Schlagwort-Archive: Zentralrat der Muslime

Zentralrat der Muslime kann seine Imame nicht richtig ausbilden

Foto: epd-bild / Ralf Maro

Der Zentralrat der Muslime hat die Bundesregierung aufgefordert, die Moscheegemeinden bei einer besseren Schulung von Imamen zu unterstützen.

evangelisch.de

Gut ausgebildete Imame könnten einer möglichen Radikalisierung junger Muslime in Deutschland vorbeugen, sagte der Zentralrats-Vorsitzende Aiman Mazyek der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (Mittwochsausgabe): “Für die präventive Arbeit brauchen wir Schutzräume und geschultes Personal sowie eine systematische und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Behörden, mit Jugendämtern, Sozialarbeitern und Psychologen.”

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Extremisten-König warnt vor Extremisten(IS)

Bild: nationalreview.com

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Saudischer König warnt: Europa und Amerika sind die nächsten Ziele.

kath.net

In der islamischen Welt mehrt sich der Widerstand gegen sogenannte „Heilige Krieger“ wie die Terrorgruppen „Islamischer Staat“ (IS), Boko Haram (Westliche Bildung ist Sünde) und El Shabab (Die Jugend). Mit brutalsten Mitteln setzen sie im Nahen und Mittleren Osten sowie in West- und Ostafrika ihre Vorstellung von einem „Gottesstaat“ durch. Opfer sind vor allem Christen, Jesiden und gemäßigte Muslime. Der saudische König Abdullah hat jetzt gewarnt, dass der Westen das nächste Ziel der „Dschihadisten“ sein werde.

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Glaube statt Waffen gegen Islamisten

Aiman_MazyekZentralrat der Muslime entsetzt über Vorgehen der IS-Milizen/Waffenlieferungen an Kurden werden dennoch abgelehnt.

ND

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, hat das Vorgehen der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) in Syrien und dem Irak scharf verurteilt. In einem Interview des »Münchner Merkur« vom Donnerstag sprach Mazyek von »Schandtaten dieser Barbaren und marodierenden Banden«. Die Ermordung des US-Journalisten James Foley und die Verbreitung eines Videos von der Tat durch den IS sei »in jeder Hinsicht widerlich« gewesen. Solche »Untaten« hätten mit dem Islam, dem Koran und der muslimischen Lebensweise nichts zu tun.

Mazyek betonte, es gebe unter den Muslimen weltweit »erstmals eine einheitliche Position«, die Taten des IS zu verurteilen. Dies gelte »vom sufischen Liberalen bis hin zum salafistischen Islam«. Die Muslime in Deutschland ermunterte Mazyek, klar Stellung zu beziehen. »Wir müssen raus aus dem Schneckenhaus und uns deutlich positionieren.« Deutsche Muslime sollten ‘»nicht nur für Gaza und den Frieden demonstrieren«, sondern müssten dies auch für Menschen tun, »die fälschlich im Namen des Islam leiden«.

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CSU-Politiker: ‘Skandalöses Schweigen’ deutscher Islamverbände

Bild: nationalreview.com

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Evangelische Arbeitskreis/CSU Oberfranken: Zentralrat der Muslime schweigt zu Massenmorden an Christen und Jeziden im Nahen Osten, aber kritisiert lautstark, dass ein christlicher Schützenverein keine Muslim als Schützenkönig akzeptiert.

kath.net

„Es herrscht ein skandalöses Schweigen des Zentralrats der Muslime wie anderer Islamverbände in Deutschland zum Abschlachten von Christen und Jeziden und der Zerstörung von Kirchen durch ISIS und andere radikale Moslems im Irak, das nur darauf schließen lässt, dass die Islamverbände in Deutschland den Massenmord an Christen und Jeziden befürworten. Gleichzeitig rügt der Zentralrat der Muslime lautstark, dass ein christlicher Schützenverein keinen Muslim als Schützenkönig akzeptiert. Das ist unerträglich und skandalös.“ Diese scharfe Kritik übte der Evangelische Arbeitskreis/EAK der CSU Oberfranken am Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD), wie durch eine Presseaussendung bekannt gemacht wurde.

