Die Quasi-Religiösität des Prof. Kutschera


Radio Vatikan

Massive Kritik an radikalen Vertretern der Evolutionstheorie übt der Berliner Wissenschaftsjournalist Benno Kirsch. Ihrzensiert.gif „Anti-Kreationismus“ könne seine quasi-religiösen Strukturen nur noch schwer verstecken, schreibt Kirsch in der Zeitschrift „Die politische Meinung“, die die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung in St. Augustin bei Bonn herausgibt. Er nennt den Evolutionsbiologen Ulrich Kutschera (Kassel) und den ehemaligen Vorsitzenden des Ausschusses für Kultur und Bildung in der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, den französischen Sozialisten Guy Lengagne. Es sei überzogen, wenn Lengagnes Kommissionsbericht den Kreationismus als Gefahr für Demokratie und Menschenrechte bezeichne, so Kirsch. Die Maßlosigkeit von Kutscheras Vorgehen und in Lengagnes Report deuteten darauf hin, dass nicht Kreationisten problematisch seien, sondern einige Befürworter der eigentlich gut abgesicherten Evolutionstheorie. Indem sie die Theorie zu einer umfassenden Lehre machten, gäben sie ihr einen unangemessen hohen Stellenwert als angebliche Garantin für Freiheit und Fortschritt. Dass die Evolutionstheorie dogmatisch als Tatsache hingestellt werde, verhindere ebenfalls eine kritische Diskussion.

Hier einige Ergüsse aus den Werken des Politologen Benno Kirsch zu Glaubrecht, M. et al (2007): Als das Leben laufen lernte. Evolution in Aktion:

Eine grundnüchterne Herangehensweise an die Frage nach dem Ursprung des Lebens ist nämlich dringend geboten, weil sie seit Darwins Lebzeiten immer aufs Neue zum öffentlichen und emotionsgeladenen Streitthema geworden ist. Dabei geht es nicht nur um die Frage nach dem Verhältnis zwischen Glauben und Wissenschaft, sondern auch um Fragen von Leben und Tod: Ob man beispielsweise Abtreibung und Euthanasie befürwortet oder nicht, kann abgeleitet werden aus der Haltung zur Ursprungsfrage, wie Schmidt-Salomon in seinem „Mainfest des evolutionären Humanismus. Plädoyer für eine zeitgemäße Leitkultur“ eindrucksvoll und furchteinflößend vorexerziert hat. Die Ursprungsfrage hat also Weiterungen, die nicht auf den ersten Blick erkennbar sind.

[…]

Wie sich nun aus einem Buntbarsch ein Vogel – also der Artensprung, um den es im Kern bei jeder Auseinandersetzung um „Evolution“ geht – entwickeln soll, bleibt allerdings unklar. Vor dem Hintergrund derartiger Begriffshudelei wirkt das von Kreationisten und ID-Forschern propagierte Grundtypenmodell geradezu plausibel.

[…]

„Der Stil erhält die Schönheit vom Gedanken“, sagt Schopenhauer. „Ist doch der Stil der bloße Schattenriss des Gedankens: unordentlich oder schlecht schreiben, heißt, dumpf oder konfus denken.“ Welches Denken steckt hinter einer Formulierung wie dieser: „Die Jurakorallen waren also überaus experimentierfreudig, um möglichst viele Lebensräume besiedeln zu können.“ (S. 9) Kann man denn das überhaupt sagen: dass diese Jurakorallen „überaus experimentierfreudig“ waren? Haben sie verschiedene Optionen gewogen und schließlich nach gründlichem Nachdenken eine Entscheidung getroffen? Was ist weiterhin von der Wendung „… um … zu …“ zu halten? Sie ist verräterisch, offenbart die Denkungsart des Autors: Er gibt sich nicht damit zufrieden, die rezente Welt zu beschreiben und zu deuten. Das ist ein zentraler Fehler, im besten Fall ein Missverständnis, denn die Natur kennt keine Motive, keine Moral, hat keine Ziele. Wenn man Evolution „erklären“ möchte, schwingt immer die Gefahr einer Rechtfertigung mit – in diesem Fall die Rechtfertigung menschengedachter, auf die Natur projizierter Ideologien, weil die Natur selbst ja keine hat.

