»Bibel ist primitiv und kindisch«


Einstein und seine Zunge
Albert Einstein zeigte auch der Kirche die Zunge. (Keystone)

LONDON – Hätte man Albert Einstein die Gretchenfrage gestellt, wie er es mit der Religion halte, wäre die Antwort wohl gewesen «Nicht viel». Das zeigt ein Brief, in dem sich Einstein sehr unverblümt zur Religion äussert.

blick.ch

Albert Einstein. Physiker und Genie. Gründer der Relativitätstheorie. Nobelpreisträger. Vom Time-Magazin zum «Mann des 20. Jahrhunderts» gewählt. Nur mit der Religion hatte er es nicht so, wie «Fox News» berichtete. Dies zeigt ein Brief von Einstein von 1954 an den Philosophen Erich Gutkind.

Darin schreibt Einstein: «Das Wort ‹Gott› ist für mich nicht mehr als ein Ausdruck und ein Produkt menschlicher Schwäche, die Bibel eine Sammlung von ehrenwerten, aber primitiven Legenden, die ziemlich kindisch sind.»

«Juden sind nicht besser»

Einstein selbst war Jude. Vielleicht ging der auch deswegen sehr kritisch mit dem Judentum als Religion um: «Für mich ist das Judentum als Religion wie alle anderen Religionen: eine Inkarnation kindischen Aberglaubens». Auch von der Idee, dass Juden die Kinder Gottes sind, hält Einstein nicht viel: «Soweit meine Erfahrung geht, sind sie nicht besser als andere Menschen […]. Ich kann nichts ‹Auserwähltes› an ihnen sehen».

Göttliche Naturgesetze

Auch wenn er die organisierte Religion ablehnte, so war Einstein doch überzeugt: «Ich glaube nicht an den Gott der Theologie, der Gutes belohnt und Böses bestraft. Mein Gott kreierte Gesetze, die das alles kontrollieren. Sein Universum ist nicht durch Gebete, sondern durch unumstössliche Gesetze bestimmt».

Trotz aller Kritik und Skepsis – Einstein war ein Wissenschaftler mit Moral: «Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft ist blind».

Der Tagesspiegel/Wissen „relativ ungläubig“ 🙂 zum gleichen Thema

22 Comments

  1. Ich kenn jemand, der kennt jemand und der kennt wieder jemand der sagt das ihm der Papst gesagt hätte das ihm die Sache mit Gott nicht so wichtig ist.

    Nur zum lachen solche angeblichen Aufzeichnungen usw.! Ach das sicher gute Ironie das du es postet (hier irrlichtern manchmal ja auch nicht ganz so knuspere Personen umher), ansonsten frag ich einfach ob Einstein tatsächlich nach dieser Rechtschreibung geschrieben hat :p
    Halten wir uns einfach an das, dass er vor größerem Kreis oder handschriftlich hinterlassen hat wie den obigen Brief 🙂

