Christen pfui – Moslems hui


www.schule-ohne-rassismus.org)
In der Ausgabe für das Schuljahr 2008/2009 des Magazins "Q-rage" schreiben zwei Autoren, evangelikale Christen hätten eine "verfassungsfeindliche Ideologie". Der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, die das Heft mitfinanziert, sieht wegen der Christen sogar "wichtige Freiheitsrechte" in Gefahr. (Foto: http://www.schule-ohne-rassismus.org)

Mit öffentlichen Geldern gegen Evangelikale (medienmagazin „pro“)

Der Islam ist eine für Jugendliche coole Religion, die Werte und „klare Linien“ enthält. Das jedenfalls vermittelt ein Artikel über eine 17-jährige deutsche Konvertiten im Schülermagazin „Q-rage“, das von der Bundeszentrale für politische Bildung mitfinanziert wird. Im gleichen Heft finden sich Anschuldigungen gegenüber evangelikalen Christen. Sie seien intolerant, verfassungsfeindlich, gefährlich und dumm. Der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, sieht wegen der Christen sogar „wichtige Freiheitsrechte“ in Gefahr.

Empörung unter evangelikalen Christen hat die aktuelle Ausgabe des Magazins „Q-rage“ ausgelöst, das in einer Auflage von einer Million erscheint und an Schulen verteilt wird. Am 28. November erschien Ausgabe die vierte für das Schuljahr 2008/2009. Titelthema ist „Selam Deutschland“. Jugendliche im Alter zwischen 16 und 20 Jahren haben Artikel verfasst, die sich mit dem Thema Diskriminierung in Deutschland befassen. „Sie gehen der Frage nach: Wie steht es um das multikulturelle Zusammenleben im Land?“, kündigt das Heft an. „Sie berichten von gelungenen Beispielen des Miteinanders, aber auch von Problemen mit Diskriminierung der unterschiedlichsten Art.“

Zu den „Problemen“ zählt nach Meinung der Verantwortlichen ohne Zweifel die Gruppe der evangelikalen Christen. Unter dem Motto „Evangelikal ganz normal?“ präsentieren zwei Autoren nicht nur einfach ihre kritische Haltung gegenüber der besonders unter Jugendlichen neu aufkeimenden Bewegung. Sie werfen ihr auch vor, verfassungsfeindlich zu sein.

„Evangelikale sind gegenüber Andersgläubigen intolerant“

Zunächst kommt die 19-jährige Leonie zu Wort, die beschreibt, wie sie Christin geworden ist. Im Internet stieß sie auf eine Seite, deren Fragen sie so sehr ansprachen, dass sie mehr wissen wollte. „Willst Du ein neues Leben?“ stand auf der Webseite. Zudem standen dort weitere, laut „Q-rage“ „verführerische Fragen“ wie etwa „Wie sieht es aus, tief in deinem Herzen? Spürst Du die Sehnsucht, Gott zu kennen?“ Die „Verführung“ wirkte, Leonie, der es nach eigener Aussage seit längerem nicht gut ging und die Stress mit Eltern und Schule hatte, fand auf diese Weise den Weg zu Gott. Die von „Q-rage“ zitierten Fragen lassen darauf schließen, dass die 19-Jährige auf www.evangelikal.de gestoßen war, wo ein Text Fragen zum christlichen Glauben beantwortet.

Seitdem „Jesus im Mittelpunkt ihres Lebens steht“, reagiert sie laut dem Jugendmagazin „schnell allergisch, wenn jemand in ihrer Umgebung die Bibel anzweifelt“. Weiter weiß die Redaktion: „Es gibt rund 1,8 evangelikale Christen in Deutschland, weltweit sind es 500 Millionen, die Leonies Ansicht teilen. Sie sind überwiegend missionarisch eingestellt – und gegenüber Andersgläubigen durchaus intolerant.“

„Bischof Huber zelebrierte eine Messe“

Beim Thema Evangelikale darf das „Christival“ nicht fehlen. Die beiden Autoren, Samuel Lennartz und Hannes Grosch, berichten: „Vier Tage lang machten fast 20.000 Jugendliche Bremen unsicher. Sie schliefen in Schulen – ihre angemessene Unterbringung schien der Stadt wichtiger als der Unterricht. Christliche Bands rockten bis spät in die Nacht. Tagsüber machten sich Gruppen auf den Weg, um an Haustüren zu klingeln und Gottes Wort zu verkünden. In Straßenbahnen wurde per Lautsprecher Mission betrieben.“ Über den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland heißt es: „Bischof Wolfgang Huber zelebrierte eine Messe“.

