„Nur ein Märtyrer kommt direkt ins Paradies“


Was ich nicht will ist ein Schmusedialog.
"Was ich nicht will ist ein Schmusedialog."

Warum Teile des Islam gefährlich sind und die USA beim Thema Irak nur falsch entscheiden können, erklärt der Buchautor Wolfram Eberhardt im derStandard.at-Interview

Am elften September stieg er in ein Flugzeug nach Kairo. Fünf Jahre nach den Anschlägen in den USA reiste der Journalist Wolfram Eberhardt in zwei Monaten von Ägypten nach Beirut. Er besuchte die Brennpunkte des arabischen Raums und versuchte zu verstehen, was Selbstmordattentäter antreibt und welche Rolle der Islam dabei spielt. Die Ergebnisse seiner Recherchen hat er nun in dem Buch „Im Auftrag Allahs. Gläubige, Fanatiker, Terroristen“ veröffentlicht.

derStandard.at: Ihr Buch stellt am Klappentext die Frage, wo Dialogbrücken zum Islam zu bauen sind. Können Sie dieses Anliegen näher definieren?

Eberhardt: Wir müssen uns vielleicht erstmal um das Wort Dialog kümmern. Was ich nicht will ist ein Schmusedialog. Der Westen hat zwar viele Gemeinsamkeiten mit der arabisch-islamischen Welt, aber ich suche nach den Unterschieden. Deswegen bin ich losgereist und wollte mit den Muslimen persönlich sprechen.

Die Probleme des Westens mit dem Islam lassen sich mit vier Stichwörtern umreißen: Der Dschihad-Gedanke, das Märtyrertum, die Scharia (die islamische Rechtsordnung, Anm.) und der Umma-Gedanke. Dieser Gedanke bedeutet, dass Muslime sich nicht als zu Nationalstaaten zugehörig definieren, sondern als großes Ganzes.

Deswegen gibt es plötzlich brennende Botschaften in Jordanien oder im Libanon, wenn in Dänemark der Prophet beleidigt wird. Das ist für uns sehr erstaunlich. Damit können wir nicht umgehen. Ich bin in die Gegend gereist, um herauszufinden inwieweit diese Menschen ihre Handlungsweise aus dem Islam ableiten.

derStandard.at: Blendet man durch die Konzentration auf den Islam nicht andere Faktoren für die Radikalisierung im Nahen Osten aus?

Eberhardt: Ich glaube eher, dass es andersrum ist. Wir versuchen immer, alle anderen Faktoren einzublenden: soziale Komponenten, Bildung oder Politik. Wir haben uns noch gar nicht auf den Islam konzentriert. Das beste Beispiel ist ein Gespräch mit der Familie eines Selbstmordattentäters aus dem Gaza-Streifen, das im Buch vorkommt. Der Attentäter war kein verzweifelter Mensch, der schlimm gelitten hatte. Er hatte einen ganz normalen Beruf, war eingebunden in die Gesellschaft und wurde auch nach seinem Tod nicht geächtet, weil er sich umgebracht hat.

Er ist ein Märtyrer geworden – ein Schahid. Das ist jemand, der ein Zeugnis abgelegt hat, dass er an Allah und seinen Propheten glaubt. Er zeigt, dass er auch bereit ist, sein Leben dafür zu opfern. Und er bekommt dafür eine enorme Belohnung: Ein normaler Muslim ist sich nicht sicher, ob er ins Paradies kommt – egal wie viele gute Taten er vollbracht hat. Der Märtyrer kommt direkt dorthin und darf auch noch für 70 Verwandte um Einlass bitten. Die Familie wird hoch geachtet. Wir stellen uns immer vor, dass das arme unterdrückte Menschen sind.

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17 Comments

  1. Ein Märtyrer bekennt sich zu sich und seinem Glauben.
    Wenn dieser Glaube nun auf das Jenseits gerichtet ist, wie bei vielen verbohrten Christen, meine Familienmitglieder leider Gottes mit eingeschlossen, werden viele unsinnige und widersinnige Opfer gegeben und geleistet.
    Als Kind habe ich mehr in Furcht und Schrecken verbracht, dass ich sündig, böse und schlecht sei. Später als ich mich bewusster mit dem Evangelium beschäftigt habe, bin ich panisch vor Angst gewesen, dass Eltern und Verwandten verdammt seien könnten. Dieser Glaube hat mich viele Tränen gekostet.
    Der einzigste Ausweg aus diesem Dilemma, war für mich immer wieder nur jetzt und hier das nötigste zu tun. Immer im Vertrauen darauf es wird schon richtig werden. Ich weiß zwar nicht wie, aber irgendwo werde ich schon landen.
    Die Annahme der Realität so wie sie sich mir darbietet und die Achtung vor dem Glaubenssystem jedes Menschen ist mir immer wichtig dabei gewesen.
    Ich glaube einfach daran:
    „Wer einen Menschen rettet, rettet eine ganze Welt“
    und
    „In jedem Menschen steckt ein ganzes Universum“
    Ich weiß also nicht wem ich gerade begegne.

