Die Scharia ist in Deutschland geltendes Recht-seit 100 Jahren


Welt Online
In der muslimischen Welt haben Christen oft weniger Rechte: Hier weist ein Schild in Nigeria den Weg zur Scharia-Kommission. Quelle:Welt Online

Wirbel um Scharia-Äußerung hält an

Bayern bleibt Bayern: Unter Schwarz-Gelb sorgen Äußerungen aus der FDP zur möglichen Übernahme von Teilen der islamischen Scharia in die Rechtsordnung weiter für Wirbel.

Süddeutsche

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) betonte am Sonntag in einem ddp-Interview, er bestehe darauf, dass die Staatsregierung „einen Integrationsbeauftragten und keinen Multi-Kulti-Beauftragten berufen wird“. Ziel einer erfolgreichen Integrationspolitik sei es, ausländische Mitbürger „optimal in unsere Gesellschaft, in unser Bildungssystem und unsere Werteordnung einzugliedern“.

Herrmann fügte hinzu: „Sie sollen deutsch sprechen und verstehen lernen, sie sollen unsere Rechts- und Verfassungsordnung akzeptieren.“ Dazu gehöre auch, die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau jederzeit uneingeschränkt anzuerkennen. Der CSU-Politiker betonte: „Deshalb ist es völlig ausgeschlossen, dass wir auch nur Teile der Scharia, die ein völlig anderes Menschen- und Wertebild enthält, übernehmen.“

Der FDP-Landtagsabgeordnete Georg Barfuß hatte der Süddeutschen Zeitung (Donnerstagausgabe) gesagt, wo sich die Scharia mit dem Grundgesetz als vereinbar herausstelle, solle sie in Bayern erlaubt sein. Daraufhin wurden in der CSU Bedenken gegen die mögliche Berufung von Barfuß zum Integrationsbeauftragten der neuen Staatsregierung laut.

Herrmann betonte nun: „„Unsere Werteordnung ist geprägt von der griechischen und römischen Antike, von Juden- und Christentum, von Humanismus und Aufklärung.“ Aufgabe eines Integrationsbeauftragten sei es, „die Integration in diese Werteordnung zu fördern und nicht beliebig eine andere daneben zu stellen“.

Unterstützung erhielt Barfuß dagegen von einem führenden Islamrechtler. Barfuß habe zwar „unglückliche Worte gewählt, aber in der Sache hat er Recht“, sagte der Erlanger Rechtswissenschaftler Mathias Rohe dem Berliner Tagesspiegel. Er betonte: „Die Scharia ist im deutschen Recht Realität – und zwar seit über hundert Jahren.“ Wenn ein Muslim nach den Regeln der Scharia bete und faste, übe er geltendes Verfassungsrecht aus. Denn das Grundgesetz schütze die Ausübung seiner Religion.

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2 Comments

  1. @ derautor

    die religionsfreiheit ergibt sich bei uns aus dem grundgesetz. das schariarecht unterbindet dagegen religionsfreiheit.

    das ist „weiter wild“, wenn hier die scharia schöngerdet werden soll, zumal von einem herrn barfuß, der vom islam nicht die geringste ahnung hat.

    daß das schariarecht der rechtgläubigen zudem unaufteilbar ist, weißt du schon, oder? (schon gar nicht von ungläubigen nach deren gutdünken!)

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  2. Das ist alles nicht weiter wild. Es geht nur um Religionsfreiheit, nicht um die Einführung grausamer Passagen des Scharia-Rechts.

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