Мавзолей Padre Pio


Wie schon bei seiner Heiligsprechung 2002 feierten die Gläubigen auch heuer ihren Padre Pio. (reuters)

Italien hat seinen „Säurenheiligen“ Padre Pio ausgraben lassen. Es hat schon etwas von Leichenfledderei und Störung der Totenruhe an sich, was da geschehen ist. Da liegt er in seinem Glasschrein, wächsernes Gesicht und sieht aus als mache er ein Nickerchen, wenn man den ungesunden Teint mal übersieht, welcher einen doch an einen Zombie erinnert.

Für alle die ihn nicht kennen, Lenin, wie er in seinem Mausoleum in Moskau seit über 80 Jahren ausgestellt ist. Ähnlich wie dem „Säurenheiligen“, hat er als untote Kultfigur jedoch  viel Leid in die Welt gebracht. Seine Fans lieben und bewundern ihn, ganze Generationen haben sein Mausoleum besucht und stundenlang gewartet um an seinen Schrein zu treten. Die Parallelen die sich mir da auftun sind so überraschend nicht. Die katholische Kirche gräbt ihre toten Heiligen wieder aus, ihr Antikommunismus hat sie nicht daran gehindert es den Kommunisten nachzutun. Demnächst, so wird angedroht soll sogar JP2 ausgebuddelt und verglast ausgestellt werden. Vielleicht kann man ja ein paar arbeitslose Konservierer aus Moskau kommen lassen, die umfangreiche Erfahrungen im Einwachsen von Leichen haben, Pio seit 40 Jahren tot, sieht dafür überraschend gut aus, die Konservierer der katholischen Kirche haben einen guten Job gemacht.

Jetzt folgte der ernste Teil der Story.

15’000 Gläubige pilgern zu Padre Pio

Volksheiliger in Glassarg in Süditalien aufgebahrt

Tausende katholische Pilger haben sich in Süditalien versammelt, um dem vor 40 Jahren verstorbenen Padre Pio die Ehre zu erweisen. Die Gläubigen wollen den kürzlich exhumierten und präparierten Leichnam des Volksheiligen besichtigen.

Padre Pio wird im süditalienischen San Giovanni Rotondo in den kommenden neun Monaten in einem gläsernen Sarg ausgestellt. Mehr als 15’000 Besucher werden allein am ersten Tag in der Krypta der Kirche Santa Maria delle Grazie erwartet.

Die Feierlichkeiten begannen mit einer Messe und einer Prozession. Internationale Medien reisten für dieses religiöse Grossereignis an, Fernsehsender berichteten live.

Padre Pio in Italien verehrt

Der Kapuzinermönch und Wunderheiler Padre Pio wird in Italien verehrt, die Bilder des Mönchs hängen in zahlreichen italienischen Häusern, Restaurants und Geschäften. Der als Francesco Forgione geborene Ordensmann lebte von 1887 bis 1968.

Im Alter von 23 Jahren tauchten an seinen Händen, Füssen und der Brust Wunden auf, die an die Kreuzigungsmale Jesu erinnerten. Bereits zu Lebzeiten wurde er wie ein Heiliger verehrt. Im Jahr 2002 sprach Papst Johannes Paul II. Padre Pio heilig.

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2 Comments

  1. Na ja, ne komplette Leiche dürfte das ja nicht mehr sehr. Der Körper ist wahrscheinlich sehr ausgeräumt. Ansonsten ist der sichtbare Rest gut ausgestopft und gestützt. Ich hoffe, Pio seiner Ganzheit des Körpers hat das nicht geschadet. Offenkundig hat der Vatikan seine Kandidaten, die ständig totenkosmetisch gepflegt werden, die man dann mal zur Schau stellen kann.
    Wie das in D ist kann ich nicht sagen. Der Tote müsste bestimmt vorher eingewilligt haben, öffentlich zur Schau gestellt zu werden.

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