Die Islam Paranoia


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Hilfe Islam Paranoia geht um

von NiciKrüger – opinio

Immer wieder machen Mitmenschen darauf aufmerksam dass wir einer Islamisierung unterliegen und es nur keiner wahrhaben will. Unter anderem wird von selbsternannten Hilfssheriffs darauf hingewiesen dass ein islamischer Schüler an deutscher Schule täglich beten darf.. Welch eine Zumutung. Glaube und Staat soll gefälligst getrennt bleiben. Jo – da wäre ich auch für, aber dann bitte für alle. In vielen Grundschulen, die noch dazu weit und breit die einzigsten Grundschulen sind, so dass Alternativen schwer frei wählbar wären, hängt im Klassenzimmer deutlich das Kreuz als christliches Symbol. Die Kinder müssen einmal wöchentlich mit zur Kirche. Schließlich leben wir in einem christlich geprägten Land. Zwangsvergläubigung also durch die Kirche – nach dem Motto.. das ist hier nun mal so..Punkt. Und das an staatlichen Schulen bzw. an kirchlichen Einrichtungen die aber durch gehörige Staatszuschüsse überhaupt funktionieren. Wo bitte bleibt da die klare Trennung die hier gefordert wird?

Völlige Panik scheint auszubrechen wenn eine Frau in öffentlichem Amt ihr Kopftuch tragen möchte – halt stopp. falsch. Es gibt natürlich Ausnahmen. Frauen die Hut, Kopftuch, Bandana oder Baseballcap tragen sind natürlich ausgenommen. Hier geht’s nicht um den Kopfschmuck sondern um das weithin sichtbare Zeichen der Religionszugehörigkeit. Außer Acht gelassen wird dabei ihre Eignung für den jeweiligen Posten. Also Urteil nach dem Äußeren und nicht nach Fähigkeit? Oder ist das Kopftuch selbst vielleicht die Bedrohung? Keine Panik – man kann euch damit nicht ersticken. Es ist zu klein. Der Frontdackel dem es hätte gefährlich werden können, der existiert ja nicht mehr.

Superbauwerke von Moscheen bzw. Kulturzentrumen in Deutschland nur ein Symbol welche Macht der Islam in Deutschland hat

Aha – der Kölner Dom ist ja auch echt zierlich im Vergleich und so einige größere und kleiner Kirchen in Deutschland ja auch. Da ist es natürlich eine totale Bedrohung wenn anderen Religionsangehörigen ein Raum zugestanden wird. Vermutlich wird in jeder Moschee ein Terrorakt geplant. Und falls nicht, es könnte ja jemand darauf kommen und so müssen wir selbstredend gleich im Vorfeld mal diese Möglichkeit verhindern. Ganz ehrlich.. Irgendwie hat das was von Verfolgungswahn.

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8 Comments

  1. „Die Baseballcap ist kein Symbol der Frauenunterdrückung, das Kopftuch in den Augen vieler eben schon.“

    Wurde nicht auch das Tragen einer weit weniger symbolgeladen Mütze einer Lehrerin gerichtlich untersagt?
    (Der Fall liegt schon ein paar Monate zurück, weiß leider nicht mehr in welchem Bundesland).
    Zunächst wollte ich mal speziell was zu diesem Thema loswerden, auch, wenn der Artikel allgemeiner gehalten war:
    Schon ironisch, dass eine gebildete, berufstätige Frau, sich eigenständig das Recht erstreiten will, dieses Unterdrückungssymbol zu tragen.
    Unterdrückungssymbol steht nicht in Gänsefüßchen, weil es nicht ironisch gemeint war.
    Ich verabscheue den Gedankengang der besagt, dass Frauen ihre Reize verstecken sollen, steckt doch konsequent zu Ende gedacht dieselbe Logik dahinter, die Vergewaltigungsopfern eine (Mit-)Schuld an dem gibt, was Ihnen widerfahren ist.
    Auch wenn es ein Symbol ist (im Gegensatz zum Hakenkreuz allerdings Keines einer kriminellen Vereinigung) , wäre eine Verbannung aus der Öffentlichkeit ein ungerechtfertigter Eingriff in persönliche Rechte.
    Bei vielen Trägerinnen hat es vielleicht mehr mit anerzogenem Schamgefühl als mit missionarischem Eifer zu tun. (Wer würde einer sittenstreng erzogenen Christin verbieten sich die Bluse vor ihren Schülern bis ganz oben zuzuknöpfen? Auch wir haben Konventionen was wir zeigen dürfen und was nicht und auch wir würden uns „entblößt“ unwohl fühlen.)
    Es stört mich, wenn der Staat sich eine bestimmte Weltanschauung zu eigen macht (siehe Kruzifixe).

