Out-of-body-Erlebnis zum Selbermachen


Anleitung dazu und zur Wahrnehmung einer langen Nase gibt’s auch hier:
http://www.youramazingbrain.org/supersenses/body.htm

6 Comments

  1. Wahrnehmung ist Interpretation. Das ist die grundlegende Erkenntnis, die Out-of-Body-Gläubige nicht akzeptieren. Für sie ist eine Wahrnehmung eine objektive Erfahrung, weshalb sie den Eindruck des außerkörperlichen Bewegens mit einem tatsächlichen außerkörperlichen Bewegen gleichsetzen.

    Dabei beweist jede optische Täuschung binnen Sekunden, wie leicht sich die Wahrnehmung aufs Glatteis führen lässt – und das mit simpelsten Mitteln. Dies überzeugt die Gläubigen allerdings häufig nicht, da sie – obwohl auch das Fühlen nichs anderes ist als eine Interpretation – dem Fühlen einen höheren Wahrheitswert beimessen als dem Sehen (allerdings erst nach der optischen Täuschung; vorher sind sie für gewöhnlich davon überzeugt, dass das, was man sieht, die unbezweifelbare Wahrheit sein müsse).

    Und um dieses Argument zu kontern, sind einfache Experimente wie die mit der Gummihand sehr anschaulich 🙂

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  2. > den äußerst wirklich wirkenden Eindruck hat, von der Zimmerdecke
    > aus auf den eigenen Körper herabzusehen.

    Das übliche „In-the-body“-Erlebnis ist ja genausowenig wirklich wie ein Out-of-body-Erlebnis sondern ebenfalls nur eine produzierte Simulation des Gehirns. Wie das Gehirn diese Simulation erstellt und das es verschiedene Möglichkeiten dieser Simulation gibt kann man mit Experimenten wie im obigen Video nachvollziehen.

    > Es gäbe übrigens eine einfache Möglichkeit, um zu unterscheiden,
    > ob das Erlebnis “real” (wie auch immer) oder “rein illusionär” ist

    Das Bewusstsein ist nie real sondern immer eine Illusion, nur weil das Gehirn diese Simulation fast immer nach dem selben Muster (In-the-body) erstellt, erscheint sie uns real. Den unbekannten Text wirst du nicht lesen können, da das Gehirn diese Information nicht zur Verfügung hat und sie also nicht in der Simulation verwenden kann.

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  3. Netter Effekt – aber nicht mit einem „richtigen“ „Out-of-the-Body“-Erlebnis zu vergleichen, bei dem man z. B. den äußerst wirklich wirkenden Eindruck hat, von der Zimmerdecke aus auf den eigenen Körper herabzusehen. Ich kenne solche Erlebnisse aus eigener Erfahrung.
    Es gäbe übrigens eine einfache Möglichkeit, um zu unterscheiden, ob das Erlebnis „real“ (wie auch immer) oder „rein illusionär“ ist – nämlich, ob es möglich ist, einen mit der Schriftseite nach oben auf einem hohen Regal liegenden vorher unbekannten Text zu lesen.

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