Europa-Parlaments-Bibeln


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László Tokés - Quelle: livenet.ch

Eine Ausstellung kostbarer Bibeln im Brüsseler EU-Parlament soll das christliche Erbe Europas unterstreichen. Initiator der Bibel-Schau ist der rumänische Abgeordnete und Bischof der calvinistischen Reformierten Kirche Rumäniens, László Tokés.

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Westeuropa leide an „Verweltlichung und Werteverlust“, sagte der 56-Jährige laut einem Bericht des Evangelischen Pressedienstes (epd) am Dienstagabend bei der Eröffnung der Ausstellung. Auch die Erinnerung an die atheistisch-kommunistischen Diktaturen Ost- und Zentraleuropas habe ihn zu dem Projekt motiviert, so der Abgeordnete der Grünen. Tokés war Regimegegner zur Zeit des kommunistischen Diktators Nicolae Ceausescu. 2007 wurde er in das EU-Parlament gewählt.

Viel Wahrheit
Die Ausstellung umfasst 80 historische Bibeln und Nachdrucke aus ganz Europa. Unter ihnen befindet sich ein Nachdruck der Gutenberg-Bibel aus dem 15. Jahrhundert, des ersten gedruckten Buches der Welt. Auch Exemplare der Delft-, Zürich- und Lutherbibel sind zu sehen.

Die Bibel enthalte viel Wahrheit, die auch für die tägliche politische Arbeit im Europaparlament wertvoll sei, sagte Parlamentspräsident Hans-Gert Pöttering (CDU).

9 Gedanken zu “Europa-Parlaments-Bibeln

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  3. Max Headroom

    @L
    Danke. Das ist ja ein starkes Stück, was sich László Tőkés da erlaubt !!

    Hier ein winziges Stückchen:
    M. Kovács: „In secular Europe the Member States do not intervene in religious matters and the church does not put ideological pressure on the state.“

    László Tőkés: „As a bishop of the Reformed Church, knowing that the Christian churches themselves have helped shape genuine European values in this European Union which has its roots in the Christian Democrat movement, I reject every manifestation of anti-religious ideology and intolerance. Let us invite Pope Benedict to the European Parliament.“

    Wenn das kein Beweis ist, dass im Parlament harte Drogen im Umlauf ist, dann weiss ich auch nicht weiter. Wir sprechen hier vom EUROPA PARLAMENT, nicht vom Vatikanischem Konzil ! Hier geht es um die Länder, nicht um die „christliche Demokratie“, welche angeblich geholfen hab, europäische Werte zu etablieren. Soweit ich weiss, berät man EU-Parlament keine Exorzisten. 😉 .

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  4. L

    Lest mal den Tőkés hier: http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?type=CRE&reference=20080616&secondRef=ITEM-018&language=EN

    Anlass war, dass Magda Kósáné Kovács 3 Wochen zuvor dieshier gesagt hat: http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+CRE+20080519+ITEM-019+DOC+XML+V0//EN&language=EN&query=INTERV&detail=1-049

    Frau Kósa hat die Angelegenheit erwähnt, weil die ungarischen kath. Bischöfe wieder mal gegen Schwulenrecht protestiert haben (offiziell sind gerade mal 53% Katholiken, der regelmässige Kirchenbesuch geht zurück und liegt so bei 10-15% der Gesamtbevölkerung).

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  5. Max Headroom

    Natüüüürlich nicht. Gaaaaaanz sicher nicht. Es geht ja nuuuuuur um „Gerechtigkeit“, wie dem Teilen eines Kindes in der Hälfte, wenn sich zwei uneinig sind, dem steinigen von EhebrecherInnen und ähnlichem. Um Gottes willen, diese Gerechtigkeit ist doch keinesfalls unwichtig in der täglichen parlamentarischen Arbeit. Oder meinte er etwa die Verwandlung von Wasser zu Wein ? Dem laufen über Wasser ? Der brennende Busch ? Oder das zusammenhalten von irgendwelchen Schafen, was zur logischen alltäglichen Arbeit eines Hirtes angeblich dazugehört ?

