Schlagwort-Archive: Zentralrat der Muslime

Der Islam hat ein massives Imageproblem

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Kisslers Konter: Die Mehrheit der Deutschen empfindet den Islam als Bedrohung. Ob sich daran etwas ändert, liegt weniger am Verhalten der Muslime hier als am Auftreten des Islam weltweit. Derzeit ist er die aggressivste Religion

Von Alexander KisslerCicero

Diese Zahlen sind keine Überraschung: Jeder zweite Deutsche stimmt der Aussage zu, der Islam sei eine Bedrohung. Im Osten sind es 57, insgesamt 51 Prozent. Die Ergebnisse des aktuellen Religionsmonitors der Bertelsmann-Stiftung geben eine teils diffuse, teils aus eigenem Erleben genährte Angst wieder. Muslime verstehen demnach keinen Spaß, halten die eigene Religion für überlegen und jede Kritik für eine Beleidigung. So denkt die Mehrheit. Wer muss, wer sollte sich engagieren, um dieses Bild zu korrigieren? Liegt die berühmte Bringschuld auf Seiten des muslimischen oder des nichtmuslimischen Bevölkerungsanteils?

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Feiertagsdebatte: Religion ist Privatsache

Zentralrat der Muslime fordert islamische Feiertage © Literaturarchiv Saar-Lor-Lux-Elsass @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Der Zentralrat der Muslime fordert zwei gesetzliche Feiertage für muslimische Mitbürger. Die Politik lehnt ab. In Sachen Feiertage ist sie jedoch weit entfernt von einer Trennung von Staat und Religion.

MiGAZIN

Der Zentralvorsitzende der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, fordert muslimische Feiertage, die gesetzlich festgelegt werden sollen. Konkret geht es dabei um einen Tag im Fastenmonat Ramadan und während des islamischen Opferfests. Da es mittlerweile üblich ist, dass derartige Diskussionen schnell ins Nachbarland überschwappen, wurde kurz danach derselbe Vorschlag auch seitens der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich vorgelegt.

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Wir brauchen keinen “interreligiösen Kalender”

Foto: Getty Images Ein Gläubiger in einer Berliner Moschee: Der Zentralrat der Muslime fordert zu Ostern, gesetzliche muslimische Feiertage auch in Deutschland einzuführen

Muslime fordern, gesetzliche islamische Feiertage auch in Deutschland einzuführen. Doch diesem Wunsch nachzugeben, wäre nicht ein Zeichen für mehr Integration, sondern falsch verstandene Toleranz.

Von Hildegard StausbergDIE WELT

Es gehört zu den schönen Traditionen des deutschen Osterfestes, dass man sich mit kleinen Aufmerksamkeiten bedenkt. Ein Ostergeschenk der besonderen Art präsentierte in diesen Tagen der Zentralrat der Muslime in Deutschland: Der Verband fordert, dass die Bundesländer per Gesetz islamische Feiertage einführen sollten. Und Aiman Mazyek, der Zentralratsvorsitzende, behauptet, dies wäre dann “ein wichtiges Integrationspolitisches Zeichen”. Aha.

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Zentralrat der Muslime will gesetzliche islamische Feiertage

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek. Foto: Rainer Jensen/Archiv (dpa)

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat sich für die Einführung gesetzlicher islamischer Feiertage ausgesprochen. Der Zentralrats-Vorsitzende Aiman Mazyek schlug je einen Tag im Fastenmonat Ramadan und in der Zeit des islamischen Opferfestes vor.

Augsburger Allgemeine

Das wäre «ein wichtiges integrationspolitisches Zeichen» und würde «die Toleranz in unserer Gesellschaft» unterstreichen, sagte Mazyek in den Zeitungen der «WAZ»-Gruppe.

Es gehe nicht um arbeitsfreie Tage für alle Bürger, betonte er. Doch wären die Feiertage in der Arbeitswelt von Vorteil. So könnten zum Beispiel bei der Polizei muslimische Beamte für Kollegen einspringen, die an Ostern gerne freinähmen, sagte er.

Was Christen und Muslime verbindet

Die Autorin und Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor (Bild: Privat)

Was haben Christen und Muslime gemeinsam, was trennt sie? Darüber diskutieren derzeit Religionsvertreter bei einer Tagung in Bad Honnef. Die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor spricht im Interview über den Sinn solcher Treffen und die Rolle der Religion im säkularen Staat.

