Osamas langes Leben


Gedanken zum 6. Jahrestag der Attentate des 11. Septembers 2001

©Dr. Sabine Schiffer IMV

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Seit nunmehr sechs Jahren wird Osama Bin Laden von Medien weltweit per Bild und Videobotschaft am Leben erhalten. Letztere muss nicht einmal von ihm selber sein. Irgendjemand kann sich auf „Al Qaida“ berufen und schon scheint die Existenz eines solchen Netzwerks bestätigt – von möglichen Fälschungen wollen wir hier gar nicht erst sprechen. Beharrliches Wiederholen ist nachgewiesenermaßen die beste Überzeugungsstrategie und so glauben viele, dass Osama Bin Laden lebt und aus einer geheimen Höhle heraus ein weltweites Netzwerk aus Widerstandskämpfern, Weltverschlimmerern und Terroristen unterhält – ohne ein einziges Telefonat zu führen, das seinen Aufenthaltsort sofort verraten würde.

In welcher elektrosmogfreien Idylle muss er leben? Nun, wenn man uns diese Geschichte in 50 Jahren noch verkaufen will, dann wissen wir, dass sie gelogen ist, denn dann wäre auch Bin Laden einmal tot. Sein Bild ließ ihn jedoch 6 Jahre lang nicht altern – inzwischen ist man bei der Bildwiederholung umsichtiger geworden. Gerade noch rechtzeitig ist ein neues Video erschienen mit einem gealterten Bin Laden und schwarz gefärbtem Bart. Ob der US-Geheimdienst hier eine glaubwürdige Quelle darstellt, die Echtheit des Bandes zu bezeugen, ist mit einem Fragezeichen zu versehen. Oder könnte das wieder eine der vielen Pannen im Zusammenhang mit der Geschichte um den 11. September sein? Täuschen sollten es uns im digitalen Zeitalter „mediale Beweise“ nicht. Trotz der überaus schnellen „Fahndungserfolge“ machen sich Anklagen und Gerichtsprozesse um sog. Al-Qaida-Terroristen rar. Die Freilassung anfänglich Hochverdächtiger, wie erst kürzlich wieder im Fall der Londoner Anschlagsversuche, erreicht bei weitem nicht die gleiche Medienaufmerksamkeit wie die Verdächtigungen der ersten Tage der rasant verkündeten Ermittlungsergebnisse. Man hätte zumindest im Fall Ramzi Binalshib ein solches Verfahren erwartet. 2002 wurde dieser Mitdrahtzieher des Anschlags auf das World Trade Center in Pakistan verhaftet. Ein mit einem Tuch umwickeltes Gesicht wurde als Beweisfoto verbreitet. Wahrscheinlich wurden seine „Aussagen“ gar im Prozess des Hamburger Verdächtigen Motassadeq verwendet – auf einen Prozess oder auch nur eine Anklage im Fall Binalshib warten wir jedoch vergebens. Rechtsstaat hin oder her – christliche Werte, wie „Du sollst Deinen Feind lieben!“ oder zumindest „als Menschen behandeln“ auch. Die Konstruiertheit der wundersamen Terrorgeschichte kann durchaus schon auffallen und trifft zunehmend auf Skepsis – auch und gerade viele US-Bürger gehen den Verdachtsmomenten etwa auf http://www.unansweredquestions.org nach. Was vorgefallen ist und sich seither entwickelt hat, passt in einen allgemeinen Trend, bei dem Medienbilder keine rühmliche Rolle spielen: Bilder von extremen Ausnahmen führen zu allgemeingültigen gesetzlichen Normveränderungen – und die werden uns bleiben. So auch aktuell wieder in Bezug auf die schon lange propagierte Online-Untersuchung.

Wollt Ihr den totalen Krieg gegen den Terror?

