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Österreichs Fundamentalchristen: Gloria-Komplott

Screenshot brightsblog

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Aus der Schweiz wurden die Gestalter eines radikal-klerikalen Internetsenders vertrieben. Nun sammelt sich die katholische Fundamentalistentruppe in Wien

Von Joel Bedetti | Pascal SiggZEIT ONLINE

Das Haus Große Sperlgasse 33 in der Wiener Leopoldstadt wirkt unspektakulär: ein Betonklotz, eingepfercht zwischen Altbauten. Einzig das hellrote Gitter vor dem Eingang sticht ins Auge. Es ist nicht ohne Grund angebracht. Wer hier eingelassen wird, betritt eine Parallelwelt, die Welt der katholischen Fundamentalisten. Das Haus ist Sitz des Österreichablegers von Human Life International (HLI), einer weltweiten Organisation von militanten Abtreibungsgegnern – und ein Zentrum für die Verbreitung von katholischem Glaubensfuror.

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Harun Yahya: Allah, Kekse und Kreationismus

Das Interesse am Vortrag der KreationistInnen hält sich in Grenzen.

„Es gibt keine Evolution“, poltert der Redner vor einem überschaubaren Publikum im Saal K des Austria Center in Wien. Nur etwa 60 Personen haben es aller Werbung und dem prominenten Abhaltungsort zum Trotz zum Vortrag geschafft.

gottlos.at

„Die Evolutionstheorie, Die Wissenschaft von gestern, ein Irrtum von heute“ lautet der Titel der Veranstaltung mit der Personen aus dem Umfeld des türkischen Kreationisten Harun Yahya gegen die zentrale Theorie der Biologie Stimmung machen möchten.

Inhaltlich wird den Anwesenden wenig Neues dargeboten. Viele sind ohnedies angereiste AnhängerInnen Harun Yahyas oder sie sind – wie wir – nur gekommen, weil hier etwas geboten wird, was man normalerweise nur in den Gemeindehäusern evangelikaler Extremisten im Mittelwesten der USA bekommen kann: Kreationismus ohne das Deckmäntelchen des Intelligent Design.

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Extremismus: Evangelikale des Islam

Foto: Jasmin Merdan/ CanStock Photo

Salafisten predigen eine rückständige Religion, deshalb fürchtet der Westen sie. Der Wiener Religionswissenschaftler Rüdiger Lohlker über Bomben, Bärte und die Bereitschaft zur Gewalt

Christ & Welt

Christ&Welt: Haben Sie Angst vor Salafisten?
Rüdiger Lohlker:
Nein. Arbeiten im Haushalt bergen mehr Gefahren.

C&W: Ist „Salafismus“ nur ein politischer Kampfbegriff?
Lohlker:
Er ist zumindest zu einem diffamierenden Begriff geworden. Er dient zur Konstruktion eines neuen Feindbildes, nachdem zum Glück die Zahl der Anschläge in Europa etwas geringer geworden ist. Im arabischen Raum dagegen ist der Salafismus positiv besetzt. Er trägt dort zu einer größeren Identifikation mit der eigenen Religiosität bei. Auch als politischer Terminus löst er dort inzwischen eher wohlwollende Assoziationen aus, was vorher nicht der Fall war. Der Terminus ist in der arabischen Welt relativ neu. Als religiöser Begriff ist der Salafismus dagegen kein neues Phänomen. Das sollte man trennen.

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Weil Gott frei ist, spielt er mit der Welt

Für den griechischen Philosophen Heraklit war “Gott ein Spieler” – ganz im Gegensatz zum christlichen Glauben. “In jedem Fall ist die Idee des spielenden Gottes eine der mächtigsten Gottesvorstellungen und wahrscheinlich die am meisten befreiende”, formuliert der Philosoph und Psychotherapeut Dr. Martin Poltrum (Anton Proksch Institut Wien).

