Alltäglicher religiöser Wahnsinn


Hindu-Extremisten verüben „pogromartige Übergriffe“ in sechs Bundesstaaten.
Indien: Hindu-Extremisten verüben „pogromartige Übergriffe“ in sechs Bundesstaaten.

Indien: Gewaltwelle gegen Christen überrollt weite Landesteile

N e u D e l h i (idea) – In Indien hat die Welle der Gewalt gegen Christen weite Teile des Landes ergriffen. Die brutalen Übergriffe hinduistischer Extremisten begannen im Bundesstaat Orissa; inzwischen ermorden sie Christen und verwüsten ihre Kirchen und Häuser auch in Karnataka, Kerala, Madhya Pradesh, Uttar Pradesh und Jharkhand.

Die Attacken richten sich auch gegen die Staatsgewalt. Am 17. September brannten etwa 500 Hindu-Extremisten eine Polizeistation im Kreis Kandhamal (Orissa) nieder; dabei kam ein Polizist ums Leben. Vor allem aber sollen Christen gezwungen werden, ihrem Glauben abzuschwören und sich zum Hinduismus zu bekehren. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (Göttingen) spricht von pogromartigen Übergriffen.

Augenzeugenberichte offenbaren ein Unmaß an Brutalität. So erzählte eine Frau, dass ihr Gatte vor ihren Augen zerstückelt worden sei. Ein Mann erklärte, sein Bruder sei bei lebendigem Leibe verbrannt worden, weil er seinen Glauben an Christus nicht verleugnen wollte. Bei den Angriffen, die Ende August begannen, sind nach Schätzungen mindestens 50 Personen ums Leben gekommen. Insgesamt wurden mehr als 50 Kirchen niedergebrannt und 1.500 Häuser von Christen zerstört. Bis zu 50.000 Christen flohen aus ihren Dörfern; rund 15.000 von ihnen suchten in Flüchtlingslagern Zuflucht.

Verbot radikaler Hindu-Partei gefordert
Die Übergriffe waren nach der Ermordung des extremistischen Hindu-Führers und Christengegners Swami Laxmanananda Saraswati am 23. August ausgebrochen. Inzwischen hat sich die verbotene „Kommunistische Partei Indiens – Maoisten“ zu der Bluttat bekannt. Hindu-Extremisten machen trotzdem weiterhin Christen für den Mord verantwortlich. Saraswati, lokaler Anführer der radikalen Hindu-Bewegung Vishwa Hindu Parishad (VHP), soll Drahtzieher von mindestens 56 Übergriffen auf Christen seit 1987 gewesen sein. Unterdessen hat die Indisch-Amerikanische Christliche Organisation in Nordamerika (FIACONA) ein Verbot der VHP gefordert. Ihr militanter Charakter sei offensichtlich, so FIACONA-Präsident Bernard Malik. Die VHP könne daher nicht für sich in Anspruch nehmen, Hindus zu repräsentieren. Diese seien friedliebende Menschen, die sich der Gewaltlosigkeit verschrieben hätten.

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11 Comments

  1. @Karsten
    Wie wahr… wie wahr…

    In einem Gottesstaat lässt sich der Mensch sehr leicht manipulieren. Die Überzeugung gewinnt Oberhand und lässt den Menschen ein Bild, eine Illusion vor dem Auge erscheinen, welches sich als Ziel bildet. Dort in Indien war es der „Glaube an Christus“ generell, welches als „gute Sache, zum Sterben geeignet“ verkauft wurde. Und auf der anderen Seite gab es ein „Töte die Andersgläubigen, die haben es verdient“ in den Köpfen. Da hast Du recht… wo soll da noch die Vernunft sich zeigen ?

    Die Erfahrung die ich mit Gläubigen gemacht habe, sind sehr ähnlich. Nur sehr wenige lassen sich auf eine lange Diskussion ein, die meisten blocken irgendwann ab und beharren auf ihren Strukturen und Meinungen. Die Erfahrung lässt sie einfach unbeirrbar weiter machen.