Darum ist es allerhöchste Zeit, die Appeasement-Politik gegen die Kriegstreiber aus dem Westen, wozu Deutschland auch gehört, einzustellen. Was auch immer, durch wen genau und warum wirklich es zu dem Anschlag in den USA kam, es wird deutlich, dass die Ereignisse des 11. Septembers benutzt werden und einen Dammbruch in Richtung „Globaler Krieg“ darstellen. Nicht aber die Initialzündung, denn aufwieglerische und separatistische Eingriffe hat es immer wieder gegeben: in Lateinamerika und Mittelost, in Afrika ebenso dauerhaft und in Europa, in jüngster Vergangenheit etwa auf dem Balkan, auch schon. Man wird freilich versuchen, dies in altbewährter Manier als „Verschwörungstheorie“ und natürlich „Antiamerikanismus“ abzutun. Diese Strategie ist ebenso alt, wie die gezielte Einmischungspolitik, die der ehemalige Berater Carters, Zbiginew Brezinski, der canadische Publizist Michel Chossudowsky und der Wirtschaftswissenschaftler William F. Engdahl – um nur einige Autoren zu nennen – belegen. Dabei kommt die Parole vom „Krieg gegen den Terror“ inzwischen auch Regimen wie dem russischen zu pass und wird noch mehreren Diktatoren ermöglichen, sich in die Reihe der „zivilisierten“ Kriegstreiber einzureihen. Oft wiederholt und medial vielfach verbreitet, hat sich die Propaganda vom „islamistischen Terroristen, der Freiheit und Moderne verabscheue“ in die Köpfe vieler Menschen eingebrannt. Dabei liegen gesicherte Untersuchungsergebnisse vor, dass diese Behauptung nicht auf die Täterprofile zutrifft. Unter anderem der Neuropsychologe Joachim Bauer veröffentlicht in seinem Buch „Prinzip Menschlichkeit“ die Forschungsergebnisse, die zum Thema vorliegen: Die in der Ferne erlebte soziale Isolation als Absage der Gemeinschaft an die auch gebildete Minderheit von Muslimen führt erst zu einer Hinwendung zu radikalen Gruppen (Gemeinschaft) und radikalen Ansichten. Es ist also genau das Versagen der Teilhabe an der gepriesenen Moderne, die offensichtlich nur für einige Auserwählte zur Verfügung steht, die zu Abkehr und Radikalisierung führen – das erklärt auch, warum Islamisten gerade keine Scheu haben, moderne Technologie- und Kommunikationsformen zu benutzen, weil sie die Moderne an sich eben nicht ablehnen, sondern nur das Ausgeschlossensein davon sowie die Doppelstandards in Bezug auf die Teilhabe an Menschen- und Völkerrecht.

Ein moderner „zivilisierter“ Kolonialismus etabliert sich, der nicht nur die sog. islamische Welt betrifft, sie aber auch nicht verschont – und der im Namen von Demokratie und Menschenrechten für Krieg zu angeblich „humanitären Zwecken“ und an ausgewählten Orten plädiert – so als gäbe es doch einen „gerechten Krieg“. Kleiner Kolateralschaden am Rande: das Ansehen der Errungenschaften der Aufklärung sowie Menschen- und Völkerrecht, die für die Betroffenen offensichtlich nicht in gleichem Maße gelten, geraten zunehmend in Misskredit. Letzteres wird gerne als Beweis der Theorie vom „menschenfeindlichen Islamisten“ angeführt – unter Ausblendung der Zusammenhänge.

Wer es wagt die offizielle Version von 9/11 in Frage zu stellen verschwindet schnell von der Bildfläche – so etwa Gerhard Wisneswki, langjähriger freier Mitarbeiter des WDR, der inzwischen keinen Auftrag mehr erhält. Allerdings ist es auch schwierig, sechs Jahre nach den Attentaten die verschiedenen Interpretationen und Betrachtungstraditionen der Ereignisse überhaupt noch von den wenigen Fakten, die tatsächlich gesichert vorliegen, zu unterscheiden. Die grenzenlosen Datensammlungen im Internet sind ziemlich wertlos. Bilder können digital bearbeitet, Texte ergänzt und verändert werden. Alle Theorien haben den gleichen Mangel: Sie suchen und interpretieren Ungereimtheiten so, dass diese eine bereits existierende These stützen. So wurden bisher tatsächliche Widersprüche mit einer Reihe von Vermutungen und Spekulationen vermischt, was letztendlich das gesamte Unterfangen des kritischen Nachfragens diskreditierte. Die Klärung der Widersprüche obliegt dagegen allein dem Behaupter.