Psychologie-Aktuell.com

Er fragt: “Was soll die Transzendenz anderes tun als zu spielen? Spiel ist die vollkommenste Tätigkeit, sie genügt sich selbst, sie tut was sie tut aus keinem anderen Grund als um des Spieles willen.” Poltrum variiert Heraklits Assoziation, “Ewiges Leben” sei ein “spielendes Kind”, und folgert: “Hinter diesem naiv klingenden Gedanken steht die Einsicht, dass das Spiel die vollkommenste aller Tätigkeiten ist; und wenn die Welt eine Ordnung ist, dann erhält sie sich auf spielerische und selbstverständliche Weise.

Das Spiel ist es auch, das die Gottesidee sinnvoll erscheinen lässt. Gott und die Welt spielen miteinander. Weil Gott frei ist, spielt er mit der Welt.”

Als “Zeugen” kann Poltrum hier Martin Heidegger zitieren: “Das Spiel ist ohne Warum. Es bleibt nur Spiel: das Höchste und Tiefste. Aber dieses ´nur´ ist Alles, das Eine, das Einzige. Die Frage bleibt, ob wir und wie wir – die Sätze dieses Spiels hörend – mitspielen und uns in das Spiel einfügen.”

Martin Poltrum: Musen und Sirenen. Ein Essay über das Leben als Spiel.

Pabst, 168 Seiten Hardcover, ISBN 978-3-89967-838-3


Militärseelsorge: Gott lässt leichter sterben

Bild:ISAF Headquarters Public Affairs Office

Michael Kardinal v. Faulhaber, Erzbischof von München und Freising

Die Kanonen des Krieges sind Sprachrohre der rufenden Gnade Gottes.Krieg ist der Triumph der sittlichen Weltordnung

Das Spannungsfeld von Religion und Gewalt stand im Mittelpunkt eines Studientages des “Instituts für Religion und Frieden” und des Forums für Weltreligionen in der Landesverteidigungsakademie am Mittwoch in Wien. Der Studientag stand unter dem Titel “Der gefallene Gott? Religion und Atheismus im Gefolge bewaffneter Konflikte”. Zur Sprache kamen dabei aktuelle militärische Konfliktherde und die Rolle, die der Religion in diesen Konflikten zukommt – wie etwa gegenwärtig in Syrien – aber auch Fragen religiös verbrämter Gewalt.

kathweb

So unterstrichen Bischofsvikar Werner Freistetter, Militärpfarrer Harald Tripp, der orthodoxe Militärseelsorger Alexander Lapin und der ehemalige Generaltruppeninspektor Karl Majcen unisono, dass die Religionen dem Militär gerade angesichts des Friedensdienstes, den Soldaten leisten, nicht ablehnend oder gar feindselig begegnen sollten.

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Jerome Segal: “Als Jude sage ich, Beschneidung ist barbarisch”

IN WIEN WAGEN JUDEN NICHT, SICH ÖFFENTLICH GEGEN BESCHNEIDUNG AUSZUSPRECHEN. Jerome Segal, Universitätsdozent in Wien und Assistenzprofessor an der Pariser Sorbonne, ist Jude, Atheist und Beschneidungsgegner.

CHANGE TV

Seine Söhne ließ er nicht beschneiden, denn für ihn wäre dies ein “grausamer und barbarischer Akt”. Auch andere Thora-Vorschriften, etwa Todesstrafe bei Ehebruch, werden nicht mehr angewendet. Für die Beschneidung gibt es das jüdische “Brit Schalom” Ritual, das in Israel und den USA immer häufiger angewendet wird, hier wird Beschneidung nur symbolisch durchgeführt. In Wien hingegen sei der soziale Druck in der israelitischen Kultursgemeinde dermaßen hoch, dass niemand es wage, sich öffentlich gegen Beschneidung zu äußern. Wer seine Buben nicht beschneiden lässt, verheimlicht dies, aus Sorge, dass ihnen beispielsweise der Besuch einer jüdischen Schule in Wien verwehrt wird.

Hetz-Portal kreuz.net offline

Screenshot Brightsblog

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In Österreich und Deutschland wird gegen die Betreiber der Seite ermittelt – angeblich drei Österreicher beteiligt

derStandard.at

Die umstrittene Website Kreuz.net ist seit Sonntagnachmittag nicht erreichbar. Die Hintergründe waren zunächst unklar. In Österreich und Deutschland wird gegen das Portal wegen Volksverhetzung und Wiederbetätigung ermittelt. Die Erzdiözese Wien hat in einer Aussendung mit “ernsthaften dienstrechtlichen Konsequenzen” gedroht, sollten Mitarbeiter als Autoren oder Verantwortliche an der Seite beteiligt sein.