    Was mir pers. stört ist die Tatsache, dass sich unser Staat, unsere Landesführung, sich dieser jahrhundertelange Eintrichterung beugt und dies gar als „tolle Erfahrung für unser Land“ propagiert. Ich finde es gut, wenn man einige Grundprinzipien verfolgt, die sich auch im altem Testament wiederfinden, wie z.Bsp. „Du sollst nicht töten“. Aber die Einsicht, dass diese Prinzipien eigentlich so breit ausgelegt wurden, dass man sie in nahezu jeder anderen zivilisierten Kultur wiederfindet, fehlt wohlgemerkt einigen Mitmenschen. Und wie wir in Indien erleben konnten, werden von den Gläubigen – die die Texte eigentlich besser kennen sollten – genau diese Grundrechte des Lebens nicht eingehalten. Dann schaltet das Hirn sich aus und Mord und Todschlag wird als „legitim“ angesehen. Und die andere Seite ? Sie lässt sich dann im wahrstem Sinne des Wortes umbringen, und zwar für den Glauben… der ihnen das Leben genommen hat. Und am Ende freuen sich die Religionsführer ,denn sie haben an Ansehen gewonnen. Mit dieser Einstellung wird sich tatsächlich niemand freiwillig an einem Tisch setzen wollen.
    Ob eine aufgeklärte, möglicherweise „gottlose“, dritte Macht hier als Vermittler erfolgreicher wäre ? Sieht man sich mal an, was so alles im Namen des Glaubens angerichtet wurde, könnte dies wirklich die humanere Art des Zusammentreffens sein. Sich weiterhin als Fels in der Brandung zu stellen und abzuwarten, bis man vom Wasser endgültig zerbröselt wird, kann einfach nicht als der Ideale Weg zum (Welt-)frieden gelten bzw. gar als „Konfliktlösung“, sondern von mir nur als sture Dickköpfigkeit gedeutet werden.
    Um (erligiöse) Probleme zu lösen, muss man mit den Personen sprechen, mit ihnen diskuttieren. Sich verbrennen zu lassen, wie es dort geschehen ist, bewirkt anscheinend nicht gerade viel. Zumindest für diese Ultra-Hindus war dieser Todeswunsch einfach nur sinnlos gewesen. Eine politische Diskussion, gefolgt von Vefolgung und Bestrafung von Menschen, die sich gegen diskuttierte Gesetze richten – so wie es hierzulande ist – hätte den Brandstiftern Knast eingebracht und dem Gläubigen noch eine Möglichkeit gegeben, eine Familie zu haben, die ihn liebt. Sich aber freiwillig für die Liebe zum Glauben in den Tod stürzen zu wollen, ist in meinen Augen einfach nur eine andere Form des IMHO sowieso sinnlosen Selbstmordes aufgrund des gebrochenen (Liebes-)Herzens. Perspektivlosigkeit und fehlender Blick nach vorne.

    Natürlich darf nicht vergessen werden, dass diese Partei („Maoisten“) ja längst verboten ist. Die anscheinend viel zu schwache Schutzfunktion des Staates gegenüber des Volkes ist IMHO ebenfalls stark zu beklagen. Ist das Land vielleicht unkontrollierbar groß ? Besteht ein „Augezudrücken“ zwischen dem Staat und der religiösen Gruppierung ? Habe keine Ahnung, aber so wie es dort verlaufen ist, führt diese „Politik“ nur in eine Sackgasse. Da muss Indien mal kräftig am Ruder reissen und das Schiff wieder unter Kontrolle bringen.

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  2. Hallo Karsten,
    das hast Du gut beobachtet.
    Aber meiner Ansicht nach liegt es daran, dass dann vielen Gläubigen die Argumente wegen mangelnder Schulung ausgehen.
    Eine gesunde Diskussion verläuft in drei Schritten
    1. These z.B. Es gibt keinen Gott
    2. Antithese : Es gibt einen Gott
    3. Synthese: die bleibt dann aus!
    In meinen Augen, weil Beide sich oft nicht trauen, sich als gut und erlöst zu definieren.
    Und der Ungläubige oder auch der Gläubige meint darin einen Grund für einen erbarmungslosen Angriff zu sehen.