Gerhard Wisnewski scheint in der Riege der „Verschwörungstheoretiker“ einer der seriöseren zu sein. Aber auch er stellt auf der Grundlage einiger nicht von der Hand zu weisender Fragezeichen eigene Theorien auf und interpretiert alle Informationen in die entsprechende Richtung. Andreas von Bühlow geht noch eine Stufe weiter und versucht eine einzige Theorie anhand selektierter Ungereimtheiten zu beweisen. Die etwas vorschnellen Interpretationsversuche sollten nicht darüber hinweg täuschen, dass es tatsächlich Ungereimtheiten gibt, die nicht mit der „Schlampereitheorie“ zugedeckt werden können. Nicht nur die allzu schnelle Aufklärung, auch die zunächst stehen gebliebenen Wände des Pentagons, die ausgelegten „Handbücher für Flugzeug-Terroristen“, das einstürzende WTC 7, das wie durch ein Wunder „überlebende“ Testament Mohamed Attas und eines Personalausweises sowie die eilig vernichteten Beweismittel wie etwa die Stahlträger des WTC. Auch die rasante Entwicklung seither sollte stutzig machen, ebenso wie die Ermordung Ahmad Shah Massuds zwei Tage zuvor, am 9. September 2001, der als Integrationsfigur des afghanischen Widerstands der designierte Regent des Landes gewesen wäre.

Wenn wir die Cui bono?-Regel anwenden, dann bröckelt der Putz der „antiamerikanischen Terrorfassade“ gewaltig. Jedoch: die Technik machts möglich, die Osama- AlQaida-Verschwörungsstory noch eine Weile aufrecht zu erhalten – und bis dato sind dann unumstößliche Fakten geschaffen, demokratische Gesetze gekippt und das Völkerrecht gänzlich ausgehebelt. Das moderne Opium des Volkes „Clash of Civilizations“ hat dann seine Wirkung gezeitigt und die Menschen sind in sog. Verteidigungskriege verstrickt.

Rückentwicklung des Rechtsstaats und Ausweitung des Krieges

Das neue Buch von Rolf Gössner „Menschenrechte in Zeiten des Terrors“, weist auf die tiefgreifenden juristischen Veränderungen hin, die verstärkt seit dem 11. September voran getrieben werden – aber auch schon vorher auf dem Programm der Rechtsstaatsgegner standen. Die zwei rot-grünen Antiterror-Gesetzespakete erweiterten in Deutschland die Befugnisse für Polizei und Geheimdienste und leiten mit der „Entgrenzung rechtsstaatlicher Prinzipien“ einen „permanenten Ausnahmezustand“ ein. Auch das inzwischen installierte „automatische Kontenabrufverfahren“ ermöglicht es, jeden Bürger zu kontrollieren. Mithilfe des SWIFT-Codes können USBehörden Geldbewegungen – auch innerhalb Deutschlands – abprüfen, „um Geldströme von Terrorverdächtigen ausfindig zu machen“. In dem Zusammenhang scheint es nicht unerheblich, dass etwa Unternehmen wie Die Deutsche Welle die Abwicklung der Honorarauszahlungen auf den internationalen IBAN- und SWIFTCode umstellt – ohne freilich wissen zu müssen, welche Ziele dahinter stecken. Wohin die biometrische Erfassung der Bevölkerung langfristig führt, ist erahnbar, auch wenn unbescholtenen Bürgern sicher noch die Fantasie fehlt, dass auch sie damit einem zukünftigen Überwachungsstaat ausgeliefert sein werden.

