Münchens „schwuler Maibaum“


Wolf Steinberger als Schwulen-Thearpeut

MÜNCHEN. (hpd) Tradition ist in Bayern wichtig. Nicht erst seit Michael Schmidt-Salomons Leitartikeln in der Zeitung MIZ ist die Erkenntnis entstanden, dass sich der Wandel in Zeit und Moral nicht nur in intellektuellen Schriften, sondern auch symbolisch und humorvoll ausdrücken sollte.

Um dieser Symbolik Gewicht zu verleihen wurde am 1. Mai in München u.a. von Vorstandsmitgliedern des bfg München der „1. schwule Maibaum“ aufgestellt. Die Veranstaltung am Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz war extrem gut besucht, der Platz war überfüllt.

Um auf die angestaubten und diskriminierenden Äußerungen der katholischen Kirche zu Homosexualität und zur Stellung der Frau hinzuweisen, haben sich die beiden Vorsitzenden des bfg München in kirchliche Gewänder geworfen. Die 1. Vorsitzende Assunta Tammelleo zeigt sich als weiblicher Papst mit Stöckelschuhen, der 2. Vorsitzende Wolf Steinberger komplettierte das Tableau Vivant als Pfarrer mit dem Schild „Heilung von Homosexualität gibt es kostenlos beim Gebetskreis Jungfrau Maria, Tuntenhausen“.

Nach der Maibaum-Veranstaltung besuchten die beiden auch noch die Veranstaltung des DGB zum 1. Mai, wo der bfg München auch einen Infostand hatte. Auch dort war die Reaktion der überraschten Zuschauer überwiegend positiv, wenn auch manche die Satire nicht sofort erkannten. So umringte eine Gruppe von jungen Punkern relativ forsch den „Pfarrer“ mit Schild: „Ist das Ihr Ernst mit der Heilung von Homosexualität?!“. (Foto) Erst als sie die Kappe des „Geistlichen“ mit der Aufschrift „Religionsfreie Zone“ erkannten, entspannten sie sich und fanden die Aktion „cool!“.

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