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13 Comments

  1. @yerainbow
    „Das mit der Pubertät ist keine leichte Sache. Und auch die Distanzierung kann viel länger gehen.“

    Na klar stimme ich Dir hier voll und ganz zu. Die Frage, ob Leonie nun zu den Menschen gehört, die „früh erwachsen“ wurden, oder ob ihre Distanzierungsphase, die seelische Abkapselung von den Eltern, noch andauert und diese „Ich bin nun Superchristin“ wirklich nur eine Phase ist, wird leider nicht beantwortet. Somit müssen wir leider mit Spekulationen leben.

    „Mir ging es nicht gut, Stress in der Schule, Stress zu Hause, wie eine Verdurstende habe ich mich nach Gemeinschaft gesehnt.“

    Dies ist der erste Satz im Q-Rage Artikel und ist für mich ein klares Zeichen, dass sie auf der Suche nach einer Gruppenzugehörigkeit war. Theoretisch hätten es auch rechtsradikale Linkshänder sein können, denn mehr gibt die Quelle nicht her. Ob dies nun eine Trotzreaktion, Stressbewältigung oder Teil der Selbstfindungsphase ist ? Natürlich sehe ich hier auch eine Wahrscheinlichkeit, dass sie es als Trotzreaktion im Zuge ihrer Pubertät getan hat… um „anders“ als ihre Eltern zu sein. Durch ihre Tat hat sie sicherlich eine Zäsur in ihrem Bekanntenkreis ausgeführt. Schließlich „hängt“ sie lieber mit gleichgläubigen rum, die sie nun „verstehen“, als mit FreundInnen, die dem alten Buch eher skeptisch gegenüber stehen. Genausogut aber könnte es sein, dass sie als schüchtere Persönlichkeit keine Freunde im späterem Leben (Berufsschule ? Job ? Nachbarschaft ?) finden konnte. Und die Fragen auf der Homepage und die Erkenntnis, dass der Bibelclub „für jeden“, auch für sie, offen ist, weckte neue Kräfte. Leider wissen wir nicht mehr, denn der Wechsel zum Christival und zu Tobias, dem gemeingefährlichen Aktivisten und Atheisten aus der Hölle der Ungläubigen, drängte sich vor 🙂 .

    Mit dem Thema „Druck“ auf das kleine Kind erzeugt „Gegendruck“ auf den Erwachsenen, sind ganze SERIEN an Horrorfilme erschienen. Das fantastische „Carrie“, die von einer streng-gläubigen Mutter verzogen wird und später auf der Bühne sich mit ihren telekinetischen Kräften an der Gesellschaft (und der Mutter) rächt, ist auch heute noch höchst aktuell. Filme, in denen Priester „einen auf den Deckel“ bekommen, ob es aufgrund der TV-Predigten, Kinderschändung oder was auch immer geschieht, sind ebenfalls keine Unbekannten im Filmbusiness.

    In diesem Sinne kann ich Dir nur zustimmen, denn das früher erlebte lässt sich ganz sicher nicht mit einem Tastendruck/Bibelvers/… auslöschen, sondern wird ganz sicher nach einer erneuten Verarbeitung und Auseinandersetzung verlangen. Kein Zweifel.
    Aber auf dieser Schiene fährt der „pro“-Artikel letztenendes nicht, sondern es werden „freiwillig“-Gläubige hier hervorgehoben, die von den ungläubigen „Spaßverderbern“ angegriffen werden. Gut vs. Böse. Spy vs. Spy mal wieder 😉 .

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  2. Mäx…

    Das mit der Pubertät ist keine leichte Sache. Und auch die Distanzierung kann viel länger gehen. Doch doch, ist so.

    allerdings nach der Faustregel: Kind mit vorgeschichte hat es in den Übergängen schwerer. Bedeutet, nicht nur die Pubertät, sondern auch das Kinderkriegen und sowas haut wieder auf die Ausgangszustände zurück. selbst wenn das schon Jahrzehnte zurückliegt.
    Carl Sagan hatte mal geschrieben: er glaube nicht daß es sowas wie Körpererinnerung gäbe.

    Ich bin sicher, die neuesten Erkenntnisse würden ihn umhauen.
    Trauma aus der Vorsprachlichen Zeit bzw aus sprachhemmenden Ereignissen sind NIE weg. Eher vergißt man seinen Geburttstag als sowas. Nur, ob es dem bewußten Zugang offen ist – das ist die Frage.
    Meist nicht.
    Was unter der Oberfläche arbeitet, ist noch wesentlich gefährlicher als das, dessen man sich bewußt ist.