Ende 2006 wurde nun mit einem neuen Gesetz der besagte Ausnahmezustand um weitere fünf Jahre verlängert, wobei Gössner drei Schwerpunkte anmahnt: die „ausufernde Präventionsstrategie“, die „institutionalisierte Zusammenarbeit von Polizei und Geheimdiensten“ und die „Militarisierung der inneren Sicherheit“, wie etwa am Beispiel der Tornadoeinsätze zu Zeiten des G8-Gipfels in Heiligendamm ersichtlich.

Im Nachbarland Frankreich wird unter dem neo-konservativen Sarkozy schon seit längerem ein Kopieren US-amerikanischer „Heimatschutzgesetze“ betrieben, die ganz aktuell dazu führen, dass kritische Journalisten um Hab- und Gut und ihre Freiheit fürchten müssen. Denn sie könnten unter den Verdacht der „Terrorismusfinanzierung“ fallen, was zur Konfiszierung ihrer Habe berechtigt. Was die sich anbahnende Zusammenführung von römischem und anglo-amerikanischem Recht – auf Englisch, also in einer Sprache, die bestimmte Rechtsgrundlagen des römischen Rechts gar nicht ausdrücken kann – bedeutet, läuft Gefahr, in der Langfristigkeit der entstaatlichenden Entwicklung verschleiert zu werden.

PR statt investigativer Journalismus

Statt sich in aller nötigen Tiefe mit den aufgeworfenen Fragen zu beschäftigen, taucht pünktlich zum Jahrestag der Anschläge die nächste PR-Kampagne zum Thema auf. Am 24. August erschien das Pulitzerpreis-prämierte Buch „Der Tod wird euch finden“ von Lawrence Whright auf Deutsch. Es wartet mit „der Vorgeschichte der September-Ereignisse“ auf. Das neue Bin Laden-Video wurde bereits erwähnt.

Und die vereitelten Anschlagsversuche in Deutschland? Auch hier wird aufmerksam zu beobachten sein, ob es zu Anklagen und Prozessen nach den Verhaftungen kommen wird. Von Heathrow, London 2005 und 2007 stehen solche Prozesse der ursprünglich für Hauptverantwortlich erklärten noch aus. Und die angekündigten Fernseh-Sendungen zum Jahrestag werden noch einmal die Schlamperei-Theoriebemühen, die sich inzwischen auf immer mehr Kreise von Beteiligten ausbreitet.

Ganz schön viel Bemühen, um abzulenken von den immer drängenderen Fragen der Zweifler am offiziellen Narrativ.

5 Comments

  1. Ich muss Jakob ebenfalls zustimmen, pseudo(links)intlektuelles Gewäsch. Und mal wieder verliert Frau Schiffer, die sonst ständig Manipulation wittert, kein Wort über ihre persönliche Betroffenheit beim Thema Islam: Schiffer ist konvertiert und Mitglied der „Deutschen Muslim-Liga“.

    nickpole sagte:
    > Wer stellt den hier die Ereignisse um den 11.9. in Frage? Doch wohl niemand. Die Konstruiertheit der wundersamen Terrorgeschichte kann durchaus schon auffallen und trifft zunehmend auf Skepsis – auch und gerade viele US-Bürger gehen den Verdachtsmomenten etwa auf http://www.unansweredquestions.org nach.

    Was auch immer, durch wen genau und warum wirklich es zu dem Anschlag in den USA kam, es wird deutlich, dass die Ereignisse des 11. Septembers benutzt werden und einen Dammbruch in Richtung „Globaler Krieg“ darstellen.

    Auch die rasante Entwicklung seither sollte stutzig machen, ebenso wie …

    Ganz schön viel Bemühen, um abzulenken von den immer drängenderen Fragen der Zweifler am offiziellen Narrativ. <

    vgl.
    http://blog.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2007/1685/netzwerk/

    http://www.gegenstimme.net/2007/05/17/trojanische-pferde/

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  2. „ein paar islamistische Terroristen“

    Wie viele Anschläge und Anschlagsversuche dürfen es denn noch sein, dass aus den paar Terroristen eine Bedrohung wird? Wie viele Terrorlager hätten’s denn gern?