    @Max,
    ich kann es nicht verhindern, es steht außerhalb meiner Reichweite, dass es im Iran und Afghanistan Selbstmordattentäter gibt. Ich kann aber immer wieder bei mir nachschauen, warum ich persönlich zu so einer mörderischen und archaischen Wut neige und unter die Ebene der Verzweiflung tauche, somit verhindere unnötige Schuldgefühle und entgehe der höllischen Versuchung, meine Verletzlichkeit anderen aufzubürden. Ich kann versuchen meine Mitmenschen verstehen und mein Mitgefühl zu schenken.
    Die Angst auslachen, weglachen ist eine gute Möglichkeit den Schmerz ernst nehmen eine wichtiger Schritt, der weiterführt.
    Ich danke Dir für das Lachen, was Du mir zurück gegeben hast. Dies werde ich Dir nie vergessen und ich hoffe Dir wirst schon sehen was Du davon hast.^^^^

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  2. @Rote Gräfin:
    „Wie können wir uns vor Terror schützen, wenn die Gefühle einer Frau gar nicht wahrgenommen werden und respektiert. (..) Vielleicht findet ihr da eine Antwort, wie ein Mann die Stellung der Frau in der Evolution sieht.“

    Wunderbar! Und schon haben wir das Märtyrertum in eine femministische Alice Schwarzer Frage über die Evolution des aufrechten Ganges verwandelt. Meine Oma pflegte zu sagen: „Wer immer vom Hölzchen auf’s Stöckchen kommt, kann keiner vernünftigen Diskussion folgen“. Kommt Dir dies ein wenig bekannt vor ? 😉

    Gehe bitte mal hoch im Text, zum Ursprungstext der Meldung. Dort unten ist ein Link, der an „Der Standart“ verweist. Klicke bitte dort mal an und lasse Dir diese unglaubliche Fülle von Nächstenliebe mal durch den Kopf gehen. Es ist beinahe erdrückend, wie unendlich die Liebe an den einen Gott ist und wie wehement man für ein Leben der Menscheit auf diesen Planeten kämpft. Natürlich nur die Menscheit, die ich von allen anderen Göttern losreisst und ihren besonderen und einmaligen Gott ehren. Alle Zweifler sind Unmensche und sollen möglichst blutig, möglicht schmerzvoll und ehrenlos getötet werden.

    Dort wird über Märtyrer gesprochen, die andere Menschen töten, des Glaubens wegen. Denen ist es sowas von egal, ob damals der Mann oder die Frau als erste Person aufrecht ging. Für sie sind alle Ungläubige ab sofort in die herzschlaglose Horizontalposition zu bringen. Niemand sprach jemals dort über den Streit, wer zuerst auf zwei Beinen gehen konnte. Niemand hat dort über die Frau und ihre Rolle in der Gesellschaft gesprochen. Wie kann man bloß auf solch eine Frage kommen ?! Egal ob Mann oder Frau, wer nicht glaubt ist ein Gegner des (Glaubens-)Systems und gehört vernichtet. Und man wird belohnt – mit dem sofortigen Eintritt in das Paradies – wenn
    man das Ziel erreicht. Absolut unwichtig ob man einen bewaffneten Ungläubigen oder eine hochschwangere Ungläubige trifft.

    Sage mal ganz ehrlich… wie stehst Du zu solchen Selbstmordattentäter ? Zu den sogenannten Märtyrern ? Ich rede nicht von den biblischen Geschichten über heilende Gottesboten, die von bösen bösen Könige gejagt udn getötet wurden, sondern von den Leuten, die heute mit Gewalt gegen andersgläubige vorgehen… tötende Gewalt.
    Würdest Du zu den hingenen und sie mal kritisieren, dass ihre Sicht auf die Frau ziemlich „unoptimal“ ist ? Ihre aufgezwungene Verschleierung, religiöser Natur, behindere das öffentliche Leben ? Würdest Du dich dort für die Würde der Frau einsetzen wollen ? Oder würdest Du doch lieber auf Seiten Gottes stehen wollen und gemeinsam mit den tiefgläubigen Fanatisten einen Mordanschlag planen wollen ? Würdest Du dieses Handeln gegen andersgläubige gutheissen ? So wie damals zu der Zeit Adolf Hitlers, wo Juden als mindere Wesen betrachtet wurde und gejagt und getötet wurden ? Kannst Du dein Gewissen mit einem solchen Mordanschlag beruhigen ? Zu wissen, dass dort ein Ungläubiger – womöglich ein „verblendeter Atheist“ – soeben durch einen Mitbruder bzw. Schwester des Glaubensstammes vernichtet wurde ? Du kannst ja normalerweise gut schlafen, denn Du weisst ja, dass dies im Namen deines einen und einzigen Gottes geschah, so wie es der Koran sagt und so wie es Dir von klein an beigebracht wurde. Es ist für dich eine Ehre, für deinen Gott zu sterben, und es ist eben viel besser, möglichst viele Ungläubige mit in den Tod zu reissen. Du gehst ja nach Oben, der Rest schnurstracks nach Unten.

    Und ? Wie stehst Du zu dieser Lebensweise ? Ist sie optimal ? Ist sie gerecht ? Soll so der Glaube die Herrschaft auf dieser Welt sichern ?

    Tut mir leid, aber sowas kann und will ich nicht gutheissen. Und dabei ist es mir schnurzpiepegal, ob es eine Frau oder ein Mann war, der zuerst im Stehen pinkeln konnte ! 😉

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  3. @rotegraefin:
    Zu deinem Gejammere, es seien hier alles böse Männer, die die Gefühle einer Frau ignorieren würden: es gibt auch genügend Frauen unter den Naturalisten, Rationalisten, Brights, Skeptikern (wie auch immer du es nennen willst). Schau dich mal auf http://www.skepchick.org um – da schreiben fast nur Frauen, und die benutze genau dieselben Stilmittel wie die Männer hier – nämlich unter anderem auch Spott.

