Schlagwort-Archive: Zentralrat der Muslime

CSU-Politiker: ‘Skandalöses Schweigen’ deutscher Islamverbände

Bild: nationalreview.com

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Evangelische Arbeitskreis/CSU Oberfranken: Zentralrat der Muslime schweigt zu Massenmorden an Christen und Jeziden im Nahen Osten, aber kritisiert lautstark, dass ein christlicher Schützenverein keine Muslim als Schützenkönig akzeptiert.

kath.net

„Es herrscht ein skandalöses Schweigen des Zentralrats der Muslime wie anderer Islamverbände in Deutschland zum Abschlachten von Christen und Jeziden und der Zerstörung von Kirchen durch ISIS und andere radikale Moslems im Irak, das nur darauf schließen lässt, dass die Islamverbände in Deutschland den Massenmord an Christen und Jeziden befürworten. Gleichzeitig rügt der Zentralrat der Muslime lautstark, dass ein christlicher Schützenverein keinen Muslim als Schützenkönig akzeptiert. Das ist unerträglich und skandalös.“ Diese scharfe Kritik übte der Evangelische Arbeitskreis/EAK der CSU Oberfranken am Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD), wie durch eine Presseaussendung bekannt gemacht wurde.

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Zentralrat der Muslime sieht Urteil zu Burka-Verbot kritisch

Aiman_MazyekDer Zentralrat der Muslime in Deutschland sieht das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschrechte zur Rechtsmäßigkeit des Burka-Verbots in Frankreich kritisch.

evangelisch.de

Der Zentralratsvorsitzende Aiman Mazyek sagte der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (Mittwochsausgabe): “Ein solches Verbot kann auch eine Einschränkung der Religions- und Meinungsfreiheit bedeuten.” Manchmal könne das Selbstbestimmungsrecht der Frau eine Richtung gehen, die einem persönlich nicht gefalle oder religiös umstritten sei, dennoch aber nicht einfach beschnitten werden dürfe.

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Zentralrat der Muslime fordert von Christen-Kanzlerin Einsatz gegen Scharia-Urteil

Bild. wikiemdia.org

Im Fall der im Sudan zum Tode verurteilten Christin Meriam Yahia Ibrahim Ischag hat der Zentralrat der Muslime den Einsatz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gefordert.

evangelisch.de

Die Bundesregierung solle gegenüber Sudan ihren Einfluss geltend machen, damit das Urteil nicht vollstreckt werde, sagte der Zentralratsvorsitzende Aiman Mazyek der “Bild”-Zeitung (Online-Ausgabe): “Mir erscheint der Fall und Gerichtsbarkeit völlig abstrus zu sein.”

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Der Neokatechumenale Weg – Kikos Weg

Kiko Argüello beim Weltjugendtagsvortreffen 2005 in Amsterdam, Bild: wikimedia.org/public domain

Der Neokatechumenale Weg ist eine der mächtigsten Bewegungen des Katholizismus. Aussteiger werfen ihm und seinem Gründer Kiko Argüello sektiererische Tendenzen vor.

Von Raoul LöbbertZEIT ONLINE

Die Ära Meisner in Köln endet mit einem Satz, der zum Skandal wird. “Eine Familie von euch”, sagt der Kölner Kardinal am 24. Januar bei einer Veranstaltung des Neokatechumenalen Wegs, “ersetzt mir drei muslimische.” Der Satz schafft es bis ins ZDF-“heute journal”. Der Zentralrat der Muslime vergleicht Meisner mit Sarrazin. Selbst die Bundesregierung distanziert sich von der “persönlichen Meinung eines katholischen Würdenträgers”, die bis heute als Videoschnipsel durchs Netz geistert. Doch wen hat Meisner mit “euch” genau gemeint? Wer oder was ist der Neokatechumenale Weg?

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Islamkonferenz wird umgestaltet

Steht die Deutsche Islamkonferenz vor einem Umbruch? Foto: Dirk Enters

Bis Mitte März soll klar sein, wie es mit der Deutschen Islamkonferenz weitergeht. Das steht nach einem ersten Treffen von Innenminister Thomas de Maizière mit den Islamverbänden fest. Zuvor hatte der Minister eine Umgestaltung des Forums angekündigt.

pro Medienmagazin

De Maizière hat sich am Montag mit den großen Islamverbänden wie dem Zentralrat der Muslime oder der DITIB (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion) getroffen. In den kommenden Wochen will die Runde weiter über eine Neuausrichtung der Deutschen Islamkonferenz sprechen, wie das Ministerium mitteilte. De Maizière nannte die Gespräche „sehr gut und konstruktiv“. Damit ist der erste Schritt zu einer Neuausrichtung der Islamkonferenz getan, den de Maizière bereits am Samstag in der türkischen Zeitung Hürriyet angekündigt hatte.