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Zentralrat der Muslime sieht Urteil zu Burka-Verbot kritisch

Aiman_MazyekDer Zentralrat der Muslime in Deutschland sieht das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschrechte zur Rechtsmäßigkeit des Burka-Verbots in Frankreich kritisch.

evangelisch.de

Der Zentralratsvorsitzende Aiman Mazyek sagte der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (Mittwochsausgabe): “Ein solches Verbot kann auch eine Einschränkung der Religions- und Meinungsfreiheit bedeuten.” Manchmal könne das Selbstbestimmungsrecht der Frau eine Richtung gehen, die einem persönlich nicht gefalle oder religiös umstritten sei, dennoch aber nicht einfach beschnitten werden dürfe.

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Zentralrat der Muslime fordert von Christen-Kanzlerin Einsatz gegen Scharia-Urteil

Bild. wikiemdia.org

Im Fall der im Sudan zum Tode verurteilten Christin Meriam Yahia Ibrahim Ischag hat der Zentralrat der Muslime den Einsatz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gefordert.

evangelisch.de

Die Bundesregierung solle gegenüber Sudan ihren Einfluss geltend machen, damit das Urteil nicht vollstreckt werde, sagte der Zentralratsvorsitzende Aiman Mazyek der “Bild”-Zeitung (Online-Ausgabe): “Mir erscheint der Fall und Gerichtsbarkeit völlig abstrus zu sein.”

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Der Neokatechumenale Weg – Kikos Weg

Kiko Argüello beim Weltjugendtagsvortreffen 2005 in Amsterdam, Bild: wikimedia.org/public domain

Der Neokatechumenale Weg ist eine der mächtigsten Bewegungen des Katholizismus. Aussteiger werfen ihm und seinem Gründer Kiko Argüello sektiererische Tendenzen vor.

Von Raoul LöbbertZEIT ONLINE

Die Ära Meisner in Köln endet mit einem Satz, der zum Skandal wird. “Eine Familie von euch”, sagt der Kölner Kardinal am 24. Januar bei einer Veranstaltung des Neokatechumenalen Wegs, “ersetzt mir drei muslimische.” Der Satz schafft es bis ins ZDF-“heute journal”. Der Zentralrat der Muslime vergleicht Meisner mit Sarrazin. Selbst die Bundesregierung distanziert sich von der “persönlichen Meinung eines katholischen Würdenträgers”, die bis heute als Videoschnipsel durchs Netz geistert. Doch wen hat Meisner mit “euch” genau gemeint? Wer oder was ist der Neokatechumenale Weg?

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Islamkonferenz wird umgestaltet

Steht die Deutsche Islamkonferenz vor einem Umbruch? Foto: Dirk Enters

Bis Mitte März soll klar sein, wie es mit der Deutschen Islamkonferenz weitergeht. Das steht nach einem ersten Treffen von Innenminister Thomas de Maizière mit den Islamverbänden fest. Zuvor hatte der Minister eine Umgestaltung des Forums angekündigt.

pro Medienmagazin

De Maizière hat sich am Montag mit den großen Islamverbänden wie dem Zentralrat der Muslime oder der DITIB (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion) getroffen. In den kommenden Wochen will die Runde weiter über eine Neuausrichtung der Deutschen Islamkonferenz sprechen, wie das Ministerium mitteilte. De Maizière nannte die Gespräche „sehr gut und konstruktiv“. Damit ist der erste Schritt zu einer Neuausrichtung der Islamkonferenz getan, den de Maizière bereits am Samstag in der türkischen Zeitung Hürriyet angekündigt hatte.

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Zentralrat der Muslime plädiert für islamische Seelsorger in der Bundeswehr

Aiman Mazyek, Bild: islam.de

“Wir brauchen muslimische Seelsorger in der Bundeswehr.”

