Die Wühlarbeit der Falun Gong


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Warum tarnt die FAZ exil-chinesische Kritiker der Deutschen Welle?

Von Volker Bräutigam – Neue Rheinische Zeitung

»„In Deutschland lebende chinesische Dissidenten“ hätten sich mit einem Offenen Brief an den Bundestag gewandt und „eine unabhängige Überprüfung der Mitarbeiter und der Programme der Deutschen Welle“ gefordert, berichtete die FAZ am 5. Oktober unter dem Titel „Deutsche Welle – West-östliche Propaganda“. Wer diese „chinesische Dissidenten“ sind, vergaß die Autorin des Artikels zu erwähnen. Unser Autor hat sich etwas näher mit ihnen beschäftigt. – Die Redaktion.«

Vielen gilt sie als harmlose buddhistische Sekte, die kontemplative Exerzitien für Esoteriker anbietet und asiatische Morgengymnastik für Oma und Opa veranstaltet. Die Falun Gong – zu deutsch etwa: „Rad des Gesetzes“ – wird bedauert, weil sie in ihrem Ursprungsland, der Volksrepublik China, verboten ist. Der Grund für die dortige Verfolgung: In einer offenen Machtprobe hatte die Falun Gong bewiesen, daß sie staatliche Autorität ablehnt. Von sich selbst behauptet sie allerdings, sie sei eine nur locker organisierte „Meditationsbewegung“, die „ohne namentliche Registrierung“ (als Verein oder dergleichen) existiere und sei „weder eine Religion noch eine Sekte“.

Ziel: Umsturz in Peking

Das Kult-Image dient als Tarnkappe. Darunter steckt eine gefolgschaftsstarke Heilsbewegung, die auf einen Umsturz in Peking hinarbeitet. Mit Unterstützern weltweit organisiert sie öffentlichen Druck auf die chinesische Regierung. Dabei nutzt sie den Spielraum ihrer jeweiligen Gastländer und instrumentalisiert deren staatliche und gesellschaftliche Strukturen. Besonders gut kann man das bei uns in Deutschland beobachten.

An Geld, woher auch immer es fließt (mutmaßlich aus Kassen der US-Geheimdienste), scheint es der Falun Gong nicht zu mangeln. In tausenden China-Restaurants liegen Ausgaben ihrer Zeitung Epoch Times unentgeltlich aus (als Die Neue Epoche früher außerdem in vielen Läden der „Spar“-Kette und in Supermärkten). Das Blatt, laut Falun Gong „aus Eigenmitteln“ finanziert, erscheint in mehreren Sprachen und in mindestens 37 Ländern, die französische Ausgabe unter dem beziehungsreichen Titel La Grande Epoque. Auch der Name der chinesischen Ausgabe rührt an unbestimmte Sehnsüchte nach glorreichem Aufbruch: Da Jiyuan Shibao, was man als „Großartiger-Neubeginn-Zeitung“ übersetzen könnte. Ein Machwerk, herausgegeben in vielen Sprachen, das mit der Attitüde der verfolgten Unschuld agitiert. Den wiederholt auch auf den Internet-Seiten der Epoch Times veröffentlichten Aufruf, aus der Kommunistischen Partei auszutreten, sollen bereits elf Millionen Chinesen befolgt haben.

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