Bereitschaftsärzte stehen wegen des kirchlichen Beschlußes jetzt in einem weiteren Konflikt. – Denn jetzt kann die Verordnung durch (christliche) Ärzte und Abgabe durch Apotheker verlangt werden.
  5. Als Lebensrechtsärzte lehnen wir die politisch beabsichtigte Freigabe der ‚LNG-Pille danach‘, noch dazu ohne ärztliches Rezept, strikt ab.
  6. Wir sehen die jetzige Situation als einen ‚Dammbruch‘ gegen den Lebensschutz und die Menschenwürde von Frau, ungeborenem Kind, Arzt und Gesellschaft, der sich immer mehr auszudehnen droht.
  7. Menschen, die durch eine Vergewaltigung ins Leben gerufen worden sind, haben volles Lebensrecht und sind Geschöpfe im Willen Gottes.

Als christliche Lebensrechtsärzte bieten wir in Sachen ‚Pille danach‘ eine fachliche Beratung und Zusammenarbeit mit der Kirche, der Ärzteschaft, den Politikern, den sozialen Institutionen und den Medien an.

Missbrauchsopfer klagt Stift Admont

Bild:ORF

Nachdem sie von zwei Patres des Stifts Admont sexuell missbraucht worden sind, sind zwei ehemalige Zöglinge im Jänner von der Klasnic-Kommission entschädigt worden. Eines der beiden Opfer klagt jetzt aber auch auf zivilrechtlichem Weg.

steiermark.ORF.at

Der frühere Zögling soll von den beiden Patres vor 45 Jahren unter anderem bis zur Bewusstlosigkeit geschlagen und auch mehrmals vergewaltigt worden sein. Dafür erhielt der heute 58-Jährige im Jänner von der Klasnic-Kommission 25.000 Euro und 100 Stunden Therapie als Entschädigung.

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Shereen el Feki: Gustave Flaubert fickte sich sozusagen nilaufwärts

Shereen el Feki: “Sex und die Zitadelle. Liebesleben in der sich wandelnden arabischen Welt” (Aus dem Engl. von Thorsten Schmidt. Hanser, Berlin. 415 S., 24,90 €)

Shereen el Feki hat ein Buch über Sex in den arabischen Ländern geschrieben. Von der Ehe bis zur männlichen Prostitution verrät es dem Westen sämtliche Geheimnisse des islamischen Geschlechterlebens.

Von Necla KelekDIE WELT

Im Frühjahr 2011 spürte der deutsche Schriftsteller Navid Kermani auf dem Tahrir-Platz in Kairo die revolutionäre “Zärtlichkeit der Massen”. Nun wird fast täglich über sexuelle Übergriffe, Grabscher und Vergewaltigungen vom Ort der arabischen Freiheit berichtet. Die Journalistin und Immunologin Shereen el Feki, in Kanada aufgewachsene Tochter eines Ägypters und einer walisischen Mutter, ist in tausendundeinem Tag vom Tahrir-Platz aus durch Ägypten, dem Maghreb und Mittleren Osten gereist, um herauszufinden, ob und wie sich vor und nach dem Sturz der Despoten das Verhältnis der Männer und Frauen zueinander verhält und verändert hat. Es ist eine Anamnese des Zustands der Sexualität in der islamischen Welt, wie sie so bisher unbekannt war.

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Staatsrat von Kolumbien hebt Abtreibungsdekret auf

Bild: Katholisches Magazin

Der Staatsrat von Kolumbien hat das Regierungsdekret aufgehoben, mit dem die Tötung ungeborener Kinder durch Abtreibung straffrei gestellt worden war

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Mit dem Dekret 4444 hatte der Staatspräsident 2006 in Ausnahmefällen die Kindestötung erlaubt, die vom Verfassungsgerichtshof in einem Urteil desselben Jahres genannt worden waren: bei Gefahr für das Leben der Mutter, bei Mißbildung des Fötus und bei einer Schwangerschaft durch Vergewaltigung. Bereits 2009 war das Dekret suspendiert worden.

Der Staatsrat behandelte nicht die Entscheidung des Verfassungsgerichtshof zur Straffreistellung der Abtreibung in Ausnahmefällen. Das stünde ihm nicht zu. Er hob aber das Dekret des Staatspräsidenten mit der Begründung auf, daß zur Regelung der Frage ein ordnungsgemäß zustandegekommenes Staatsgesetz unverzichtbar ist.