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  2. Ich bin erstaunt, was man Albert Einstein alles unterjubelt
    in seinem irdischen und weltlichen Litermaß des menschlichen Denkvermögen.
    Hier folgen nun Aufzeichnungen eines wahren Christen und Freund der Wahrheit, der das Glaubensbekenntnis Einstein
    vernommen und auf Papier gebracht hat.
    Mein Glaubensbekenntnis!
    Von Albert Einstein anno 1932
    Zu den Menschen zu gehören, die ihre besten Kräfte der Betrachtung und Erforschung objektiver, nicht zeit -gebundener Dinge widmen dürfen und können, bedeitet eine besondere Gnade.
    Wie froh und dankbar bin ich,dass ich dieser Gnade teilhaftig geworden bin, die weitgehend vom persönlichen Schicksal und von Verhalten der Mitmenschen unabhängig macht.
    Aber diese Unabhängigkeit darf uns nicht blind machen gegen die Erkenntnis der Pflichten, die uns unaufhörlich an die frühere, gegenwärtige und zukünftige Menschheit bindet.
    Seltsam erscheint unsere Lage auf dieser Erde.
    Jeder von uns erscheint da unfreiwillig und ungebeten zu kurzem Aufenthalt, ohne zu wissen, warum und wozu.
    Im täglichen Leben fühlen wir nur,dass der Mensch um anderer willen da ist, um solcher, die wir lieben, und zahlreicher anderer, ihm schicksalverbundener Wesen.
    Oft bedrückt mich der Gedanke, in welchem Maße mein Leben auf der Arbeit meiner Mitmenschen aufgebaut ist,
    und ich weiß, wie viel ich ihnen Schulde.
    „Ich glaube nicht an die Freiheit des Willens, Schopenhauer Wort:“Denn der Mensch kann wohl tun, was er will, aber er kann nicht wollen,was er will“!
    Begleitt mich in allen Lebenslagen und versöhnt mich mit den Handlungen der Menschen, auch wenn sie mir recht schmerzlich sind.
    Diese Erkenntnis von der Unfreiheit des Willens schützt mich davor, mich selbst und die Mitmenschen als handelnde und urteilende Individuen allzu ernst zu nehmen und den guten Humor zu verlieren.
    Nach Wohlleben und Luxus strebte ich nie und habe sogar ein guten Teil Verachtung dafür.
    Meine Leidenschaften für soziale Gerechtigkeit hat mich oft in Konflikte mit den Mitmenschen gebracht, ebenso meine Abneigung gegen jede Bindung und Abhängigkeit, die mir nicht absolut notwendig erschien.
    Ich achte stets das Individuum und hege eine unüberwindliche Abneigung gegen Gewalt und gegen Vereinsmeierei.
    Aus all diesen Motiven bin ich leidenschaftlicher Pazifist und Antim ilitarist, lehne jeden Nationalismus ab, auch wenn er sich als Patriotismus gebärdet.
    Aus Stellung und Besitz antspringende Vorrechte sind mir immer ungerecht und verderblich erschienen, ebenso ein übertriebender Personenkultus.
    Ich bekenne mich zum Ideal der emokratie, trotzdem mir die Nachteile demokratischer Staatsform wohlbekannt sind.
    Sozialer Ausgleich und wirtschaftlicher Schutz des Individuums erschienen mir stets als wichtige Ziele der staatlichen Gemeinschaft.
    Ich bin zwar im täglichen Leben ein typischer Einspänner, aber das Bewusstsein, der unsichtbaren Gemeinschaft derjenigen anzugehören, die nach Wahrheit, Schönheit und
    Gerechtigkeit streben, hat das Gefühl der Vereinsamung nicht aufkommen lassen.
    Das Schönste und iefste, was der Mensch erleben kann, ist das Gefühl des Geheimnisvollen.
    Es liegt der Religion sowie allem tieferen Streben in Kunst und Wissenschaft zugrunde.
    Wer dieses nicht erlebt hat, erscheint mir, wenn nicht wie ein Toter, so doch wie ein Blinder.
    Zu empfinden, dass hinter dem Erleben ein für unsern Geist
    Unerreichbares verborgen bleibt, dessen Schönheit und Erhabenheit uns nur mittelbar und in schwachen Widerschein, das ist Religiösität!
    In diesem Sinne bin ich religiös!
    Es ist mir genug, dieser Geheimnisse staunend zu ahnen und zu versuchen, vo nder erhabenen Struktur des Seienden in Demut ein mattes Abbild eistig zu erfassen.
    ***********************************************
    Dieses Glaubensbekenntnis hat Albert Einstein im Jahre 1932 niedergeschrieben und einem Christlichen Freund der Wahrheit überreicht.
    Nach 1945 hat der Christliche Freund der Wahrheit, mit Namen Eberhard Schomburg-Bad Pyrmont, auf dessen Anfrage bestätigt, dass er auch jetzt noch zu jedem Wort stehe. 1962 bekam ich dieses Glaubensbekenntnis zu Lesen und zur Aufbewahrung. Peter Semenczuk
    Autor und Herausgeber christlich- theologischer Schriften und Publikationen
    Zusatz des Autoren:
    Wenn auch Alber Einstein kein persönliches Zeugnis über Gott, Jesus Christus und dem Heiligen Geist und seiner praktizierenden Religion abgegeben hat, so ist doch seine christliche Gesinnung und die nachfolgenden Ausdrüccke vom Geist Gottes geprägt, der in ihm Wohnung genommen hat, und dass zählt.