Die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor über die Schnittmengen der Religionen

Moderation: Matthias Hanselmann - Deutschlandradio Kultur

Matthias Hanselmann: “Ethische Verantwortung in Familie und Erziehung”, so lautet heute und morgen das Thema einer Tagung des Katholisch-Sozialen Instituts in Bad Honnef. Es geht dabei um den christlich-muslimischen Dialog. Vertreter des Erzbistums Köln, der katholischen Kirche, und des Zentralrats der Muslime in Deutschland wollen über Ethik aus christlicher und aus muslimischer Sicht sprechen.

Solche Studientagungen zum christlich-islamischen Dialog gehören mittlerweile zum guten Ton von evangelischen und katholischen Akademien oder Universitäten; auch Katholikentage und Kirchentage haben ihre christlich-islamischen Foren.

Lamya Kaddor ist Islamwissenschaftlerin und Lehrerin an der Hauptschule am Volkspark in Dinslaken, Lehrerin für muslimische Religion, und sie war Gründungsvorsitzende des Liberal-Islamischen Bundes. Außerdem hat sie ein Buch verfasst mit dem Titel “Muslimisch, weiblich, deutsch – mein Leben für einen zeitgemäßen Islam”.

Wo liegt Trennendes, wo liegen die Gemeinsamkeiten der Religionen, darüber wollen wir jetzt sprechen. Guten Tag, Frau Kaddor!

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Hessen: Muslime für Abschaffung der Sargpflicht

Muslim-Organisationen werben für die Abschaffung der Sargpflicht – Kommunen und Koalition im hessischen Landtag lehnen dies aber ab. ©DPA

Die Sargpflicht abzuschaffen – diese bitte haben der Zentralrat der Muslime und Islamische Religionsgemeinschaft Hessen im Landtag vorgetragen. Vertreter der großen christlichen Kirchen machten keine Einwände geltend.

Frankfurter Allgemeine

Die in Hessen lebenden Muslime haben für die Abschaffung der Sargpflicht bei Beerdigungen geworben. „Heimat ist da, wo man leben und auch sterben darf“, sagte Hamza Wördemann vom Zentralrat der Muslime Deutschland bei einer Anhörung im Wiesbadener Landtag. Er befürwortete damit eine entsprechende SPD-Initiative. Bestattungen in weißen Tüchern, wie es im Islam üblich sei, werde die Identifikation der Einwanderer mit Deutschland verstärken.

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Religion braucht kein Messer

Im ersten Buch Mose ist die Beschneidung für Juden geregelt
Bild: Cicero

Das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit gilt nicht ein bisschen oder manchmal oder immer dann, wenn wir es gut finden und es uns passt. Es gilt immer und zu hundert Prozent, deswegen muss Beschneidung verboten bleiben.

Von Paul-Hermann GrunerCicero

Das Kölner Landgericht hat in einem Ende Juni gefällten Urteil die Beschneidung von Jungen aus religiösen Gründen als strafbare Handlung gewertet. Seitdem tost die Debatte darüber durchs Land. Man sollte sich jedoch genau anschauen, wo, bei wem und wie heftig der Hut hochgeht. Und wo er schwer auf dem Schädel liegen bleibt.

Der Diskurs wird seltsam leise geführt auf der Seite der Juristen, abwartend wortkarg seitens der Mediziner; wortreich empört und herausgefordert dagegen zeigen sich Muslime und Juden, achselzuckend und schweigend verharrt die Seite des christlichen Publikums; pflichtschuldigst ein schnelles Zurückrudern kündigen verschreckte Politiker aus fast allen Parteien an, irgendwie müsse man da was machen, neu regeln, juristisch anders fassen, das Ganze geschickt deichseln. Damit möglichst alles bleiben kann, wie es war.

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Der zivilisatorische Rückschritt

Karikatur: Stuttmann/Tagesspiegel

Was würde wohl passieren, wenn die “Titanic” den Propheten Mohammed verspotten würde und der Zentralrat der Muslime in Deutschland eine einstweilige Verfügung gegen das Blatt erwirkte? Genau das Gegenteil von dem, was jetzt passiert, meint unser Kolumnist.

Von Helmut Schümann - Der Tagesspiegel

Wo ist eigentlich der zivilisatorische Fortschritt geblieben? Der Mann, der Mittfünfziger mit den weitläufigen Geheimratsecken und der Brille im Gesicht, ist angesichts des Vatikans ziemlich irritiert. Da kann er ihn nämlich nicht entdecken, den zivilisatorischen Fortschritt. Es ist ja so: Wenn nun eine satirische Zeitschrift, sagen wir die „Titanic“, den Propheten Mohammed verspotten würde auf ihrem Titelblatt, was wäre da los? Muslime würden aufschreien, in erster Linie die Hardcore-Muslime, aber vielleicht auch andere. Wahrscheinlich würden Todesdrohungen ausgesprochen, Demonstrationen vor dem Verlagsgebäude der „Titanic“ abgehalten, und die Redakteure müssten sich fürchten.