Erst wenn ein Gesetz vorhanden ist, kann die Regierung entsprechende Dekrete mit Durchführungsbestimmen erlassen, so der Staatsrat.

Katholiken: Wenig Probleme mit Verhütung und vorehelichen Sex

Zwar sind Religiöse schuldbeladener, wenn es um sexuelle Fragen geht, aber die offizielle Haltung der Kirchen hat wenig mit der Wirklichkeit zu tun

Von Florian RötzerTELEPOLIS

Eine YouGov-Umfrage unter 4.437 Briten hat ergeben, dass sich katholische Menschen offenbar nicht schuldiger als andere religiöse Menschen fühlen, sexuell die göttlichen oder kirchlichen Weisungen nicht eingehalten zu haben. Wenig erstaunlich ist, dass sich religiöse Menschen überhaupt schuldiger fühlen, alles voran Baptisten, Muslime und Angehörige der Pfingstbewegung.

Auch wenn die katholische Kirche und Ex-Papst Ratzinger immer wieder auf die Heiligkeit der Ehe verweisen, scheinen sie an den Katholiken vorbeizureden. Nur 14 Prozent der Katholiken sagen, sie würden vorehelichen Sex, außerehelichen Sex, Pornografie und Verhütung als schuldbeladen befinden. Unter allen Religiösen sagen dies 16 Prozent, also auch nicht gerade viel, und 3 Prozent der Nichtreligiösen.

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Die Enzyklika „Humanae Vitae“: Das Kreuz mit der Pille

Lecker Pille! Aber nur bei Migräne, nicht bei Abtreibung einnehmen! Bild: dpa

Papst Paul VI. begründete das Verbot der Empfängnisverhütung. Doch es gibt seltsame Ausnahmefälle, in denen die Kirche die Pille erlaubt.

Von Pascal Beucker - taz

Es ist schon ein Kreuz mit der Pille. Ob davor oder danach: Seit nunmehr 45 Jahren plagen sich die deutschen Bischöfe mit diesem weiblichen Schutz vor ungewollten Kindern herum. Das ist das schwere Erbe, das ihnen Giovanni Battista Montini mit der Enzyklika „Humanae Vitae“ hinterlassen hat.

In seinem am 25. Juli 1968 veröffentlichten Lehrschreiben über „die rechte Ordnung der Weitergabe des menschlichen Lebens“ verkündete der damalige Papst Paul VI. die „Untrennbarkeit von liebender Vereinigung und Fortpflanzung“, was der römisch-katholischen Kirche konkret das Verbot jeglicher „Methoden der künstlichen Geburtenregelung“ bedeutete.

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Konzertierte Hetzjagd gegen die katholische Kirche

Ärztevereinigung St.Lukas e.V.Screenshot brightsblog

Ärztevereinigung St.Lukas e.V.
Screenshot brightsblog

Katholische Kliniken und Vergewaltigung: der Skandal wird immer skandalöser

Stellungnahme der Ärztevereinigung St. Lukas e.V

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Ein neuer Skandal erregte Anfang Januar die öffentliche Meinung: zwei katholische Kliniken haben in Köln die Spurensicherung bei einer möglicherweise vergewaltigten Frau abgelehnt. Die Presse zieht ihre eigenen Schlußfolgerungen: weil eine Notfallkontrazeption in konfessionellen Häusern nicht abgegeben wird, werden Frauen, die diese eventuell verlangen könnten, wie Opfer eines Sexualdeliktes, „alleine“ gelassen und nicht behandelt. Nichts hört sich skandalöser an als dies: im Namen der Moral werden gedemütigte, sexuell mißbrauchte Frauen im Stich gelassen. Handelt es sich hierbei wirklich um ein Vergehen gegen die Nächstenliebe oder wurde der Vorfall nur „benutzt“, um gegen die katholische Kirche zu hetzen?

Der Druck, der durch die Medien auf die Kirche ausgeübt wurde, führte dazu, daß Kardinal Meisner am 31.1.2013 eine Stellungnahme zur Postkoitalpille („Pille danach“ oder lat. „Interzeptivum“) abgab und diese moralisch rechtfertigte im Falle eines Sexualdeliktes. Er beruft sich dabei auf „neue wissenschaftliche Erkenntnisse“, die eine nidationshemmende Wirkung der Interzeptiva angeblich widerlegen können und rechtfertigt unter dieser Prämisse die Verordnung der Postkoitalpille auch in katholischen Krankenhäusern bei Sexualdelikten. Wenige Tage später haben sich die Bischöfe Nordrhein-Westfalens der Meinung Kardinal Meisners angeschlossen. Beruht dieses „Zugeständnis“ auf einer theologisch fundierten Grundlage und auf medizinisch wissenschaftlicher Evidenz oder ist es ein ängstliches Nachgeben, um dem Mediendruck zu entfliehen?

