Die letzte Schlacht – christliche Fundis in den USA


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Für christliche Fundamentalisten ist derzeit eine Schlacht im Gange: ein geistiger Krieg zwischen den wahren Gläubigen, den wiedergeborenen Christen, und jenen, die ihrem Todfeind, dem Antichristen, folgen. Was für manche an Fanatismus grenzt, ist für viele Menschen in den USA der Weg, den sie gehen möchten. Doch was macht diese Bewegung für sie so attraktiv? Regisseurin Claudia Willke analysiert in vier Etappen, mit welchen Mitteln die christlichen Fundamentalisten es geschafft haben, sich zu einer der einflussreichsten gesellschaftlichen und politischen Mächte zu entwickeln: Rekrutierung der Basis, Training der neuen Führungselite, Zusammenarbeit mit den Mächtigen und Aufbau eines Kreises von Auserwählten. Für die erste Etappe ist unter anderem Ron Luce zuständig.

Er gehört zu der neuen Generation von evangelikalen Predigern des 21. Jahrhunderts. Er ist smart, selbstsicher, erfolgreich und mit großem politischem Einfluss: einer der Topführer der stetig wachsenden Anzahl von Großkirchen. Luce benutzt die Medien, um neue Anhänger zu rekrutieren. Neben der spirituellen Botschaft bietet er Hilfestellungen und Freizeitdienste in kleinen Gruppen an: Jobtraining, Eheseminare und Bibelkreise, Mountainbike-Touren, Jugendversammlungen, Single-Treffs und so weiter. Sobald sie für die Botschaft Jesus‘ gewonnen sind, werden die Kirchenmitglieder ermutigt, sich für soziale oder politische Basisarbeit zu engagieren. Dabei stehen der Kampf gegen die Abtreibung und die Schwulenbewegung, Lobbyarbeit für die Einhaltung der Parole „Abstinence Only“ sowie die Unterstützung der so genannten Homeschooling-Bewegung ganz oben auf der Liste der Aktivitäten. Im Gegensatz zu früher ist die religiöse Rechte heute solide in der Mittelschicht verankert. Sie ermuntert zum Unterrichten der Kinder zu Hause und hat ein christliches Elite-College gegründet, um den religiösen Kindern eine gute Weiterbildung zu ermöglichen.

arte am 31.05.2008 03:50-04:45 Uhr

und am 12.06.2008 zu ähnlich unfreundlicher Zeit 05:00 bis 05:50

7 Comments

  1. Ja, ich denke Aufklärung hilft, dann brauchen wir alternativen. Gerade in bereichen in denen sich der Staat oder andere organisatoren zurückhalten (Hilfe zu Beruf, Leben, Ehe, Freizeitaktivitäten) bietet er jeder Kirche/Sekte (was aufs gleiche rauskommt) ein Einfalltor.

    AUch bie den evangelikalen geht es nach dem Motto:
    Anfixen, anzapfen und aussenden.

    Warum beschränken sich Personen die mit der Kirche Mountainbiketouren machen nciht darauf selbst sollche zu leiten sonder stürzen sich dann gierig auf andere Bereich wie sexualität oder Bildung?

    Merken die nicht dass sie nur mit einem billigen Blinker geködert wurden?

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  2. Was können wir tun um solche Entwicklungen in Deutschland zu verhindern?
    Irgendwie fühlt man sich machtlos…

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  3. Bei Arte+7 ist die Sendung vom 31.05. schon abrufbar. Man muss sich also doch nicht die Nacht um die Ohren schlagen.

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