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Zentralrat der Muslime plädiert für islamische Seelsorger in der Bundeswehr

Aiman Mazyek, Bild: islam.de

“Wir brauchen muslimische Seelsorger in der Bundeswehr.”

Deutschlandradio Kultur

Dieser Ansicht ist Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland. Er sagte der “Süddeutschen Zeitung”, es gebe schließlich etwa 1.600 deutsche Soldaten islamischen Glaubens. Mazyek plädierte außerdem für Alternativen zu den kirchlichen Wohlfahrtsträgern. Es sei an der Zeit, über eine muslimische Beteiligung an den Sozialeinrichtungen zu reden. Dafür müssten sich allerdings sowohl der Staat als auch die Muslime in Deutschland bewegen.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière spricht kommende Woche mit muslimischen Verbänden über die Zukunft der Deutschen Islamkonferenz. Er hat bereits angekündigt, die Konferenz nicht in ihrer bisherigen Form weiterzuführen.

Mythen-und Märchendeutung im Wissenschaftsbetrieb

In Münster streitet man. Es geht um das Zentrum für islamische Theologie. Kritikpunkt ist Mouhanad Khorchide, Professor für Islamische Religionspädagogik, insbesondere dessen Auslegung, Interpretation, Deutung, was auch immer des Korans. Und hier schreit der Zentralrat der Muslime auf, wirft der Hochschule Verfassungsbruch und Alleingänge vor.

Für mich ist nicht das Problem wie nun der Koran interpretiert wird, da ist jeder Wetterbericht interessanter, an der Problematik des Theologie-Zentrums zeigt sich der Widerspruch zwischen staatlicher Hochschule und dem Versuch religiöse Inhalte Gesellschafts-relevant zu vermitteln. Theologie ist Mythen-und Märchendeutung und hat im Wissenschaftsbetrieb einer Hochschule-Universität nichts zu suchen. Staatliche Neutralität in Glaubensfragen verbietet die Einmischung in religiöse Problematiken. Um so unverständlicher die Gepflogenheit Theologie an staatlichen Universitäten und Hochschulen zu unterhalten. Sie mit den finanziellen Mitteln der Allgemeinheit gar noch wirtschaftlich zu unterstützen.

Nun streitet man in Münster, der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, ist besonders gut zu hören. Kleinlich, eifersüchtig, geradezu zänkisch versucht er Einfluss auf die Universität zu nehmen. Die Uni würde Lehrinhalte und Lehrpersonal nicht mit den Religionsgemeinschaften gemeinsam festlegen. Eine staatliche Universität soll Glaubens-und Religionsdeutung muslimischer Verbände gefälligst mit denen abstimmen. Mazyek scheint von Forschungs- und Lehrfreiheit noch nichts gehört zu haben, oder aber sie interessiert ihn nicht, dann ist er falsch am Platze.

Die Lehrinhalte des Zentrums für islamische Theologie sind mit dem nordrhein-westfälischen Schulministerium abgestimmt, das wiederum einen islamischen Beirat hat. Der extra für das Zentrum, bei der Universität, eingerichtete Beirat ist nicht arbeitsfähig, da ein von den muslimischen Verbänden vorgeschlagener Kandidat von der Bundesregierung abgelehnt wurde. Insofern ist die Kritik die Mazyek vorbringt nichts anderes als nölen. Staatlicherseits sind die Bedingungen für einen ordentlichen Lehrbetrieb geschaffen worden, die Kritiker verabsäumen es bis zum heutigen Tage ihre Strukturen zu ordnen. Da möchte man Herrn Mazyek zurufen shit or get off the pot.

Unverständlich ist die Feststellung der Rektorin Ursula Nelles, “Für eine Überbrückungszeit geht es also auch ohne Beirat. Aber gerade wir haben von Beginn an immer wieder deutlich gemacht, dass wir dafür plädieren, die islamischen Verbände entsprechend den Konkordatsregeln für die christlichen Kirchen in unsere Arbeit einzubeziehen.”

Es geht eben immer etwas dümmer.