[…]

Aber ist die verbreitete Abneigung gegenüber der Evolutionstheorie angesichts der gebetsmühlenartig vorgetragenen Behauptung, dass der Mensch keine Sonderstellung in der Welt innehabe, nicht sogar verständlich?

[…]

Summa summarum ist eine zumindest zwiespältige Bilanz zu ziehen. Einerseits macht die Ausstattung des Buches Freude, und sicherlich haben Koryphäen wertvolle Beiträge geliefert. Leider beschränken sie sich nicht auf das, was sie am besten können, sondern sie wollen mehr: die Welt erklären, den Sinn des Lebens herausfinden. Dagegen ist im Grundsatz nichts einzuwenden, hat doch jeder das Recht auf eine eigene Meinung. Allerdings treten sie ausdrücklich als Wissenschaftler in Erscheinung, als Repräsentanten einer bedeutenden Forschungseinrichtung. Und in dieser Funktion begehen sie eine Grenzüberschreitung, und dass sie sie systematisch begehen, merkt man den Artikeln auch an. Dabei gerieren sie sich – wie so viele Evolutionsbiologen, womöglich von ihnen selbst unbemerkt –, als handele es sich bei ihren Meinungsäußerungen um die letzte wissenschaftliche Instanz. Dass ihnen durch ihre Selbstgewissheit die Wissenschaftlichkeit abhanden kommt, das bemerken sie dabei nicht.

Den Autoren ist teils ausgesprochen daran gelegen, den Menschen zu entwerten; auf der Basis ihrer naturalistischen Weltanschauung weisen sie ihm einen Platz neben den Tieren zu, entthronen ihn. Es stimmt schon: Darwins Theorie vom Ursprung der Arten ist, wenn sie wahr wäre, eine Demütigung, und die Autoren tun alles dafür, sie für wahr auszugeben. Dass sie sich damit auf ein gefährliches Terrain begeben, bemerken sie nicht. Wie andere Vertreter ihres Faches auch dekonstruieren sie damit nämlich auch Menschenrechte, Zivilisiertheit und Humanität, ohne auch nur die Andeutung einer Antwort auf die Frage zu geben, durch was sie ersetzt werden könnten. Das Bedrohliche an Büchern wie „Als das Leben laufen lernte“ ist, dass steter Tropfen den Stein höhlt.

philosophia-online

17 Comments

  1. 🙂

    Möglicherweise sind ihm seine eigenen Aussagen peinlich ins Bewusstsein gedrungen. Bei so etwas kann man das schon verstehen:

    Wie sich nun aus einem Buntbarsch ein Vogel – also der Artensprung, um den es im Kern bei jeder Auseinandersetzung um „Evolution“ geht – entwickeln soll, bleibt allerdings unklar…

    Man sollte halt das, was man kritisiert, wenigstens in den Grundzügen verstanden haben. Sich geifernd mit halbgaren Polemiken aus dem Fenster zu lehnen, ist doch etwas insuffizient.

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  2. „… geht es nicht nur um die Frage nach dem Verhältnis zwischen Glauben und Wissenschaft, sondern auch um Fragen von Leben und Tod: Ob man beispielsweise Abtreibung und Euthanasie befürwortet oder nicht, kann abgeleitet werden aus der Haltung zur Ursprungsfrage,… Die Ursprungsfrage hat also Weiterungen, die nicht auf den ersten Blick erkennbar sind.“

    Ja, ganz bestimmt: Wer an einen ersten Verursacher glaubt, zieht geradezu zwangsläufig und oft leichtfertige Schlüsse im Hinblick auf solch sensibel zu behandelnde Fragen wie Abtreibung und die Unterstützung bei einem selbstbestimmten Leben bis zu seinem ebenfalls selbstbestimmten Ende. Mit Rundumschlagbegriffen, wie das bewußt hier eingestzte problematisch eingefärbte Unwort der Euthanasie, kommt man in solch sensiblen Lebensbereichen und Entschiedungen allerdings überhaupt nicht weiter.

