‚Wo Gott geleugnet wird, fällt Menschenwürde‘


Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller, (Archivbild von 2005). Foto: dpa

Bischof Gerhard Ludwig Müller kritisiert Atheisten-Schrift „Wo bitte geht’s zu Gott?“ von Michael Schmidt-Salomon.
Regensburg (kath.net/pdr) Anlässlich des 37. Nordgautages in Tirschenreuth hat Bischof Gerhard Ludwig Müller am vergangenen Sonntag in der Stadtpfarrkirche in Tirschenreuth ein Pontifikalamt gefeiert. In seiner Predigt warf Bischof Gerhard Ludwig die Frage nach den Wurzeln der Kultur auf und machte deutlich, dass das Christentum die gesamte Kultur geformt hat. „Während aller geschichtlichen Wirren hat der Glaube Bestand gehabt“, so der Bischof.

Auch heute dürfe man sich nicht einreden lassen, „dass wir hinter dem Mond zu Hause seien“. Der christliche Glaube habe Zeiten überdauert, in denen ein aggressiver Atheismus wie Nationalsozialismus und Kommunismus herrschte.

Der Atheismus sei aber auch heute noch präsent, teils werde er – wie im Falle des Buches „Gotteswahn“ von Richard Dawkins – wissenschaftlich getarnt.

Deutliche Kritik äußerte der Regensburger Bischof außerdem an der Schrift „Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel“ von Michael Schmidt-Salomon.

Darin werde das Bild vermittelt, dass sich alle, die an einen Gott glauben, auf dem Niveau eines Schweines befänden. Sogar Kindstötungen stellen nach dieser völlig amoralischen Sichtweise kein Verbrechen dar, weil der Mensch keinen freien Willen habe und nur von seinen Genen gesteuert handle. „Wo Gott geleugnet wird, gib es keine Werte mehr“, so Bischof Gerhard Ludwig. Die christliche Kultur habe eine große Geschichte hinter sich und auch eine große Zukunft vor sich. Der Mensch dürfe niemals Mittel zum Zweck werden.

Menschen dürfen niemals als bloßes Biomaterial missbraucht werden nach dem Motto: Das Recht ist immer auf der Seite des Stärkeren. Die Einsicht, dass jeder einzelne Mensch eine unveräußerliche Menschenwürde besitze, rührt vom christlichen Menschenbild.

21 Comments

  1. Eigentlich müßte es doch heißen:“Wo Gott gepredigt wird, fällt Menschenwürde“! Oder was ist mit der Menschenwürde z.B. sowohl der in früherer Zeit auf dem Scheiterhaufen bei lebendigem Leib verbrannten angeblichen Hexen und den Folteropfern der Inquisition, als auch der in heutiger Zeit von pädophilen Priestern sexuell mißbrauchten Kindern und Jugendlichen?

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  2. Den bizarrsten Satz hat noch niemand genannt:
    >>“Darin werde das Bild vermittelt, dass sich alle, die an einen Gott glauben, auf dem Niveau eines Schweines befänden.“

    Huäärrgh!? Buch gelesen? Dagegen kam ja selbst das Bundesfamilienministerium zu einer fundierten Interpretation des MSS’schen Werkes…

    Kann man nur hoffen, daß der Herr Bischof falsch wiedergegeben wurde. Wenn nicht, geht die Absurdität seines Beitrages weit über das Gequassel der üblichen Dodo-Kandidaten hinaus.

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  3. wer ein hirngespinst braucht, um mit anderen mitmenschen menschenwuerdig umzugehen, der tut mir einfach nur leid.
    wer sich selbst in die tasche luegt und dieses auch noch anderen menschen aufzwingen will, aus reiner machtgier (um nichts anderes geht es hier), dem gehoert oeffentlich energischst widersprochen.

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  4. Jetzt laßt doch den armen Mann in Ruhe – der hat sich sicher nur versprochen und meinte “ Wo Gott gepredigt wird fällt Menschenwürde“…

    Mal im Ernst, ist doch immer die selbe Leier. Wenn die dürften würden die Scheiterhaufen gleich morgen wieder brennen! Wo ist da bitte Würde??

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  5. Keine Lust den Rest zu lesen.
    Nur eine Gegenfrage an den Ausspruch:
    „‘Wo Gott geleugnet wird, fällt Menschenwürde’“

    Leugnen die Priester/Pfarrer etc., die sich an Kindern/Ministranten vergreifen dann etwa auch Gott?

