Britischer Lehrerin drohen Peitschenhiebe wegen Gotteslästerung


Der Sudan kennt keinen Spaß. Die britische Lehrerin Gillian Gibbons, die in einer Schule im Sudan unterrichtet, gab ihrem Teddy-Bären den Namen Mohammed. Grund genug für die sudanische Staatsanwaltschaft eine Anklage wegen Anstiftung zu religiösen Hass und Gotteslästerung zu stellen. Nach Generalanwalt Salah Addin Abuseit wurde eine entsprechende Anklageschrift am Donnerstag bei Gericht eingereicht. Bei einer Verurteilung drohen der Britin sechs Monate Haft und 40 Peitschenhiebe. „Wir sind von dieser Entwicklung überrascht und enttäuscht“, sagte ein Sprecher des britischen Premierministers Gordon Brown.

Update: Nach neusten Meldungen ist Gibbons zu 15 Tagen Haft verurteilt worden.

Noch darf man bei uns seinen Teddy-Bären nennen wie man will. Angesichts der Pläne der CSU den Gotteslästerungsparagraphen §166 StGB zu verschärfen, kann man nur hoffen, dass das auch so bleibt.

 

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17 Comments

  1. Ich setz keinen Fuß in das Land.

    Und die Gotteslästerung gehört bei uns auch gestrichen. Das müssen die Religiösen einfach mal packen, das wir nicht mehr im Mittelalter leben.

    Das müssen Religiöse in einem freien Land schlucken können, wenn jemand anderer Ansicht ist. Von den Christen kann man das erwarten, für viele Moslems ist das schwerer, weil sie das erst noch lernen müssen. An der freiheitlichen Ausrichtung lässt sich aber nun mal nicht rütteln.

    Zur not muss man eine Religion gründen, die das Ritual des Schweineblutversprühens einführt. Vielleicht kapieren die es dann.

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  2. @Ari, mir fehlt da das Hintergrundwissen, vllt hat diese Schule missioniert, die Lehrerin ist nur ein Bauernopfer, weil den Moslems die Schule ein Dorn im Auge ist. Man trifft die Schule ohnehin. Es ist ein Achtungszeichen.

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  3. Mich wundert was für eine Schule das ist. Im Spiegel steht ja eine christliche Schule. Aber wenn die Eltern Christen sind, warum beschweren sie sich dann über den Namen Mohammed? Wahrscheinlicher ist wohl das sie christlich geleitet wird, aber auch andersgläubige aufnimmt.

    @nickpol:
    Natürlich ist es nicht sehr clever. Aber es ist auch nicht clever das wir jedem Staat Entwicklungshilfe leisten, der so harte Strafen für für harmlose Namensgebungen vorsieht. Krass ist natürlich auch die Bewertung des obersten muslimischen Geistlichen im Sudan der sie auf eine Stufe mit Salman Rushdies Satanische Verse stellt.

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  4. tja, wenn man in fremden Gefilden missioniert.
    Mohammend der Teddy wird es überleben, die Frau hoffentlich auch, die Gefängnisse solle nicht so doll sein da.

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  5. Aus dem Reise- und Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes zum Sudan:

    „Mit Bandenüberfällen, aber auch mit willkürlichen Maßnahmen der Polizei oder anderer Sicherheitsorgane muss gerechnet werden.“

    „…und zu freizügige Kleidung (sehr kurze Hosen, Bikinioberteil), insbesondere bei Frauen, können nach dem sudanesischen Strafgesetz und dem Public Order Law mit hohen Strafen (Haft, Geldstrafen, prinzipiell sogar mit Auspeitschen) geahndet werden.“

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  6. Unglaublich, wir leben im 3. Jahrtausend und das erinnert mich an sehr dunkle Zeiten der Menschheitsgeschichte. Die islamistischen Trolle geben nicht auf.

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  7. Gottesläsetrung kommt ja auch eher nicht in Frage, weil deren Prophet offiziell keine Gottheit ist.

    Wer soll denn jetzt genau zu religiösem Hass angestiftet werden? Die Moslems gegen die Lehrerin???

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  8. Ich dachte, die Kinder in der Schulklasse hätten abgestimmt, dass der Bär so heißen soll: Werden die jetzt auch ausgepeitscht?

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  9. Wird eigentlich offiziell vor der Einreise in solche Staaten durch die Bundesregierung gewarnt? Wäre sinnvoll…

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