Seelisches Quanten-Voodoo


Das Bewusstsein ist neben Raum, Zeit, Materie und Energie ein weiteres Grundelement der Welt, sagen einige Forscher. Sie weisen damit einen Weg von der Wissenschaft zur Religion

Foto: pa

Bei der Welt-Online unter Quantenphysik wird der folgende Artikel veröffentlicht.

Menschen mit Nahtoderlebnissen berichten von rätselhaften Phänomenen – häufig von einem Tunnel, an dessen Ende Licht erstrahlt. Auch seriöse Forscher behaupten: Die Seele gibt es wirklich, und das unsterbliche Bewusstsein ist genauso wie Raum, Zeit, Materie und Energie ein Grundelement der Welt.

Gewöhnlich nur im engsten Freundeskreis berichtet der amerikanische Chemiker James Grant, der mehrere Jahre in Deutschland an einem Max-Planck-Institut tätig war, über ein sonderbares Erlebnis während seines Studiums, das er nicht nur in den USA, sondern auch in London absolviert hatte. Da im Studentenheim kein Platz mehr frei gewesen sei, habe er sich gleich nach seiner Ankunft in eine Warteliste eingetragen. Unerwartet rasch sei jedoch ein Zimmer frei geworden.

Kurz nach dem Einzug sei er eines Nachts aufgewacht und habe in seinem Zimmer im Schein einer Straßenlaterne einen jungen Mann mit schwarzem, lockigem Haar bemerkt. Er habe sich furchtbar erschreckt und dem vermeintlichen Nachbarn gesagt, dass er sich wohl im Zimmer geirrt habe. Doch dieser habe überhaupt nicht reagiert, sondern ihn nur tieftraurig angeschaut. Nach dem Einschalten des Lichtes sei die Gestalt nicht mehr wahrnehmbar gewesen.

„Da ich mir absolut sicher war, dass ich nicht geträumt hatte, erzählte ich am nächsten Morgen der Heimleiterin von der seltsamen Begegnung und beschrieb ihr genau, wie der junge Mann ausgesehen hat“, berichtet Grant. Daraufhin habe diese kurz im Archiv gesucht und ihm ein Foto gezeigt, auf dem er sofort den jungen Mann erkannt habe. Das schier Unglaubliche beschreibt Grant wie folgt: „Als ich sie fragte, um wen es sich handele, erwiderte sie mit bebender Stimme, dass es mein Vormieter gewesen sei, der sich kurz zuvor das Leben genommen habe.“

Die Geschichte klingt nach Halluzination oder Esoterik. Immerhin: Die Quelle ist ein vertrauenswürdiger Naturwissenschaftler. Nicht minder fantastisch ist die Vision, die der schwedische Naturwissenschaftler und Theologe Emanuel von Swedenborg (1688 bis 1772) nach bezeugten Quellen im Jahr 1759 gehabt haben soll: Er hatte eines Abends die Vision, dass im 450 Kilometer entfernten Stockholm, seiner Heimatstadt, ein Feuer ausgebrochen, aber einige Häuser vor seiner Wohnung zum Stillstand gekommen sei. Ein Bote hatte später seine Eingebung bestätigt. Professor Hans Schwarz, Ordinarius für Evangelische Theologie an der Universität Regensburg, studierte hierzu die zeitgenössischen Quellen und kam zu dem Schluss, dass Swedenborgs Bericht glaubwürdig ist.

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7 Comments

  1. … und nicht ein einziges ufo wurde erwähnt. schade.
    ich finde, dass in solchen artikeln ufo vorkommen müssen, dann wirken sie überzeugender.

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  2. Solche Schreiberlinge reden die Quantenmechanik in esoterische Richtungen. Ein ähnlicher Artikel war im Februar-Heft vom PM, einfach grässlich und im aktuellen Heft wird die Stringtheorie „göttlich“ verunstaltet. Die bewusste mediale Verdummung feiert fröhliche Urständ.

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  3. Als Physiker dreht es mir da echt den Magen um. Immer wieder der Versuch, den Leuten irgendwas einzureden und das mal eben mit QM rechtfertigen zu wollen. Da sich Otto Normalverbraucher nicht wirklich mit der Thematik auskennt, kann man’s ja machen. „What the bleeb…“ lässt grüßen.

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  4. Kommt euch der Artikel genauso unzusammenhängend, und an den Haaren herbei gezogen vor wie mir????

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  5. Hab‘ den Link mal behelfsmäßig repariert.

    Der Artikel ist spannend, könnte von Däniken oder Buttlar sein. Zur Sache trägt die Phantasiererei aber leider nichts bei. Ich kann mir nicht vorstellen, daß auch nur einer der ohnehin kaum vorhandenen ernstzunehmenden Substanz-Dualisten diese Abstrusitäten unterschreiben würde. Die könnte man auch einfach mal fragen, anstatt sich irgendwas zusammenzureimen, auch wenn es dann nicht zu so spannenden Dingen wie wiederkehrenden Selbstmördern kommen würde.

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  6. Gute Überschrift und mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen, es sei denn, jemand nimmt diesen Artikel wirklich ernst.

    Der Link funktioniert allerdings nicht.

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