    Was dich am zitierten Link stört, ist mir völlig unklar. Willst du behaupten, dass Frauen da irgendwie herabgewürdigt würden?!? Für mich klingt’s eher so, als würde der Autor einfach Forschungsergebnisse erklären und dabei einige männlich/weiblich-Klischees zumindest teilweise ausräumen…

    Und zu deiner Behauptung, hier werde ein „Danke“ vermieden: Geh‘ mal zum Artikel „Reiki Terror oder einfach nur krank“. Schau‘ dir meinem Kommentar vom 11.9., 10:47 Uhr nachmittags an. Geh speziell zum vorletzten Absatz, und schau auf das zweite Wort… (und so ganz beiläufig: die Frage, die ich dir dort gestellt habe, nämlich, was du mit diesen Links belegen wolltest, hast du auch schön ignoriert; soviel nochmal zu deiner Aufforderung, doch einfach nachzufragen, wenn wir etwas von dir nicht verstehen…)

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  4. Ich muss kein göttliches Wesen sein, um „vollkommen und ok“ zu sein. Und es hat nicht das geringste mit Intoleranz oder „auf eine seelisch gemeine Weise über den innersten Kern eines Menschen“ zu schreiben zu tun, wenn ich meine Meinung sage, dass ich dich nicht verstehe. Wenn du logisch und rational schreiben würdest, könnte auch ein Gedankenaustausch stattfinden, den du aber sabotierst, indem du Argumente immer wieder als persönliche Angriffe interpretierst, die niemals so gemeint waren. Aber hier mal eine Frage: Wie steht es mit dem Glaube an ein Paradies in deinem Patchwork-Glauben?

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  5. @Rote Gräfin:

    Mahlzeit Gräfin… Ich futtere gerade ein Brötchen, sorry für den vollen Mund 😉

    „Ich bewundere Deine Energie und Begeisterung, die Du aufwendest mir Deinen Nicht Glauben zu erklären.“

    Das Thema ist der Selbstmord im Islam. Du kommst plötzlich mit meinem fehlenden Glauben an Überwesen und damit verbundenen Selbstzweifeln. Dass ich dies Klarstellen wollte, war einfach notwendig. Ich weiss nicht, ob ein Baum oder ein Stein hier ein geeigneter Gesprächspartner wäre, weil er zumindest nicht vom ursprünglichem Thema abweichen würde 😉

    „(..) Kopfraum (besonders großen Dickkopf) (..)“

    !!!!!!!! MAXIMALE DURCHFAHRTSHÖHE … MAX-I-MAL-E DURCH-FAHRTS-HÖHE !!!!!!!!

    Habe ich Dir schon damals sehr ausführlich erklärt, aber anscheinend wollte diese Information nicht in dein Bild von mir hinein.

    „Ich weiß zum Beispiel, dass ich irgendwann mal den Löffel abgeben muss.“

    Und nun kommt das unglaubliche: ich weiss es auch ! 🙂
    Es ist allerdings nicht unerheblich zu wissen, ob man natürlichen Todes stirbt, an Altersschwäche oder gebrechlichem Leiden, oder ob man mit voller Energie, Kerngesund und mit Hoffnung auf den morgigen Tag das Haus verlässt, nur um wenige Augenblicke später 7 Granatsplitter im Kopf abzubekommen und zu spüren, wie der Luftdruck der Explosion sämmtliche Knochen im Körper bricht und die Organe zerquetscht. Doch bevor man sich überhaupt „Gedanken“ darum machen kann, bohren sich die Granatsplitter durch das Gehirn und durchbrechen die Verbindung von Hirnstamm und Rückenmark. Ohne diese Informationsübermittlung wird man bewusstlos und „verstirbt“ schnell und (fast) schmerzlos an Ort und Stelle.

    Was ist Dir lieber ? Zu wissen, dass man „irgendwann“ den Löffel abgibt, oder dass Du jeden Tag damit rechnen musst, dass irgendein religiöser Spinner sich „in seinem Glauben“ in die Luft sprengt und Dir entweder das Leben nimmt, oder zumindest zur Hölle macht. Vielleicht hast Du ja nur Glück und die Explosion zerreist Dir nur die Extremitäten vom Leibe, dann kannst Du als beinahe Querschnittsgelähmte noch ein „fröhliches“ Leben im Bett genießen. Halleluja !

    „Du bist mit Deiner Angst vor dem Sterben beschäftigst und saugst Dir und mir damit die Energie ab aktiv und mit Freude den heutigen Tag zu leben.“

    Hier spricht der automatische Beantworter des Sendes. Es wird gebeten, die zuständige Textpassage zu belegen. Unsachgemäße Behauptungen werden ansonsten vom System gelöscht und nicht weiter verfolgt. Danke.

    „Gleichzeitig habe ich auch Mitleid mit Dir, der die Biologie als graue Theorie in ein Reagenzglas sperrt.“

    Hier spricht der automatische Beantworter des Sendes. Es wird gebeten, die zuständige Textpassage zu belegen. Unsachgemäße Behauptungen werden ansonsten vom System gelöscht und nicht weiter verfolgt. Danke.

    „Ich weiß nur mit Deinem Unglauben und dem übersehen des allernächsten wirst Du die Selbstmordattentäter anziehen.“

    Hier spricht der automatische Beantworter des Sendes. Es wird gebeten, die zuständige Textpassage zu belegen. Unsachgemäße Behauptungen werden ansonsten vom System gelöscht und nicht weiter verfolgt. Danke.

    „Die Realität ist aber, dass ich hier in der BRD lebe und werde fast wahnsinnig, was ich alles an Ignoranz und Intoleranz erlebe.“

    Dann solltest Du mal deinen Blick einfach auf was anderes richten. Wir haben hier und da genug im Lande, was Freude bereitet. Wenn Du aber deinerseits keine Energie aufwendest, diese Güter zu suchen, zu pflegen und zu genießen, dann kann ich dir da sicherlich nicht helfen. Mit Reagenzgläsern kann ich dich ja leider nicht bewerfen, die habe ich leider nicht. Auch habe ich mehr als einmal gezeigt, dass ich ein ehrlicher und offener Mensch.. äh.. Programm bin. Ich bin von Menschen umgeben und erlebe tagtäglich das Stadtleben, da ich in Stadtmitte arbeite. Bin auch ab und zu gerne in der Altstadt unterwegs und genieße das Leben.
    Das ich ANGST vor dem Tod habe, ist normal. Ich will gerne diesen Zustand (Leben) noch möglichst lange besitzen und sehne mich nicht gerade, jetzt voller Freude von der Brücke zu springen, mich mit Sprengstoff zu zerfetzen oder die Pulsadern aufzuschlitzen. Ich WILL Leben… und ich will NICHT sterben. Es tut mir wirklich leid, wenn dies bei Dir Tränen hervorbringen wird. Ich entschuldige mich schonmal im Vorraus für die Schmerzen, die ich Dir mit meinem Wunsch zu Leben bereiten könnte.