Deutschlandradio Kultur

Dieser Ansicht ist Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland. Er sagte der “Süddeutschen Zeitung”, es gebe schließlich etwa 1.600 deutsche Soldaten islamischen Glaubens. Mazyek plädierte außerdem für Alternativen zu den kirchlichen Wohlfahrtsträgern. Es sei an der Zeit, über eine muslimische Beteiligung an den Sozialeinrichtungen zu reden. Dafür müssten sich allerdings sowohl der Staat als auch die Muslime in Deutschland bewegen.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière spricht kommende Woche mit muslimischen Verbänden über die Zukunft der Deutschen Islamkonferenz. Er hat bereits angekündigt, die Konferenz nicht in ihrer bisherigen Form weiterzuführen.

Mythen-und Märchendeutung im Wissenschaftsbetrieb

In Münster streitet man. Es geht um das Zentrum für islamische Theologie. Kritikpunkt ist Mouhanad Khorchide, Professor für Islamische Religionspädagogik, insbesondere dessen Auslegung, Interpretation, Deutung, was auch immer des Korans. Und hier schreit der Zentralrat der Muslime auf, wirft der Hochschule Verfassungsbruch und Alleingänge vor.

Für mich ist nicht das Problem wie nun der Koran interpretiert wird, da ist jeder Wetterbericht interessanter, an der Problematik des Theologie-Zentrums zeigt sich der Widerspruch zwischen staatlicher Hochschule und dem Versuch religiöse Inhalte Gesellschafts-relevant zu vermitteln. Theologie ist Mythen-und Märchendeutung und hat im Wissenschaftsbetrieb einer Hochschule-Universität nichts zu suchen. Staatliche Neutralität in Glaubensfragen verbietet die Einmischung in religiöse Problematiken. Um so unverständlicher die Gepflogenheit Theologie an staatlichen Universitäten und Hochschulen zu unterhalten. Sie mit den finanziellen Mitteln der Allgemeinheit gar noch wirtschaftlich zu unterstützen.

Nun streitet man in Münster, der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, ist besonders gut zu hören. Kleinlich, eifersüchtig, geradezu zänkisch versucht er Einfluss auf die Universität zu nehmen. Die Uni würde Lehrinhalte und Lehrpersonal nicht mit den Religionsgemeinschaften gemeinsam festlegen. Eine staatliche Universität soll Glaubens-und Religionsdeutung muslimischer Verbände gefälligst mit denen abstimmen. Mazyek scheint von Forschungs- und Lehrfreiheit noch nichts gehört zu haben, oder aber sie interessiert ihn nicht, dann ist er falsch am Platze.

Die Lehrinhalte des Zentrums für islamische Theologie sind mit dem nordrhein-westfälischen Schulministerium abgestimmt, das wiederum einen islamischen Beirat hat. Der extra für das Zentrum, bei der Universität, eingerichtete Beirat ist nicht arbeitsfähig, da ein von den muslimischen Verbänden vorgeschlagener Kandidat von der Bundesregierung abgelehnt wurde. Insofern ist die Kritik die Mazyek vorbringt nichts anderes als nölen. Staatlicherseits sind die Bedingungen für einen ordentlichen Lehrbetrieb geschaffen worden, die Kritiker verabsäumen es bis zum heutigen Tage ihre Strukturen zu ordnen. Da möchte man Herrn Mazyek zurufen shit or get off the pot.

Unverständlich ist die Feststellung der Rektorin Ursula Nelles, “Für eine Überbrückungszeit geht es also auch ohne Beirat. Aber gerade wir haben von Beginn an immer wieder deutlich gemacht, dass wir dafür plädieren, die islamischen Verbände entsprechend den Konkordatsregeln für die christlichen Kirchen in unsere Arbeit einzubeziehen.”

Es geht eben immer etwas dümmer.