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Wie man Muslime vergauckelt

Über Gaucks Islam-Äußerungen gehen die Meinungen auseinander. (© AFP)

Özdemir kritisiert Gaucks Islam-Äußerungen

Süddeutsche.de

Die Differenzierung zwischen Islam und einzelnen Muslimen will er nicht gelten lassen: Grünen-Parteichef Cem Özdemir hat mit Unverständnis auf die Äußerungen Joachim Gaucks zur Rolle des Islam in Deutschland reagiert. Der Zentralrat der Muslime und die Türkische Gemeinde Deutschlands hingegen warnen vor einer neuen Erregungswelle und stellen sich hinter den Präsidenten.

Die Äußerungen von Bundespräsident Joachim Gauck zum Islam stoßen in Deutschland auf ein geteiltes Echo. Grünen-Parteichef Cem Özdemir reagierte mit Unverständnis auf die Bemerkung des Staatsoberhauptes. Lob kam dagegen vom Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek. Auch der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Hans-Peter Uhl (CSU) lobte die Worte des Bundespräsidenten, mit denen er sich von einer Äußerung seines Amtsvorgängers Christian Wulff indirekt distanzierte.

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Koran-Streit: Kirche verweist auf Religionsfreiheit

Prediger Abu Nagi hat seine Anhänger zum Durchhalten aufgerufen. Am Wochenende wollen die Salafiten wieder Koran-Exemplare verteilen.
Foto: Youtube/Screenshot pro

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau hat nun im Streit um das Koran-Projekt radikaler Muslime das Recht auf Religionsfreiheit betont. Es obliege aber dem Verfassungsschutz, zu prüfen, ob die dahinter stehende Organisation seriös sei. Das Innenministerium erklärte unterdessen, es nehme die Bestrebungen der Islamisten “sehr ernst”.

pro Medienmagazin

Gegen das kostenlose Verteilen von Bibel- oder Koranexemplaren hat die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) grundsätzlich nichts. “Wir leben in einem Staat, in dem Religionsfreiheit garantiert ist”, sagte EKHN-Sprecher Stephan Krebs am Freitag in Darmstadt. Es komme aber darauf an, ob eine seriöse Gruppierung hinter einer solchen Aktion stehe. Ob dies bei den Salafiten der Fall sei, müsse der Verfassungsschutz entscheiden. Krebs verwies auf große Unterschiede zwischen den gedruckten Fassungen von Koran und Bibel. Für Christen zähle vor allem der Inhalt der Bibel, nicht das Papier. Dies sei im Islam anders, wo jedes Koran-Exemplar eine extrem große Bedeutung habe. Die Bibel etwa könne problemlos auf den Boden gelegt werden. “Das ist für Muslime völlig undenkbar”, sagte der EKHN-Sprecher. “Das sollten die Leute wissen, die das annehmen.”

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Kauder fordert klare Reaktion auf Christenverfolgungen

AFP

Nach der Serie von Anschlägen auf nigerianische Christen an den Weihnachtstagen hat Unionsfraktionschef Volker Kauder eine klare Reaktion der Muslime auf Christenverfolgung in vielen Ländern gefordert. Kauder kündigte im Deutschlandfunk zudem eine Reise in das afrikanische Land im kommenden Jahr an. Bei einem Bombenanschlag auf eine Koranschule im Süden Nigerias wurden mindestens sieben Menschen verletzt.

AFP

Der Islam dürfe nicht schweigen, sondern müsse sich überall in der Welt als eine friedfertige Religion darstellen, sagte Kauder im Deutschlandfunk. Der CDU-Politiker kündigte an, sich im neuen Jahr in Nigeria selbst ein Bild zu machen. Auch werde er sich dafür einsetzen, dass das Thema Christenverfolgung sowohl von der UN-Vollversammlung als auch vom Europarat behandelt werde. Im Gespräch mit den Mittwochszeitungen der WAZ-Gruppe verwies Kauder auch auf die schwierige Lage der Christen im Irak und im indischen Bundesstaat Orissan.

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) sprach sich im “Tagesspiegel” gegen religiöse Interpretationen der Gewalttaten aus. Man solle lieber fragen, wem diese Angriffe auf Kirchen in Nigeria nutzten, sagte der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek. Sie nutzten nicht dem Islam, sondern jenen, die kein Interesse an der Stabilität des ölreichen Landes hätten.

