Schämen sich die Gottlosen ihrer Gottlosigkeit?


Logo der Brights
Links: Philosoph Daniel von Wachter Rechts: Logo der Brights

Sie bezeichnen sich selber als „helle Köpfe“. Nur mit dem logischen Denken will es noch nicht recht klappen.

(kreuz.net) In einem Münchner Vortrag über den Atheismus bezeichnete der evangelische Philosoph Daniel von Wachter die umstrittene Gruppierung „Die Brights“ als Vertreter des Atheismus.

Von Wachter unterrichtet an der ‘Academia Internacional de Filosofía’ an der Pontificia Universidad Católica in Santiago de Chile.

Ein Vertreter von ‘Brights’ protestierte darauf gegen von Wachters Qualifizierung: Die Brights seien Naturalisten, aber nicht unbedingt Atheisten.

Dann drohte er dem Philosophen: „Sie haben Gelegenheit, Ihre Falschdarstellung binnen einer Woche zu widerrufen.“

Jetzt hat sich von Wachter in einer Aussendung zu dieser Drohung geäußert:

„Gerne weise ich darauf hin, daß die Brights sich als Naturalisten, aber nicht unbedingt als Atheisten verstehen“ – erklärt der Philosoph ironisch.

Damit hätten die ‘Brights’ aber ein widersprüchliches Selbstverständnis:

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23 Comments

  1. @sapere audere:
    Vielen Dank für die Übersetzung. Selbst mein Babelfisch im Ohr war sprachlos 🙂

    Wenn man schon mit gnoflischicher Aknustifizität in proglemarustischer Form um sich wirft, darf sich nicht wundern wenn er sprinufizierte Altrimunität in reflektiver Art und Weise zurückbekommt. Manchmal ist ein zuviel des Guten wahrlich ungesund für das Kleinhirn. Mein Gott, wie kann man bloß solche Knoten in der Zunge zulassen. 😉

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  2. Ich überesetz mal fix:

    „Selbstwidersprüchlichkeit ist nicht sogleich mit Irrationalität zu identifizieren, sondern kann auch unzureichende Reflexion der eigenen weltanschaulichen Position anzeigen. “

    Heißt, von Wachter hat bei seiner Kritik vergessen, dass Brights (Atheisten) nicht nur irrational – also dumm – sind, sondern auch noch schlecht, weil sie sich bei der Auswahl ihrer Weltanschauung nicht die Mühe ausreichender Überlegung machen.

    „Der Naturalismus als Weltanschauung ist per definitionem Auswirkung eines zumindest negativen Atheismus resp. der Abwesenheit einer wie auch immer gearteten theistischen Überzeugung.“

    Heißt, Naturalist wird man, weil man Atheist ist und nicht umgekehrt. Einen Naturalisten von Geburt gibt es nicht. Menschen, die ein Weltbild ohne Wunder, Geister, Feen, Astrologie, Geistheilung oder ganz generell Übersinnliches haben, werden nicht so geboren, sondern fallen vom Glauben nach und nach ab – und werden dann Atheisten und dann erst Naturalisten.

    „Die Gründe des negativen Atheismus (beispielweise das Theodizeeproblem) sind nach meiner Ansicht zugleich Motive der mit diesem einhergehenden Überzeugung von der Nichtexistenz Gottes.“

    Heißt, Atheist wird man nur, weil Gott uns – nicht grundlos – leiden läßt.

    „Als eine an einem epistemischen Agnostizismus abgeglichene wie regulierte Haltung ist sie indes nicht verabsolutiert resp. nicht zu einem erkenntnistheoretischen Atheismus ausgeweitet.“

    Heißt, Agnostiker sind gut , weil sie nicht stören (ständig rumstänkern).

    „Der Pantheismus ist überdies – ich pflichte Falk bei – “eine höfliche Form des Atheismus” (Arthur Schopenhauer).“

    Heißt, Atheismus ist unhöflich.

    „Wie auch immer man zu den Einschätzungen D. von Wachters derzeit stehen mag – als eine Art Negativfolie zur Positionsbestimmung der Brights vermögen sie allemal – insbesondere hinsichtlich der zu klärenden zentralen Begriffe – zu dienen.“

    Heißt, Wachter hat recht. Brights sind Atheisten, Atheisten sind Brights.

    Basta.