    „Also es ist mir nicht schnuppe, wie Du über den Glauben anderer spottest. Das ist einfach nur gemein und widerwärtig.“

    Wie bitte ? Da sprengen sich Menschen in die Luft, vernichten unzählige Leben, bringen Mord und Todschlag in den Alltag, wollen den absoluten Gottesstaat, intollerieren mehrere Milliarden andersgläubige Lebewesen … all dies im Namen des EINEN UND WAHREN GOTTES, und ich bin gemein und widerwärtig ? Wie pervers ist dies ! Du „bestrafst“ mich für meine rationale Art, diesen religiös begründeten Menschenmord als unnatürlich anzusehen ? Habe ich dich etwa für die Kreuzzüge, Hexenverfolgungen/-verbrennungen, Foltereien, Giftmorde und Erniedrigungen als Ziel meiner Religionskritik gewählt ?

    Komm endlich zurück auf den Teppich… wer auch immer mit Gewalt gegen „andersdenkende“ Menschen vorgeht, gehört in die Klappsmühle ! Und dort drüben werden sie von Religionsführern dazu motiviert, sich möglichst toll und explosionsfüllend von der Welt zu verabschieden. Ihenn wird das Paradies versprochen, wenn sie Menschen töten !!! DAS (!) ist widerwertig und gemein !

    „Ich verstehe es selber nicht, warum und welcher Mechanismus darin steckt, das Beste in sein Gegenteil zu verkehren. Warum müssen wir Menschen uns höhnisch und seelisch verletzend verhalten?“

    Du verstehst das nicht… das nennt sich „Literaturform“. Gab’s schonmal hier als Kommentar. Lese mal „MAD“, „Eulenspiegel“, „Titanic“ und andere satirische Magazine.

    „Warum müssen künstliche Barrieren aufgebaut werden und werden meine Fragen nicht beantwortet?“

    Vielleicht, weil Du sie nicht stellst ? Oder weil Du die Antwort einfach ignorierst ? Denke mal darüber nach.

    „Warum sind wir unfähig von einander das Positive zu erwarten und einzufordern?“

    Weil einige Kilo Sprengstoff schon vielen Erwartungen ein schnelles Ende bereitet haben. Gerüchteweise reagiert der Mensch bei der Vernichtung eines geliebten Menschen nicht gerade mit Freude und Wohlwollen. Ich kann es mir kaum vorstellen, wenn um 12 Uhr mittags die Polizei vor der Tür einer Familie erscheint und der Mutter und dem Vater mitteilt, dass die geliebte Tochter, die nur mal kurz im Cafe eine Freundin treffen wollte, bei einem geplanten Selbstmordanschlag in gefühlte 400 Teile gesprengt wurde.
    Es ist auch schwer vorstellbar, dass die Mutter dann mit „Tja, schade. Das hat sie nun davon.“ antwortet und die Tür zumacht, nur um das Abendessen noch rechtzeitig vom Herd zu nehmen.
    Und weshalb wurde die Tochter in hunderten von Teilen gesprengt ? Weil das Cafe voll mit Menschen war, die den „wahren Gott“ nicht akzeptieren wollten und ihr Leben wohl auch ohne diesen speziellen Gott meistern wollten. Ihr Versuch, die Welt eigenständig zu entdecken, wurde von fanatischen Gläubigen zunichte gemacht.

    Wenn Du dies gutheissen möchtest… bittesehr. Ist deine Meinung. Ich meinerseits bleibe bei meiner Auslegung des Geschehens… Religion tötet Menschen. Religion vernichtet Leben. Das ist kein „Glaube“, das ist Realität ! Lese doch mal den Text und die Quelle. Schalte nicht ab und beschränke dich nicht dauernd auf „traurige“ Meinungen in den Kommentaren. Wie DU zu den religiös motivierten Selbstmordattentäter stehst, hast Du bis jetzt immer noch nicht klargestellt. Stattdessen verfolgst Du mich und meine Art, diesen Schwachsinn der Todessehnsucht auf meine eigene Art zu kommentieren.

    „Hier wird auf eine seelisch gemeine Weise über den innersten Kern eines Menschen geschrieben.“

    Ist doch kein Problem… gehe in ein solches Land und sage, dass Du nur an DEINEN Gott glaubst. Allahs Text ist nicht Dein Leben. Ich verspreche Dir… mit ein bisschen Geduld wirst auch Du dein „Innerstes“ sehen. Wenn deine Eingeweiden auf dem Boden liegen, nur wenige Meter vom Angriffsziel entfernt, wirst auch Du den „innersten Kern“ eines Menschen sehen können. Laut der Religion des Mörders wirst Du niemals in das Paradies kommen und für ewig in der Hölle schmoren. Ist dir diese Welt lieber ?

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  6. Männer die hier schreiben, dazu noch Intellektuelle. Warum müssen Intellektuelle immer meinen, die Welt sei in Ordnung, wenn man wenn alles funktioniert?
    Warum wird ein Danke vermieden? Warum wird nicht gefragt, was verstehst Du darunter?
    Wie können wir uns vor Terror schützen, wenn die Gefühle einer Frau gar nicht wahrgenommen werden und respektiert.
    http://ebmeierjochen.wordpress.com/category/kultur-und-gesellschaftsgeschichte/das-mannliche-in-natur-und-geschichte/
    Vielleicht findet ihr da eine Antwort, wie ein Mann die Stellung der Frau in der Evolution sieht.