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Die “Pille danach” und die katholische Unmoral

Das St. Vinzenz-Hospital in Köln soll ein Vergewaltigungsopfer abgewiesen haben. (Bild: picture alliance / dpa / Henning Kaiser)

Seit bekannt wurde, dass eine junge Frau, die mutmaßlich vergewaltigt wurde, in zwei katholischen Kölner Kliniken abgewiesen wurde, reißt die Welle der Empörung nicht ab. Im Hintergrund steht dabei auch die Diskussion um die Wirkungsweise der “Pille danach”.

Von Monika KonigorskiDeutschlandfunk

Der jungen Frau hätte in den Kölner Kliniken umfassend geholfen werden müssen. Diese Ansicht hat der Kölner Kardinal Joachim Meisner in einer persönlichen Erklärung vergangene Woche bekräftigt. Allerdings: Ausgeschlossen seien …

” … alle Maßnahmen, welche die Tötung eines möglicherweise schon gezeugten Kindes bedeuten.”

Würde die Einnahme der “Pille danach” aber überhaupt zur Tötung eines bereits gezeugten Kindes führen? Nein, sagt die Beratungsstelle “pro familia”. In einer Stellungnahme heißt es:

“Die ‘Pille danach’ ist keine Abtreibungspille. Bei bestehenden Schwangerschaften wirkt sie nicht. Die katholische Kirche ignoriert seit Langem bekannte medizinische Fakten, wenn sie das Gegenteil behauptet.”

Dieser Position kann der Freiburger Moraltheologe Eberhard Schockenhoff nur bedingt folgen. Denn sie geht von anderen Voraussetzungen aus, ab welchem Zeitpunkt eine Schwangerschaft besteht und dem zufolge von einer Abtreibung die Rede sein muss. Für die katholische Kirche gelte:

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Vatikan und Lebensschutz: Die “Kongo-Pille” und die “Pille danach”

og20RVatikan lehnt Abtreibungen nach Vergewaltigung ab – Verhütung gebilligt(1999)

Von Gernot FaciusDIE WELT

Der Vatikan hat die Verteilung der “Pille danach” an vergewaltigte kosovarische Flüchtlingsfrauen verurteilt. Die Leiterin des UN-Bevölkerungsfonds, Nafis Sadik, warf ihm daraufhin “mangelnde Sensibilität gegenüber dem Leid der Frauen im Kosovo” vor.Es ist keine neue Position, die in dem römischen Verdikt zum Ausdruck kommt.

Der Vatikan bekräftigte, vertreten durch seinen Bioethikexperten Bischof Elio Sgreccia, lediglich seine traditionelle Lehre des Lebensschutzes von Anfang an. Sgreccia verband seine Anmerkungen mit dem Hinweis, in Kriegssituationen sei es gestattet, Verhütungsmittel zu nehmen, wie es etwa in den sechziger Jahren katholischen Nonnen in der damaligen belgischen Kolonie Kongo erlaubt worden sei. Der Bischof nannte dies eine legitime Form der Selbstverteidigung.

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Klinik-Skandal: Aufsichtsrat wirft Bistum Gängelung der Ärzte vor

Erzbischof Kardinal Joachim Meisner Foto: dapd

Ein Aufsichtsratsmitglied der katholischer Kliniken wirft der Bistumsleitung vor, Ärzte zu gängeln. Die Kirche baue mit ihrem „Alles-oder-nichts-Prinzip“ zusätzlich Druck auf. Das führe zu „Kurzschluss-Reaktionen“ wie in dem Kölner Fall.

Von Joachim FrankKölner Stadt-Anzeiger

Kardinal Joachim Meisner hat sich tief beschämt über die Abweisung einer vergewaltigten Frau durch zwei katholische Kliniken in Köln gezeigt. Was der jungen Frau widerfahren sei, „hätte nie geschehen dürfen“, schreibt der Kölner Erzbischof in einer persönlichen Erklärung am Dienstag.