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Nigerianische Christen kündigen „Antwort“ bei weiteren Anschlägen an

Nach der Anschlagsserie an den Weihnachtstagen hat der Präsident der Vereinigung der Christen Nigerias, Ayo Oritsejafor, im Falle erneuter Anschläge eine „angemessenen Antwort“ angekündigt. „Die christliche Gemeinschaft auf nationaler Ebene wird keine andere Wahl haben, als auf angemessene Weise zu antworten, wenn es weitere Angriffe auf unsere Mitglieder, unsere Kirchen und unseren Besitz gibt“, sagte Oritsejafor am Mittwoch kurz vor einem Treffen mit Staatspräsident Goodluck Jonathan.

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Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum

Quelle: bruedergemeinde.de

Diesen Kuttenträgern möchte man doch glatt eine wirkliche Diktatur wünschen, die ihre Religionsausübung verbietet
[...]Heiligenkreuz (kath.net) Der Benediktinermönch Gregor Graf Henckel von Donnersmarck befürchtet, dass ganz Europa im Begriff sei, sich abzuschaffen und es in zweihundert Jahren keine Europäer „in unserem Sinne“ mehr geben könne. „Der Europäer, wie wir ihn kennen, hat sich quasi in einen Suizid gestürzt und zwar in Gestalt der Destabilisierung von Ehe und Familie, Verhütung, Tötung ungeborener Menschen und der Gleichberechtigung von nicht auf Fortpflanzung angelegter Lebensgemeinschaften“, sagt er im Interview mit der Wochenzeitung „Junge Freiheit“. „Diskriminierung bedeutet nicht nur, dass man Gleiches ungleich stellt, sondern ebenso dass man Ungleiches gleich stellt“ … Einen Ausweg aus dem säkularisierten, diktatorischen Relativismus, der sich in Europa breitmache und den er als die eigentliche Gefahr unserer Zeit identifiziert, sehe er in naher Zukunft nicht, so Henckel von Donnersmarck. Hoffnung mache aber, dass das Christentum weltweit im Aufschwung begriffen sei[...]

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Fundamentalisten missionieren Fundamentalisten

Für Thomas Schirrmacher gehören Wahrheit und Liebe gerade auch im missionarischen Zeugnis zusammen. Foto: Privat

“Christen sprechen mit Anhängen anderer Religionen und Weltanschauungen gerne friedlich und respektvoll über ihren Glauben.” Auf diesen Aspekt hat der Vorsitzende der theologischen Kommission der Weltweiten Evangelischen Allianz, Thomas Schirrmacher, am Freitag in seinem Vortrag “Mission? Na klar! Aber wo sind die Grenzen?” im Rahmen einer Tagung der Evangelischen Akademie Loccum hingewiesen.

pro Medienmagazin

Die Tagung am Wochenende beschäftigt sich unter dem Motto “Mission – Dialog – Kooperation?” mit dem Thema “Weltanschauungen und Religionen zwischen Profilbildung und Anerkennung des religiösen Pluralismus”. Dabei geht es, wie die Akademie mitteilte, unter anderem darum, wie Christen und Muslime ihr Verständnis von Mission bestimmen und “im Spannungsfeld zwischen missionarischem Auftrag, religiöser und weltanschaulicher Identitätsbehauptung und dem genuinischen Wunsch der dialogischen Annährerung” neue Formen der Kooperation suchen. An den Auftaktveranstaltungen am Freitag nahmen neben Schirrmacher auch der Oberlandeskirchenrat Dr. Klaus Grünwaldt vom Landeskirchenamt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, der Dialogbeaftragte des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Ahmad Aweimer , und der Geschäftsführer des Humanistischen Verbandes, Michael Bauer, teil.

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Muslimische Verbände fordern gleiches Recht wie Kirchen

Quelle: ad-hoc-news.de

Muslime wollen eigenen Träger für Altersheime und Kindergärten
Mazyek will für Wohlfahrtsverband gleich Rechte und Pflichten wie für christliche Verbände.

dapd

Osnabrück (dapd). Muslime in Deutschland wollen einen eigenen Wohlfahrtsverband als bundesweiten Träger für Altersheime oder Kindergärten gründen. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), Aiman Mazyek, sagte der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (Freitagausgabe) laut Vorabbericht, ein solcher Betreiber sei für die Muslime dringend notwendig und solle die gleichen Rechte und Pflichten haben, wie sie auch für die christlichen Wohlfahrtsverbände gelten.
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Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum

