Die Neuen Atheisten: dümmer als Marx und Feuerbach


Prof. Dr. Holger Zaborowski sprach über die Wiederkehr der Religionskritik

„Die Provokation der neuen Atheisten“
Philosoph spricht über Wiederkehr der Religionskritik

Bistum Trier – Pressedienst

Trier – „Mit einer sehr großen Schlagkraft gibt es eine Wiederkehr der Religionskritik“. Das hat der der in den USA lehrende deutsche Philosoph Prof. Dr. Holger Zaborowski während seines Vortrags „Die Provokation der neuen Atheisten“ am Mittwoch, 28. Mai an der Katholischen Akademie in Trier betont.

Es sei eine Herausforderung, sich mit den Argumenten der Atheisten auseinanderzusetzen. In die Reihen klassischer Kritiker wie Feuerbach, Marx, Freud und Nietzsche, die einst den „Tod Gottes“ feststellten, reihten sich heute Literaten ein wie Richard Dawkins, Edward O. Wilson, Christopher Hitchens oder auch Michael Schmidt-Salomon ein.

Zaborowski forderte, sich mit den Religionskritikern auseinanderzusetzen. Nach seiner Ansicht haben die meisten Kritiker ein falsches Religionsverständnis. „Das Verständnis dieser Kritiker von Religion ist oft sehr simplifizierend, sie gehen von Religion als extrem naiven, kindlichen Glauben aus“. Zwar gäbe es Formen von Religion, die kritikwürdig seien, doch könne man damit nicht jede Religion gleichsetzen. Dass vor allem in den USA Religion oft als wissenschaftsfeindlich angesehen werde, hänge mit der starken Präsenz kreationistischen Gedankengutes zusammen, das die Evolutionslehre als Widerspruch zur wörtlich verstandenen biblischen Schöpfungsgeschichte sehe.

Nach Ansicht Zaborowskis ist das Niveau der „neuen Atheisten“ oft wesentlich niedriger als bei den Klassikern wie Marx oder Feuerbach. „Es gibt eigentlich keine neuen Argumente“, stellte Zaborowski mit Blick auf deren Schriften fest. Zudem stießen viele der neuen Kritiker, die sich selbst als Wissenschaftler sähen, auf Widerstand bei Naturwissenschaftlern, da sie eine sehr polemische und unwissenschaftliche Darstellungsweise pflegten. „Der neue Atheismus stellt ein sehr einfaches Weltbild auf“, sagte Zaborowski. Abschließend forderte er nebe n der Auseinandersetzung mit den Kritikern von Christen auch, sich mit dem eigenen Glauben auseinsanderzusetzen. Der Glaube müsse die Freiheit Gottes und des Menschen gewährleisten und dürfe nicht funktionalisiert werden, um politische oder gesellschaftliche Ziele zu erreichen. Trotz des Elends in der Welt sei es gut und vernünftig, an Gott zu Glauben.

20 Comments

  1. Ich schliesse mich euch an, das was unser lieber Herr Zaborowski redet bringt mich ganz schoen zum lachen. Allerdings muss ich sagen dass in einer seiner Aussagen sogar ein „bisschen(!!)“ Wahrheit steckt, naemlich dass wir uns auf dass selbe Niveau hinabbegeben wuerden wie eben jene die wir wegen ihres sturen Glaubens so verspotten wenn wir einfach behaupten „Gott gibt es nicht, und aus!“, denn wir haben eigentlich keinen Beweis dafuer.

    Klar, wie soll man denn die Nichtexsistenz von etwas beweisen, eigentlich sollte es doch genuegen wenn es einfach KEINEN EINZIGEN Beweis fuer dessen Existenz gibt, wie bei z. B. Drachen und Einhoernern auch, aber da machen anscheinend die meisten Menschen eine Ausnahme. Noch dazu koennte man auch angeben dass man die meisten Dinge auch ohne hoehere Wesen erklaeren kann und da wo wir es noch nicht koennen liegt es wahrscheinlich einfach an unserem noch nicht vollstaendigen Wissen.

    Versteht mich nicht falsch, ich persoehnlich bin mir zu 100% sicher dass es keinen Gott gibt und finde den Gedanken daran laecherlich, aber will ich nicht so weit gehen dass selbe zu tun wie jene die nicht nachdenken und daran glauben, darueber sollte hinaus sein.

    Denkt darueber nach und
    mfg

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  2. Wie sich klar erkennen lässt sprechen sich die meisten, der hier abgegebenen Kommentare, gegen Zaborowskis Meinung aus. Auch ich muss mich anschließen. Herr Zaborowski sie bezeichnen große Intellektuelle wie Marx und Feuerbach als niveulos ohne ein Argument zu bringen warum dem so sein sollte. Sie stellen einfach Behauptungen auf, aber wo sind ihre Argumente? Und Sätze wie: „Der Glaube müsse die Freiheit Gottes und des Menschen gewährleisten und dürfe nicht funktionalisiert werden, um politische oder gesellschaftliche Ziele zu erreichen.“, zeigen, dass sie anscheinend nicht begriffen haben, dass die Religion genau für die Legitimation von Herrschaften und Kriegen, überhaupt erst entstanden ist. Das ist pure Naivität.

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  3. Tut mir Leid, aber der Mann hat sich schon selbst ins Aus geschossen…

    „Es sei eine Herausforderung, sich mit den Argumenten der Atheisten auseinanderzusetzen.“
    Wir haben FAKTEN und keine Argumente.
    Klar kann man sich mit solchen nicht „auseinandersetzen“ (also sie seiner eigenen kleingeistigen Denkweise anpassen), also werden aus Fakten und Tatsachen aufeinmal „Argumente“.
    Faszinierend…

    „Das Verständnis dieser Kritiker von Religion ist oft sehr simplifizierend, sie gehen von Religion als extrem naiven, kindlichen Glauben aus”
    Kurz gesagt: Es ist Unsinn. Ja! Und?