Das Opfer „suchte Hilfe in großer Not und fand keine Aufnahme“. Dies widerspreche christlichem Auftrag und Selbstverständnis. „Es gab und gibt auch keine kirchliche Anweisung, Vergewaltigungsopfer anders zu behandeln oder gar abzuweisen“, betont der Erzbischof. Warum dies im Dezember 2012 trotzdem geschehen sei, müsse „jetzt genau erforscht“ werden. „So etwas darf sich auf keinen Fall wiederholen.“

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“Pro-Life”: Justin Bieber, Pattie Mallette und Jesus

Singer Justin Bieber (R) and mom Pattie Mallett, Bild: ABC News

Initiative zugunsten von Schwangerschaftszentren produziert Kurzvideo mit Pattie Mallette in der Hauptrolle. Mallette hatte sich mit 17 Jahren gegen die Abtreibung von Justin Bieber entschieden.

kath.net

Die Mutter des Pop-Idols Justin Bieber spielt die Hauptrolle (Foto) im Pro-Life-Film „Crescendo“, der am 28. Februar herauskommen wird, außerdem ist sie die ausführende Produzentin. Der Video-Kurzfilm thematisiert, wie ein Mädchen nach einer Vergewaltigung schwanger wird und nicht abtreiben möchte. Näheres über den Inhalt des historischen Streifens ist noch nicht bekannt. Das Video ist wichtiger Bestandteil einer Initiative, die sich für das Leben einsetzt und Spendengelder zugunsten von Schwangerschaftszentren sammelt.

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Fatwa zur erlaubten Vergewaltigung syrischer Frauen

Christ Kauder(CDU) frömmelt sich den saudischen Islamismus schön

Hinrichtung Saudi-Arabien, Bild: Jacob Jung

Unionsfraktionschef Volker Kauder hat deutsche Waffenlieferungen an Saudi-Arabien gegen Kritik verteidigt.

Volker Kauder:

…(In dem Land gebe es)in der Tat keine Religionsfreiheit und antisemitische Tendenzen.[...]Es ist eine bittere Ironie: Die Saudis mögen selbst judenfeindlich sein, aber sie sorgen auch dafür, dass der Iran die Juden nicht ins Meer treiben kann.”

Auf Drogen, zuviel Glühwein Herr Kauder, ignorant oder einfach nur dumm.

Saudi-Arabien ist eine absolutistische Monarchie. König Fahd (1923 – 2005) sah die Menschen in seinem Land für das demokratische Verständnis als ungeeignet an. Diese Auffassung besteht bis heute. In Saudi-Arabien werden Menschenrechte nachweislich mit Füßen getreten:

  • Die Menschenrechtsorganisation setzte Saudi-Arabien in ihrer Liste der Pressefreiheit im Jahre 2008 auf Platz 161 von 173.
  • Amnesty International weist im Jahresbericht 2007 darauf hin, dass in Saudi-Arabien das Völkerrecht mehrmals missachtet wurde.
  • Das Missions- und Hilfswerk Open Doors schätzt in seinem Weltverfolgungsindex für Christen die Benachteiligung von Christen in Saudi-Arabien weltweit als am dritthöchsten ein.
  • Frauen stehen in Saudi-Arabien bis zur Ehe unter einer männlichen Vormundschaft. Ohne die Genehmigung des Vormunds dürfen sie das Land nicht verlassen. Frauen müssen in Saudi-Arabien in der Öffentlichkeit bodenlange Gewänder und schwarze Kopftücher tragen und dürfen in Städten keine Kraftfahrzeuge lenken.
  • Homosexuelle Handlungen sind in Saudi-Arabien strafbar. Eine islamische Religionspolizei wacht über das gesellschaftliche Leben.
  • In Saudi-Arabien werden zahlreiche „Verbrechen“ mit der Todesstrafe geahndet, die meist als öffentliche Enthauptung mit dem Schwert praktiziert wird. Die Todesstrafe kann unter anderem für Koranschändung, Gotteslästerung, Abfall vom Islam, Ergreifung von Maßnahmen gegen den König, Mord, Ehebruch, Homosexualität, Vergewaltigung, Prostitution, Drogenhandel, Handel mit Alkohol, Raubüberfall mit Schwerverletzten oder Toten, Sabotage oder Korruption verhängt werden.
  • In der Zeit von 1993 bis 2009 wurden unter anderem 1035 Menschen wegen Mordes, 540 wegen Drogenhandels, 175 wegen Vergewaltigung, 83 wegen schweren Raubes, 63 wegen Rebellion und 16 wegen Bombenattentats mit dem Tod bestraft.

