Dodo des Monats März 2008


Dodo

Dom St. Salvator zu Fulda

Die Hessen haben einen zweifelhaften Ruf erlangt. Zum zweiten Mal in der Geschichte des Dodos geht dieser eben in jenes Bundesland. Das Bistum Fulda ist der Gewinner des Monats März. Es geht um eine Drogerie, in Fulda, die keine Kondome verkaufen darf, weil diese Drogerie sich in einem Haus befindet, welches dem Bistum Fulda gehört. Pariser, Verhüterli, Lümmeltüten, Präser, Gummis, Nahkampfsocken, Fromms, Londoner, Überzieher, Tüte oder Rammelbeutel sind da nicht wohl gelitten. Natürlich muss sich niemand der Sorge hingeben, dass nun mit einer erheblichen HIV-Welle in Fulda zu rechnen ist, es gibt ja noch vernünftige Drogerien, die ob dieser katholischen Borniertheit nur den Kopf schütteln können. Wir schütteln mit, unseren Kopf. Man bedenke, wir schreiben das Jahr 2008 u.Z. und und müssen zur Kenntnis nehmen, dass wider aller Erkenntnisse die Kirche an ihrer Sexualitäts-feindlichen Grundhaltung festhält. Kopulation nur, wenn es der Familie dient, der katholischen natürlich. Familienplanung wird nur anerkannt im Rahmen Natürlicher Familienplanung z.B. nach Knaus Ongio oder die Symptothermale Methode mit einem Pearl-Index von 0,3–2,5. Ich hoffe ihr habt das jetzt verstanden und lasst euch die Lust und Freude am Sex nicht versauen, von eben jener katholischen Familienplanung.

Die Auswirkungen des Kondom-katholischen-Wahnsinns sind bekannt, besonders in Afrika, wo ganze Generationen Aids-verseucht sind, da wird noch in guter alt-afrikanischer Kultur und Tradition gebumst, natürlich mit dem Segen aus dem Vatikan. Dort hat das Wort Sexualhygiene eine ganz andere Bedeutung als wir es hier in Europa gewohnt sind. Sicherlich brauchen pädophile Priester beim sexuellen Missbrauch von Kindern keine Kondome, die Gefahr sich ansteckende Krankheiten bei Kindern in unserer zivilisierten Welt einzufangen ist äußerst gering. Ansonsten gehen die Haushälterinnen der katholischen Priester doch hoffentlich zur medizinsichen Vorsorge und vertrauen nicht der Alt-Männer-Riege im Vatikan.

Selbst im schwärzesten Bayern gibt es seit dem 16. Mai 2001 ein Gesetz welches männlichen und weiblichen Prostituierten den beruflichen Gebrauch des Gummis zwingend vorschreibt.

Fulda, ein kleines Stück Deutschland mit einem Kulminationspunkt gelebter Idiotie, ach ja, Eigentum verpflichtet, habe ich irgendwo gelesen.

 

9 Gedanken zu “Dodo des Monats März 2008

  1. El Schwalmo

    === schnipp ===
    Knaus Ongio
    === schnapp ===

    der arme Japaner. Erst verballhornt man den als ‚Klaus Orgasmo‘, und nun Ongio.

    Man lernt nie aus.

    Gefällt mir

  2. Ein guter Katholik kann in diesem Jahr gegen alle Sünden verstossen. Der Papst hat für eine Pilgerfahrt nach Lourdes, im 150 Jahr der Marienerscheinung Total-Ablaß versprochen, quasi einen vatikanisch.päpstlichen Aldi-Discounter benannt. Also Freie Sexualität, Onanie bis zum Abwinken und Ehebruch, wobei ich vermute, die Katholen machen das eh schon alles. :mrgreen:

    Gefällt mir

  3. Rudi

    Immerhin steht es auch im Katechismus, dass das Gebot, nicht Ehe zu brechen, auch die Keuschheit enthält, also Sexvorschriften: Weder Onanieren ist erlaubt (auch nicht für Alleinstehende…), Sex außerhalb der Ehe schon mal gar nicht und innerhalb der Ehe nur dann, wenn dies mit dem Willen der Kindeszeugung erfolgt.

    Ein Verstoß gegen eines der 10 Gebote ist immer schon mal eine schwere Sünde, die einen in die Hölle führt. Davon kann man aber durch die Beichte und Erteilung der Absolution (Mündlicher Ablassbrief) befreit werden. Man könnte jetzt daraus schließen, dass dieser Dinge in den Katechismus aufgenommen wurden, weil sich früher die Pfarrer gerne Sexgeschichten anhörten – immerhin lässt sich diese Vorschrift des Katechismus aus dem Wortlaut „Du sollst nicht Ehebrechen“ beim besten Willen nicht ableiten.

    Gefällt mir

  4. Eigentlich könnte einem diese Lächerlichkeit ja fast egal sein. Skandalös ist jedoch:
    Die gleichen Leute, die in Fulda die Kondome verbieten, sitzen in Ethikkomissionen, Rundfunkräten, in der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien etc. etc. und wollen im Religionsunterricht moralische Werte vermitteln.

    *kopfschüttel*

    Gefällt mir

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.