NRW-Integrationsminister Schneider will Kooperation mit Muslimen vertiefen

NRW-Integrationsminister Guntram Schneider hat gemeinsam mit Vertretern der Muslime in Nordrhein-Westfalen das „dialog forum islam“ (dfi) konstituiert. Das dfi soll die Landesregierung in Fragen beraten, die den Lebensalltag der Muslime betreffen. Dazu verabredete der Minister mit dem neuen Gremium ein gemeinsames Arbeitsprogramm für die kommenden drei Jahre. Demnach ist geplant, ins Jahr 2014 mit den Arbeitsschwerpunkten “Vielfalt des Islam” und “Sicherheit für Muslime” zu gehen. 2015 wollen sich die Gremienmitglieder mit den Fragen Jugendhilfe, islamische Bestattungen und der Religionsausübung muslimischer Inhaftierter befassen und 2016 stehen Extremismusprävention, Islamfeindlichkeit und Wohlfahrtspflege für Muslime im Vordergrund.

Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales – Pressemitteilung 16.09.2013

“Wichtig ist uns, dass wir dabei zu konkreten Ergebnissen kommen, die in gemeinsame politische Initiativen des Landes und der islamischen Verbände münden und zu spürbaren Verbesserungen des Lebensalltags der Musliminnen und Muslimen in NRW führen”, erklärte Schneider. Darüber hinaus würden Landesregierung und islamische Verbände über den Status der Muslime als Religionsgemeinschaft verhandeln.

Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime und zugleich Sprecher des Koordinierungsrates der Muslime (KRM), sagte dazu: “Alles, was dem Ziel der institutionellen Gleichstellung der islamischen Religionsgemeinschaften dient, werden wir mit Gewissenhaftigkeit und Nachdruck verfolgen und unterstützen, weil es unmittelbar und nachhaltig das Alltagsleben jedes einzelnen Muslims und seiner Gemeinde erheblich verbessern wird”.

Yilmaz Karahman von der Alevitischen Gemeinde Deutschland, setzt große Hoffnungen in das Gremium “dialog forum islam” (dfi). “Die Gleichstellung und der Dialog zwischen den verschiedenen Religionsgemeinschaften in unserem Land ist für uns ein wichtiges Anliegen. Wir freuen uns, dass der Dialog zwischen diesen und der Politik nun auch auf Landesebene weiter intensiviert wird. Das ‘dialog forum islam’ (dfi) ist ein wichtiger Schritt zur Anerkennung aller in NRW vertretenen Religionsgemeinschaften.”

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Berlin-Kreuzberg: Aufschrei der Religioten

Bild: Berliner Kurier

Das Verbot von Ramadan- und Weihnachtsfesten in Kreuzberg: Nach dem Bericht im KURIER wüten nun christliche und muslimische Würdenträger gegen das Bezirksamt.

Berliner Kurier

Am Pranger: Ordnungsstadtrat Peter Beckers (SPD). Sein Amt lehnte ein Ramadan-Straßenfest ab, es gebe einfach zu viele Feiern . Erst als Sommerfest wurde es genehmigt. Ein Weihnachtsmarkt durfte nur als Winterfest stattfinden. Nach laut werdender Kritik, ruderte Beckers gestern zurück: „Wir haben niemals etwas verboten.“

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Der Islam hat ein massives Imageproblem

picture alliance

Kisslers Konter: Die Mehrheit der Deutschen empfindet den Islam als Bedrohung. Ob sich daran etwas ändert, liegt weniger am Verhalten der Muslime hier als am Auftreten des Islam weltweit. Derzeit ist er die aggressivste Religion

Von Alexander KisslerCicero

Diese Zahlen sind keine Überraschung: Jeder zweite Deutsche stimmt der Aussage zu, der Islam sei eine Bedrohung. Im Osten sind es 57, insgesamt 51 Prozent. Die Ergebnisse des aktuellen Religionsmonitors der Bertelsmann-Stiftung geben eine teils diffuse, teils aus eigenem Erleben genährte Angst wieder. Muslime verstehen demnach keinen Spaß, halten die eigene Religion für überlegen und jede Kritik für eine Beleidigung. So denkt die Mehrheit. Wer muss, wer sollte sich engagieren, um dieses Bild zu korrigieren? Liegt die berühmte Bringschuld auf Seiten des muslimischen oder des nichtmuslimischen Bevölkerungsanteils?