    Eine Diskussion ist ein Streitgespräch, wo es oft um Nullsummenspiele geht. Ein Sieger ein Verlierer. Am Ende kommt NULL heraus.
    Beim echten Glauben geht es um Toleranz um gegenseitige Wertschätzung des Anderssein des Anderen. Es geht um die Fähigkeit, von der nüchternen Rationalität, umschalten zu können auf die Emotionen, die da hoch kommen.

    Religion beinhaltet Anbindung. Anbindung an mein so sein.
    Tradition, Erziehung und, noch mehr, verborgene Machtinteressen verhindern diese Anbindung immer wieder.

    Dies ist eine Fähigkeit, die mütterlichen Frauen viel schneller gelingt als Männern. Aber auch hier kann ich meine Hand dafür nicht ins Feuer legen. Es kommt immer auf den Einzelfall an und ob die jeweiligen Personen von Hass und Angst geprägt sind oder Liebe und Vertrauen verbreiten wollen.
    Es geht um die bescheidene Annahme der Realität. Die findet immer in diesem Augenblick statt.
    Diesen Augenblick kann ich gestalten indem ich hier tippe.
    Was Du der dass jetzt gerade liest daraus machst liegt nicht in meiner Macht. Wofür Du Dich entscheidest für Hass oder Liebe für Krieg oder Frieden, dass liegt ganz allein in Deiner Macht.
    Da beginnt dann bei mir der Glaube und ich bitte die größere Macht die mich allezeit umgibt, Dich dazu zu bewegen einen Schritt mehr in Liebe, Vertrauen und Frieden zu tun. Dieser Schritt geht in mehr Selbsterkenntnis. Warum muss ich den anderen von meinem Glauben überzeugen? Ich muss es nicht. Ich schaue nur was der andere tut und konfrontiere ihn mit seinem Tun und was er damit erreichen will.

    Hallo Max für etwas besonderes:

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  3. @ Max
    Ich glaube nicht das Vertreter von verschiedenen Religionen sich jemals an einen Tisch setzten werden und vernünftig über ihren Glauben und die einzelnen Vorzüge diskutieren werden. Religion hat mir Glaube zu tun und Vernunft kann sich da einfach nicht durchsetzten.
    Ich kenne es aus meiner eigenen Erfahrung, dass wenn ich als Ungläubiger mit einem Gläubigen diskutiere, an irgendeinem Punkt eine von zwei möglichen Reaktionen auftritt:
    1. Sie werden wütend, verlassen komplett die rationale Ebene und werden beleidigend.
    2. Sie werden traurig, schmollen und sagen gar nichts mehr.
    Und damit ist die Diskussion dann beendet!

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  4. Also auf der einen Seite haben Gräfin und Karsten sicherlich recht. Auch Onkel Wiki benennt Märtyrer nicht pauschal als „religiös motiviert“, sondern (Zitat:)

    „Als Märtyrer in der weiteren Bedeutung bezeichnet man Personen, die nicht um ihres religiösen Bekenntnisses willen, sondern aufgrund einer andersartigen, zum Beispiel politischen Überzeugung Verfolgung und Tod erleiden.“

    Menschen, die sich für andere Menschen (in Not) sich (auf)opfern, sind in meinen Augen „positive“ Märtyrer. Sie überwinden die innere Grenze des Selbsterhaltungstriebes und sind imstande, für ihre Mitmenschen bis in den Tod zu gehen.

    Man darf aber nicht vergessen, dass es neben den „Kriegsmärtyrer“ auch eine lange Liste von religiös-motiviertem Opfertun gibt. Für mich, und ich schätze mal, auch für metazorn, sieht es „sehr merkwürdig“ aus, wenn sich jemand für ein Hobby opfert. Das liegt zumindest bei mir eben daran, dass man das Leben stets an oberste Stelle sieht, und nie das Hobby. Ich würde mich für das Leben eines anderen opfern, aber nicht für das „Recht“, die Hände zu falten, den Computer zu nutzen oder Tomatensoße zubereiten zu dürfen.