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  3. uzz, ebg13 vfg avpug vzzre fvaaibyy..
    ebg47 fbyygr uvre natroenpu frva:

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  4. @Eule
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  5. Selbstwidersprüchlichkeit ist nicht sogleich mit Irrationalität zu identifizieren, sondern kann auch unzureichende Reflexion der eigenen weltanschaulichen Position anzeigen. Dies als Korrektur zu D. von Wachter, dem indes nach meiner Auffassung grundsätzlich beizupflichten ist: Der Naturalismus als Weltanschauung ist per definitionem Auswirkung eines zumindest negativen Atheismus resp. der Abwesenheit einer wie auch immer gearteten theistischen Überzeugung. Die Gründe des negativen Atheismus (beispielweise das Theodizeeproblem) sind nach meiner Ansicht zugleich Motive der mit diesem einhergehenden Überzeugung von der Nichtexistenz Gottes. Als eine an einem epistemischen Agnostizismus abgeglichene wie regulierte Haltung ist sie indes nicht verabsolutiert resp. nicht zu einem erkenntnistheoretischen Atheismus ausgeweitet. Der Pantheismus ist überdies – ich pflichte Falk bei – „eine höfliche Form des Atheismus“ (Arthur Schopenhauer). Wie auch immer man zu den Einschätzungen D. von Wachters derzeit stehen mag – als eine Art Negativfolie zur Positionsbestimmung der Brights vermögen sie allemal – insbesondere hinsichtlich der zu klärenden zentralen Begriffe – zu dienen.

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  6. Wo die Drohung sein soll, kann ich allerdings auch nicht erkennen. Da ich allerdings zugespammt worden bin von irgendeinem Menschen, an den Wachter meine Mails weitergeleitet hatte, habe ich ihm ausdrücklich mitgeteilt, dass die Fristsetzung keineswegs eine Drohung ist, erst recht keine Drohung mit rechtlichen Schritten.

    Der Fristablauf hatte die Einstellung des Artikels auf Brights-Hamburg zur Folge:
    http://www.brights-hamburg.de/Christen_gegen_Brights

    Wahrscheinlich hat er sich jetzt nur geärgert, dass die Verlinkung für diesen Artikel auf Brights-Hamburg verschwunden war, weil der Mann eben nicht wichtig genug ist.

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  7. Das Schreiben an von Wachter ist aus terminologischer Sicht fehlerhaft.
    Naturalisten sind, zwangsläufig „negative Atheisten“, in dem Sinne von Nichttheismus. Insofern hat von Wachter mit seiner Formulierung sogar Recht. Von Wachter ist Schlitzohr genug eine solche terminologische Unklarheit polemisch für sich auszunutzen.
    Brights können sein:
    Humanisten,
    Naturalisten,
    Existenzialisten,
    Objektivisten,
    Materialisten,
    Positivisten,
    Säkulare,
    Skeptiker,
    Agnostiker,
    Rationalisten,
    Freidenker,
    Taoisten,
    Utilitarier,
    Atheisten und
    Igtheisten.
    Diese Aufzählung kann man sicherlich noch ergänzen.
    Der ganze, besagte Artikel ist unter dem Titel Wächter der Evolution auf dem Blog erschienen und stand, wegen seiner reaktionären Sicht auf die Aufklärung zur Wahl des Dodos. Leider haben von Wachter und Kissler es nicht geschafft.

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  8. In dem Artikel scheint es irgendwie untergegangen zu sein. Ein Bright hatte Wachter eine e-Mail mit den Äußerungen geschrieben.

    Hier der Link zu seiner Seite: http://von-wachter.de/brights.htm

    Der findige Internetuser möge alleine zu der Seite finden, woher der Bright kommt.