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Feiertagsdebatte: Religion ist Privatsache

Zentralrat der Muslime fordert islamische Feiertage © Literaturarchiv Saar-Lor-Lux-Elsass @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Der Zentralrat der Muslime fordert zwei gesetzliche Feiertage für muslimische Mitbürger. Die Politik lehnt ab. In Sachen Feiertage ist sie jedoch weit entfernt von einer Trennung von Staat und Religion.

MiGAZIN

Der Zentralvorsitzende der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, fordert muslimische Feiertage, die gesetzlich festgelegt werden sollen. Konkret geht es dabei um einen Tag im Fastenmonat Ramadan und während des islamischen Opferfests. Da es mittlerweile üblich ist, dass derartige Diskussionen schnell ins Nachbarland überschwappen, wurde kurz danach derselbe Vorschlag auch seitens der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich vorgelegt.

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Wir brauchen keinen “interreligiösen Kalender”

Foto: Getty Images Ein Gläubiger in einer Berliner Moschee: Der Zentralrat der Muslime fordert zu Ostern, gesetzliche muslimische Feiertage auch in Deutschland einzuführen

Muslime fordern, gesetzliche islamische Feiertage auch in Deutschland einzuführen. Doch diesem Wunsch nachzugeben, wäre nicht ein Zeichen für mehr Integration, sondern falsch verstandene Toleranz.

Von Hildegard StausbergDIE WELT

Es gehört zu den schönen Traditionen des deutschen Osterfestes, dass man sich mit kleinen Aufmerksamkeiten bedenkt. Ein Ostergeschenk der besonderen Art präsentierte in diesen Tagen der Zentralrat der Muslime in Deutschland: Der Verband fordert, dass die Bundesländer per Gesetz islamische Feiertage einführen sollten. Und Aiman Mazyek, der Zentralratsvorsitzende, behauptet, dies wäre dann “ein wichtiges Integrationspolitisches Zeichen”. Aha.

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Zentralrat der Muslime will gesetzliche islamische Feiertage

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek. Foto: Rainer Jensen/Archiv (dpa)

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat sich für die Einführung gesetzlicher islamischer Feiertage ausgesprochen. Der Zentralrats-Vorsitzende Aiman Mazyek schlug je einen Tag im Fastenmonat Ramadan und in der Zeit des islamischen Opferfestes vor.

Augsburger Allgemeine

Das wäre «ein wichtiges integrationspolitisches Zeichen» und würde «die Toleranz in unserer Gesellschaft» unterstreichen, sagte Mazyek in den Zeitungen der «WAZ»-Gruppe.

Es gehe nicht um arbeitsfreie Tage für alle Bürger, betonte er. Doch wären die Feiertage in der Arbeitswelt von Vorteil. So könnten zum Beispiel bei der Polizei muslimische Beamte für Kollegen einspringen, die an Ostern gerne freinähmen, sagte er.

Was Christen und Muslime verbindet

Die Autorin und Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor (Bild: Privat)

Was haben Christen und Muslime gemeinsam, was trennt sie? Darüber diskutieren derzeit Religionsvertreter bei einer Tagung in Bad Honnef. Die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor spricht im Interview über den Sinn solcher Treffen und die Rolle der Religion im säkularen Staat.

Die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor über die Schnittmengen der Religionen

Moderation: Matthias Hanselmann - Deutschlandradio Kultur

Matthias Hanselmann: “Ethische Verantwortung in Familie und Erziehung”, so lautet heute und morgen das Thema einer Tagung des Katholisch-Sozialen Instituts in Bad Honnef. Es geht dabei um den christlich-muslimischen Dialog. Vertreter des Erzbistums Köln, der katholischen Kirche, und des Zentralrats der Muslime in Deutschland wollen über Ethik aus christlicher und aus muslimischer Sicht sprechen.

Solche Studientagungen zum christlich-islamischen Dialog gehören mittlerweile zum guten Ton von evangelischen und katholischen Akademien oder Universitäten; auch Katholikentage und Kirchentage haben ihre christlich-islamischen Foren.

Lamya Kaddor ist Islamwissenschaftlerin und Lehrerin an der Hauptschule am Volkspark in Dinslaken, Lehrerin für muslimische Religion, und sie war Gründungsvorsitzende des Liberal-Islamischen Bundes. Außerdem hat sie ein Buch verfasst mit dem Titel “Muslimisch, weiblich, deutsch – mein Leben für einen zeitgemäßen Islam”.