Herr Kauder verteidigt deutsche Rüstungslieferungen nach Saudi-Arabien. Seine christlichen Werte, die er sonst immer so vehement einfordert,  sind einen Dreck wert. Ein Prototyp christlicher Moral halt. Die Lage seiner Brüder und Schwestern in Jesu, in diesem Land, ist ihm schlicht egal. Die pseudofreundschaftliche Haltung zu Israel eine Farce.

Vom völkischen Größenwahn des Katholizismus

Vorige Woche im Vatikan. Der Papst ernennt 6 Kardinäle und nutzt die Gelegenheit, in Arroganz und Impertinez kaum zu übertreffender Art, den weltumspannenden Anspruch der katholischen Kirche zu betonen.

B16:

[...] Die Kirche sei “katholisch”, weil sich die christliche Botschaft an allen Menschen richte, [...]Zwar habe sich Jesu Mission zu Lebzeiten auf das jüdische Volk beschränkt. Von Anfang an sei sie jedoch darauf ausgerichtet gewesen, “allen Völkern das Licht des Evangeliums zu bringen”.

Die katholische Kirche sei im Auftrag Jesu verpflichtet jede ethnische, nationale und religiöse Spaltung zu überwinden. Tränen in den Augen knien die Katholen darnieder. Der Pappa gibt ihnen Größe zurück, verbal. Nach den Schlüpfrigkeiten unter priesterlicher Soutane, vor allem gegen Kinder, endlich wieder eine Frohbotschaft. Es kann nur eine Kirche Christi geben, natürlich die katholische. Ihre Universalität gründe letztlich auf der Universalität des “einzigen göttlichen Heilsplans für die Welt”.

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Blasphemie: Sind religiöse Gefühle etwa zweitklassig?

Glorifizierung oder Gotteslästerung? Fahndungsfoto von Christus mit Dornenkrone, von einem unbekannten Künstler mit Hilfe einer Schablone auf eine Mauer gesprüht. Foto: mauritius images

Über Gotteslästerung sollen sich die Gläubigen gefälligst nicht so aufregen, argumentieren die Aufgeklärten. Aber ihre eigenen Gefühle möchten sie sehr wohl vom Staat geschützt wissen.

Von Matthias HeineWELT ONLINE

Ein Wiedergänger erschreckt den Westen: das Gespenst der Gotteslästerung. Besonders nervöse Säkulare sehen sich in ihren düsteren Tagträumen schon auf dem Scheiterhaufen brennen, weil sie am Humanisten-Stammtisch einen religionskritischen Witz erzählt haben. Denn nicht nur in zivilisatorisch zurückgebliebenen Orten wie Khartum oder Moskau gibt es Menschen, die vom Staat erwarten, dass er ihren Gott vor Lästerung schützt. Sondern auch im Herzen des aufgeklärten Europas artikulieren beleidigte Gläubige neuerdings lautstark ihre Empörung.

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Piraten-Politiker schildert Beschneidung als traumatisches Erlebnis

Ali Utlu, Bild: siegessäule.de

Der Ex-Moslem Ali Utlu koordiniert bei der Piratenpartei die LGBT-Arbeitsgruppe “Queeraten” mit. Letzte Woche gab der 40-Jährige dem schwul-lesbischen Berliner Stadtmagazin Siegessäule ein Interview, in dem er seine eigene Beschneidung als “schlimmsten Moment seines Lebens” beschreibt, der sich bei ihm als “totaler Horror […] für immer eingebrannt” habe. Gegen diese traumatische Wirkung konnte auch die Zerstörung einer Filmaufnahme des Beschneidungsfestes nichts ausrichten.

telepolis

Der in einer hessischen Kleinstadt aufgewachsene Pirat erzählt, wie er im Alter von sieben Jahren zusammen mit seinem Bruder (ohne vorherige Ankündigung dessen, was man mit ihm vorhatte) in die Türkei verbracht und dort im Rahmen einer Festivität mit etwa 300 Gästen in einem Hinterzimmer ohne Betäubung beschnitten wurde. Weil er dabei starke Schmerzen erlitt und von männlichen Verwandten festgehalten wurde, vergleicht er den Vorgang mit einer Vergewaltigung, bei der das Opfer ebenfalls hilflos ist. Die Röcke, die er und sein Bruder nach dem Eingriff anziehen mussten, empfand er ebenso als zusätzliche psychische Belastung wie die Tänze der Sünnet-Düğün-Gäste um die weinenden Kinder herum.