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  7. Also red ich eigentlich chinesisch oder was. Wenn Du das höhere Wesen nicht brauchst, will ich es Dir auch nicht aufschwätzen. Ist doch eh verschwendete Liebesmüh.

    Ich glaub es für Dich ganz einfach für Dich mit, dass Du ein göttliches Wesen und damit vollkommen und okay bist.

    Die Realität ist aber, dass ich hier in der BRD lebe und werde fast wahnsinnig, was ich alles an Ignoranz und Intoleranz erlebe.

    Ich glaube an einen Gott der Liebe. Ich verstehe es selber nicht, warum und welcher Mechanismus darin steckt, das Beste in sein Gegenteil zu verkehren. Warum müssen wir Menschen uns höhnisch und seelisch verletzend verhalten?

    Warum müssen künstliche Barrieren aufgebaut werden und werden meine Fragen nicht beantwortet?
    Warum sind wir unfähig von einander das Positive zu erwarten und einzufordern?

    Ich glaube daran das Wort Fleisch wird. Ein Wort kann töten und ein Wort kann leben und Hoffnung schenken. Worte sprechen Menschen und Worte können heilen oder verletzen.

    Hier wird auf eine seelisch gemeine Weise über den innersten Kern eines Menschen geschrieben. Es sind hier überwiegend

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  8. @ rotegraefin

    Ich kann Dir in einigen Punkten zustimmen. Ich denke auch das der Tod etwas natürliches ist und jederzeit eintreten kann. Deshalb habe ich ihn akzeptiert und lebe mein Leben jetzt und verschieb es nicht. Aber dafür brauche ich kein höheres Wesen irgendwelcher Art! Gerade der christliche Glaube ist doch extrem lebensfeindlich. Er reduziert das Leben auf eine Prüfung, die man bestehen muss, um in das ewige Paradies einzugehen. Deshalb kann ich nicht verstehen, wie Du Deinen Glauben mit „lebe jeden Tag“ in Einklang bringst bzw. begründest.
    Und es ist doch nicht das Problem von Max, wenn er Selbstmordattentäter anzieht, nur weil die keine kritik vertragen! (Ok, wenn sie vor seiner Tür stehen, ist es sein Problem 🙂 )

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  9. Jahrelange Unterdrückung erzeugt einfach eine mordsmäßige Wut.

    teil dieser unterdrückung ist auch die jahrelange propaganda und religiöse/politische gehirnwäsche durch religiöse führer, die selbst zu feige sind sich als „märtyrer“ in die luft zu sprengen.
    wahrscheinlich glauben sie nicht ihren eigenen lügen vom paradies und irgendwelchen jungfrauen.

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  10. upps jetzt ist hier etwas selbständig ohne Korrektur schon in den Thread gesprungen
    Also es ist mir nicht schnuppe, wie Du über den Glauben anderer spottest. Das ist einfach nur gemein und widerwärtig.

    Es sollte aber nüchtern betrachtet werden, was diese Dispute bewirken.
    Ich fühle mich wie gefesselt und bekomme eine mordsmäßige Wut.
    Gleichzeitig habe ich auch Mitleid mit Dir, der die Biologie als graue Theorie in ein Reagenzglas sperrt. Ich stelle mir das bildlich vor und muss schon wieder anfangen zu lachen. Aber mach Dir nix draus, diesen idiotischen Versuch hat schon ein anderer kluger Denker versucht Augustinus. Hieß der Typ. Der nannte das nur damals Dreifaltigkeit und ein Kind zeigte ihm, dass er versuchte das Meer in ein kleines Sandloch zu füllen.
    Es geschieht eben nach Deinem Glauben. Das Unterbewusste versteht das Wort ‚Nicht‘ nicht. Sondern es versteht, das Du genau das willst und brauchst.
    Also nur Mut und hab den drohenden Tod ständig vor Augen. Ich weiß nur mit Deinem Unglauben und dem übersehen des allernächsten wirst Du die Selbstmordattentäter anziehen. Schade ich kann keinen Menschen ändern nur mich.

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  11. @MaxHeadroom guten Morgen erst einmal,
    Ich bewundere Deine Energie und Begeisterung, die Du aufwendest mir Deinen Nicht Glauben zu erklären.
    Du wirst die Missverständnisse zwischen uns nicht lösen können, solange Du mit Deinem großen Kopfraum
    (Du hast eben einen besonders großen Dickkopf gfg)
    Zum Glück habe ich auch einen.
    Ich weiß zum Beispiel, dass ich irgendwann mal den Löffel abgeben muss. Das habe ich in die Realität meines Bewusstseins ganz einfach einbezogen. Es gehört zu meiner Realität. Mit dem Tod habe ich jeden Augenblick zu rechnen. Dem schaue ich ganz nüchtern in die Augen. Ich kann es z.B. nicht wissen, ob Du heute nachmittag mir noch antwortest? Ich hoffe es und ich wünsche es mir. Aber wenn ich daran denke, dass es nicht sein wird, dann schießen mir wieder die Tränen in die Augen und denke mir verdammt schon wieder einer, mit dem ich mir die Köpfe heiß geredet habe und der nicht kapiert, dass es darum geht jetzt in diesem Augenblick zu leben und den Nächsten zu lieben wie sich selbst.
    Du bist mit Deiner Angst vor dem Sterben beschäftigst und saugst Dir und mir damit die Energie ab aktiv und mit Freude den heutigen Tag zu leben.
    Es ist mir völlig schnuppe, ob Du selber an eine höhere Macht glaubst oder nicht. Es ist mir aber nicht schnuppe und wie Du mit dem Glauben