    Aus diesem Grunde ist es für mich ebenfalls „schwachsinnig“, sich bei lebendigem Leibe verbrennen zu lassen, weil man diesen Gottesglauben einfach nicht losbekommen möchte. Dies sieht natürlich jemand anders, der selbst dieses Hobby frönt. Für ihn (bzw. sie) stirbt der Mensch bzw. quält sich der Mensch, um damit ein Zeichen zu setzen. Um sich gegen „andersdenkende“ zu wehren.

    In der Religion allerdings ist der Märtyrertod stets glorifiziert worden. Wikipedia schreibt dazu:

    „Der Märtyrertod wurde als Bluttaufe bezeichnet, sollte selbst die Taufe, wenn diese noch nicht stattgefunden hatte, ersetzen und sofort zur vollen Seligkeit führen“

    Die sich im Krieg geopferten Personen sind natürlich ebenfalls dem Märtyrertum zuzuordnen, aber sicherlich nicht auf der selben Ebene wie das Martyrium mit den Verbrennungen dort in Indien ! Im Krieg ging es um (lebendige) Menschenleben, hier ging es aber um eine (unlebendige) Ideologie. Die Person ging für den erhalt des Glaubens in den Tod, nicht für ein bedrohtes Menschenleben. Ist zwar nur ein kleiner, aber dennoch feiner Unterschied. Schließlich würden wir es ja auch ziemlich „merkwürdig“ finden, wenn sich Drogensüchtige von der Polizei erschiessen lassen, weil sie ihre Sucht einfach nicht aufgeben und dieses „Hobby“ nicht nehmen lassen wollten. 😉
    Wir könnten es ja kaum „glauben“, wenn wir hören würden, dass in der Drogenszene Menschen, die sich von der Polizei erschiessen lassen, das ultimative Glücksgefühl und denKick des Lebens verspüren. Die Spritze der Ewigkeit… viel besser als jede „handgemachte“ Spritze.
    So ist es aber mit dem Glauben.

    Karsten hat es sehr gut gesagt:
    „Also stellt sich eigentlich die Frage, ob man aus religösen Überzeugungen oder aus Vernunft “stur” ist.Obwohl es für das Einzelindividuum keinen vernünftigen Grund gibt, seine Überzeugung nicht zu verleugnen, um Schaden (von sich) abzuwenden. Dies macht erst in einer Gesellschaft Sinn, um diese zu verändern.“

    Das Leben als Märtyrer wurde, wie oben erwähnt, stets glorifiziert. Mit dieser Prägung ist es kaum verwunderlich, wenn strenggläubige „ihrem Vorbild“ folgen wollen und sich für eine Sache opfern. Sie haben ja gelernt, dass sie (zumindest in ihrer Gemeinde) verehrt werden. Für mich persönlich ist die Person, die sich verbrennen ließ, einfach verblendet gewesen. Er befand sich sicherlich in Not, aber als Ausweg den Tod gewählt zu haben, ist in meinen Sinne einfach falsch gewesen. Sein zukünftiges Wirken ist somit null und nichtig geworden, und man wird ihn wohl als „er hat sich (irgendwann mal) geopfert“ eine Zeit lang in Erinnerung behalten. Doch eines Tages wird auch er, der bei vollem Bewusstsein in den Flammentod gegangen ist, im Nirvana der Unwichtigkeiten landen. Oder … einige andere strenggläubige sehen dies als Vorbild und wählen selbst ebenfalls den Freitod als Mittel zum Zweck. Im schlimmstem Falle dient dieser Märtyrertod dann als Mutmacher für Terroristen, wie für Selbstmordattentäter.