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  6. Hui, ich werde zitiert ^^

    Solche Vorlagen gibt es, und ich bediene mich derer auch gern *gg* Üblicherweise ist es aber so, dass ein ellenlanger Text auf einem einzelnen trivialen logischen Fehlschluss basiert, was die Sache erheblich vereinfacht. In diesem Fall dagegen sind zahllose Denkfehler in wenige Absätze gepresst – das stellt zwar durchaus eine beachtliche Leistung dar, aber um jeden einzelnen Irrtum zu isolieren und zu kontern bräuchte es Stunden 😉

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  7. @Lilith
    „Wer Langeweile hat, mag diese Punkte ausführen. Oder wir verzichten auf die Demontage des Textes, um ihn als Paradebeispiel für religiöse Verwirrtheit stehen zu lassen ;)“

    Man Könnte ja eine feste Vorlage zur Wiederlegung der einzelnen Argumente schreiben, und dann immer wieder mit copy und paste einfügen…. 😉

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  8. Der Pädoclub predigt mal wieder bullshit…
    sollen sie doch machen, interessiert sowieso zum glück keinen normal denkenden Gläubigen mehr.
    Selber denken FTW!

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  9. @stefan ich kann dich verstehen, ich lese mir jeden Tag hunderte Zeilen von solch Messwein-süffigen Geschwafel durch. Da kann dann schon mal Herpes ausbrechen :mrgreen:
    Andererseits müssen die Purpurberockten wissen, sie können ihren Mist nicht mehr kritiklos an die Menschen bringen.

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  10. Das Widerlegen macht ohnehin keinen Spaß, wenn die Typen nicht vor einem stehen. Nach dem bekannten Vier-Seiten-Modell enthält jede Nachricht vier Botschaften: Sache, Beziehung, Appell und Selbstoffenbarung. Nun führe man sich mal genüsslich vor Augen, worin die Selbstoffenbarung bei dem Argument „Nur Gottesglauben schützt vor Unmoral“ besteht. Das ist eine perfekte Steilvorlage, denn einen solchen Menschen kann man hervorragend konfrontieren mit einer Folgerung wie
    „Nur Dein Gottesglaube hält Dich von unmoralischem Handeln ab? Das heißt also: Wenn es Dir Deine Religion nicht verbieten würde, dann hättest Du kein Problem damit, dieses fünfjährige Mädchen zu schänden!?“

    Rabiat, aber wirkungsvoll 😉 Und mir ist kein überzeugendes Manöver bekannt, das aus dieser Lage herausführt…

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  11. Da hast du recht nickpol, genau so läuft es.

    Er ist wirklich ein Dodokandidat find ich, soviele wiederlegte, irrationale Behauptungen.

    Soviel Dreistigkeit alle positiven Entwicklungen als eigene Erfolge und alles negative als die der anderen zu deklarien muss man erstmal haben.

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  12. Das ist ihre Stärke. Das gebetsmühlenartige Wiederholen selbst der abstrusesten Dinge. Es ist die Wiederholung die sie beherrschen, entweder man gibt genervt auf oder sagt sich, der Type kann nur Recht haben.

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  13. Ich hatte auf meinem Blog bereits angefangen, einen Beitrag dazu zu schreiben.

    Nach einige Zeilen hatte ich allerdings genug, weil ich einfach keine Lust habe, zum xten mal den gleichen Mist zu widerlegen. Warum kommen die Pfaffen eigentlich regelmäßig mit den gleichen Parolen, die schon hundert mal als falsch entlarvt wurden?
    Meint der das denn tatsächlich, wie er es sagt? Wenn ja, wie kann das bei einem Menschen der Fall sein, der eigentlich als gebildet zu bezeichnen wäre?

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  14. Er hat einfach keine Ahnung, bring tdie üblichen Vorurteile (Faschisten, Kommuisten, MÖRDER)

    Nur zum lachen
    „Wo Gott geleugnet wird, gib es keine Werte mehr“
    Wirklich keine Ahnung, das Thema „Werte/Moral kommt nru von GOtt durch die Bibel“ ist ja genügend in Büchern, Foren usw. durchgekaut das sogar der sturste religöse erkennen müsste das es vom Menschen kommt.