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  12. @rotegraefin: Tut mir leid, aber da kann ich dir leider nicht folgen. Entweder sind mir die Drogen ausgegangen, oder dir ist der Blick auf meinen Kommentar entgangen. Ich würde Dir raten, die Textstellen, die Dir „komisch“ vorkommen, bzw. die Du gerne kritisieren möchtest, durch ein Quote – einem Zitat – wiederzugeben. Mein Text ist völlig klar und ohne besondere Note geschrieben worden, aber wie Du mit Stöckelschuhen beim Bergsteigen, Teufelchen und buddhistischem Nirvana letztenendes auf meinen Text eingehen möchtest, kann ich Dir beim besten Willen nicht mehr folgen. Es geht einfach nicht. Ich bleibe deshalb nur bei sehr wenigen deiner Sätze. Die, die ich auch von der Grundthematik her „entziffern“ konnte 😉

    „Bei der Post gehst nicht so schnell Zweifel müssen erst entdeckt werden, ehe man sie ausräumen kann. Da der gute Junge eben nicht an eine größere Macht glaubt, glaubt er auch nicht an sich selbst.“

    Bitte Aufschreiben und nicht vergessen: ICH … GLAUBE … NICHT … AN … EIN … HÖHERES … WESEN.
    Wenn Du der Meinung bist, dass ich damit auch nicht an mir selbst glaube, dann liegst Du mehr als nur falsch. Dann ist dies schlichtweg gelogen ! Sage dies mal Deinem Teufelchen und der Hexe in Dir. Ich habe einen Glauben… und zwar den in den Menschen. Menschen wie Du und ich. Soll ich mich etwa entschuldigen, dass ich an Menschen wie Dich glaube, aber nicht an den unsichtbaren „Vater der Du bist im Himmel“ ?

    „Warum starrst Du ins Dunkle, anstatt Dich mit Deinem Witz und Humor gegen die Verzweiflung zu stemmen? Das buddhistische Nirwana ist hell und warm.“

    Ich starre ins Dunkle, weil ich den verdammten Lichtschalter nicht finden kann ! 🙂

    Wie sollte ich mich gegen die Verzweiflung stemmen ? Ich bin doch überhaupt nicht verzweifelt ! Ich habe „Iron Man“ auf DVD gesehen, zu Abend gegessen und werde morgen Abend mit Freunden eine Runde per Internet zocken, da ich sie dieses Wochenende nicht besuchen kann. Boah, bin ich verzweifelt… ist es dunkel hier… ich kann ja fast nichts mehr sehen. Ach nee, das ist nur die Müdigkeit. Die lässt einem die Augen zufallen 😉

    Aber falls Du plötzlich Teufeln, Hexen und sonstige Personen in Dir versammelst, dann solltest Du vorsichtshalber einen Psychologen aufsuchen. Es könnte sich um eine Form der Schizophrenie handeln. Gespaltene Persönlichkeiten können im Alltag probleme bereiten. Davon kann ich und mir ein Lied davon singen 😉

    Der Märtyrer brachte sich nicht selbst um… er wurde dazu gebracht. Und das besondere… die, die den Plan ausheckten, die ihm diese Möglichkeit der Selbstopferung, des Märtyrertodes, schenkten, die leben weiter. Sie rekrutieren weiterhin und sorgen somit für weitere Morde. Dieter Nuhr sagte es mal so perfekt treffend: Wieso bringen die sich nicht einfach selbst um, wenn das Paradies sooooo toll und sooooo nah ist. Wieso lassen sie anderen den Vortritt ? Sollen die doch mit gutem Beispiel vorran gehen!

    Aber es geht ja nicht… der Glaubensführer muss gefälligst weiter leben. Die Gläubigen… die sind nichts anders als Kanonenfutter in diesem „heiligen Krieg“. Auf die kann man ja locker verzichten, nicht wahr ?

    Nein. Jeder Mensch soll leben. Ob ungläubig oder nicht. Jemand anderen zu töten, nur weil sein „Glaubensbuch“ eine andere Farbe besitzt… auf sowas kommen nur Religionen, die den Konkurrenzdruck nur mit Hass und Gewalt was entgegenzusetzen haben. Die Christen haben Kreuzzüge und Jesus-Camps im Programm. Die Moslems den Jihad. Im Kaltem Krieg gab es die Furcht vor dem Atomkrieg, der Auslöschung der Menscheit. Diese Furcht war gigantisch, aber sie bewahrheitete sich nicht. Der Glaubenskrieg hingegen, der findet im vollem Gange statt ! Der wird schon praktiziert, und ich fürchte mich ganz offiziell, wenn er sich auch im Westen voll durchsetzt. Ich sage es ganz offen… ich will nicht sterben. Weder für eine Bibel, noch für einen Koran.

    Deine Ma hatte recht… das Denken haben die dort drüben den Pferden überlassen.

    „Ja das ist sogar christlicher Glaube, der Märtyer kommt direkt in den Himmel. Das ist die Chance und die Crux zugleich.“

    Schön. Dann erwarten uns irgendwann mal fanatische Christusfrende, die sich feucht-fröhlich in die Luft jagen ? Wenn sie keine andere Beschäftigung haben (wollen), sollen die sich doch lieber in den nächstbesten See ertränken. Erstens fügen sie damit keine anderen Leuten Schaden zu, und zweitens ersparen sie das umständliche Säubern des Platzes von den ganzen gesprengten Körperteilen. Märtyrer sollten gefälligst mal an die Menschen denken, nicht immer egoistisch die Abkürzung namens „Tod“ nehmen… koste es was es wolle. Können solche fanatische Gläubige überhaupt noch so weit denken ? Ich weiss es nicht. Noch keiner hat sich nach einem erfolgreichen Selbstmordattentat noch hingesetzt und ein Buch aus dieser Sicht davon geschrieben. zu ermöglichen.

