Der gekreuzigte Frosch


Das Kunstwerk des Anstosses.

20min.ch

Blasphemie, Blasphemie! Im am Samstag eröffneten Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Bozen hat ein Kunstwerk für Polemik gesorgt. Die Kirche reagiert pikiert. Das Museum hat jetzt gehandelt.

Die Leitung des Museums hat einen gekreuzigten Frosch, der in einer Hand einen Bierkrug hält und die Zunge rausstreckt, entfernt.

Das 1990 vom inzwischen verstorbenen deutschen Künstler Martin Kippenberger geschaffene Werk trägt den Titel «Zuerst die Füsse». Bereits bei der Eröffnung am Samstag wurde der Vorwurf der Gotteslästerung laut.

Südtirols Landeshauptmann Luis Durnwalder bezeichnete das Werk als Respekt- und Geschmacklosigkeit, Diözesanbischof Wilhelm Egger forderte, auf die religiösen Gefühle der Menschen mehr Rücksicht zu nehmen.

Die Kuratorin des «Museions» meinte zur Erläuterung, Kippenberger habe sich selbst in der Schaffensphase als Gekeuzigter gefühlt. Der Künstler hatte zum Zeitpunkt der Entstehung einen Alkohol- und Drogenentzug gemacht.

5 Comments

  1. Das Kreuz ist doch ein gewöhnliches Hinrichtungsinstrument.
    Frösche darf man natürlich nicht kreuzigen, als Wirbeltiere unterliegen sie dem Tierschutzgesetz.

    Gegen Insekten oder Gewürm wäre rechtlich dagegen nichts einzuwenden.

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  2. Alter Hut, darüber hat sich die Christenheit schon beim Großen Biest 666, Aleister Crowley, fürchterlich aufgeregt. Klappt anscheinend selbst 150 Jahre später genauso gut. ^_^

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  3. Telekom sichert sich Magenta als Farbe und die christlichen Kirchen das Kreuz?

    Wenn Gotteslästerung schon hör. Sie können nicht einen Beweis für seine Existenz bringen und soll schön so reden/verhalten wie sie s wollen sonst lästert man ihren Gott? Lächerlich, wirklich lächerlich!

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