Verdrehter Benny



Hurrah! Die weichgekochte Christenlehre, mit Sozialwürze und Humanismus-Soße übergossen, kommt bei den Schülern doch an.

Von Hubert Hecker.

Die Situation bei der Glaubensvermittlung an die nächste Generation ist desaströs.

In diesem Sinne äußerte sich kürzlich der Leiter der deutschsprachigen Abteilung im Staatssekretariat des Vatikans, Mons. Christoph Kühn, wie die Netz-Seite kath.net am 19. Oktober berichtete.

Der Vatikan-Diplomat hatte bei der Einweihung eines Verlagsgebäudes im Allgäu gesprochen. Wie kommt es, daß die grundlegenden Teile der katholischen Glaubenslehre den meisten Jugendlichen auch nach Jahren schulischen Religionsunterrichts völlig unbekannt sind? Die Antwort lautet: Viele bischöfliche Lehrpläne in Deutschland tragen den Religionslehrern auf, die christliche Lehre selektiv zu behandeln. Es sollen nur die Inhalte des christlichen Glaubens behandelt werden, die mit einer nebulösen gesellschaftlichen „Lebensrelevanz“ kompatibel sind. Dagegen kommen Erbsünde und Erlösung, Jungfrauengeburt und Totenerweckung, Christi Wiederkunft und Gericht im Lehrplan des katholischen Religionsunterrichts nicht vor. Dem zentralen Glaubenssatz „Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt“ stehen junge Katholiken auch nach 13 Jahren katholischer Religionslehre völlig verständnislos gegenüber.

Man geht a priori davon aus, daß Vorstellungen wie „Lamm Gottes“ und „Sünde“ der „heutigen Jugend“ nicht mehr vermittelbar seien.

Deshalb werden diese und andere Torheiten des Glaubens wie die Dreifaltigkeit, Menschwerdung, Wunder, Verklärung, Passion und Auferstehung einem konstruierten Zeitgeisthorizont angepaßt.

Bei zahlreichen Religionsbüchern bekommt man den Eindruck, daß die Autoren Kirche und Christentum zu einem sozial-humanistischen Gemischtwarenladen degradieren.

Papst-Worte sinnlos

Schon vor 25 Jahren hat der damalige Joseph Kardinal Ratzinger in einem Vortrag vor französischen Bischöfen die „Krise der Katechese“ analysiert und Wege zu ihrer „Überwindung“ aufgezeigt.

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6 Comments

  1. Ich stimme mit bskeptik überein. Wenn der Religionunterricht in seiner kompletten Sperrigkeit und vorallem Sinnlosigkeit stattfinden würde und die Kirche auch noch voll dahinter steht, kann das doch nur gut für uns sein.

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  2. Das ist doch ganz sinnvoll, wenn sie die unpassenden Dinge der Bibel nicht lehren.

    Weniger sinnvoll ist, dass sie sich von den überflüssigen Inhalten nicht trennen wollen.

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  3. Hier wird doch keine Propaganda gemacht. Hier wird u.a. aufzeigt wie die Brüder argumentieren.
    Wenn du an deren Argumentation etwas auszusetzen hast, tu es. Bei denen kann man ja keinen Kommentar hinterlassen, hier schon.

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  4. Hoffentlich setzt Benny sich durch 😉

    Ein ehrlicherer, nicht mit mit „Sozialwürze und Humanismus-Soße übergossener“ (kath.) Religionsunterricht würde sicher weniger breite Akzeptanz finden und die Nachfrage und somit die bundesweite Einführung der Humanistischen Lebenskunde fördern.

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