    „ich kann mich entschließen, dem heutigen Tag soviel Glück und Freude abzuringen wie mir möglich ist(..)“

    Tja, ich wünsche mir wirklich, dass Deine Einstellung per magischem Zauberspruch in die Köpfe aller Todeskandidaten gelangen könnte. Aber leider wirst Du trotzdem weiterhin die Nachricht im Fernsehen mitbekommen, dass irgendwo im Nahen Osten (mal wieder) Tote zu beklagen sind. Auch wenn Du dein Leben deinem Gott gewidmet hast und ein friedfertiges Leben führst… auf diesem Planeten gibt es Menschen, die deine Lebensweise als „Beleidigung“ ansehen. Sie finden nur „ihren“ Glauben als den „einzig richtigen“. Und weisst Du was ? Die finden es „toll“, sich zu Opfern und damit Dein Leben zu vernichten.
    Ich kann sowas weder gutheissen, noch verstehen. Tut mir leid, aber diese Art der Selbstopferung ist einfach pervers, unmenschlich, unverständlich, verrückt und unnatürlich. Ganz und gar inhuman. Sowas kann ich nicht mit meinem Glauben vereinbaren.

    „Ach so was ich noch vergessen habe, historisch gesehen, haben wir hier im Westen uns selber den Terrorismus eingehandelt. (..) Es ist Antwort darauf, Gefühle von Wut als böse und schlecht zu verdammen. (..) Wer lesen kann der lese und wer fühlen kann der fühle.“

    Ich habe gelernt, bei Konflikten den Mund aufzumachen. Zumeist kann man mit Denken und Handeln weiter kommen als mit Faust und Nasenbeinbruch.
    Den Terrorismus haben wir uns nicht eingehandelt, den haben die Leute damals „erfunden“, um der Diskussion mit Worten aus den Weg zu gehen. Und wer sich besonders gut wortlos Ausdrücken konnte, der wurde belohnt… mit dem Status eines Märtyrers.

    Ich bleibe dabei… sowas ist pervers. Es ist nicht unsere Art, uns gegenseitig umzubringen. Ob es Ländereien, Spielzeug oder Religion ist. Und mal so am Rande… hier geht es um den (Glaubens-)Selbstmord im Islam, nicht den (politisch motivierten) Besetzungskrieg.

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  13. @ ???????
    stimmt wer auch immer diesen obigen Text geschrieben hat.
    „Das Denken sollte man den Pferden überlassen, die haben einen dickeren Kopp“ sagte meine Ma oft.

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  14. rotegraefin ist mal wieder ein super Beispiel für einen unbeirrbaren Gläubigen.
    Gerade oben im Text wird die Behauptung aufgestellt, dass der Terrorismus durchaus im Islam und nicht (nur) in den wirtschaftlichen und politischen Problemen der Region wurzelt, da wird genau das wieder behauptet und auf anderslautende Argumente nicht eingegangen.

    Achso @rotegraefin: wer denken kann der denke!

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  15. Ach so was ich noch vergessen habe, historisch gesehen, haben wir hier im Westen uns selber den Terrorismus eingehandelt.
    Die Palästinenser mussten in elenden Lagern leben nach dem der Staat Israel sich etabliert hatte. Jahrelange Unterdrückung erzeugt einfach eine mordsmäßige Wut.

    Es ist Antwort darauf, Gefühle von Wut als böse und schlecht zu verdammen. Wut und Aggression müssen wieder als guten und lebensbejahenden Impuls integriert werden. Es wird uns kein anderes Zeichen gegeben werden, als das Zeichen des Jona.
    Wer lesen kann der lese und wer fühlen kann der fühle.

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  16. grrrrrrrrrrrrrr Max Headroom
    „für den letzten Satz könnte ich Dich schon wieder killen.“ spricht mein archaisches, entweder/oder, kindlich egoistisches Ich.
    Mein schwaches Vernunftwesen sagt: Bei der Post gehst nicht so schnell Zweifel müssen erst entdeckt werden, ehe man sie ausräumen kann. Da der gute Junge eben nicht an eine größere Macht glaubt, glaubt er auch nicht an sich selbst. Er hat bestimmt noch nie die Sterne gesehen. So ist er wie ein Törin die mit Stöckelschuhen einen Berg besteigen will.
    „Hihihi“ sagt das Teufelchen oder Hexe in mir, „selber Schuld macht Dir ja Deinen Glauben ständig madig soll er doch sehen was er davon hat. Du hast doch gestern noch gezählt, wie oft er nicht in einem Post schreibt. So stürzt er regelmäßig in das nihilistische Nichts ab. Soll er doch drin sitzen bleiben, der Dussel aus dem Dorf der. Manno ist doch echt wahr. “
    „Der Pessimit ist der einzigste Mist auf dem nix wächst!“ sagte meine Ma oft.
    Warum starrst Du ins Dunkle, anstatt Dich mit Deinem Witz und Humor gegen die Verzweiflung zu stemmen? Das buddhistische Nirwana ist hell und warm.

    Ja das ist sogar christlicher Glaube, der Märtyer kommt direkt in den Himmel. Das ist die Chance und die Crux zugleich.
    Ein Märtyer ist ein Bekenner, der mit seinem Blut sprich seinem ganzen Leben, dass was er für wahr erkannt hat bekennt. Die Christen kennen blutige und unblutige Märtyerer.
    Die Benediktsregel heißt es an einer Stelle: „Den drohenden Tod ständig vor Augen haben.“
    Es gibt auch ein Buch: „Lebe Dein Sterben“
    oder
    „Heute ist der erste Tag vom Rest Deines Lebens“
    Jetzt können mir vor Angst die Knie schlottern und ich in der Ecke sitzen bleiben, da ich ja sowieso sterben muss.
    Oder ich kann mich entschließen, dem heutigen Tag soviel Glück und Freude abzuringen wie mir möglich ist und den Rest einen guten Macht überlassen und dann mal gucken was passiert. Wenn ich dann abends in den Spiegel schaue und mir sagen kann, Donnerwetter, was guckt mir denn da für ein anständiger Mensch ins Gesicht. Dann habe ich den Tag gut verbracht. Ich kann mich über mich selber freuen.
    Das ist dann ein Martyrium, dass meinem Gott gefällt, ein Bekenntnis zu sich selbst.