    „Wie sich nun aus einem Buntbarsch ein Vogel – also der Artensprung, um den es im Kern bei jeder Auseinandersetzung um „Evolution“ geht – entwickeln soll, bleibt allerdings unklar. Vor dem Hintergrund derartiger Begriffshudelei wirkt das von Kreationisten und ID-Forschern propagierte Grundtypenmodell geradezu plausibel.“

    Wenn er zu diesem äußerst komplexen Wissensgebiet geschwiegen hätte, man hätte ihn für einen Weisen halten können.

    „Welches Denken steckt hinter einer Formulierung wie dieser: „Die Jurakorallen waren also überaus experimentierfreudig, um möglichst viele Lebensräume besiedeln zu können.“ (S. 9) Kann man denn das überhaupt sagen: dass diese Jurakorallen „überaus experimentierfreudig“ waren? Haben sie verschiedene Optionen gewogen und schließlich nach gründlichem Nachdenken eine Entscheidung getroffen? Was ist weiterhin von der Wendung „… um … zu …“ zu halten? Sie ist verräterisch, offenbart die Denkungsart des Autors: Er gibt sich nicht damit zufrieden, die rezente Welt zu beschreiben und zu deuten. Das ist ein zentraler Fehler, im besten Fall ein Missverständnis, denn die Natur kennt keine Motive, keine Moral, hat keine Ziele. Wenn man Evolution „erklären“ möchte, schwingt immer die Gefahr einer Rechtfertigung mit – in diesem Fall die Rechtfertigung menschengedachter, auf die Natur projizierter Ideologien, weil die Natur selbst ja keine hat.“

    Hier wäre ich geneigt, durchaus in einigen Punkten zuzustimmen: Auch mir erscheinen solche Formulierungen im Sinne der Evolutionsgesetzmäßigkeiten problematisch. Die Natur ist nicht experimentierfreudig, sie dient auch keinem übergeordneten Zweck, sie ist. Lebewesen entstehen aus Zufall und Notwendigkeit. Hat eine Lebensform eine Eigenschaft, die für ihr Fortbestehen in einer bestimmten Umwelt von Vorteil ist, wird sie sich vermehren und erfolgreich gegen andere behaupten können, die ihrerseits diese vorteilhaften Merkmale nicht oder in nicht ausreichendem Maße aufweisen. Diese wiederum werden, da sie nicht adäquat an ihre Umgebung angepaßt sind, über kurz oder lang aussterben, es sei denn, es entstünden im Lauf einer angemessenen Zeit Vertreter dieser Spezies mit solchen Veränderungen in ihrem Erbgut, die ihrerseits wieder einen Vorteil gegnüber anderen Lebensformen beinhalten. usw. usf.

    „Aber ist die verbreitete Abneigung gegenüber der Evolutionstheorie angesichts der gebetsmühlenartig vorgetragenen Behauptung, dass der Mensch keine Sonderstellung in der Welt innehabe, nicht sogar verständlich?“

    Verständlich vielleicht aber nicht vernünftig.
    Es wird höchste Zeit, für die „Krone der Schöpfung“, ihren Herrschaftsanspruch über die übrige Schöpfung, eine durch die Idee eines Schöpfergottes in problematischer Weise verinnerlichte Hybris, aufzugeben und in Anbetracht des immensen Schadens den eine solche Ideologie im Laufe der Jahrtausende auf Erden angerichtet hat, endlich bescheidener und ja, auch demütiger aufzutreten.

