Religiöser Neandertaler


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The Revd Dr Peter Mullen BA PhD, Quelle: Homepage

Pastor fordert Tätowierungen für Homosexuelle

Es sollte angeblich nur ein Witz sein, doch die Äußerungen eines britischen Pfarrers über Homosexuelle klingen gar nicht mehr lustig. Der Geistliche hatte im Internet gefordert, Schwule sollten dazu verpflichtet werden, ihren Hintern und die Wangen mit diskriminierenden Sprüchen tätowieren zu lassen.

Welt-Online

Mit bizarren Äußerungen zu Homosexuellen hat ein anglikanischer Pfarrer in Großbritannien seine Vorgesetzten gegen sich aufgebracht.

Schwule sollten verpflichtet werden, sich den Spruch „Sodomie gefährdet die Gesundheit“ auf den Hintern tätowieren zu lassen, schrieb der Geistliche Peter Mullen aus London in seinem Internet-Blog. Auf den Wangen sollten Homosexuelle die Worte „Fellatio tötet“ tragen.

Die Diözese London forderte Mullen am Montagabend auf, seine „sehr beleidigenden“ Äußerungen aus dem Internet zu entfernen. Dem „Evening Standard“ sagte Mullen, seine Bemerkungen seien als „kleiner Scherz“ gemeint gewesen. Er habe „absolut nichts gegen Homosexuelle“, versicherte der 66-Jährige. Viele seiner Freunde seien schwul. Mullen versicherte, seine Forderung sei „satirisch“ zu verstehen. Allerdings sei er gegen ein „militantes Predigen“ von Homosexualität. In dem Blog hatte er laut Bericht ein Verbot von „obszönen“ Schwulenparaden gefordert.

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weitere Informationen:

Londongaymen

Hollywoodgrind

Guardian

tnx Max Headroom for the tip 😀

7 Comments

  1. @wahoonie
    „anglikanischen pfarrer zu erwarten, wenn schon der erzbischof von canterbury“

    nun ja der erzbischof von canterbury, will auch dass homosexuelle Priester werden dürfen. deshalb steht die anglikanischen kirche gerade kurz vor der spaltung.

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  2. @wahoonie:
    🙂 Klar, manch einer hat dort wirklich die falsche Suppe zur Mittagszeit gelöffelt. Zumindest versucht Mullen, das ganze wieder auf die richtige Bahn zu bringen. Man kann ihm diesen „Ausrutscher“ verzeihen… schließlich sind auch Beamte im Auftrag Gottes nichts anderes als Menschen: mit Liebe, Hass und allem, was dazugehört. Es war ja auch sein privater Blog, und keine Äußerung im Auftrag des Herrn. Aber der gute Mann hat vergessen, dass einige Milliarden Menschen zugang zu seinen „privaten Gedanken“ haben. Dies bringt einige Variablen in das Spiel, nämlich einerseits die Meinungsfreiheit und andererseits die Verantwortung seiner Person gegenüber den Lesern. Wenn sein Blog nicht explizit als satirischer Blog gekennzeichnet ist, dann kann selbst ein noch so humorvoller Reverent schnell „missverstanden“ werden.
    Nun fehlt nur noch eine Entschuldigung seinerseits, die dies unterstreicht. Die Schwulenbewegung dort ist nämlich keineswegs „amused about this“. Leider konnte ich nicht den Text des Blogs auftreiben und musste mich mit den anderen Blogtexten über ihn zufrieden geben. Da er aber auch eine scharfe Zunge gegenüber dem Islam besitzt, werden wir seinen Namen wohl in Zukunft wieder zu lesen bekommen 😉 .

    Bin gespannt, welche „kirchliche“ Reaktionen noch kommen werden. Peter Tatchell von OutRage! verlangt harte Maßnahmen. Ob die Diözese in London da „ein Auge zudrückt“, oder an ihm ein Exempel statuieren wird, bleibt noch offen.

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  3. was ist von einem anglikanischen pfarrer zu erwarten, wenn schon der erzbischof von canterbury, rowan williams, über die einführung der scharia in gb äußert?

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  4. Ein gewisses satrisches Element vermag ich in solchen Äusserungen tatsächlich zu erkennen. Muckt da etwa jemand gegen die Obrigkeit auf? Sofort zur Chefsache erklären, drauf hauen, in der Öffentlichkeit durch Empörung Zustimmung einholen, fertig ist die Laube….

    ….auf der anderen Seite, selbst wenn er es eher ernst als scherzhaft gemeint hat, kann man ihm im Angsicht des „Wort Gottes“ und dessen durchaus konkreten Aussagen zur Homosexualität hier unbedingt Konsequenzlosigkeit vorwerfen?

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