NRW-Integrationsminister Schneider will Kooperation mit Muslimen vertiefen

NRW-Integrationsminister Guntram Schneider hat gemeinsam mit Vertretern der Muslime in Nordrhein-Westfalen das „dialog forum islam“ (dfi) konstituiert. Das dfi soll die Landesregierung in Fragen beraten, die den Lebensalltag der Muslime betreffen. Dazu verabredete der Minister mit dem neuen Gremium ein gemeinsames Arbeitsprogramm für die kommenden drei Jahre. Demnach ist geplant, ins Jahr 2014 mit den Arbeitsschwerpunkten “Vielfalt des Islam” und “Sicherheit für Muslime” zu gehen. 2015 wollen sich die Gremienmitglieder mit den Fragen Jugendhilfe, islamische Bestattungen und der Religionsausübung muslimischer Inhaftierter befassen und 2016 stehen Extremismusprävention, Islamfeindlichkeit und Wohlfahrtspflege für Muslime im Vordergrund.

Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales – Pressemitteilung 16.09.2013

“Wichtig ist uns, dass wir dabei zu konkreten Ergebnissen kommen, die in gemeinsame politische Initiativen des Landes und der islamischen Verbände münden und zu spürbaren Verbesserungen des Lebensalltags der Musliminnen und Muslimen in NRW führen”, erklärte Schneider. Darüber hinaus würden Landesregierung und islamische Verbände über den Status der Muslime als Religionsgemeinschaft verhandeln.

Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime und zugleich Sprecher des Koordinierungsrates der Muslime (KRM), sagte dazu: “Alles, was dem Ziel der institutionellen Gleichstellung der islamischen Religionsgemeinschaften dient, werden wir mit Gewissenhaftigkeit und Nachdruck verfolgen und unterstützen, weil es unmittelbar und nachhaltig das Alltagsleben jedes einzelnen Muslims und seiner Gemeinde erheblich verbessern wird”.

Yilmaz Karahman von der Alevitischen Gemeinde Deutschland, setzt große Hoffnungen in das Gremium “dialog forum islam” (dfi). “Die Gleichstellung und der Dialog zwischen den verschiedenen Religionsgemeinschaften in unserem Land ist für uns ein wichtiges Anliegen. Wir freuen uns, dass der Dialog zwischen diesen und der Politik nun auch auf Landesebene weiter intensiviert wird. Das ‘dialog forum islam’ (dfi) ist ein wichtiger Schritt zur Anerkennung aller in NRW vertretenen Religionsgemeinschaften.”

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Berlin-Kreuzberg: Aufschrei der Religioten

Bild: Berliner Kurier

Das Verbot von Ramadan- und Weihnachtsfesten in Kreuzberg: Nach dem Bericht im KURIER wüten nun christliche und muslimische Würdenträger gegen das Bezirksamt.

Berliner Kurier

Am Pranger: Ordnungsstadtrat Peter Beckers (SPD). Sein Amt lehnte ein Ramadan-Straßenfest ab, es gebe einfach zu viele Feiern . Erst als Sommerfest wurde es genehmigt. Ein Weihnachtsmarkt durfte nur als Winterfest stattfinden. Nach laut werdender Kritik, ruderte Beckers gestern zurück: „Wir haben niemals etwas verboten.“

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Der Islam hat ein massives Imageproblem

picture alliance

Kisslers Konter: Die Mehrheit der Deutschen empfindet den Islam als Bedrohung. Ob sich daran etwas ändert, liegt weniger am Verhalten der Muslime hier als am Auftreten des Islam weltweit. Derzeit ist er die aggressivste Religion

Von Alexander KisslerCicero

Diese Zahlen sind keine Überraschung: Jeder zweite Deutsche stimmt der Aussage zu, der Islam sei eine Bedrohung. Im Osten sind es 57, insgesamt 51 Prozent. Die Ergebnisse des aktuellen Religionsmonitors der Bertelsmann-Stiftung geben eine teils diffuse, teils aus eigenem Erleben genährte Angst wieder. Muslime verstehen demnach keinen Spaß, halten die eigene Religion für überlegen und jede Kritik für eine Beleidigung. So denkt die Mehrheit. Wer muss, wer sollte sich engagieren, um dieses Bild zu korrigieren? Liegt die berühmte Bringschuld auf Seiten des muslimischen oder des nichtmuslimischen Bevölkerungsanteils?