Ermittlungen in Wien und Berlin

In Österreich wurde bereits vor mehreren Wochen bei der Staatsanwaltschaft Wien eine Anzeige gegen unbekannt erstattet. Auch in Deutschland ermittelt die Staatsanwaltschaft Berlin gegen Kreuz.net. Der Generalvikar der Erzdiözese, Nikolaus Krasa, sagte am Sonntag im ORF-Magazin “Orientierung”, dass die Kirche auch “von sich aus den Kontakt mit den staatlichen Behörden suchen” werde, falls Beweise über möglicherweise involvierte kirchliche Mitarbeiter auftauchen sollten.

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„Mission Gottesreich“ oder: Die Kriminalisierung der Evangelikalen

Bild: mission-gottesreich.de

Bild: mission-gottesreich.de

Eigentlich könnte ich mich ruhig zurücklehnen und sagen, dass mich der größte Teil des Buches „Mission Gottesreich“ nicht betrifft. Doch dann gibt es da die platten Aussagen, die so fern der Realität sind.
So heißt es von den Evangelikalen: „Die Gläubigen leben isoliert, Kontakt zur Außenwelt ist nicht erwünscht.“ (MG 9). Das ganze Buch widerlegt das ja, werden doch ungezählte Kontakte zu Politik, Wirtschaft, Medien und Kirchen kritisiert.

Von Prof. Dr. theol. Dr. phil. Thomas SchirrmacherDie Evangelikalen

Ich selbst war kürzlich beim Syrisch-orthodoxen Erzbischof im Kloster Warburg, da wir uns für seine Kirche in der Türkei und im Irak einsetzen. Die Tage davor war ich bei einem Symposium der Bundeswehr in Strausberg, einer OSZE-Tagung in Wien, einem Arbeitsgespräch mit dem Vatikan und referierte auf einem Symposium an der Universität Bamberg zwischen katholischen, jüdischen und muslimischen Referenten zur Religionsfreiheit. Sieht so das Arbeitsprogramm eines Menschen aus, der isoliert lebt und keine Kontakte zur Außenwelt wünscht?

Warum dann reagieren? Wenn alles in die Tat umgesetzt würde, was die Journalisten fordern, wäre es morgen praktisch unmöglich, evangelikal zu sein, zumindest in der Öffentlichkeit. Unsere Religionsfreiheit und unsere Meinungs- und Pressefreiheit wäre dahin und zwar ganz gleich, zu welcher der ungezählten, sich teilweise theologisch misstrauenden Richtungen man gehört.

Verfolgung (religiöser) Minderheiten beginnt weltweit mit Desinformation, geht dann in konkrete Diskriminierung über und endet mit konkreter Verfolgung.

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König-Abdullah-Zentrum: Vatikan weist Kritik zurück

foto: standard/cremer
Die Intiative liberaler Muslime in Österreich protestiert gegen das Zentrum für interreligiösen Dialog.

Das Zentrum für interreligiösen Dialog sei keine Einrichtung “für die Regierung von Saudi-Arabien allein”, heißt es aus dem Vatikan.

Die Presse.com

Der Vatikan hat Kritik an einem angeblich zu großen Einfluss Saudi Arabiens auf das Wiener König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen Dialog zurückgewiesen. Das Zentrum, das am kommenden Montag unter anderem von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in der Wiener Hofburg eröffnet werden soll, sei “eine unabhängige, internationale Institution” und “kein Zentrum für die Regierung von Saudi-Arabien alleine”, erklärte der Sprecher des Vatikans, Federico Lombardi, am Freitag laut Kathpress in einer Pressemitteilung.

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München: Exorzismus auf Teufel komm raus

Exorzismus-Klinik in Fafe, Portugal. Bild: diePresse.com

Offiziell hat die Münchner Erzdiözese keinen Exorzismusbeauftragten, doch ein Ansprechpartner einer geistlichen Gemeinschaft erhält jährlich 300 Anfragen von Menschen, die sich für besessen halten. Sogar einen akuten Fall soll es in München geben: Ein Kampfsportler winde sich wie unter heftigen Schlägen, nun wolle man ihm von der katholischen Kirche helfen lassen.