    „wahrscheinlich weil sie das gerade im Studium durchnehmen“

    Das ist schon ein gutes Jahr her. Ich habe das nicht nur durchgenommen, sondern hatte einen Einführungskurs im zugehörigen Propagandafach. Außerdem habe ich mehrere Bücher und reihenweise Artikel über das Thema gelesen – von beiden Seiten, sowie auch die Grundlagentexte von Freytag, Foucault und so weiter. Ich weiß also in etwa, wovon ich rede, danke.

    Der Grund, warum ich dieses für Außenstehende so fremdartige Thema immer wieder mal aufbringe ist, dass diese Philosophie die Linke unterwandert und bezwungen hat. Ich bin links im Sinne von Bertrand Russel oder George Orwell, aber ich bin bestimmt nicht im heutigen Sinne links – und die Beiden wären es auch nicht mehr. Die heutige Linke hat einen paranoiden, ideologisch-relativistischen Dachschaden und hat nichts mehr zu tun mit den Idealen der Aufklärung, die ich über jede politische Verwirrung hinweg vertrete.

    Und: Ich bin nicht der Einzige, der auf diesem für Außenstehende so unwichtig klingenden Thema rumhakt – ich muss dich wohl an meinen Artikel darüber erinnern:

    https://brightsblog.wordpress.com/2007/08/26/postmodernismus-eine-andere-kultur/
    2.) Kritik der Aufklärung

    Richard Dawkins: “Seht euch den Postmodernismus-Generator an. Er ist eine wahrlich unbeschränkte Quelle zufällig erzeugten, syntaktisch korrekten Unfugs, unterscheidbar von den echten Texten nur dadurch, dass es mehr Spaß macht, sie zu lesen. (2)

    Alan Socal, Jean Bricmont: “Wir deckten auf, dass berühmte Intellektuelle wie Lacan, Kresteva, Irigaray, Boudrillard und Deleuze mehrmals wissenschaftliche Konzepte und Terminologie missbraucht haben: Entweder, indem sie wissenschaftliche Ideen vollkommen aus dem Kontext rissen, ohne die geringste Rechtfertigung anzugeben […], oder indem sie mit wissenschaftlichem Jargon vor ihren nicht-wissenschaftlichen Lesern umherwarfen, ohne jede Rücksicht für dessen Relevanz oder sogar Bedeutung.” (3)

    Michael Schmidt-Salomon: “Selbst wenn die kompromisslose, aufklärerische Haltung postmodernen Beliebigkeitsaposteln als dogmatisch erscheinen mag: Aus logischen wie empirischen Gründen muss der Aufklärer einem solchem, ach so „demokratischen“ Konsens widersprechen, schließlich weiß er, dass Häuser, Brücken, Gesundheits- oder Rentensysteme, die nach der Formel 2+2=22 gebaut werden, über kurz oder lang in sich zusammenbrechen werden.” (4)

    Noam Chomsky: “Was [von Postmodernisten] vorgeschlagen wird ist ein Weg, der Menschen, die Hilfe brauchen, in kürzester Zeit direkt ins Disaster führt.” (5)

    (1) Eagleton, Terry: Die Illusionen der Postmoderne. Aus dem Engl. von Jürgen Pelzer. Stuttgart, Weimar 1997, S. VII.
    (2) http://www.simonyi.ox.ac.uk/dawkins/WorldOfDawkins-archive/Dawkins/Work/Reviews/1998-07-09postmodernism_disrobed.shtml (eigene Übersetzung)
    (3) Sokal, Alan und Bricmont, Jean: Intellectual Impostures. Postmodern philosophers’ abuse of science. London 2003, S. IX-X. (eigene Übersetzung)
    (4) http://www.schmidt-salomon.de/wahrheit.htm
    (5) http://www.zmag.org/zmag/articles/chompomoart.html (eigene übersetzung)

    Ein weiterer Artikel zum Thema:

    Klicke, um auf fundabelieb.pdf zuzugreifen

    Die Einleitung von The Portable Voltaire stammt aus der Ursprungszeit des Postmodernismus und bereits hier wird er von Seiten der Aufklärung kritisiert. Wir haben das schon immer gemacht, egal wie diese Ideologie gerade hieß. Warum soll das plötzlich nicht mehr wichtig sein, gerade heute, wo Aufklärung und Beliebigkeit den Gipfel ihres uralten Wettstreits erreicht haben?

