Katholische Vetternwirtschaft


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Der Papst und sein Bruder Georg Ratzinger. Foto: AP

Vatikan/Castel Gandolfo Der Bruder von Herrn Ratzinger ist Ehrenbürger geworden. Wo, natürlich in Castel Gandolfo. Der Bürgermeister Maurizio Colacchi hat die Ehrung in der päpstlichen Sommerresidenz im Beisein des Papstes vorgenommen. Aus Sicherheitsgründen wurde der Festakt auf einer großen Leinwand übertragen. Die BürgerInnen des Städtchens müssen nun zwei Ratzingers ertragen. Ehrenbürger einer Stadt wird man ja nicht so ohneweiteres. Da bedarf es besonderer Verdienste ums Städtele, die von Georg Ratzinger sind so genau nicht zu erfahren. Der absolutistische Kirchenfürst wir aber ein starkes Wort eingelegt haben, um seinen Bruder diese Ehrung zu ermöglichen. Postenschacherei, wie in einer karibischen Bananenrepublik.

Der Nachfolger auf dem Stuhle Petri denkt an die Seinen, bevor der göttliche Abgang kommt, wird die Altersvorsorge realisiert. Der Georg darf jetzt den öffentlichen Personennahverkehr des Städtchens umsonst benutzen. Ist doch was. Die Familie Ratzinger schreibt ihre eigene Geschichte. Die katholischen Notabeln sichern ihre Unvergeßlichkeit schon zu Lebzeiten.

Ähnliche Vorgehensweisen, der materiellen Absicherung der eigenen Sippe, sind wir ja in Deutschland gewohnt, nur wer die richtigen Amigos hat, kann richtig anschaffen. In der Ecke ist die Familie Ratzinger beheimatet.