    „Die christliche Kultur habe eine große Geschichte hinter sich und auch eine große Zukunft vor sich.“
    Ja, große gut Taten und keine schlechten Seiten. Aktiv wegschauen kann der Herr Bischof wohl gut, wenn man die religöse Verfolgung, die Unterstützung von grausamen, absoluten Herschern und dei Hilfe für Nzis (Rattenline, Klosterline usw.) nicht sehen will.

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  15. Der Mann scheint tatsächlich etwas wirr zu sein. Welche Menschenwürde meint er? Gott sei dank 😉 haben wir nicht diejenige der Bibel!

    Die Christengottheit hebelt die Menschenwürde geradezu aus und entwürdigt den Menschen als Person, die Christengottheit hat keinerlei Respekt vor den Menschen, sondern sie lebt in den Geschichten ihre gewalttätige Übermacht aus:
    Nach dem System der Bibel straft die Gottheit auch durch Mord die Menschen, wenn sie ihr nicht blind gehorchen und die Gottheit anbeten. Sie droht mit Folter und Mord für die Zeit nach dem Tode, falls die Menschen nicht gehorchen.

    Schlimmer noch: Die Person des Menschen und ihre Entscheidungen, ihre Beurteilung von Gut und Böse nach ihrem Erfahrungshorizont, Verstand, Intelligenaz und Beschaffenheit wird damit zu einem Nichts herabgewürdigt, der Mensch wird versklavt, der dies für bare Münze nimmt. Eine schlimmere Missachtung der Menschenwürde ist kaum vorstellbar. Nach den Bibelgeschichten werden die Menschen behandelt wie Schafe, die gehorchen oder zur Schlachtbank geführt werden.

    Der Hauptdarsteller des neuen Testaments macht keine Ausnahme: Auch er droht unverholen mit der Hölle, also mit Mord und Folter. Erst wird der freie Wille herbeigeredet und dann die Meinungsfreiheit mit Füßen getreten.

    Eigene Ansichten unter Missachtung mit Gewalt durchzusetzen ist in unserer Gesellschaft kriminell, im Staatsystem einer blutrünstigen Diktatur gleichzusetzen. Die Drohung mit einem Verbrechen ist eine Straftat. Unter Menschen wäre die Drohung mit der Hölle ansich unerheblich, da offenkundig niemand darauf Einfluss haben kann. Jedoch erscheint dies bei Jesus nach christlichem Verständnis wohl anders.

    Unter dem Gesichtspunkt, dass eine allmächtige Gottheit auch die Fähigkeit besitzen müsste, die Menschen von der Richtigkeit der eigenen Ansichten zu überzeugen, ist die hole Drohung mit Gewalt im äußersten Maße primitiv und erpresserisch! Soetwas lässt sich allenfalls damit entschuldigen, dass die Autoren der Bibel einen äußerst dürftigen Horizont besessen haben.

    Fazit: Auch wenn an anderen Stellen andere Werte vertreten werden, bleibt doch ein eklatanter, unauflösbarer Widerspruch zu den geschilderten Dingen. Die Bibel hat keinerlei Verständnis von dem, was unter Menschenwürde im eigentlichen Sinne zu verstehen ist. Aus der Bibel und damit aus dem Christentum lässt sich die Menschenwürde gerade nicht ableiten, weil die Menschen damals noch gar keinen Begriff und keine Vorstellung hatten von den Zielen, die heute mit dem Institut der Menschenwürde verfolgt werden.

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  16. Was für ein konfuses Statement. Da bleiben einem nur noch Stichworte, um all die Falschbehauptungen und Fehlschlüsse zu entwirren und Gegenaspekte einzuwerfen:

    – Appeal to Antiquity
    – Reductio ad Hitlerum
    – Reichskonkordat
    – Ferkelbuch
    – Genetischer Determinismus
    – Freier Wille
    – Non Sequitur
    – Eutyphro-Dilemma
    – Menschenrechte
    – Aufklärung
    – Fehlübersetzung von „fitness“ (Angepasstheit, nicht Stärke)

    Wer Langeweile hat, mag diese Punkte ausführen. Oder wir verzichten auf die Demontage des Textes, um ihn als Paradebeispiel für religiöse Verwirrtheit stehen zu lassen 😉

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