Von Franziska BrüningSüddeutsche.de

Den Teufel trifft man auf der Bühne im Theater, beim Fasching oder in Filmen wie “The Rite – Das Ritual” mit Anthony Hopkins, der 2011 in den deutschen Kinos lief. Die wenigsten – abgesehen von Satanisten – glauben aber wirklich an ihn. Um so erstaunlicher ist, dass das personifizierte Böse in vielen Religionen, etwa bei Katholiken, orthodoxen Christen oder im Islam noch immer eine Rolle spielt. So wurde sogar Lehrern der privaten evangelischen Lukas-Schule in Laim jüngst vorgeworfen, Schülern mit dem Teufel gedroht zu haben.

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David Bloor: Relativismus ohne Heuchelei, Mr. Dawkins

foto: standard/christian fischer
David Bloor fand heraus, dass auch der Erfinder der Concorde-Flügel Relativist war.

Der Wissenschaftsforscher David Bloor gilt als einer der großen Relativisten seiner Zunft – Zuletzt schrieb er ein Buch über die Debatte, was Flügeln Auftrieb verleiht

Von Klaus TaschwerderStandard.at

Bei Päpsten ist der Relativismus schlecht angeschrieben – kein Wunder, möchten sie doch als absolut unfehlbar gelten. Entsprechend warnte Papst Benedikt XVI. vor einigen Jahren vor der “Diktatur des Relativismus, die nichts als definitiv anerkennt”. Neben dem moralischen Relativismus, den Josef Ratzinger da anprangert, gibt es auch noch den wissenschaftlichen Relativismus.

Gegen den machte sich zuletzt etwa der britische Evolutionsbiologe Richard Dawkins stark, der unheilige “Papst der Atheisten”: “Zeigen Sie mir in 10.000 Meter Höhe einen Relativisten, und ich zeige Ihnen einen Heuchler”, meinte Dawkins einmal. Anders gesagt: Dass Flugzeuge fliegen, sei die beste Widerlegung von Relativisten, die davon ausgehen, dass die Wahrheit von Aussagen oder Theorien immer nur bedingt sei.

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Kreuzzug gegen den Vatikan: Modernisten vs Erzkonservative

Bild: profil.at

Nach dem ertrotzten Rücktritt des designierten Bischofs Gerhard M. Wagner haben die Modernisierer Oberwasser: Widerstand lohnt sich – selbst gegen den Papst. Der konservative Kirchenflügel ist in Aufruhr.

Von Herbert Lackner und Otmar Lahodynskyprofil online

Eigentlich wollte man über Psalmen und deren spirituellen Gehalt diskutieren, aber die Tagesordnung war schon Makulatur, bevor sich die zwei Dutzend Aktivisten von „Wir sind Kirche“ in der Pfarre St. Gertrud überhaupt zusammensetzten. Statt frommer Gesänge durchwehte vergangenen Mittwoch ein Hauch von Aufstand den Bibelabend der Laien- und Priesterbewegung im tiefbürgerlichen Wiener Bezirk Währing. „Es ist ja auch einmalig in der Kirchengeschichte, dass sich das Kirchenvolk gegen den Papst durchsetzt“, meint ein Aktivist, Zivilberuf Personalberater, verhalten triumphierend. Jetzt müsse man die Gunst der Stunde nützen: „Es ist ja wie der Kampf David gegen Goliath, aber jetzt haben wir die Chance auf tief greifende Veränderungen“, glaubt eine kämpferische Pensionistin.

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Vatikan und Evangelische diskutieren über Einheit der Kirche Christi

Abb.: Hans Sachs: Evangelische und katholische Predigt. Nürnberg: Wolfgang Formschneider 1529. Einblattdruck mit Holzschnitt von Georg Pencz (†1550)

Kardinal Koch und seine Delegation werden mit der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) eine Gesprächsreihe über Fragen der Kirchenlehre halten

kath.net

Zwischen dem Vatikan und der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) wird es, wie im vergangenen Jahr vereinbart, eine Gesprächsreihe geben, bei der es um Fragen der Kirchenlehre gehen soll. Die erste Begegnung wird vom 7. bis 10. Februar 2013 in Wien stattfinden.