    Die IMHO wahre Problematik, die Christenfeindlichkeit und der Hindu-Fanatismus von Indern wie Saraswati, wurde hier wohl leider übersehen. Schließlich wären die Christen dort im normalem Alltagsfrieden, würden nicht irgendwelche (andere) Gläubige diese „Konkurrenz“ als Problem ansehen. Es ist das typische „MEIN Gott ist aber viel stärker!“ Syndrom der Religionen. Wo immer man „zusammen“ leben möchte, bilden sich auch radikalere Gruppierungen, die selbst vor solcher Gewalt wie den Tod von hundeten oder tausenden von Menschen nicht zurückschrecken. Ob es (wie in diesem Falle) die Hindus sind, die sich gegen die Konkurrenz wehren, oder ob es die Islamisten sind oder die Christen, asbald sich Gottesgläubigkeit aus dem Schlachtfeld trifft, werden Leichen gezählt.

    Aus der Quelle:
    „Die katholische Kirche werde weiterhin für ihre Rechte einstehen und sie notfalls vor dem Verfassungsgericht einklagen.“

    Ich kenne die Lage in Indien nicht, genausowenig wie die Rechte der Kirchen. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass bei einer übereifrigen Missionierung dem einen oder anderem schon mal der Kragen platzt und dann mit irgendeiner radikalen Gruppierung/Partei sympatisiert. Doch egal ob es sich um die 3% Christen oder 12% Muslime handelt, solche Probleme sollten ohne Blut und Gedärme gelöst werden. Solange Gewalt von irgendeiner Partei propagiert wird, und die Quelle benennt VHP, werden wir solche Nachrichten auch in Zukunft weiter hier hören.

    Anstatt, dass sich Leute vernünftig an einem Tisch setzen und die „Rechte“ diskuttieren, um an einer vernünftigen Lösung für alle Seiten zu kommen, setzen gewisse Gruppen auf das Mittel der Gewalt, der Angst und des Terrors. Es ist ganz klar, dass sich Menschen, die sich dagegen wehren, als „Märtyrer“ gefeiert werden. Sie starben ja „für die Sache“. Für mich jedenfalls ist dieses „für die Sache“ sterben leider der falsche Weg, der Terrortruppe Paroli zu bieten.

    Aber was solls.. ich bin hier geboren und aufgewachsen. Ich habe keine Shiwa oder Brahma kennen gelernt und von JHWH und seiner Truppe distanziere ich mich so gut es geht. Vielleicht ist dies ja der Grund, weshalb mir der religiöse Märtyrertod so sinnlos erscheint ? 😉

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  5. Ich denke hier gibt es verschiedene Auffassungen zu dem Begriff Märtyrer. Wenn jemand seine Auffassung der Welt nicht widerrufen will, und dafür sogar den Tod in Kauf nimmt, kann ich denjenigen nicht grundsätzlich als den letzte Abschaum bezeichnen. Vielleicht als überaus stur! Aber wir wären immer noch im Mittelalter, wenn nicht viele Wissenschaftler der Kirche die Stirn geboten hätten, und dafür auch oft mit ihrem Leben bezahlt hätten.
    Also stellt sich eigentlich die Frage, ob man aus religösen Überzeugungen oder aus Vernunft „stur“ ist.
    Obwohl es für das Einzelindividuum keinen vernünftigen Grund gibt, seine Überzeugung nicht zu verleugnen, um Schaden (von sich) abzuwenden. Dies macht erst in einer Gesellschaft Sinn, um diese zu verändern.

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  6. Stimmt Nickpol, genau das hat metazorn geschrieben:

    „Märtyrer sind mal der letzte Abschaum von religiösem Gehirnmüll, die irgendwie dadurch, dass sie für eine Sache sterben ihre Ansichten beweisen wollen……..“