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Feiertagsdebatte: Religion ist Privatsache

Zentralrat der Muslime fordert islamische Feiertage © Literaturarchiv Saar-Lor-Lux-Elsass @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Der Zentralrat der Muslime fordert zwei gesetzliche Feiertage für muslimische Mitbürger. Die Politik lehnt ab. In Sachen Feiertage ist sie jedoch weit entfernt von einer Trennung von Staat und Religion.

MiGAZIN

Der Zentralvorsitzende der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, fordert muslimische Feiertage, die gesetzlich festgelegt werden sollen. Konkret geht es dabei um einen Tag im Fastenmonat Ramadan und während des islamischen Opferfests. Da es mittlerweile üblich ist, dass derartige Diskussionen schnell ins Nachbarland überschwappen, wurde kurz danach derselbe Vorschlag auch seitens der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich vorgelegt.

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Wir brauchen keinen “interreligiösen Kalender”

Foto: Getty Images Ein Gläubiger in einer Berliner Moschee: Der Zentralrat der Muslime fordert zu Ostern, gesetzliche muslimische Feiertage auch in Deutschland einzuführen

Muslime fordern, gesetzliche islamische Feiertage auch in Deutschland einzuführen. Doch diesem Wunsch nachzugeben, wäre nicht ein Zeichen für mehr Integration, sondern falsch verstandene Toleranz.

Von Hildegard StausbergDIE WELT

Es gehört zu den schönen Traditionen des deutschen Osterfestes, dass man sich mit kleinen Aufmerksamkeiten bedenkt. Ein Ostergeschenk der besonderen Art präsentierte in diesen Tagen der Zentralrat der Muslime in Deutschland: Der Verband fordert, dass die Bundesländer per Gesetz islamische Feiertage einführen sollten. Und Aiman Mazyek, der Zentralratsvorsitzende, behauptet, dies wäre dann “ein wichtiges Integrationspolitisches Zeichen”. Aha.

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Zentralrat der Muslime will gesetzliche islamische Feiertage

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek. Foto: Rainer Jensen/Archiv (dpa)

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat sich für die Einführung gesetzlicher islamischer Feiertage ausgesprochen. Der Zentralrats-Vorsitzende Aiman Mazyek schlug je einen Tag im Fastenmonat Ramadan und in der Zeit des islamischen Opferfestes vor.

Augsburger Allgemeine

Das wäre «ein wichtiges integrationspolitisches Zeichen» und würde «die Toleranz in unserer Gesellschaft» unterstreichen, sagte Mazyek in den Zeitungen der «WAZ»-Gruppe.

Es gehe nicht um arbeitsfreie Tage für alle Bürger, betonte er. Doch wären die Feiertage in der Arbeitswelt von Vorteil. So könnten zum Beispiel bei der Polizei muslimische Beamte für Kollegen einspringen, die an Ostern gerne freinähmen, sagte er.

Was Christen und Muslime verbindet

Die Autorin und Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor (Bild: Privat)

Was haben Christen und Muslime gemeinsam, was trennt sie? Darüber diskutieren derzeit Religionsvertreter bei einer Tagung in Bad Honnef. Die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor spricht im Interview über den Sinn solcher Treffen und die Rolle der Religion im säkularen Staat.

Die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor über die Schnittmengen der Religionen

Moderation: Matthias Hanselmann - Deutschlandradio Kultur

Matthias Hanselmann: “Ethische Verantwortung in Familie und Erziehung”, so lautet heute und morgen das Thema einer Tagung des Katholisch-Sozialen Instituts in Bad Honnef. Es geht dabei um den christlich-muslimischen Dialog. Vertreter des Erzbistums Köln, der katholischen Kirche, und des Zentralrats der Muslime in Deutschland wollen über Ethik aus christlicher und aus muslimischer Sicht sprechen.

Solche Studientagungen zum christlich-islamischen Dialog gehören mittlerweile zum guten Ton von evangelischen und katholischen Akademien oder Universitäten; auch Katholikentage und Kirchentage haben ihre christlich-islamischen Foren.