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  3. @ Bas

    1.) Wer sich bisher von Einsteins religionskritischen Äußerungen nicht daran gehindert gefühlt hat, ihn zu vereinnahmen, der tut das auch jetzt nicht. Wie man’s also dreht und wendet: Der Tagesspiegel liegt daneben 😉 Es wurde keine grundlegend neue Information in diesem Punkt zutage gefördert, also hat sich auch nichts geändert.

    2.) Ich nehme Einstein seine Ablehnung nicht ab 😛 Vielmehr drückt sich darin aus, dass er schon den bloßen Versuch einer Reduzierung von Göttlichkeit in menschliche Kategorien als anmaßend zurückweist. Wenn ich Pantheismus als „Atheismus mit spiritueller Note“ beschreibe, dann wäre Einsteins Weltbild ein „Atheismus mit spirituell-demütiger Note“. Das sagt er sogar selbst in dem von Dir verlinkten Artikel:

    „What separates me from most so-called atheists is a feeling of utter humility toward the unattainable secrets of the harmony of the cosmos.“

    Hier muss man aber sehen, dass Sprache eine subjektive Komponente hat. Wörter haben in der Kommunikation die Bedeutung, die der Sprecher hineinlegt – und die kann von der lexikalischen Definition abweichen. Einstein lehnt eine ehrfurchtlose, selbstüberschätzende, arrogant-ignorante Weltsicht ab, und als solche sah er den Atheismus. Ich dagegen definiere Atheismus gänzlich anders, so dass er auch Pantheismus umfasst – und demütigen Pantheismus wiederum als Unterform von Pantheismus einschließt. Und so gesehen war Einstein Pantheist 🙂

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  4. @ lilith

    punkt 1. die gläubigen mögen keinen guten grund gehabt haben, einstein als einen der ihren zu betrachten, da bin ich ganz deiner meinung. zumindest einige aber haben das trotzdem sehr wohl getan. ich will hier jetzt nicht für die entsprechenden religionsblogs werbung machen, sie sind (gern auch auf nachfrage) leicht ausfindig zu machen. insofern hat der tagesspiegel die sache, wie immer, durchaus richtig widergegeben 😉

    punkt 2. das mit dem pantheismus einsteins ist so eine sache. ich dachte anfangs auch, er sei pantheist gewesen, bis ich allerdings etwas genauer recherchierte und u.a. auf folgendes zitat gestoßen bin:

    „I’m not an atheist. I don’t think I can call myself a pantheist. The problem involved is too vast for our limited minds. We are in the position of a little child entering a huge library filled with books in many languages. The child knows someone must have written those books. It does not know how. It does not understand the languages in which they are written. The child dimly suspects a mysterious order in the arrangement of the books but doesn’t know what it is. That, it seems to me, is the attitude of even the most intelligent human being toward God. We see the universe marvelously arranged and obeying certain laws but only dimly understand these laws.“

    Check it out http://www.time.com/time/magazine/article/0,9171,1607298,00.html

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  5. Übrigens war Einsteins ablehnende Haltung gegenüber Religion schon zuvor bekannt, wie Rudi ganz richtig sagt. Die Aussage des Tagesspiegels, dass „sowohl Gläubige als auch Atheisten […] sich bislang mit Einstein identifizieren“ konnten, ist also nicht richtig. Die Gläubigen hatten seit über fünfzig Jahren (24. März 1954) nachweislich keinen Grund, Albert Einstein als einen der ihren zu betrachten. Aber es ist gut, dass sie es getan haben, denn so laufen sie im Sturmangriff ins offene Messer 😉