    „… gerieren sie sich – wie so viele Evolutionsbiologen, womöglich von ihnen selbst unbemerkt –, als handele es sich bei ihren Meinungsäußerungen um die letzte wissenschaftliche Instanz. Dass ihnen durch ihre Selbstgewissheit die Wissenschaftlichkeit abhanden kommt, das bemerken sie dabei nicht.“

    Im Gegensatz zu den „Wahrheitswissenden“ der Religionen stellen die Wissenschaftler ihre Thesen zur öffentlichen Diskussion und erheben nicht den Anspruch auf Unfehlbarkeit, wie so mancher Oberpriester der Deutung des „unanfechtbaren Wortes Gottes“.

    „Den Autoren ist teils ausgesprochen daran gelegen, den Menschen zu entwerten; auf der Basis ihrer naturalistischen Weltanschauung weisen sie ihm einen Platz neben den Tieren zu, entthronen ihn. Es stimmt schon: Darwins Theorie vom Ursprung der Arten ist, wenn sie wahr wäre, eine Demütigung, und die Autoren tun alles dafür, sie für wahr auszugeben. … Wie andere Vertreter ihres Faches auch dekonstruieren sie damit nämlich auch Menschenrechte, Zivilisiertheit und Humanität, ohne auch nur die Andeutung einer Antwort auf die Frage zu geben, durch was sie ersetzt werden könnten. Das Bedrohliche an Büchern wie „Als das Leben laufen lernte“ ist, dass steter Tropfen den Stein höhlt.“

    Was ist daran so verwerflich, den Menschen im Hinblick auf seinen selbst gegebenen Status einer „Krone der Schöpfung“ ein wenig zu „entwerten“?
    Ist der Platz des Menschen neben den Tieren, die nach Ansicht der Gottesvertreter auch Schöpfung sind, etwa unwürdig?
    Ja, ich bin sehr dafür, jeden, der sich in einem Anfall von nicht zu rechtfertigender Überheblichkeit auf einen unzulässigen Thron der Selbsterhöhung gesetzt hat, zu demütigen. Damit sind aber nicht die Menschenrechte an sich in Gefahr, höchstens ein paar unzulässige Privilegien einer jahrtausendealten Priesterkaste.
    Menschenrechte, Zivilisiertheit und Humanität müssen im demokratischen Miteinander und auch Streit verhandelt und schließlich durchgesetzt werden. Hierzu bedarf es keiner Legitimierung von „oben“.
    Wollen wir also hoffen, daß steter Tropfen aus dem See der Erkenntnis und der Wissenschaft den Stein all jener Ideologien aushöhlt, die einer aufgeklärten, demokratisch verfaßten Gesellschaft im Wege stehen.

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  3. Besten Dank für den Beitrag und insbesondere für die entlarvenden Zitate aus Kirschs Werken. Sie sagen über die Denkungsart dieses Politologen mehr aus, als jeder Kommentar.

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  4. tsss
    sowas!

    „Indem sie die Theorie zu einer umfassenden Lehre machten, gäben sie ihr einen unangemessen hohen Stellenwert als angebliche Garantin für Freiheit und Fortschritt. Dass die Evolutionstheorie dogmatisch als Tatsache hingestellt werde, verhindere ebenfalls eine kritische Diskussion.“

    außerwissenschaftliche kritik an der ET darf man zurück weißen, sie als unangebracht ansehen und als belanglos bezeichnen.
    anderst bei innerwissenschaftlichen kritik. wenn man zb. einen schädel von einem homo sapiens in einem nest von tyrannusaurus rex neben dessen eiern findet und man dies dann nicht zur kenntnis nimmt und trotzdem weiterhin auf die ET beharrt dann wäre es dogmatisch.