    Aber dass die Leute, die für einen Staat arbeiten, der Glaubens- und Gewissensfreiheit garantiert selbst bestimmten Weltanschauungen angehören, die hier nun mal nebeneinander existieren, ist selbstverständlich. Eine Pflicht, dies zu verstecken hielte ich für übertrieben, sollte es eine geben, dann aber mit gleichem Recht für alle! (Anstatt des „wir-gegen-die-anderen“-Spiels, dem sich die C-Parteien so gerne widmen und dass nun wirklich nichts mit der Trennung von Staat und Kirche zu tun hat.)

    Ein weiteres Problem mit der Islamdebatte ist, finde ich, dass sie sich zu sehr auf die äußerlich sichtbaren Zeichen einschießt.
    „Bleibt unter euch, springt mit euren Ehefrauen und Töchtern um, wie es euch beliebt, aber beleidigt unsere Augen nicht mit euren Kopftüchern und verschandelt unsere Stätte
    nicht mit euren Bauwerken.“ – ganz so, als würden die Menschen, die hier eine dauerhafte Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis und z.T. deutsche Staatsbürgerschaft haben, gar nicht zu dieser Gesellschaft gehören.
    Ein Stück Presse- oder künstlerische Freiheit preiszugeben, aus falsch verstandener Rücksicht oder weil man sich eingeschüchtert fühlt ist anscheinend kein allzu großes Problem, dass Muslime auf ihren eigenen Grundstücken Minarette errichten.
    Wien wäre es mal mit ein bisschen Fairness? Dasselbe abverlangen, dieselben Recht erteilen und zwar nicht pauschal an ein Familienoberhaupt, sondern an jeden einzeln?
    Aber, was reg ich mich auf…

    Beim Thema Islam und beim Umgang mit in Deutschland lebenden Muslimen gibt es einfach zu viele Inkonsistenzen und zu viele falsche Prioritäten.

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  2. Ich finde, dass dieser Text eine totaler Schwachsinn ist.
    Wenn eine Frau Kopftuch trägt tut sie es , weil sie es möchte.
    Meiner Meinung nach sollte man kein Kopftuchverbot erlauben, weil dies eine Frau daran hindern würde ihren Willen auszuführen, der übrigens niemanden verletzt oder belidigt.
    Und übrigens ist das Kopftuch kein Symbol!!!
    Informiert euch mal besser. Lernt Islamismus von Islam zu unterscheiden!!!

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  3. selten einen Kommentar gelesen, der so am Thema vorbei geht.

    Das Ziel des Beitrags ist es wohl:
    – eine Gleichberechtigung von Islam und Kirche (Christen) zu fordern
    – Die Trennung von Staat und Kirche zu fordern?

    Während der Punkt, dass wir hier in Deutschland Staat und Kirche nicht ordentlich voneinander getrennt haben natürlich richtig ist, scheitert der erste Punkt grandios.
    Nicht beachtet wird beim Kopftuchverbot, dass die Argumentation (mal von den C Heinis abgesehen) eben meist eine politische ist. Die Baseballcap ist kein Symbol der Frauenunterdrückung, das Kopftuch in den Augen vieler eben schon.
    Diese politische Dimension komplett zu ignorieren lässt die Fachkompetenz des Autors auf diesem Gebiet nicht berauschend aussehen.

    Der Vergleich einer Mosche mit dem Kölner Dom ist sicher nicht ganz untreffend, macht aber einen Punkt, den der Autor nicht wünscht. Zum Zeit des Dombaus war die Kirche in einer dominanten Position die sich keiner zurückwünscht. Den Dombau damit als Begründung für den Bau einer Mosche heranzuziehen ist fraglich.

    Schlussendlich versagt der Autor in der Diskussion, da er es für nötig hält jeden Islamkritiker, der den Islam entweder als politisches Instrument oder als nicht aufgeklärte und damit gefährliche Religion sieht. Eine Kirche oder Glaubensgemeinschaft, die im Gegensatz zum Christentum (zumindest die großen Kirchen heutzutage) gegen Demokratie und Menschenrechte ist können wir aus Selbsterhaltungsgründen nicht dulden.