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  9. Jep… folgsam hat tatsächlich recht. Und ja, auch ich habe den Kreutzern einige Hits beschert. Vielleicht werden sie sich damit ja einige Flaschen Sekt kaufen können, who knows 😉

    Mich interessieren dabei allerdings einige „intensivere“ Äußerungen dieser Personen:

    „Dann drohte er dem Philosophen (..) Jetzt hat sich von Wachter in einer Aussendung zu dieser Drohung geäußert“

    Ich konnte im Artikel „Münchner Vortrag“ kein Eintrag in den Kommentaren finden, die sich mit einer Drohung oder derer Reaktion darauf befasst. Zwar „diskuttierten“ dort einige, ob 1+1 = 10 sei und ob die Erde flach ist/war (kein Scherz!), aber von möglichen Drohungen, Beschimpfungen und/oder Reaktionen darauf in den Comments war weit und breit keine Spur. Entweder war es ein anderer Artikel, und die Verlinkung ist schiefgegangen, oder die große böse Zensurtante hat ihre Schere angesetzt und 15.000 Droh-Kommentare entfernt. Ich höre schon ein gewisses Rasiermesser anzischen 😉

    „Einige Äußerungen würden darauf hinweisen, daß einige Brights „Atheist“ für ein Schimpfwort hielten.“

    Quellenangaben waren natürlich keine vorhanden. Es würde mich wirklich interessieren, wo und weshalb ein „Atheist“ (igitt !!) – ein Ungottglaubender – als Schimpfwort gelten sollte. Oder meint er vielleicht die „geschichtliche Entstehung“ des Wortes „Bright“ ? Als Alternative zu Atheist & Co. ? Weil Atheist sich wie einige bekannte Schipfwörter (Asozial, Amoral, …) klingt ? Oh mein Gott ! Wie pervers !!! Da haben Rollbrettfahrer sich einen passenden Begriff gesucht, weil sie sich von Trittbrettfahrer unterscheiden wollten… und nenne sich nun „Skater“. Ich merke, dass einige Gläubige – auch wenn sie möglicherweise einen Doktortitel haben sollten und/oder sich offiziell als Philosoph betiteln – leider den Tellerrand immer noch weit über ihre Sichtline haben. Darüber zu schauen fällt dann bekanntlich sehr schwer. Scha(n)de.

    Ich kann nur hoffen, dass Herr von Wachter einen Link zu diesem Blog bekommen hat und zumindest die Kommentare hierzu lesen kann. In seinem christlichen Umfeld sind erklärende Brights anscheinend kaum bis gar nicht vorhanden. Hätte er seine Energie lieber in eine Frage an die Brights selber gesteckt, anstatt irgendwelche Behauptungen und teilw. falschen Schlußforderungen in den Raum zu werfen. Wozu haben die Kerle denn eine Homepage und einen Link zu weiteren Informationen. Nur die erste Seite zu lesen ist seltenst ein Zeichen besonders intensiven Recherche 🙂

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  10. Von Wachter hat nicht ganz unrecht, auch wenn ich den Brüdern von Kreuz.net keine klicks geschenkt hätte…

    Ein Deist kann Naturalist sein ohne einen echten Atheismus zu vertreten, doch kann er zu seiner Gottheit nichteinmal vorgeben eine irgendwie geartete Verbindung zu haben, so wie es die klassischen Theisten tun. Er kann über eine fruchtlose Gedankenspielerei nicht hinauskommen und wird seinen Deismus als persönliche Sonderbarkeit behalten müssen, was ja nicht illegitim ist.

    Im Pantheismus sehe ich auch nichts anderes als einen verklärten Atheismus. Ob man sich nun über die Schönheit des Universums freut oder feuchte Augen bekommt, weil man die Gesamtheit der Realität pauschal als göttlich bezeichnet, ist sich in wirklichkeit gleich.

    Aber es soll ja auch Buddhisten und Christen geben die sich als Brights bezeichnen…

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  11. Ja, warum grenzt man sich hier so strikt vom Atheismus ab?
    Ich mein…
    Pantheismus ist eigentlich auch nur sehr romantischer Atheismus…
    Der Meinung waren auch schon einige Philosophen.
    Und Agnostiker…
    Naja, reicht auch schon zu begreifen, dass das Vorhandensein eines Gottes für die konkrete Existenz absolut irrelevant wäre…
    Die sollen sich echt alle nicht so anstellen.

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  12. Anscheinend mit denselben Recht, wie Hitzköpfe eine ganze Bewegung durch unüberlegte Formulierungen lächerlich machen.

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  13. „Jedenfalls ist Selbstwidersprüchlichkeit ein sicheres Zeichen von Irrationalität.“


    Ich finds immer wieder ungeheuer unterhaltsam, dass sowas dann immer von 1.evangelischen 2.Philosophen kommt…
    Ich frage mich, mit welchem Recht sich Theologen erdreisten sich Philosophen zu nennen?

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