Lamya Kaddor ist Islamwissenschaftlerin und Lehrerin an der Hauptschule am Volkspark in Dinslaken, Lehrerin für muslimische Religion, und sie war Gründungsvorsitzende des Liberal-Islamischen Bundes. Außerdem hat sie ein Buch verfasst mit dem Titel “Muslimisch, weiblich, deutsch – mein Leben für einen zeitgemäßen Islam”.

Wo liegt Trennendes, wo liegen die Gemeinsamkeiten der Religionen, darüber wollen wir jetzt sprechen. Guten Tag, Frau Kaddor!

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Hessen: Muslime für Abschaffung der Sargpflicht

Muslim-Organisationen werben für die Abschaffung der Sargpflicht – Kommunen und Koalition im hessischen Landtag lehnen dies aber ab. ©DPA

Die Sargpflicht abzuschaffen – diese bitte haben der Zentralrat der Muslime und Islamische Religionsgemeinschaft Hessen im Landtag vorgetragen. Vertreter der großen christlichen Kirchen machten keine Einwände geltend.

Frankfurter Allgemeine

Die in Hessen lebenden Muslime haben für die Abschaffung der Sargpflicht bei Beerdigungen geworben. „Heimat ist da, wo man leben und auch sterben darf“, sagte Hamza Wördemann vom Zentralrat der Muslime Deutschland bei einer Anhörung im Wiesbadener Landtag. Er befürwortete damit eine entsprechende SPD-Initiative. Bestattungen in weißen Tüchern, wie es im Islam üblich sei, werde die Identifikation der Einwanderer mit Deutschland verstärken.

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Religion braucht kein Messer

Im ersten Buch Mose ist die Beschneidung für Juden geregelt
Bild: Cicero

Das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit gilt nicht ein bisschen oder manchmal oder immer dann, wenn wir es gut finden und es uns passt. Es gilt immer und zu hundert Prozent, deswegen muss Beschneidung verboten bleiben.

Von Paul-Hermann GrunerCicero

Das Kölner Landgericht hat in einem Ende Juni gefällten Urteil die Beschneidung von Jungen aus religiösen Gründen als strafbare Handlung gewertet. Seitdem tost die Debatte darüber durchs Land. Man sollte sich jedoch genau anschauen, wo, bei wem und wie heftig der Hut hochgeht. Und wo er schwer auf dem Schädel liegen bleibt.

Der Diskurs wird seltsam leise geführt auf der Seite der Juristen, abwartend wortkarg seitens der Mediziner; wortreich empört und herausgefordert dagegen zeigen sich Muslime und Juden, achselzuckend und schweigend verharrt die Seite des christlichen Publikums; pflichtschuldigst ein schnelles Zurückrudern kündigen verschreckte Politiker aus fast allen Parteien an, irgendwie müsse man da was machen, neu regeln, juristisch anders fassen, das Ganze geschickt deichseln. Damit möglichst alles bleiben kann, wie es war.

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Der zivilisatorische Rückschritt

Karikatur: Stuttmann/Tagesspiegel

Was würde wohl passieren, wenn die “Titanic” den Propheten Mohammed verspotten würde und der Zentralrat der Muslime in Deutschland eine einstweilige Verfügung gegen das Blatt erwirkte? Genau das Gegenteil von dem, was jetzt passiert, meint unser Kolumnist.

Von Helmut Schümann - Der Tagesspiegel

Wo ist eigentlich der zivilisatorische Fortschritt geblieben? Der Mann, der Mittfünfziger mit den weitläufigen Geheimratsecken und der Brille im Gesicht, ist angesichts des Vatikans ziemlich irritiert. Da kann er ihn nämlich nicht entdecken, den zivilisatorischen Fortschritt. Es ist ja so: Wenn nun eine satirische Zeitschrift, sagen wir die „Titanic“, den Propheten Mohammed verspotten würde auf ihrem Titelblatt, was wäre da los? Muslime würden aufschreien, in erster Linie die Hardcore-Muslime, aber vielleicht auch andere. Wahrscheinlich würden Todesdrohungen ausgesprochen, Demonstrationen vor dem Verlagsgebäude der „Titanic“ abgehalten, und die Redakteure müssten sich fürchten.

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