Leiter der katholischen Delegation ist der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kurt Kardinal Koch. Die Delegation der GEKE wird der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Friedrich Weber (Wolfenbüttel) leiten. Weitere protestantische Mitglieder sind die Hochschul-Theologen John Bradbury (Cambridge), Stephanie Dietrich (Oslo), Fulvio Ferrario (Rom), Friederike Nüssel (Heidelberg), Miriam Rose (Jena) und Stefan Tobler (Sibiu/Hermannstadt).

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Österreich grüßt Gott nicht mehr

Die Korpus-Christi-Prozession nahe dem österreichischen Dorf Westendorf © EPA/dpa

Hallo statt Servus heißt es in Wien und anderen Regionen Österreichs nun häufiger. Dies haben Sprachexperten festgestellt. Sie fürchten das Aussterben der Austriazismen.

ZEIT ONLINE

Die österreichische Sprache ist auf dem Rückzug, weil sie vom Hochdeutschen aus dem Norden verdrängt wird. Das zumindest zeigt eine Untersuchung des emeritierten Germanistik-Professors Peter Wiesinger. Der Wiener Sprachwissenschaftler ließ Studenten Bilder betiteln. Ein Drittel schrieb statt der österreichischen Stiege den in Deutschland üblichen Begriff Treppe. Statt Kassa hieß es Kasse, statt ein Einser oft eine Eins.

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Gloria.tv: Der Papst ist ein Schwein

Homosexuelle präsentieren sich als verachtete Minderheit. Doch sie sind mächtige Verächter der katholischen Minderheit. Vorbildliche Christen fanden am 16. Juni 2012 durch Gottes Beistand jedoch den Mut, sich am Wiener Stephansplatz zu versammeln, um mit ihren Gebeten zumindest einige der homosexuellen Seelen vor der ewigen Verdammnis zu bewahren.

Diese biblische Selbstlosigkeit österreichischer Christen soll nun ihren verdienten Weg zu einem breiten Publikum und Gleichgesinnten auf der ganzen Welt finden! Mögen wir in altbewährter Vereintheit noch weitere dieser verwirrten Homosexuellen ins Licht führen!

Ein Glückskeks in Österreich

Bild: (c) APA/BARBARA GINDL (BARBARA GINDL)

Das Geistliche Oberhaupt der Tibeter begann seine Reise in Hüttenberg, der Kärntner Heimatgemeinde von seinem mittlerweile verstorbenen Lehrer und Freund Heinrich Harrer. Die Sicherheitsvorkehrungen sind enorm.

Die Presse

Groß ist die Kärntner Marktgemeinde Hüttenberg nicht, doch sie hat einen großen Fan: den Dalai Lama. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter besuchte zum Auftakt seines elftägigen Österreich-Besuchs am Feiertag Christi Himmelfahrt die rund 1600 Seelen starke Gemeinde im Bezirk Sankt Veit an der Glan. Bereits zum vierten Mal reiste er in das entlegene einstige Bergbaudorf, um seinem mittlerweile verstorbenen Lehrer und Freund Heinrich Harrer die Ehre zu erweisen. Harrer hätte heuer seinen 100. Geburtstag. Im Jahr 2006 hatte der Dalai Lama in Hüttenberg den Grundstein für das Tibetzentrum gelegt, das heute zu den Hauptattraktionen des Ortes zählt.

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Wiener Jugendorganisationen fordern Ethik als Religions-Ersatz

Bild: (c) FABRY Clemens

Katholische, Evangelische und Muslimische Jugend und Schülerunion, wollen Pflichtfach Ethik für Schüler, die keinen Religionsunterricht besuchen.

Die Presse

Wiener Schüler, die keinen konfessionellen Religionsunterricht besuchen, sollen verpflichtend Ethikunterricht erhalten. Das fordert eine Allianz aus den Wiener Teilorganisationen von Katholischer Jugend, ÖVP-naher Schülerunion, Muslimischer Jugend und Evangelischer Jugend am Mittwoch in einer gemeinsamen Mitteilung. Zusätzlich soll es Ethik- und Religionsunterricht auch als Freifach geben, damit Schüler beide Fächer besuchen können.