    Ich sehe da leider keinen Unterschied. Die Leute des 20. Juli und andere es waren ja durchaus nicht nur Christen dabei sondern etliche Juden, Kommunisten und Zeugen Jehovas die den Kriegsdienst verweigerten. Ich habe z.B. bei der Friedensinitiative mal einen Bericht gelesen, wo ein Kommunist ganz fürchterlich von den Nazis gefoltert wurde. Was mich zu Tränen gerührt hat und im Unterschied dazu das Phänomen eines Maximilian Kolbes, der freiwillig in den Hungerbunker ging um einem Familienvater von fün Kindern das Leben zu retten und der dann dort nicht verhungerte, sondern man musste ihn erschießen. Solche Phänomene interessieren mich. Welche Kräfte wirken da, der eine verzweifelt und dar andere stirbt noch nicht mal, nach menschlichem Ermessen.
    Das kann ich nicht verstehen, dass ein Naturalist sich nicht für so etwas interessiert.
    Mir ist doch egal wie ihr die Kraft, die das Leben lebenswert macht nennt. Wenn es Dir nächstens lieber ist ich nenne das Bullshisitic, na gut dann nenne ich es eben Bullshistic.
    Ich bin halt hier ein bisschen verwirrt, weil ich den Eindruck gewonnen habe. Das jeden Moment eine andere willkürliche Regel aus dem großen hellen Zaubermantel der Brights gezogen wird.
    „Von mir aus und der Hühner wegen kann der Hahn auch Eier legen.“
    Im übrigen finde ich es traurig, dass Du nicht selber metazorn für seinen verbalen Fehlgriff gerügt hast. Kann es sein, dass es Dir gar nicht um Klarheit sondern nur um totale Verwirrung geht?
    Ich kann Dich nicht hindern Lieber Gott zu spielen, weil ich was erkannt habe und mich aus Deinem Paradies zu werfen. Ich kann nur sagen, dass Du es tust. Aber Du musst tun, was Du nicht lassen kannst.
    Ich weiß, dass ich in einem Land lebe, in der egal in welche Gruppierung ich auch gekommen bin, regelmäßig und sehr heftig an der Sabotage des Verstandes gearbeitet wird.
    Ich halte es mittlerweile für eine deutsche, wenn nicht sogar weltweite Seuche.
    Aber nickpol wenn alles dass was ich von „Gott“ (bitte Vokabel beliebig und nach eigenem Gutdünken austauschen) Dir wie das grüne Gemüse eines Ochsenfladens vorkommt, dann musst Du ja ganz tief in selbigem stecken. Komm mal her, kleine Jungens daraus zu ziehen, ist eine meiner leichtesten Übungen.
    Hosen runter, Hemd aus und ab unter die Dusche. So fertig gut ab rubbeln und mit ner Wärmflasche ins Bett. Noch ein Schlaflied gefällig ? Nein dann jetzt schön schlafen und morgen sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.
    Nur noch für einen schönen Traum:
    „Und wenn dein Gott der Liebe ist, warum hat er erst all das Gemetzel zugelassen? All die Kriege“
    Ganz einfach, weil es zu wenige Menschen gab, die an die Liebe glaubten und in ihrem Leben verwirklichten. Du jeden Moment die Gelegenheit, bei Dir diesen kapitalen Irrtum der Menschen zu korrigieren. Gute Nacht.

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  7. rotegraefin: In Ordnung dann sind auch alle, die im Deutschen Widerstand gestorben sind, der letzte Abschaum gewesen. Ich gratuliere Dir zu dieser Lebens verachtenden Haltung.
    Sei bitte mit deinen Formulierungen vorsichtiger. Das hat „metazorn“ nicht geschrieben und schon gar nicht gemeint.
    Und wenn dein Gott der Liebe ist, warum hat er erst all das Gemetzel zugelassen? All die Kriege, Konzentrationslager, Mord, Vergewaltigung und Raub, über Jahrtausende. Das ist naive Argumentation. Der Begriff Gott ist ein leeres Wort, nothing else.
    Zum letzten Mal, du kannst glauben was du willst, verschone bitte diejenigen hier mit deiner Irrationalität, die rational diskutieren wollen, durchaus kontrovers, wenn du diskitieren willst, dann bitte im rationalen Kontext. Spirituelle Fragen kläre bitte mit den zuständigen Personen, nicht hier.
    Noch so einen Kommentar werde ich nicht durchgehen lassen also in Zukunft keine Bullshistic und deine Eigenwerbung etwas reduziert.

