Blasphemie-Preis an Leon Lukas


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Quelle: Kulturwoche.at

Erstmals wird vom „Bund der Geistesfreiheit München“ der Blasphemie-Preis „Der Freche Mario“ verliehen. Einer der Preisträger ist der österreichische Kabarettist, Liedermacher und Autor Leo Lukas für sein Musik-Video „Sehr geehrter Islam“.

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„Es ist mir eine große Freude mitzuteilen“, so Leo Lukas, „dass mein bescheidenes Musikvideo ‚Sehr geehrter Islam‘ beim 2008 erstmals vergebenen Deutschen Blasphemie-Preis ‚Der Freche Mario‘ unter 600, teils sehr prominenten, Nominierungen den mit tausend Euro dotierten zweiten Platz belegt hat. Besagtes Video wurde bei youtube übrigens bereits über 40.000 Mal aufgerufen und wird eben da recht heftig und kontroversiell diskutiert, was ja der Sinn der Sache ist.“

Anmerkung: man hätte den Liedtext durchaus in deutscher Sprache, als Untertitel, darstellen können. 😀

Für die Trennung von Staat und Kirche

Verliehen wird der Blasphemie-Preis vom Bund für Geistesfreiheit (BfG), einer Weltanschauungsgemeinschaft, die sich an den Grundsätzen der Aufklärung und des Humanismus orientiert und für eine stete Trennung von Staat und Kirche plädiert. „Daher“, so BfG, „stehen unsere Überzeugungen in Gegensatz zu dogmatischen Religionen und Ideologien, die sich im Besitz einer absoluten Wahrheit wähnen. Da wir folgerichtig auch selbst keine Patentrezepte anbieten, respektieren wir Menschen mit religiösen Überzeugungen, auch wenn wir diese nicht teilen. Jedoch verlangen wir, dass Nichtglaubenden der gleiche Respekt auf der Grundlage von weltanschaulicher Gleichwertigkeit und Toleranz entgegengebracht wird.“

Der freche Mario

Für den Blasphemie-Preis „Der freche Mario“ werden alle zwei Jahre Kunstwerke „in völlig freier Form“ gesucht, die humorvoll und intelligent übernatürliche (= meist religiöse) Vorstellungen auf die Schippe nehmen und so geeignet sind, deren Alleinvertretungsanspruch zu unterminieren und somit die Freiheit von Gesellschaft und Kunst zu fördern; Im Gegensatz zur Grundsatzideologie wie es in der Bibel geschrieben steht: „Du sollst neben mir keine anderen Götter haben.“ (Exodus 20/3), bzw., „denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott: Bei denen, die mir Feind sind, verfolge ich die Schuld der Väter an den Söhnen, an der dritten und vierten Generation.“ (Exodus 20/5). Amen.

Die Preisträger von 2008

1. Preisträger
Salvatore Pertutti

2. Preisträger
Leo Lukas + Team

3. Preisträger  (gesplittet)
Til Mette
Dieter Wessinger

Ehrenpreis der Jury
Della Croce  (Gerd Hedler)

3 Comments

  1. Also mir persönlich hat das Video von Salvatore Pertutti noch besser gefallen als das von Herrn Lukas, ich habe eben meine Probleme mit der österreichschen Sprache^^.

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  2. Jedenfalls sehr geil, dass er ganz undiplomatisch den Papst noch mal nachschob, andernfalls wäre der Preis nicht so berechtigt.

    Entweder glaubt man oder nicht. Wenn man aber glaubt, ist die Religion beliebig. Die Nicht-Existenz aller Götter und Naturgeister kann man auf exakt demselben Niveau nicht beweisen, unabhängig davon wie sympathisch und wünschenswert einem eine Religion erscheint.

    Nichtsdestotrotz scheint dieser Aspekt der Nichtbeweisbarkeiet der Nicht-Existenz vielen Gläubigen besonders wichtig, absurderweise, was die Kirche, sich den Schweiss von der Stirn wischend, dankbar annimmt, ohne natürlich auf diesen Umstand näher einzugehen, geflissentlich.

    Bei Leon dürfte mancher Christ bis zum Schluss mitgeschunkelt haben, hahahaha.

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