Frieden nur mit den Moslems möglich


 Mit dem Islam gegen den Terror (Gebundene Ausgabe) von Avi Primor (Autor)
Mit dem Islam gegen den Terror (Gebundene Ausgabe) von Avi Primor (Autor)

VON BRITTA KRAUSS – Rheinische Post

„Mit dem Islam gegen den Terror“ heißt das neue Buch des ehemaligen israelischen Botschafters in Deutschland, Avi Primor, das Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und Verleger Manfred Droste vom Droste-Verlag gestern in Düsseldorf vorstellten. Ein Titel, der aufhorchen lässt, ein Buch, das starre Fronten aufbrechen will. Islamismus, oft Quell weltweiten Terrors, ist nicht gleich Islam. Die große Mehrheit der Moslems, so Primor, sei gegen Gewalt. Diese Mehrheit will Primor für den Frieden gewinnen. Dafür bräuchten die Menschen im Grunde nur eines: Hoffnung.

Die Hoffnung auf ein Leben in Freiheit, Frieden und ohne Hunger und Armut, wie Primor schreibt. Besonders letzteres bilde den Nährboden für Extremismus und Gewalt. Denn der Erfolg islamistischer Organisation wie der Hamas oder der Hisbollah basiere nicht nur auf der Religion, sondern auch auf ihrem lokalen, sozialen Engagement. Nicht selten bauen sie Schulen und kümmern sich um die Versorgung Mittelloser.

Primors Ziel ist es, die gemäßigten muslimischen Kräfte zu stärken. Erreichen möchte er das durch eine Art Marshallplan für die islamische Welt. Diese Aufbauhilfe sei – und hier beruft er sich auf ein Zitat des Altbundeskanzlers Helmut Kohl – nach dem Zweiten Weltkrieg der Hoffnungsschimmer für die (West-)Deutschen gewesen, der sie vor der Hinwendung zum Stalinismus geschützt habe. Mit einem solchen Plan, so glaubt der frühere Diplomat, stehle man den „falschen Propheten“ heute potenzielle Anhänger.

Die Befriedung des Nahen Ostens, im Besonderen die Lösung der Palästinenserfrage, sieht Primor als zentrales Element im Kampf gegen den Terrorismus und auf dem Weg zu einem dauerhaften Frieden. Auch die Hamas und Syrien möchte er in den Friedensprozess einbinden. Denkbar ist für den 73-Jährigen, der mittlerweile das Zentrum für Europäische Studien an der israelischen Privatuniversität Herzliya leitet, auch der Einsatz einer EU-geführten Einsatztruppe im Westjordanland. Europa müsse im Kampf gegen den Terrorismus eine entscheidende Rolle spielen.

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1 Comment

  1. Logisch. wo sollen sie auch hin, die Leute.
    Natürlich ist also ein Frieden nur MIT ihnen möglich. Das heißt nicht, daß es auf religiöser Basis geschehen müßte…
    sondern eher im Gegenteil, vermute ich mal.

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