Wo liegt Trennendes, wo liegen die Gemeinsamkeiten der Religionen, darüber wollen wir jetzt sprechen. Guten Tag, Frau Kaddor!

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Hessen: Muslime für Abschaffung der Sargpflicht

Muslim-Organisationen werben für die Abschaffung der Sargpflicht – Kommunen und Koalition im hessischen Landtag lehnen dies aber ab. ©DPA

Die Sargpflicht abzuschaffen – diese bitte haben der Zentralrat der Muslime und Islamische Religionsgemeinschaft Hessen im Landtag vorgetragen. Vertreter der großen christlichen Kirchen machten keine Einwände geltend.

Frankfurter Allgemeine

Die in Hessen lebenden Muslime haben für die Abschaffung der Sargpflicht bei Beerdigungen geworben. „Heimat ist da, wo man leben und auch sterben darf“, sagte Hamza Wördemann vom Zentralrat der Muslime Deutschland bei einer Anhörung im Wiesbadener Landtag. Er befürwortete damit eine entsprechende SPD-Initiative. Bestattungen in weißen Tüchern, wie es im Islam üblich sei, werde die Identifikation der Einwanderer mit Deutschland verstärken.

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Religion braucht kein Messer

Im ersten Buch Mose ist die Beschneidung für Juden geregelt
Bild: Cicero

Das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit gilt nicht ein bisschen oder manchmal oder immer dann, wenn wir es gut finden und es uns passt. Es gilt immer und zu hundert Prozent, deswegen muss Beschneidung verboten bleiben.

Von Paul-Hermann GrunerCicero

Das Kölner Landgericht hat in einem Ende Juni gefällten Urteil die Beschneidung von Jungen aus religiösen Gründen als strafbare Handlung gewertet. Seitdem tost die Debatte darüber durchs Land. Man sollte sich jedoch genau anschauen, wo, bei wem und wie heftig der Hut hochgeht. Und wo er schwer auf dem Schädel liegen bleibt.

Der Diskurs wird seltsam leise geführt auf der Seite der Juristen, abwartend wortkarg seitens der Mediziner; wortreich empört und herausgefordert dagegen zeigen sich Muslime und Juden, achselzuckend und schweigend verharrt die Seite des christlichen Publikums; pflichtschuldigst ein schnelles Zurückrudern kündigen verschreckte Politiker aus fast allen Parteien an, irgendwie müsse man da was machen, neu regeln, juristisch anders fassen, das Ganze geschickt deichseln. Damit möglichst alles bleiben kann, wie es war.

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Der zivilisatorische Rückschritt

Karikatur: Stuttmann/Tagesspiegel

Was würde wohl passieren, wenn die “Titanic” den Propheten Mohammed verspotten würde und der Zentralrat der Muslime in Deutschland eine einstweilige Verfügung gegen das Blatt erwirkte? Genau das Gegenteil von dem, was jetzt passiert, meint unser Kolumnist.

Von Helmut Schümann - Der Tagesspiegel

Wo ist eigentlich der zivilisatorische Fortschritt geblieben? Der Mann, der Mittfünfziger mit den weitläufigen Geheimratsecken und der Brille im Gesicht, ist angesichts des Vatikans ziemlich irritiert. Da kann er ihn nämlich nicht entdecken, den zivilisatorischen Fortschritt. Es ist ja so: Wenn nun eine satirische Zeitschrift, sagen wir die „Titanic“, den Propheten Mohammed verspotten würde auf ihrem Titelblatt, was wäre da los? Muslime würden aufschreien, in erster Linie die Hardcore-Muslime, aber vielleicht auch andere. Wahrscheinlich würden Todesdrohungen ausgesprochen, Demonstrationen vor dem Verlagsgebäude der „Titanic“ abgehalten, und die Redakteure müssten sich fürchten.

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Wie man Muslime vergauckelt

Über Gaucks Islam-Äußerungen gehen die Meinungen auseinander. (© AFP)

Özdemir kritisiert Gaucks Islam-Äußerungen

Süddeutsche.de

Die Differenzierung zwischen Islam und einzelnen Muslimen will er nicht gelten lassen: Grünen-Parteichef Cem Özdemir hat mit Unverständnis auf die Äußerungen Joachim Gaucks zur Rolle des Islam in Deutschland reagiert. Der Zentralrat der Muslime und die Türkische Gemeinde Deutschlands hingegen warnen vor einer neuen Erregungswelle und stellen sich hinter den Präsidenten.