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  17. Nettes, kleines Interview. Wenn es auch nicht ganz tiefgründig ist, denn vieles war mir früher – auch ohne Buch oder Islam-Reisen – wohlbekannt. Allerdings loht es sich wohl, einen tieferen Blick in der nächstbesten Bücherei zu werfen. Ich hoffe, im Buch tiefere Einblicke in die „Denkweise“ des Islams bekommen zu können, denn ich selbst konnte aus gewissen Gründen keine Selbstmordattentäter oder deren Verwandte besuchen 😛

    Dennoch tut es mir weh zuzusehen, wie Menschen aufgrund von „Glauben“ dazu bereit sind, andere Mitmenschen, sogenannte „Ungläubige“, als minderwertige und zu beseitigende Elemente anzusehen. Und dies nicht nur von einigen wenigen, sondern von einer gesammten Weltreligion her. Es wird so gelehrt, den Kindern von Klein an bis hin zur Urgroßmutter, die heroische Geschichten von Märtyrern und „Kriegshelden“ erzählt. Diese Romantisierung des Non-Humanismus wird weiterhin – wohl über mehrere Jahrtausende – Blutvergießen über die gesammte Welt bringen. Die gesammte Welt ? Nein… eine kleine Insel im Pazifik wehrt sich noch… gut, sie besitzt nur eine Holzhütte und satte 3 Palmen, aber dort wurde noch niemals ein Märtyrertod propagiert. Tom Hanks war dort und kann dies beweisen 😉

    Ich kann es mir wirklich nicht vorstellen, wie eine Gruppe von Menschen diese wunderschöne Südseeidylle vernichtet sehen wollen, nur weil die Hulla-Hoop schwingenden Bewohner den Unterschied zwischen Allah und einer Banane nicht kennen. Dieses egoistische „Alles was ich nicht kenne/nicht sehen will muss weg vom Planeten“ finde ich pers. als eine neue Art der bekannten biblischen Plagen. Wozu denn irgendwelche Ägypter mit Heuschrecken zu attackieren, wenn Allah-Fanatisten mit Sprengstoff und Munition die „Bestrafung“ wesentlich bombastischer präsentieren können ?!
    Die Rettung allerdings lautet nicht: „beten und hoffen“, sondern direkte Konfrontation und Aufklärung. Solange solche Menschen nicht erkennen (wollen), dass das gegenüberliegende Objekt ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft dieses Planeten ist, solange werden Köpfe rollen und Gedärme durch die Gegend fliegen. Und da die Glaubensführer alles tun werden, um ihre Macht, ihren Glauben zu verbreiten, wird aus dieser Richtung wohl kaum Hilfe zu erwarten sein. Und das, obwohl gerade die eine unschätzbare Hilfe sein könnten. Schließlich sind sie der Benzinkanister, der dauernd Sprit ins Feuer gießt.

    Tja… der Islam an sich ist schön und gut, aber obwohl ich hierzulande zumeist ganz tollerante und offene Muslime kenne, die hervorragend integriert wurden, sieht es auf der Welt – insbesondere eben im Osten selbst – sehr düster aus. Dort kommt auf der Leiter des Lebens nicht das Leben und danach die Religion vor, sondern zuerst die Religion und danach erst das Leben. Für mich ist es nicht traurig, für mich ist es reine Idiotie, reiner Schwachsinn. Lemmingverhalten und blinder Glaube. Und sie lassen sich leider nicht belehren, denn ein „Ungläubiger“ hat ja keine Rechte. Erst recht nicht das Recht auf Rechtebelehrung 😛

    Nunja… von selbst wird der Glaube nicht aussterben. Ich kann nur davon Träumen, dass Sagans „Contact“ mal Realität wird. Wenn die Hostienbeisser, Turbanträger und Umhangschwinger erkennen, dass Aliens am anderen Ende der Galaxie auch ohne Gott (über-)leben können, und dies weit fortgeschrittener als wir, könnte vielleicht endlich ein globaler Frieden auf diesen Planeten kommen. Aber wie man es leider schon aus der Erdgeschichte kennt, werden wohl fanatische Christen, Moslems und andere Sturm dagegen laufen. Sie werden die Aliens als „Ungläubige“ abstempeln, ihre Kinder auf der Erde verstümmeln und alle Botschaften in die Luft jagen. Ja, sie starten womöglich eine Scud-Rakete in Richtung Alpha Centauri. An Bord eine vergoldete Ausgabe der Bibel und des Korans… umgeben von mehreren Tonnen Sprengstoff.

    Horrorfantasie ? Dann sollten die Fanatiker endlich versuchen, diesen Albtraum nicht weiter zu verfolgen. Man könnte schonmal anfangen und dem „Ungläubigen“ erstmal als „Andersgläubiger“ sehen. Eine wortwörtliches Nachleben des Korans oder der Bibel brauchen wir im 21stem Jahrhunderd nun wirklich nicht mehr. Steinigungen, Fraunenerniedrigungen und Märtyrerverhalten gehört in die Vergangenheitsschublade… unter „war einmal“. Unser Land hat sich von Lehnfrommen und Adelige befreien können, Franzosen haben ihre Freiheit erkämpfen müssen, wie auch die Amerikaner und Engländer. Diesen Schritt kann und will der Osten leider nicht gehen… Schade.

    Auch wenn das Buch einen tieferen Einblick in die Seele eines Koran-Selbstmörders bieten kann, der Glauben, die Motivation hinter all diesen Taten, wird weiterhin die volle Kontrolle über die dortigen Menschen besitzen. Eine positive Veränderung ist leider nicht in Sicht 😦

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