    Und nun noch mal zum Thema: Druck erzeugt Gegendruck.
    Die lieben Eltern als brave Christen haben sicher ganze Erziehungsarbeit geleistet. Wie es dem christen geziemt.

    züchtigend, auf daß sie ihnen keine Schande machen…

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  3. @yerainbow
    „Und, nein, mit 19 ist die Pubertät noch lange nicht vorbei.“

    Natürlich nicht die Pubertät als Ganzes, nur die „Distanzierungsphase“. Der Teil, bei dem die Eltern einem immer auf den Geist gehen 😉 . Die „Selbstfindungsphase“ an sich hat kein sichtbares Ende… kann ich bezeugen 😉 .

    Aber mit Ayan Hirsi Ali hast Du natürlich ein fantastisches Paradebeispiel gegeben, wie „Nächstenliebe“ und „Warmherzigkeit“ bei der „Religion des Friedens“ aussehen kann. Kopftuch ablegen und anfangen zu zittern, denn „VerräterInnen“ haben es im Club der Heiligen alles andere als leicht. Wärend „Verräter“ in atheistischen Kreisen einfach nur zu tode kritisiert werden, dürfen Gläubige ein echtes Testament schreiben, denn ihr Leben wird von den strengsten aller Gottesanbetern schnell um einige Jahrzehnte gekürzt. Für manch einen Gebetsfreund kann es eben nicht schnell genug gehen. Und natürlich folgt ein „es tut mir leid“ von kirchlicher Seite her, aber ansonsten wird kein Finger gerührt. Kommt aber ein Buch mit süßen Schweinchen und Ferkeln auf dem Markt, werden heilige Kanonenrohre ausgefahren und auf alles geschossen, was nicht Niet- und Nagelfest ist. Und natürlich klatschen alle Gottesführchtigen dabei Beifall, wenn ein „Ungläubiger“ dann im Staube liegt. Dreht man den Spieß um und kritisiert sie zu Tode, dann verlangt man nach gesetzlichem Schutz, nach Toleranz und Nächstenliebe ? Kritisiert man den „Lärm“ einer religiösen Großveranstaltung der man selbst nicht zugestimmt hat, dann wird da nichts toleriert, sondern es wird sofort versucht, einem die „frohe Botschaft“ näher zu bringen.

    Nur kurz was On-Topic nebenbei… habe nochmals genauer nachgelesen: in Q-Rage steht absolut gar nicht, dass Tobias – der kritisierende/demonstrierende Ungläubige – extra zum Christival gekommen ist, damit er in Ruhe gelassen werden will. Absolut kein Wort darüber. Wenn ich diese Schreibart ebenfalls nutzen würde, dann müsste ich schreiben, dass das Christival extra veranstaltet wird, weil man damit alle Bewohner teorrorisieren möchte. Oder Leonie ist zum Christentum bekehrt worden, weil sie mit dem Islam nix zu tun haben möchte. Steht alles nicht dort drinne, „klingt aber so gut“ 🙂 . Ein bisschen künstlerische Freiheit darf doch zur Weihnachtszeit wohl erlaubt sein, oder ? Frei nach „pro“ natürlich 😉 .

    In diesem Sinne… frohe Arbeitswoche bis zum 4. Advent 😉 …

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  4. Bei Ayan Hirsi Ali kann man recht gut nachlesen, wie ein Mensch – noch dazu ein weiblicher – dazu kommen kann.
    sie beschreibt, wie sie diesen Weg ging.

    Andere finden halt nicht mehr heraus.

    übrigens, es ist genau andersrum. Hätten die Eltern lieber ne Diskoqueen, wäre der Protest mit diesem Modell ja verpufft.

