Köln: Islamismus und Rassismus


pro Köln, gegen Moschee
pro Köln, gegen Moschee

Unter dem Deckmantel der „Islamismus-Kritik“: Rassistischer Aufmarsch in der Kölner Innenstadt geplant

hagalil – Jörg Fischer-Aharon
Am 20. September will die rechtsextreme „Bürgerbewegung pro Köln“ auf dem zentral in der Kölner Innenstadt gelegenen Heumarkt eine öffentliche Abschlußkundgebung ihres sogenannten „Anti-Islaminiserungskongreß“ durchführen. Als Hauptredner werden u.a. der Vorsitzende der neonazistischen „Front National“ (FN) aus Frankreich, Jean-Marie Le Pen, der Führungsfunktionär des rassistischen „Vlaams Belang“ aus Belgien, Phillip Dewinter, der Vorsitzende der rechtspoppulistischen FPÖ aus Österreich, Heinz-Christian Strache und der aus der CDU ausgeschiedene Bundestagsabgeordnete Henry Nietzsche. Breiter Protest regt sich bereits jetzt in der Domstadt…

Vom 19. bis 21. September will die rechtsextreme, selbsternannte „pro-Bewegung“ mit ihrem lokalen Ableger „Pro Köln“ in Köln einen sogenannten „Anti-Islaminiserungskongreß“ abhalten. Damit verfolgt die „Bürgerbewegung pro Köln“ gleich drei Ziele: Zum einen will sie mit dem überregionalen Kongreß ihre Stellung innerhalb der rechtsextremen Szene verbessern, zum anderen dürfte der Kongreß und die damit verbundenen öffentlichen Auftritte der faktische Startschuß für ihren Wahlkampf für die im kommenden Jahr anstehenden Kommunalwahlen darstellen, und zum dritten versuchen die Rechtsextremisten Kapital daraus zu schlagen, dass bislang das Thema radikaler Islamismus weitgehend ignoriert wurde.

Dabei sind die Rechtsextremisten natürlich nicht an einer sachorientierten Auseinandersetzung, bzw. Diskussion zu den Gefahren des radikal-fundamentalistischen Islamismus interessiert. Ganz im Gegenteil. Sieht man sich die durchgängig rassistisch motivierte Propaganda aus der braunen Szene deutschlandweit an, so fällt auf, dass die wesentlichen Inhalte der islamistischen Ideologie – aggressiver Antisemitismus, Holocaustleugnung, rabiate Homophobie, Ablehnung der Gleichheit von Mann und Frau, rasender Antiamerikanismus und Hass auf Israel, Ablehnung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und unserer westlichen Wertegemeinschaft – keine Rolle spielen. Das ist nur zu verständlich, denn diese ideologischen Grundelemente des fundamentalistischen Islamismus sind genau jene Schnittmengen zur rechtsextremen Ideologie, die ansonsten immer wieder zu gemeinsamen Aktionen von Rechtsextremisten und radikalen Islamisten führen und die die „Solidarität“ der rechtsextremen Szene mit Kriegstreibern und Diktatoren wie dem iranischen Despoten Achmadinedschad oder den Terrorganisationen Hizbullah und Hamas begründen. Deshalb ignorieren sie es auch, dass beispielsweise alle Mitglieder der zerschlagenen islamistischen Terroristenzelle aus dem Sauerland Deutsche ohne Migrationshintergrund waren und das deren Terrorpläne schon so weit fortgeschritten waren, dass sie im Stadium der konkreten Anschlagsvorbereitungen waren.

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