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Russland und seine religiösen Dämonen

Mit Jesus für Putin und das russische Vaterland: Nationalisten feiern den neuen Präsidenten nach seinem Wahlsieg mit einem Aufmarsch © Jan Lieske

Während unschuldig Verurteilte in Straflagern misshandelt werden und Polizisten Bürger vergewaltigen, erklären Teile der orthodoxen Kirche jede Opposition gegen Putin für illegitim.

Von Kerstin HolmFrankfurter Allgemeine

Russland ist ineffektiv. Der politische Frühling, der wegen Wahlfälschungsskandalen im tiefen Winter ausbrach, scheint fast schon wieder vorbei. Kurzfristig wurden Oppositionsführer verhaftet, der Korruptionsjäger Alexej Nawalnyj erhielt eine Verwaltungsstrafe, übers Fernsehen wurde verbreitete, die Kremlgegner hätten bezahlte Wahlgänge, wie sie von ihnen angeprangert wurden, selbst organisiert. So macht das System klar, dass es mit seinen Kritikern nur aus einer Position der Stärke redet.

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Freiheitsgewinn durch fromme Politik?

Marcia Pally, Bild:marciapally.com/

Marcia Pally über die “Neuen Evangelikalen” in den USA
Religion spielt bei den US-amerikanischen Präsidentschaftsvorwahlen eine wichtige Rolle. Traditionell gelten konservative Christen, religiöse Rechte, Evangelikale als Wähler der Republikaner. Aber so einfach ist das nicht – mehr: Marcia Pally hat ein Buch über die evangelikale Bewegung in Amerika veröffentlicht: Die neuen Evangelikalen in den USA – Freiheitsgewinne durch fromme Politik.

Von Ulrike Heitmüller -Telepolis

Die Professorin unterrichtet an der New York University Multilingual Multicultural Studies und am Fordham University’s Institute of American Language and Culture. In den Jahren 2007 und 2010 war sie Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Sie schreibt in Deutschland zum Beispiel für die ZEIT, die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Rundschau und die taz.

Pally sieht seit einigen Jahren eine Bewegung innerhalb der Evangelikalen, die “neuen Evangelikalen”. Während Evangelikale hierzulande eher mit Fundamentalismus und politischem Konservatismus in Verbindung gebracht werden, hätten die “neuen Evangelikalen” ihre Prioritäten und Handeln woanders: So engagierten sie sich für Ökologie. Sie seien auch gegen Abtreibungen, viele wollten sie auch weiterhin verbieten, aber sie konzentrierten ihre Anstrengungen eher darauf, sie durch Unterstützungsleistungen zu verhindern. Und nur noch Einige hielten Homosexualität für eine Sünde, neue Evangelikale seien vielmehr der Ansicht, dass Homosexuelle dieselben Bürgerrechte haben sollten wie alle andere Menschen auch.

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Die US-Präsidentschaft, Kandidat Rick Santorum und seine erzkonservativen Ideen

Bild: AG EvoBio

Zurzeit laufen in den USA die Vorwahlen der Republikaner zur nächsten Präsidentenwahl. Mehrere Kandidaten sind im Rennen, einer von ihnen ist der erzkonservative Rick Santorum, der von sich mit rechts-populistischen Slogans Reden macht und damit ganz erstaunliche Erfolge erzielt.

Von Andreas BeyerAG EvoBio

So glaubt er nicht an ein Recht auf Privatsphäre, auch nicht innerhalb der Ehe. Abtreibung lehnt er in jedem Fall – auch bei Inzest und Vergewaltigung – ab. Santorum verdammt Homosexualität und erst recht homosexuelle Beziehungen in jeder Form und meint, ein Vater im Gefängnis sei besser als ein homosexueller Vater: Homosexualität, Analverkehr, Sodomie und Inzest setzt er gleich. Einen Klimawandel gibt es seiner Ansicht nach nicht, der sei bloß von den Linken erfunden worden. Die Trennung von Staat und Religion will er aufheben; in der Schule soll Kreationismus gleichberechtigt mit der Evolutionstheorie gelehrt werden.

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