    Und, nein, mit 19 ist die Pubertät noch lange nicht vorbei. Daß der Pubertäre das selbst nicht so merkt, hat dabei nix zu sagen, er merkt seine PUbertät eh nicht. Das ist nämlich, wenn Eltern komisch werden…. na logisch…
    ER doch nicht.
    Bei manchen dauert es halt etwas länger. Mal sehen, wann mein jetzt 19jähriger das überwunden hat (noch behauptet er, seinen Kindern würde er alles erlauben – wenns mal dazu kommt…. )
    😉

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  5. @yerainbow
    „och, ist doch normal, daß die Kids sich ablösen wollen.(..) Höchstens noch den, daß die Kids ihre Eltern und Reputationen gern auch mal bissl schocken“

    In manchen Fällen möge dies zustimmen, ganz sicher, aber ob dies auch bei der 19-jährigen Leonie der Fall war ? Ich meine, mit 19 Jahren, dem Beginn der Tweeny-Zeit, ist die pubertäre Distanzierungsphase doch zumeist schon abgeschlossen, oder nicht ?
    Aber es wäre interessant zu erfahren, ob Eltern lieber eine 15-jährige „Disko-Queen“ oder eine 15-jährige „Kopftuch-Queen“ hätten. Kommen Eltern lieber mit einer pubertären Alkohol- und Tanzphase zurecht, oder würden sie eher ein Glaubenswechsel vorziehen ? Überhaupt wird nicht erwähnt, was in den Köpfen der Eltern überhaupt vorging, als sie Leonies Entschluss (oder die der anderen) erfahren haben.

    Eine interessante Feststellung, yerainbow. Wenn ein Kind sich in religiöser Weise von den Eltern abgrenzt, und zwar in Richtung von Strenggläubigkeit, wie reagieren die Eltern darauf ? Unterstützen sie diese „brave“ Haltung, keine Disko, keinen Alkohol und keine Parties zu besuchen ? Oder sorgen die sich vielleicht doch um die sozialen Kontakte und befürchten einen Hang zum Fundamentalismus ?
    Bis jetzt wissen wir nur, dass Christen pfui sind und Moslems hui… zumindest, wenn es nach der Quelle geht 😉 .

    Bei der 17-jährigen Amira (ex Stefanie) war wohl eindeutig die Perspektivlosigkeit der Grund, weshalb sie den Regeln des Islams so positiv gegenüber steht. Manch einer in Berlin Kreuzberg würde der Amira ohne mit der Wimpern zu zucken sofort zustimmen zu ihrem Entschluss. Eine solche Zielsetzung führt zwar zu einer Stabilität des Alltags und ggf. gar zur Regelung bestimmter Probleme, aber die Selbstständigkeit wird gegen eine (strenge) Befolgung vorgegebener Regeln ausgetauscht. Asbald der Glaube einen Knicks bekommt, ob durch Erfahrung oder Schicksalsschläge, steht sie dann ggf. wieder vor dem selben problembehafteten Scherbenhaufen wie vor ihrem Schritt zum Glauben. Es sei denn sie hat durch ihren Glauben gelernt, wie man ihre Probleme im Leben „, das in den zurückliegenden Monaten etwas aus den Fugen geraten war“, verarbeiten und nach Lösungen suchen kann, die auch ohne Gebete, Moscheenbesuche oder Koranstudien wirken.

    „Gebete, Koranstudien und Moscheebesuche beeindrucken sie.“

    Exotik – mal was neues – es zieht einen an. Es wird interessanter, wenn man auch noch die Chance bekommt, zur Gruppe zu gehören. Unsere Gesellschaft allerdings stützt sich auf eine versenlose Demokratie, dessen Gesetze weder ein Moscheenbesuch noch das Studium des Korans vorraussetzen. Was sie da tut, ist ihr eigenes Hobby und dies kann sie lieben und fröhnen, solange sie möchte. Aber genauso wie ein Trekkie „merkwürdig“ aussieht, wenn er mit Raumschiffuniform und angeklebten spitzen Ohren zum Zahnarzt geht, wird eine Muslima ebenfalls mit „merkwürdigen“ Blicken konfrontiert, wenn sie ihren Glauben öffentlich „zur Schau“ stellt . Auch wenn sie es ggf. als schlimm ansieht, dass sie von allen Seiten „dumm angemacht“ wird, diese spitzen Ohren hat sie sich dann in diesem Falle freiwillig selbst angeklebt und muss dann zusehen, wie sie damit in unserer Gesellschaft klarkommen kann.

    Aber ich habe gesehen… auch eine Quelle kann sich mal ziemlich krass irren. Ich zitiere mal und hebe einige bestimmte Wörter absichtlich hervor: „Einem 23-Jährigen namens Tobias, der mit hunderten anderen vor dem Veranstaltungsort gegen das Christival demonstrierte, (..) aber dann sollen sie doch einfach die, die nicht so denken, in Ruhe lassen“, sagt der junge Mann, der extra zum Bremer Messegelände gekommen war, um von den Christen in Ruhe gelassen zu werden.“

    Ich will ja nicht meckern, aber wenn ich auf einer Demo gegen eine Massenveranstaltung gehen würde, dann bestimmt nicht mit dem Ziel, eine ruhige Atmosphäre vorzufinden. Manchmal muss man beim Nachbarn an der Tür klopfen, damit man ihm mittteilen kann, dass die Anlage „ein bisschen“ zu laut ist. Dann muss man eben die Wohnung verlassen und einige Schritte gehen 😉 .