    „kritsche diskussion zur ET“
    wer soll den kritisch darüber diskutieren ein kreationist aus der dorfgemeinde der laien damit beeindruckt das es fehlende übergangsformen gibt oder das der quastenflosser heute noch „unverändert“ lebt?
    sinnvoll können darüber prof kutschera und prof scherer diskutieren oder menschen die sich mit dem thema intensiv befasst haben so wie martin neukamm.

    „Ob man beispielsweise Abtreibung und Euthanasie befürwortet oder nicht, kann abgeleitet werden aus der Haltung zur Ursprungsfrage, wie Schmidt-Salomon in seinem „Mainfest des evolutionären Humanismus. Plädoyer für eine zeitgemäße Leitkultur“ eindrucksvoll und furchteinflößend vorexerziert hat. Die Ursprungsfrage hat also Weiterungen, die nicht auf den ersten Blick erkennbar sind.“
    Tsss als ob ein mensch durch die ET zu einem skeptischen mensch würde. ich denke es ist eher so dass sich skeptische menschen sich der ET bedienen um damit den ursprung zu erklären.
    für den ursprung des universums wird der skeptische mensch die Quantentheorie heranziehen und schuld daran ist nicht die ET sondern die wissenschaftliche grundhaltung.

    „euthanasie“
    mal wieder die sterbehilfe rethorisch verunglimpft mit dem begriff der euthanasie der ja mit schlechten erinnerungen aufgeladen ist bis zum geht nicht mehr.

    außerdem übernimmt MSS ja nicht einfach werte aus der ET das wäre ja ein nauralistischer fehlschluss. aber wissenschaftliche erkenntnisse über die natur des menschen müssen in die ethische also philosophische überlegung eingang finden und berücksichtigt werden. niemand hat behauptet die ET kann präskriptive sätze hervorbringen.

    zu dem dogmatismus vorwurf sollte er sich mal das zitat auf der brights-blog-seite links reinziehen.
    „»Der Naturalismus wie er heute von analytischen Philosophen vertreten wird, ist immer mit einem durchgängigen Kritizismus verbunden. Nicht nur alle Wirklichkeitsaussagen, ebenso auch alle metatheoretischen, methodologischen und erkenntnistheoretischen Thesen und Behauptungen unterliegen der Kritik, können falsch sein und gegebenenfalls verbessert werden. Daher ist der Dogmatismusvorwurf gegen den Naturalismus gegenstandslos.«

    (B. Kanitscheider)

    “ Wie andere Vertreter ihres Faches auch dekonstruieren sie damit nämlich auch Menschenrechte, Zivilisiertheit und Humanität, ohne auch nur die Andeutung einer Antwort auf die Frage zu geben, “
    tss reiner populismus!
    er hat da das manifest des eH gelesen wie er vorgibt. dann sollte er auch unsere „antworten auf die fragen“ kennen. auch wenn er sie als falsch ansieht müsste er wenigstens zugeben das wir nicht „ohne auch nur die Andeutung einer Antwort “ dastehen. sogar viele theologen sagen menschnrechte können nur säkular begründet sein. philosophe wie Hoerster lehnen den begriff der menschenwürde ab un haben trotzdem antworten auf begründung von ethik und menschenrechte.

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  5. „Dass die Evolutionstheorie dogmatisch als Tatsache hingestellt werde, verhindere ebenfalls eine kritische Diskussion.“

    Die darwinistische ET wird mitnichten „dogmatisch“ als Tatsache hingestellt, sondern aufgrund einer gewaltigen Menge an falsifizierbaren empirischen Beweisen.

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  6. @Rudi:
    Das dachte ich auch. Es ist zwar nicht meine politische Ausrichtung und die Konrad Adenauer Stiftung macht manchmal merkwürdiges. Aber hatte immer das Gefühl das gewisses politisches und gesellschaftliches Fingerspitzengefühl vorhanden ist. Und mit so einem Papier setzt man sich meiner Meinung nach eher übermässiger Kritik aus. So beliebt und verbreitet ist ID auch nicht. Haben die keine sorge das bekannte Evolutionsbiologen, Fachmagazine und damit auch die Medien als verbreiter für schlechte Presse sorgen?