Die Äußerungen von Bundespräsident Joachim Gauck zum Islam stoßen in Deutschland auf ein geteiltes Echo. Grünen-Parteichef Cem Özdemir reagierte mit Unverständnis auf die Bemerkung des Staatsoberhauptes. Lob kam dagegen vom Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek. Auch der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Hans-Peter Uhl (CSU) lobte die Worte des Bundespräsidenten, mit denen er sich von einer Äußerung seines Amtsvorgängers Christian Wulff indirekt distanzierte.

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Koran-Streit: Kirche verweist auf Religionsfreiheit

Prediger Abu Nagi hat seine Anhänger zum Durchhalten aufgerufen. Am Wochenende wollen die Salafiten wieder Koran-Exemplare verteilen.
Foto: Youtube/Screenshot pro

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau hat nun im Streit um das Koran-Projekt radikaler Muslime das Recht auf Religionsfreiheit betont. Es obliege aber dem Verfassungsschutz, zu prüfen, ob die dahinter stehende Organisation seriös sei. Das Innenministerium erklärte unterdessen, es nehme die Bestrebungen der Islamisten “sehr ernst”.

pro Medienmagazin

Gegen das kostenlose Verteilen von Bibel- oder Koranexemplaren hat die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) grundsätzlich nichts. “Wir leben in einem Staat, in dem Religionsfreiheit garantiert ist”, sagte EKHN-Sprecher Stephan Krebs am Freitag in Darmstadt. Es komme aber darauf an, ob eine seriöse Gruppierung hinter einer solchen Aktion stehe. Ob dies bei den Salafiten der Fall sei, müsse der Verfassungsschutz entscheiden. Krebs verwies auf große Unterschiede zwischen den gedruckten Fassungen von Koran und Bibel. Für Christen zähle vor allem der Inhalt der Bibel, nicht das Papier. Dies sei im Islam anders, wo jedes Koran-Exemplar eine extrem große Bedeutung habe. Die Bibel etwa könne problemlos auf den Boden gelegt werden. “Das ist für Muslime völlig undenkbar”, sagte der EKHN-Sprecher. “Das sollten die Leute wissen, die das annehmen.”

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Kauder fordert klare Reaktion auf Christenverfolgungen

AFP

Nach der Serie von Anschlägen auf nigerianische Christen an den Weihnachtstagen hat Unionsfraktionschef Volker Kauder eine klare Reaktion der Muslime auf Christenverfolgung in vielen Ländern gefordert. Kauder kündigte im Deutschlandfunk zudem eine Reise in das afrikanische Land im kommenden Jahr an. Bei einem Bombenanschlag auf eine Koranschule im Süden Nigerias wurden mindestens sieben Menschen verletzt.

AFP

Der Islam dürfe nicht schweigen, sondern müsse sich überall in der Welt als eine friedfertige Religion darstellen, sagte Kauder im Deutschlandfunk. Der CDU-Politiker kündigte an, sich im neuen Jahr in Nigeria selbst ein Bild zu machen. Auch werde er sich dafür einsetzen, dass das Thema Christenverfolgung sowohl von der UN-Vollversammlung als auch vom Europarat behandelt werde. Im Gespräch mit den Mittwochszeitungen der WAZ-Gruppe verwies Kauder auch auf die schwierige Lage der Christen im Irak und im indischen Bundesstaat Orissan.

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) sprach sich im “Tagesspiegel” gegen religiöse Interpretationen der Gewalttaten aus. Man solle lieber fragen, wem diese Angriffe auf Kirchen in Nigeria nutzten, sagte der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek. Sie nutzten nicht dem Islam, sondern jenen, die kein Interesse an der Stabilität des ölreichen Landes hätten.

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Nigerianische Christen kündigen „Antwort“ bei weiteren Anschlägen an

Nach der Anschlagsserie an den Weihnachtstagen hat der Präsident der Vereinigung der Christen Nigerias, Ayo Oritsejafor, im Falle erneuter Anschläge eine „angemessenen Antwort“ angekündigt. „Die christliche Gemeinschaft auf nationaler Ebene wird keine andere Wahl haben, als auf angemessene Weise zu antworten, wenn es weitere Angriffe auf unsere Mitglieder, unsere Kirchen und unseren Besitz gibt“, sagte Oritsejafor am Mittwoch kurz vor einem Treffen mit Staatspräsident Goodluck Jonathan.

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