    „Expressionismus oder Existenzialismus“

    Der Expressionismus ist eine Kunstform, die heute neben anderen besteht, insgesamt aber kaum noch eine Rolle spielt. Das ist nur sehr bedingt eine Weltanschauung und sie passt nicht in unsere Zeit. Solche Sichtweisen sind eher typisch für Nachkriegsgesellschaften. Der Existenzialismus ist ebenso von gestern. Auch den könnte ich in der Tat angreifen, aber wozu auch?

    Wenn du zum Beispiel The Blank Slate gelesen hättest, wüsstest du, dass auch die Linke ideologische Reinigungen und Hexenjagden durchführt, zum Beispiel gegen den Begründer der Soziobiologie. Hier zwei Bücher zum Thema (moderne) Linke gegen Vernunft:

    Morton Hunts The New Know-Nothings und Harvey Silverglates „The Shadow University“.

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  3. Wer stellt den hier die Ereignisse um den 11.9. in Frage? Doch wohl niemand. Die Schuld oder Nichtschuld aufzuklären wird doch durch den Westen in etwas sehr komischer Art und Weise vollzogen. Es geht auch nicht um Verschwörungstheorien, es geht um die Einschränkung und den Abbau bürgerlicher Freiheiten und Grundrechte und ein paar islamistische Terroristen liefern die Grundlage dafür. Auch für diesen Artikel gilt, wer lesen kann ist klar im Vorteil.
    Und konvertierte »LINKE« konvertieren dann irgendwann zu religiösen Fantasten, deren Lieblingsschlagwort die Postmoderne ist, wahrscheinlich weil sie das gerade im Studium durchnehmen. Wenn dann auf dem Studienplan der Expressionismus oder Existenzialismus stehen werden wir uns an den entsprechnenden Ergüssen freuen.
    Es geht um zwei Dinge, erstens um politische Entscheidungen und ihre nachhaltige Interpretation und zweitens um die mediale Verarbeitung derselben und letztere ist doch wohl unter aller Sau.

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  4. Da muss ich zustimmen, Jakob. Es stimmt zwar, dass einige der Bin-Laden-Videos gefälscht waren, aber daraus kann man nicht ableiten, dass er gar nicht existiert. Die Behauptung, dass Bin Laden und Al Kaida erfunden wurden, gehört wohl in das Reich postmodernistischer Entblödung hoch Zehn.

    Es ist pures Wunschdenken, dass es keine islamischen Terroristen gibt. Es gibt keine Verschwörung der westlichen Regierungen, um ihre Völker zu unterdrücken, nein, es gibt eine reelle Bedrohung. Wie man auf diese Bedrohung reagieren sollte und wo die Grenzen für den Rechtsstaat stehen – das ist eine völlig andere, die eigentliche Frage.

    Je öfter ich sowas lese, desto stolzer bin ich darauf, nicht mehr links zu sein. George Orwell würde sich im Grab rumdrehen.

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  5. Wenn’s nicht so ernst wäre, könnte man über den Artikel eigentlich nur lachen. Auf ihn näher einzugehen, dazu ist mir meine Zeit zu schade. Ich habe ihn auch nur gelesen, weil mich sozusagen die ‚Faszination des Schreckens‘ ob all dieses Unsinns gepackt hat. Sagen möchte ich dazu eigentlich nur eines:

    Selten habe ich so ein weltfremdes und realitätsfernes, pseudo(links)intlektuelles Gewäsch gelesen.

    Gute Nacht

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