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  7. Also ich finde Herr Kirsch hat recht.

    Zudem sollten wir an unseren Hochschulen Fachbereiche für Alchemie, Schamanismus und Zahlenmystik einführen.
    Eine gleichberechtigte Behandlung im Schulunterricht wäre ebenfalls angebracht.

    Alles andere verhindert eine kritische Diskussion und wäre in unzulässigem Maße dogmatisch.

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  8. „Wie sich nun aus einem Buntbarsch ein Vogel – also der Artensprung, um den es im Kern bei jeder Auseinandersetzung um „Evolution“ geht – entwickeln soll, bleibt allerdings unklar. Vor dem Hintergrund derartiger Begriffshudelei wirkt das von Kreationisten und ID-Forschern propagierte Grundtypenmodell geradezu plausibel.“

    Ich les nicht mehr weiter, sonst hole ich mir einen Lachanfall. Der Mann sollte vielleicht einfach mal den Biologieunterricht 9. Klasse besuchen. Oder er kauf sich ein Aquarium mit Guppys…

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  9. Sobald der Mensch nicht mehr auf ewig verflucht ist durch die Erbsünde, auf ewig überwacht von einem himmlischen Diktator, auf ewig bedroht vom ewigen Höllenfeuer, auf ewig seines Verstandes beraubt, auf ewig Sklave eines irrationalen Glaubenssystems, wird er auch nicht mehr von deren Gegenstücken Menschenrechte, Zivilisiertheit und Humanität belästigt werden, weil es ohne Negative keine Positive geben kann. Reductio ad absurdum, ad ignorantiam, Amen.

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  10. Das sind die Forschungsschwerpunkte von Kutschera:
    * Symbioseforschung: Epiphytische Bakterien als Phytosymbionten, Ko-Evolution Bakterium-Pflanze, Wachstumsregulation über Epiphyten.
    * Phytohormone; Funktion verschiedener Zellwandkomponenten und die Phylogenese mehrzelliger Algen und Pflanzen.
    * Evolution, Systematik und Verhalten der Anneliden (Ringelwürmer), insbesondere der Klasse der Egel (Hirudinea): Molekulare Phylogenetik, DNA-Barcoding
    * Wissenschaftstheorie: Entwicklung der modernen Theorie der biologischen Evolution zur erweiterten Synthese (Expanded Synthesis).
    Man kann ja von einem Politologen, der noch nahe der CDU steht nicht verlangen, dass er das versteht. Aber über die Begriffe Religion und (Anti)-Kreationismus sollte er sich schon im klaren sein.

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  11. Meint ihr „Anti-Kreationismus“ taugt als Unwort des Jahres?

    Das ja wirklich Verdummung. Wenn Kreationismus eine halbwegs funktionale Theorie wäre wäre es ja ok. Aber das genauso wie „anti-ufoistmus“. Es gibt kein Anti-Schwachsinn. Es gibt nur Schwachsinn und Vernunft!

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  12. Natürlich – die Evolutionstheorie dekonstruiert Menschenrechte, Zivilisiertheit und Humanität. Solange der Mensch noch die Krone der Schöpfung auf dem Haupte hatte, war das besser. Deswegen gab es in frühchristlicher und mittelalterlicher Zeit auch solche Unmengen an Menschenrechten, Zivilisiertheit und Humanität. Die wissenschaftliche Methode war schließlich auch eine christliche Entwicklung, die die dogmatischen Evolutionswissenschaftler mit den Füßen treten. Ein Glück gibt es noch aufgeklärte Christen wie Herrn Kirsch. (So er denn einer ist…)

    Nunja, ohne den gesamten Kontext zu kennen, halte ich mich mit einem Urteil mal zurück.

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