    Ob es einen moderaten und westentauglichen Islam gibt und wie weit die Glaubensfreiheit, bzw. die Toleranz, in diesem Gebiet geben kann ist der Kernpunkt der Auseinandersetzung.
    Dies hat der Autor leider nicht erkannt.

    Für den starken Einsatz gegen Rechtsradikalismus, auch unter vollkommener Nichtbeachtung der Tatsachen und sinnvoller Argumente ist aber zumindest ein Sympathiepunkt zu vergeben. Gut gemeint war der Artikel ja.

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  4. Die Ex-Muslime:

    [audio src="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2008/09/04/dlf_20080904_1418_9bcd1711.mp3" /]

    „Der Scheisse ist sauberer als ihr“

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  5. also das hat ja jetz nicht direkt mit der angst vor dem islam zu tun und ist deshalb leicht OT. aber es hat schon mit diesem was zu tun:

    „Und das an staatlichen Schulen bzw. an kirchlichen Einrichtungen die aber durch gehörige Staatszuschüsse überhaupt funktionieren. Wo bitte bleibt da die klare Trennung die hier gefordert wird?“

    welche trennung? du glaubst doch nicht wirklich an trennung, oder?
    alleine schon die tatsache dass es parteien und somit auch regierungen gibt, die eindeutich religiös sind (zB. CDU, CSU, PBC), ist für mich ein beweis dass es nie eine trennung geben kann.
    und dann sind da auch noch unzählige heimliche steuern in milliardenhöre, die JEDER bürger an die kirche bezahlt, unabhängig davon ob man nun kirchenmitglied ist oder nicht.
    zb. kostet nur ein kichentag rund 11 millionen( stand 2000), wovon der löwenanteil vom staat „zugeschossen“ wird. dann die ausbildungen zum pfarrerstudium an kichl. fakultäten. der staat zahlt das komplett mit geschätzten 30 millionen im jahr. beispiel millitärseelsorge. noch mal rund 25 millionen jährlich. oder christl. kindergärten. der löwenateil von im schnitt über 90% % zahlt die gemeinde, obwohl da zb. evangelischer kindergarten draufsteht. ein etikettenschwindel!
    hinzu kommen allerlei ausgaben für kirchenfunktionäre und ihre helfer und helfeshelfer etc. pp. da kommen schon mal ne summen zusammen die in den zweistelligen milliardenbereich gehen und das jedes jahr.
    (die zahlen sind alle etwas älter, aber ich befürchte das wird eher mehr statt weniger.)
    weiterhin massive einschränkungen im arbeitsrecht und konfesionszwang zb. an diakoniekrankenhäuser. usw. usf. ect. pp. bla bla blub.
    also. trennung von staat und kirche ist zwar ein netter traum, aber ich befürchte der wird erst in 1000 oder 2000 jahren realität.

    wer sich dazu eine doku anschauen möchte. hier die links:
    Kirchen – Vom Staat subventioniert (ARD-NDR, Panorama) Teil1
    Kirchen – Vom Staat subventioniert (ARD-NDR, Panorama) Teil2
    das geht zusammen ca. 12 minuten
    aus dem inhalt:

    „Unsinnige Steuersubventionen – Milliardensegen für die Kirchen
    (Panorama-Sendung vom 17.10.2002, 20:15 Uhr)

    Zwei Jahrhunderte liegt sie zurück: Die Säkularisation, also die Trennung von Kirche und Staat. Die Kommunen zahlen dafür immer noch – oft Lasten wie im Mittelalter, wie zum Beispiel die Getreideabgabe. Aber auch Bischofs-Gehälter, Militärseelsorge, Pfarrerstudium, Kirchentage, Pensionen, sogar Glocken und Orgeln: Der Staat zahlt häufig für fast alles, was zur Kirche gehört.

    Die meisten kirchlichen Sozialdienste – ebenfalls finanziert vom Staat. Gleichzeitig subventioniert er damit allzu oft Missionarsdrang und Dogmatismus. So müssen selbst Sekretärinnen in kirchlichen Einrichtungen, deren Gehalt vom Staat kommt, Kirchenmitglied sein, sonst verlieren sie ihren Job. Und Angestellte, die nur standesamtlich geheiratet haben, müssen ebenfalls mit Sanktionen rechnen.

    Neben der Kirchensteuer erhalten die Kirchen rund 20 Milliarden Euro im Jahr zusätzlich vom Staat – Geld von allen Steuerzahlern für Gottes Segen?

    Bericht: Jochen Graebert, Clemens Oswald“

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