Scientology Kult


Scientology Bunker BerlinEin namentlich nicht genannter Teenager aus London bezeichnete Scientology als »Kult« und sieht sich nun der Strafverfolgung durch die Londoner Polizei ausgesetzt. Er war Teilnehmer einer friedlichen Demonstration, gegen Scientology, die sich selbst Kirche nennt. Die Polizisten konfiszierten sein Plakat, obwohl er keine 18 Jahre alt ist und schickten den Fall an die Strafverfolgungsbehören der britischen Krone. Ein konkreter Termin für die Gerichtsverhandlung ist noch nicht festgelegt. Die Entscheidung zur Vorladung des Jugendlichen sorgt für Unruhe bei Menschenrechtlern und Gruppen, die die Opfer der Kirche betreuen. Die Demonstration gegen Scientology fand am 10. Mai diesen Jahres statt, genau gegenüber dem Londoner Headquarter des Unternehmens, welches für sage und schreibe 23 Millionen britische Pfund gebaut wurde. Parallelen zum Scientology Bunker in Berlin sind durchaus erkennbar.

Die Demonstranten wurden durch die Polizei abgedrängt und vom Ort des Geschehens verbannt. Der Gebrauch des Wortes „Kult“, im Zusammenhang mit Scientology, sei missbräuchlich und beleidigend, so die Begründung der Gesetzeshüter. Auf dem Plakat des Teenager standen die Worte: „Scientology ist keine Religion, es ist ein gefährlicher Kult.“ Nachdem er 5 Minuten an der Demonstration teilgenommen hatte, wurde er von den Polizisten belehrt und aufgefordert, das Plakat zu entfernen. Der Jugendliche verweigerte die Forderung.

So richtig wundern tut die Sache eigentlich nicht. Vor 2 Jahren sahen sich die Polizisten von London erheblichen Korruptionsvorwürfen ausgesetzt. Vom Constable bis hin zum Chief Superindent der City of London Police wurden Geschenke im Wert von mehreren tausend Britischen Pfund akzeptiert und angenommen, natürlich von Scientology. Die kaufen mal die Polizei einer Stadt und meinen nach Belieben schalten und walten zu können. Die demokratischen Grundrechte werden dabei in den Boden gestampft. Die Methoden erinnern an Neapel oder Sizilien, sie sind mafiös.

Der ganze Artikel im Richard-Dawkins.net und beim Guardian

5 Comments

  1. sogar bei uns in Tübingen haben ich und ein paar kumpels Probleme mit der Polizei gekriegt, einfach als wir uns zu einem Scientology-Stand („Tübinger Stresstest“) hingestellt haben und gemacht haben, was diese „vergessen“ hatten, nämlich darauf aufmerksam zu machen dass L Ron Hubbard der Begründer von Scientology ist. Nichts weiter! Und dann droht uns die Polizei mit Ausnüchterungszelle…HALLOOO??? GEHTS NOCH?

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  2. London ist schon seit jeher eine Hochburg der Church. 1950 bezog LHR dort Wohnsitz, seit dem er sich in Amiland verfolgt sah. Weiterhin kaufte eher 1959 ein Gut in der Nähe von Sussex, Saint Hill Manor, welches lange Zeit als Europäische Zentrale diente, und bis heute hochrangige Kurse anbietet. Außerdem wurden dort in Vergangenheit „Korrekturmaßnahmen“ dort durchgeführt.

    Deutsche Hochburgen sind vorallem Hamburg, dann München und Berlin.

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  3. Es gibt soviel Bücher von Aussteigern und Personen die sich mit Scientology beschäftigen (empfehlen kann ich hier für interessierte das Schwarzbuch Scientology) beschäftigen. Eigentlich soltle auch den blindesten Politiker und Polizisten klar sein, was für eine gefährliche Wirtschaftssekte Scientology ist.
    Traurig, dass die so ruhig schalten und walten können und auch immer mehr den (völlig unnötigen) Schutz von Religionsgemeinschaften bekommen.

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