    „Trotz des Elends in der Welt sei es gut und vernünftig, an Gott zu Glauben.“
    DAZU sag ich jetzt nichts! Ich denke, dass sich jeder denkende Mensch jetzt seinen Teil dazu denkt… 🙂
    Der Rest darf weiter beten!

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  4. Ja es ist eben Schwachfug, mitdem man seinen Glauben rechtfertigen will.

    Andere als dumm zu bezeichnen udn dann so unbeweisbare Behauptungen aufzustellen, dass ist wahrlich dumm.

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  5. 😉

    Wie kann es vernünftig sein an etwas zu glauben, was nicht existiert???
    Ich denke der Atheismus ist unter intelligenten und/oder gebildeten Menschen überproportional häufiger anzutreffen…
    Es heißt ja nicht umsonst“ seelig sind die geistig armen“ oder „Vernunft ist der Feind der Religion“…

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  6. „Die Neuen Atheisten: dümmer als Marx und Feuerbach“ ist auch ein bestechend intelligent gewählter Titel. Weil Marx und Feuerbach ja dermaßen für … Dummheit(?) stehen? Und noch dümmer ist dann … wie dumm?
    Oder waren Marx und Feuerbach vl. ganz und gar nicht dumm sondern vielmehr gerade das nicht, womit dümmer als die beiden sein dann gar nicht viel hieße …

    naja, wenigstens die Kategorie „Dummheit“ als wesentlich erkannt. 😮

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  7. „Zwar gäbe es Formen von Religion, die kritikwürdig seien, doch könne man damit nicht jede Religion gleichsetzen.“

    Gleichsetzen sowieso nicht, oder behauptet irgendjemand außer Herrn Zaborowski, dass Islam und Christentum identisch seien? Gleichstellen dagegen durchaus, denn die logischen Fehler sind die gleichen. Ansonsten hat Kai ja bereits festgestellt:

    „Viel einfacher, als dort wo man nicht weiter weiss einen imaginären Über-Freund zu postulieren, kann ein Weltbild wohl nicht sein.“

    Und auch die Aussage der neue Atheismus sei unwissenschaftlich, ist zweifelhaft. Warum Führerkult erstrebenswert sei, verschweigt er außerdem ebenfalls, er behauptet es einfach nur. Man könnte zwar wohlwollend vermuten, dass die Meldung all seine Argumente weglässt; aber ich fürchte, da gab es nichts wegzulassen…

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  8. „Trotz des Elends in der Welt sei es gut und vernünftig, an Gott zu Glauben.“
    sagte er auch wieso das so „gut und vernünftig“ sein sollte?

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  9. Ich würde Zaborowski nicht als Philosophen sehen wollen, obwohl er sich so bezeichnet, in meinen Augen ist er ein Theologe, der versucht den Anschein zu erwecken Philosoph zu sein. Es bedarf aber mehr dazu, als Marx und Feuerbach zu nennen, geschweige denn zu zitieren.

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  10. Es muss irgendeine Form von Inzucht an Deutschen Unis geben, dass immer wieder sogenannte Philosophen und Theosophen hervorkommen und das Hohelied des geistig Überlegenen spielen. Das erinnert an die alten Sophisten im Griechenland, Gedankentheather zur öffentlichen Diskreditierung, zum Beeindrucken und Verwirren.
    Wie soll man kompliziert sagen, „Es gibt keinen Gott“. Es ist so einfach. Ganz einfach. Wir können nichts dafür und es ist großartig. Dann bleibt nur eins, die Authoren zu diskreditieren.
    Es ist wie der komische Gedanke von Sloderdijk, Philosophie ist der Sanitäter auf dem Schlachtfeld Gläubige gegen Atheisten. Er hat schon verloren, denn die Schlacht ist zwischen Religion und Philosophie. Meine Meinung.

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  11. „Es gibt eigentlich keine neuen Argumente”

    Wie denn auch, schließlich ist es seit Jahrtausenden stets der selbe Mumpitz, welcher in wenig variierten Apologien daherkommt.

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  12. „Das Verständnis dieser Kritiker von Religion ist oft sehr simplifizierend, sie gehen von Religion als extrem naiven, kindlichen Glauben aus”
    Man schaue sich nur mal die Grundlage des chrst. Glaubens an: Jesus wurde von einer Jungfrau geboren, die ohne das Zutun eines Menschen schwanger wurde. Nach allerlei Wundern wurde Jesus an Kreuz genagelt, ist gestorben und wiederauferstanden und ist dann leibhaftig in den Himmel aufgestiegen, wo er zur rechten Gottes sitzt. Man muss schon naiv und kindlich sein, um daran zu glauben.

    Trotz des Elends in der Welt sei es gut und vernünftig, an Gott zu Glauben.
    Ja, ja, trotz aller Widersprüche einfach glauben und alles wird gut. Das ist natürlich sehr sachlich.

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  13. Man könnte es auch so sagen:

    Die neuen Atheisten passen sich dem Niveau der Kuschelchristen an, denn wenn man die mit Marx oder Feuerbach kommt, dann verstehen die doch kein einzig Wort.

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  14. Viel einfacher, als dort wo man nicht weiter weiss einen imaginären Über-Freund zu postulieren, kann ein Weltbild wohl nicht sein.

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  15. „Der neue Atheismus stellt ein sehr einfaches Weltbild auf”

    also wenn ich, wie z. Z. mal wieder, mein Biochemielehrbuch vor mir liegen hab, dann kann ich dem guten Mann irgendwie nicht zustimmen.

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