    Wenn also das nächste Mal ein Religiöser meint, Einsteins Position als schwerwiegendes Argument anbringen zu müssen, kann man sich erst einmal ausführlich absichern mit Fragen wie „Albert Einstein war ein brillianter Kopf, Du meinst also, er hatte zweifellos die richtige Meinung in dieser Frage?“ – und ist die Falle gestellt, so zieht man seine Trumpfkarte. Das Gegenüber wird sich dann von all den Bekräftigungen für Einsteins Autorität angegriffen sehen, die er noch wenige Minuten vorher überhaupt erst aufgestellt und leidenschaftlich verteidigt hat 😀

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  6. Albert Einstein war Pantheist, was man als spirituellen Atheismus beschreiben könnte. Eigentlich ist es genau das Gleiche wie Atheismus, nur betont es, dass man der Natur mit der Achtung entgegentritt wie ein Gottesgläubiger seinem Gott. Es beschreibt also einen von einer bestimmten Lebenseinstellung geprägten Atheismus.

    Auf diese Weise kann man sich prima des abgedroschenen Vorwurfs erwehren, man wäre ohne Religion zwangsläufig ein missgünstiger, verbitterter, desillusionierter, lebensverachtender Zyniker. Der Religiöse ist unfähig, einen in die Schublade der Gottlosigkeit zu stecken, und gleichzeitig kann man weiterhin genauso denken und argumentieren wie unter dem Label Atheist oder Naturalist. Es ist wie ein Tarnumhang, den man sich überstreift, um den Gottesgläubigen vorzugaukeln, man wäre einer von ihnen 🙂

    Das ist überaus praktisch, wenn man in einem Umfeld lebt, wo man als Atheist mit sozialer, beruflicher, politischer oder sonstiger Benachteiligung rechnen muss und sich dennoch nicht selbst verleugnen will…

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  7. Hoffentlich bekommt das auch dieser Herr Perter Hahne mit.
    Nicht das er wieder in irgendeiner Fernsehsendung gefälschte Aussagen von Einstein zitiert und behauptet Einstein hätte an Jesus geglaubt ..

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  8. aja? halb erfunden und halb geklaut….das soll weise sein?
    da halte ich es eher mit dem buddhismus, der sagt dass jede wissenschaftliche erkenntnis ohne zu zögern als wahrheit anerkannt werden muss!
    Wie war das mit der Kirche und Galilei, Bruno und Co???

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  9. Tja… Einstein war eben ein kluges Kerlchen.

    Religion und Vernunft sind nunmal ein Wiederspruch in sich!

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  10. Ich lasse mir morgen einen Button pressen: „Ich habe etwas mit Einstein gemeinsam“. Den trage ich dann am Revers neben meinem uralten Einstein-Portrait-Button.

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  11. Finde ich genial was Einstein dazu sagt. Auch wenn er ein sehr verquerer Typ war, in solchen Dingen die er mit Wissenschaften zu tun haben hat er einfach eine tolle Meinung.

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  12. Auch an anderer Stelle hat Einstein sich gegen die Vereinnahmung gewehrt:
    „Es ist selbstverständlich eine Lüge, was Sie über meine religiösen Überzeugungen lesen, eine Lüge, welche systematisch wiederholt wurde. Ich glaube nicht an einen persönlichen Gott und habe dies niemals bestritten, sondern es klar ausgedrückt. Wenn es etwas in mir gibt, was man als religiös bezeichnen kann, dann ist es meine ungeheure Bewunderung für die Struktur dieser Welt, soweit sie die Wissenschaft erforscht hat“

    Albert Einstein in „The Human Side“, editiert von Helen Dukas (Einsteins Sekretärin) und Banesh Hoffman, Princeton University Press, S. 43.

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