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  8. In Ordnung dann sind auch alle, die im Deutschen Widerstand gestorben sind, der letzte Abschaum gewesen. Ich gratuliere Dir zu dieser Lebens verachtenden Haltung. Ich kann nur sagen, dass die meisten dieser Männer und Frauen irgendwann kapiert hatten, dass sie so nicht mehr mitmachen konnten und wollten. Daraus haben sie dann ihre Konsequenzen gezogen. Eine Haltung, die ich hier im Forum weitgehend vermisse.
    Es geht im übrigen nicht um stumpfsinnige Ideologien sondern, um die Verteidigung des Lebens und seines Sinn in sich.
    Wenn Du kein Leben zu verteidigen hast dann sei dankbar.
    So zeigst Du mir nur wie wenig Sinn Du in Deinem Leben findest.

    „Ich möchte dich hier nicht beleidigen,“

    Wer so etwas schreibt, der will beleidigen. Kannst Du mir bitte den Grund für Deine Beleidigung nennen?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_Bonhoeffer
    Dietrich Bonhoeffer.

    Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösestens, Gutes entstehen lassen kann und will. Dafür braucht er Menschen, die sich alles zum Besten dienen lassen.

    Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage soviel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen. Aber er gibt sie nicht im voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen. In solchem Glauben müßte alle Angst vor der Zukunft überwunden sein.

    Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist, mit ihnen fertig zu werden als mit unsern vermeintlichen Guttaten.

    Ich glaube, dass Gott kein zeitloses Faktum ist, sondern dass er auf aufrichtige Gebete und
    verantwortliche Taten wartet und antwortet

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  9. Biite was ist los?
    Also mir persönlich fällt mal nichts bescheuerteres ein als sich für irgendwelche stumpfsinnigen Ideologien aufzuopfern………
    Märtyrer sind mal der letzte Abschaum von religiösem Gehirnmüll, die irgendwie dadurch, dass sie für eine Sache sterben ihre Ansichten beweisen wollen……..
    Und es gibt Leute die glauben das auch noch…..
    Und irgendwas sagt mir, dass du irgendwie dazugehörst……
    Ich möchte dich hier nicht beleidigen, aber solche Meinungen in dem Forum finde ich schon krass, vorallem, weil von dir ständig solche Beiträge kommen…….
    Naja, darum gehts hier aber nicht.

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  10. Hallo metazorn,
    „Man kann sich ja auch extrem cool fühlen als Märtyrer….“

    Genau und so sollte man sich auch fühlen. Allerdings sollte jeder der sich für seine Sache 100% einsetzt auch so viel Klugheit besitzen, sich erst dann verbrennen zu lassen, wenn wirklich nichts anderes mehr geht.
    Meistens reicht es aber schon, wenn man ein Stückchen von sich selber Abstand gewinnt und mal den anderen Standpunkt betrachtet, dann ist es nicht notwendig mit körperlicher Gewalt zu agieren. Aber Gewalt beginnt nicht erst bei Mord.
    Mahatma Gandhi zum Beispiel, Martin Luther King und Roger Schütz gehören für mich zu solchen Vorbildern.

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  11. Über sowas kann man natürlich keine Scherze machen, das ist echt Wahnsinn.
    Ich kann so etwas dennoch nur mit gemischten Gefühlen durchlesen, wenn sich solche Zeilen finden wie: „….bei bei lebendigem Leibe verbrannt worden, weil er seinen Glauben an Christus nicht verleugnen wollte“
    Man kann sich ja auch extrem cool fühlen als Märtyrer….
    Natürlich ist sowas trotzdem furchtbar und gegen sowas muss natürlich global vorgegangen werden, aber wie einige wahrscheinlich mitbekommen haben dreht sich insgesamt die Geschichte auch in diesem Falle im Kreis.
    Sowas haben Christen früher selbst gemacht, wird heutzutage noch von einigen Religion praktiziert oder viele würden es gern machen (natürlich keine Anspielung auf den Islam^^)
    und es wird so schnell wohl auch nicht verschwinden, egal mit welchen Mitteln man dagegen vorgeht……
    Aber es wär ja schön, würde man sich um Besserung bemühen…
    Natürlich sträubt man sich weiterhin wegen irgenwelchem pseudorelativistischen Mumpitz und realitätsverleugnendem political-correctness-wir-haben-uns-alle-lieb-Gefasel….

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