Straßburg: Urteil über Kreuze in Schulen steht an
[...]Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte fällt am 18. März sein mit Spannung erwartetes Urteil über Kruzifixe in öffentlichen Schulen.
Die Große Kammer des Straßburger Gerichts rollt einen Fall wieder auf, über den eine einfache Kammer im November 2009 entschieden hatte. Damals waren die Straßburger Richter zu der Ansicht gelangt, dass Kruzifixe gegen die Religionsfreiheit der Schüler und gegen das Erziehungsrecht der Eltern verstoßen. Das Urteil hatte in ganz Europa heftige Diskussionen ausgelöst (Az: 30814/06)[...]

Katholischer Hassprediger: “Islam ist das Widerwärtigste”
[...]Karl Tropper, streitbarer Pfarrer von St. Veit am Vogau, lässt kein gutes Haar an Islam und Muslimen. Wenig beeindruckt zeigt er sich auch davon, dass er dafür schon mehrfach gerügt wurde.
Mit seinen extremen Ansichten ist Karl Tropper, Pfarrer von St. Veit und Umgebung, schon mehrmals ordentlich angeeckt. Seine Predigt bei einer Erstkommunion, dass aus der Kirche Ausgetretene sich in der Gesellschaft von Hitler, Stalin und anderen Verbrechern befänden, hat ihm schon im Vorjahr eine Rüge aus dem Bischöflichen Ordinariat eingebracht[...]

Die Islamophobie der CSU-Evangelen Oberfranken
[...]Selb (kath.net/idea) Dass die Integration muslimischer Zuwanderer „nicht in wünschenswertem Maße vorankommt, liegt auch an der Unvereinbarkeit des Koran mit dem Deutschen Grundgesetz“. Diese Ansicht vertritt der Evangelische Arbeitskreis (EAK) der CSU in Oberfranken.
Der Islam in Reinform strebe eine theokratische Gesellschaft an und wolle das islamische Religionsgesetz, die Scharia, als öffentliches Recht, heißt es in einer in Selb veröffentlichten Stellungnahme zur Islam-Debatte. Der EAK-Bezirksverband weist Kritik an Äußerungen des neuen Bundesinnenministers Hans-Peter Friedrich (CSU) zurück. Friedrich habe „völlig recht, wenn er die Ängste der deutschen Bevölkerung vor zunehmender Überfremdung im eigenen Land und der Herausbildung muslimischer Parallelgesellschaften ernst nimmt und darauf hinweist, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört“.

Muslim-Generalsekretär: “Ein völlig falsches Bild”
[...]Mazyek hat seit seinem Amtsantritt versucht eine Debatte über Grundgesetz und Demokratie anzustoßen. “Das Islambild wird leider seit langem von fanatischen, extremen Gruppen dominierend geprägt, die aber nichts mit der großen Mehrheit der Muslime zu tun haben”, äußert sich der Vorsitzende des Zentralrats. Die Zahl radikaler Moscheegemeinden könne man an einer Hand abzählen. “Die Realität aber wird durch die Medien nicht transportiert”[...]

Verschärfung des Ausländerrechts sorgt für Streit
[...]Der Bundestag debattiert in der kommenden Woche abschließend über ein Gesetz zum besseren Schutz zwangsverheirateter Frauen und weiterer Vorschriften zum Asyl- und Ausländerrecht. Ein Änderungsantrag der innenpolitischen Sprecher von Union und FDP, Hans-Peter Uhl (CSU) und Gisela Piltz (FDP) sieht vor, dass Migranten so lange eine nur vorübergehende Aufenthaltserlaubnis erhalten, bis sie den Sprachtest in ihrem Integrationskurs bestanden haben. Von der Verschärfung wären nach der Integrationskursstatistik der Jahre 2009 und 2010 des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge rund 64.000 Menschen jährlich betroffen[...]

 

Warnung vor religiösen Fundamentalismus

 

Tacheles, screenshot Brightsblog

 

Der amtierende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, hat vor religiösem Fundamentalismus im Christentum und im Islam gewarnt. “Da wo der Glaube fundamentalistisch verstanden und gelebt wird, hat er eine Tendenz zur Gewalt”, sagte er am Donnerstagabend bei der Aufzeichnung der evangelischen Fernseh-Talkshow “Tacheles” in der Marktkirche in Hannover. In der Debatte zum Thema Islam und Gewalt erinnerte Schneider daran, dass auch christliche Theologen im Mittelalter zu Kreuzzügen aufgerufen hätten.

EVLKA

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