    Wenn er sooooo direkt und explizit korrekt die Bibelstellen schildert, die für seine alltägliche Arbeit im Europaparlament wichtig erscheinen, dann drehe ich den Spieß gerne mal um und behaupte, dass „Hackertales. Geschichten von Freund+Feind“ wichtige Wahrheiten für das alltägliche Leben beinhalte. Zum Beispiel Seite 124:

    ‚Wir wollen uns nächste Woche verloben.‘ Er nahm seine Freundin fest in den Arm. ‚Und ich wollte ich einladen.'“

    Hier zeigt sich die Treue und Liebe, die eine feste Beziehungfür die Zukunft sichern kann. Der allmächtige Zaubergeist hat hier ein Zeichen gesetzt, dass man sich eine Woche vor der Verlobung ganz fest umarmen soll, und was viel wichtiger ist, man jemanden zu dieser feierlichen Zeremonie einladen soll.

    „Ich war sprachlos. Nach so langer Zeit hatte Florian mich nicht vergessen“

    Der Mensch ist ein Wesen, dass viel und oft vergisst. Gewisse Menschen aber bleiben in Erinnerung. Diese gottgegebene Magie wird mit diesem Vers der Einsamkeit entgegen gestellt. Auch die Zeit, einer der größten Feinde des Menschen, konnte gegen das Vergessen nichts machen. Dies muss ein Wunder sein, denn der Vers beginnt mit „sprachlos“, einem Wort, welches die Verwunderung der Situation beschreibt.

    „Ich hatte plötzlich das Gefühl, dass die Welt da draußen in den letzten drei Jahren an mir vorbeigegangen war.“

    Hier ist eindeutig der böse Dämon „Steckdose“ am Werk. Er ist in den Geist des Ungläubigen gefahren und hat ihn dazu verführt, das Leben als „vergeudet“ anzusehen. Mit dem Wort „plötzlich“ wird es deutlich, dass der Dämon innerhalb von Sekundenbruchteilen in die Körper einfahren kann. Durch „die Welt da draußen“ wird dem gläubigen Leser suggeriert, dass der besessene Mensch sich von der Welt abgrenzt und sich als Fremdkörper ansieht. Möglicherweise als „unpassend“. So erklärt sich auch das Phänomen des Selbstmordes. Sie flüchten aus der „fremden Welt“.

    Amen.

    Ich schlage vor, man kaufe sich dieses Buch und verteile es an alle Kinder und allen Menschen dieser Welt. Die Wörter wurden vom allmächtigem Zaubergeist inspiriert und den beiden Propheten „Denis MOschitto“ und „Evrim Sen“ gebürt es, einen eigenen Schrein in jeder Stadt zu bauen. Man sollte digitale Kathedralen bauen, gemeinsame Chipmusik singen und alle sollten zusamm… *PLONK*
    Und die Bratpfanne der Vernunft schlug wieder zu.

    Ich habe nichts dagegen, wenn Herr Pöttering sich mit der Bibel unterm Arm auf dem Klo gemütlich macht. Aber wenn ich für meine Arbeit nicht Rotkäppchens Wahrheit benutzen und Kannibalismus als auch die Jagd auf Wölfe damit rechtfertigen darf, dann sollte dies im Parlament erst recht für die Bibel und ihre 2000 Jahre alten Wüstengeschichten über Trompeten und einstürzende Mauern gelten. Mögen sie „wahr“ sein bis zum abwinken, Geschichtswissenschaftler, Religionskritiker und frei denkende bzw. Freiheit liebende Mitmenschen sehen dies zumeist ein wenig anders 😉 .

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  6. yerainbow

    Bibel enthält viiel Wahrheit.
    Völkermord, Gier, Brutalität – alles im Namen eines lieben Gottes…

    aber so hat es der Mann sicher nicht gemeint, oder?

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  7. klafuenf

    »… aus der Politik sollte die Bibel aber draußen bleiben.«

    Das hat Dr. Helmut auch siningemäß gesagt. Und sich entsprechend benommen.

    Gruß

    Stefan

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