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Wider den Säkularismus

Bild: humanismus.aktuell

Report: Diskriminierung von Christen in Europa nicht totschweigen

kath.net

Vor einer zunehmenden rechtlichen Diskriminierung von Christen und der vermehrten Intoleranz gegenüber christlichen Positionen in Europa warnt der neue “Report 2011″ der in Wien ansässigen Beobachtungs- und Dokumentationsstelle “Observatory on Intolerance and Discrimination against Christians in Europe”. Das Dokumentationsarchiv recherchierte und dokumentierte für das Jahr 2011 180 Vorfälle von Intoleranz und Diskriminierung, die im Bericht aufgeführt sind. Studien zeigten, dass 85 Prozent aller sogenannten “hate crimes” gegen Christen gerichtet sind. Wie “Observatory”-Leiterin Gudrun Kugler betonte in einer Presseaussendung am Montag betont, dürfe diese Tatsache “in der öffentlichen Debatte nicht totgeschwiegen” werden.

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Fundamentalistische Katholiken gegen Stupa

Heiß umstritten ist der Stupa-Bau in Gföhl: Diese Darstellung auf einer Postwurfsendung ist aus Sicht von Anwalt Alois Diem allerdings klagbar, weil ein verfälschter Blickwinkel gezeigt werde

Christliche Nächsten-Hiebe: Die Stupa-Gegner wollen unbedingt ein buddhistisches Denkmal im Waldviertel verhindern. Am Sonntag wird das Volk befragt.

Kurier.at

Wuchtiger als in jedem Wahlkampf prasselt derzeit ein Hagel von Postwürfen auf die Bewohner der kleinen Stadt Gföhl im Waldviertel ein. Es geht nicht um einen neuen Gemeinderat, sondern um den Bau eines 30 Meter hohen buddhistischen Denkmals – Stupa genannt – am Stadtrand. Der soll dort entstehen, weil ein Mönch den Platz als passend erspürte.

Selbst ernannte Hüter des Christentums aus vielen Teilen Österreichs wollen in einer wilden Kampagne mit teilweise diffamierenden oder schlicht falschen Aussagen erreichen, dass sich Gföhl am Sonntag in einer Volksbefragung gegen den Bau entscheidet. Aber auch einzelne Einheimische tun ihre Ablehnung schriftlich kund. Dabei steht ein kleineres Stupa-Exemplar seit 27 Jahren in Wien am Donauufer.

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Atheisten verhalten sich wie Narzissten

Der Psychiater Raphael M. Bonelli behauptet: Viele Atheisten empfinden "Neid und Eifersucht" gegenüber Menschen, die im Glauben Geborgenheit finden. Foto: Institut für Religiosität in Psychiatrie und Psychotherapie

Warum reagieren viele Atheisten aggressiv auf Religion? Der Wiener Psychiater Raphael M. Bonelli hat dafür eine Erklärung: Atheisten verhalten sich wie Narzissten, die ein idealisiertes Weltbild haben und jeden Hinweis auf die Wirklichkeit als Bedrohung empfinden

pro Medienmagazin

Bei vielen Atheisten fände man eine “irrationale, unkontrollierte Affektivität”, sagte Bonelli gegenüber der schweizerischen Zeitung “Tages-Anzeiger”. Sie sei Grundlage für eine “diffuse Religionsfeindlichkeit” im Alltag. Sie sorge dafür, dass sich viele Atheisten bereits über ein Jesus-Plakat aufregen.

Drei narzisstische Kränkungen des Atheisten

Die Ursache dieser aggressiven Einstellung sieht Bonelli in drei narzisstischen Kränkungen vieler Atheisten. Die eine bestehe in der Tatsache, dass Gott nach wie vor nicht tot sei. Anders als der Philosoph Friedrich Nietzsche (1844 – 1900) es behauptete, würden die Religionen weltweit blühen. Der Atheist könne nicht akzeptieren, dass jedem Menschen eine “natürliche Religiosität” innewohnt.

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