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  6. och, ist doch normal, daß die Kids sich ablösen wollen. Und alles ganz anders machen wollen (und dann wirds genau solcher Quark wieder, tja, nur in anderer Farbe….).

    ringelpietz mit Anfassen.
    Muß man keine tieferen Gründe suchen.

    Höchstens noch den, daß die Kids ihre Eltern und Reputationen gern auch mal bissl schocken…
    DAMIT gehts auch, oder mit Grufti-Look oder mit sonstwas. Knochen im Ohr oder so…

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  7. Hui oder pfui?
    Die Problematik lässt sich m.E. weder in oberflächlichem Multi-Kulti lösen, noch im gegenseitigem Aufwiegen von Absurditäten.

    Dazu muss man den den Glaubensinhalten auf den gemeinsamen Grund gehen: Der weder nur ein Text der eigenen Tradtion war, noch ein gespenstischer Volksgott. Heute wissen wir auch, dass die Namen der sog. Glaubensgründer Hoheitsbezeichnungen sind, jeweils für einen bestimmten Neubeginn in der Aufklärungs- bzw. Evolutionsgeschichte des Monotheismus stehen.

    Das universale Verständnis einer Logik/Sinnes allen Seins vom Anfang ist daher gefragt. Nicht um zu wissen, wer Recht hat, sondern um die wahren Probleme zu lösen, die oft mehr als blutig ausgetragen werden.

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  8. „Der Artikel selbst aber, der die Teilnehmer des Christival 2008 als dumm, intolerant, nervend und gefährlich darstellt, ist in den Augen der Herausgeber offensichtlich nicht diskriminierend oder intolerant.“

    Es ist nicht intolerant zu sagen, dass jemand intolerant ist. Wisst ihr, was, idea: Hitler war intolerant. Bin ich das jetzt auch, weil ich das gesagt habe?

    „Diese „fundamentale Haltung“, geäußert von der 19-jährigen Christin Leonie – würde sie in „Q-rage“ mit der gleichen Neutralität bedacht werden?“

    Jetzt geben sie auch noch offen zu, dass sie eine fundamentale Haltung haben!

    „In dem Artikel werden die Evangelikalen massiv diskriminiert.“

    Man kann Menschen nicht in einem Artikel „diskriminieren“. So etwas nennt sich freie Meinungsäußerung. Erst wenn man sie tatsächlich schlechter behandelt als andere Menschen, ist es Diskriminierung.

    „Herr Krüger spricht von Muslimen und Evangelikalen in einem Atemzug. Er nennt unter den eine Milliarden Muslimen differenzierend nur die ‚Islamisten'“

    Ich dachte, der Islam wäre euch zu neutral dargestellt worden?

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  9. Dieses Mit-zweierlei-Maß-Messen der Q-Rage-Autoren ist leicht erklärbar: Während sie mit den Evangelikalen direkt die missionarischen Anmaßungen des US-amerikanischen Kulturimperialismus assoziieren, gehören die Muslime ja größtenteils zu jener Zielgruppe, welche das Blatt unter anti-rassistischen Schutz stellt.

    Kritik an Muslimen ist in ihren Augen verkappter Rassismus, Kritik an Evangelikalen dagegen Ausdruck von Emanzipation.

    Political correctness à la Multi-Kulti…

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  10. Welche Erziehung durfte Amira eigentlich erleben? Eine ohne jegliche Regeln und Richtungen?

    Finde es auch immer wieder interessant, wie unterschiedlich die Ergebnisse bei der Suche nach dem Sinn des Lebens sind.

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  11. Dieses zweierlei Maß messen.
    Mich würde mal interssieren ob die „Kreationisten“ in Reihen der Muslime genauso hoch ist wie bei den Evangelikalen.

    Denn bei liberalen Christen steht ja eher die Position, dass sie den Kreationismus ablehnen.

    Falls die Kreationistenrate bei den Migranten ähnlich hoch ist wie bei den Fundis aus dem BibleBelt, dann gute Nacht Europa. So eine Umfrage könnte zumindest viele Vorurteile abbauen oder bestätigen. (je nach Ergebnis)

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