Ehrenkreuz für parawissenschaftlichen Unfug

Grander-Wasser wird auch in Flaschen verkauft
Grander-Wasser wird auch in Flaschen verkauft

Von Christa Karas – Wiener Zeitung

Wien. Was haben der Bioethiker Erich Loewy, der Molekularbiologe Kim Nasmyth und der Physiker und Nobelpreisträger Walter Kohn mit dem Esoteriker Johann Grander gemeinsam? Sie sind Träger des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst. Was im Fall des Letztgenannten freilich kurios ist und derzeit für Kopfschütteln und Unmut bei zahlreichen Wissenschaftern sorgt, wurde Grander doch nicht wegen etwaiger künstlerische Leistungen ausgezeichnet, sondern für seine Erfindung des „belebten Wassers“ („Granderwasser“).

Zwar erhielt der tüchtige Tiroler sein Ehrenkreuz bereits im Jahr 2001, was damals aber offensichtlich kaum jemandem aufgefallen war. In der Folge erhärtete indessen eine Vielzahl von Studien und Untersuchungen den begründeten Verdacht sachverständiger Wissenschafter. Nämlich dass sich das „Granderwasser“ ausschließlich durch seinen üppigen Preis und das dafür nötige Zubehör von normalem Leitungswasser unterscheidet.

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Die Finanziers des Dalai Lama

Unruhen in Tibet
Unruhen in Tibet

TIBET. (hpd) Hintergrundinformationen anlässlich der „Pro-Tibet“-Aktionen im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen in Beijing

Von Colin Goldner

Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen in Beijing gelang es am Vorabend der olympischen Eröffnungszeremonie einer vierköpfigen Gruppe von Pro-Tibet-Aktivisten, in unmittelbarer Nähe des Stadions einen Lichtmast zu erklettern und auf 40 Meter Höhe ein Schriftbanner mit FREE TIBET-Slogans zu entrollen. Bilder der Aktion, die ein bereitstehendes Team des US-Senders ABC filmte, gingen um die Welt und gaben die chinesischen Olympiaveranstalter, die mit „absolut sicheren Spielen“ geworben hatten, der Lächerlichkeit preis. Die Aktion war von langer Hand geplant und vorbereitet worden: organisiert von einer in New York ansässigen Pro-Tibet-Gruppe namens „Students for a free Tibet“. Diese Gruppe, die bereits mehrfach mit spektakulären stunts auf sich aufmerksam gemacht hatte – unter anderem hatte man ein 150 Meter langes Free-Tibet-Transparent auf der Chinesischen Mauer entrollt -, wird über das CIA-nahe „National Endowment for Democracy“ finanziert, eine halbstaatliche US-Organisation, aus deren Fond dem Dalai Lama und seinen Propagandaeinrichtungen jährlich Millionenbeträge zufließen.

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