Skinhead und Scarface


Tenzin Gyatso, 14. Dalai Lama
Tenzin Gyatso, 14. Dalai Lama

In der letzten Woche war es in den Medien, Tenzin Gyatso, der 14. Dalai Lama erhält den deutschen Medienpreis 2008. Sein Freund, Roland Koch(CDU), wird die Laudatio in Baden-Baden halten. Die Auszeichnung für das geistliche Oberhaupt der Tibeter werde am 10. Februar in Baden-Baden zum Gedenken an den 50. Jahrestag seiner Vertreibung aus Tibet verliehen, teilte das Medienunternehmen Media Control mit.

Das wirft Fragen auf, die sich offensichtlich bei MediaControl niemand gestellt hat, geschweige denn Antworten gesucht wurden.

FlorianWagner.wordpress.com
Quelle:FlorianWagner.wordpress.com

Die Auflistung romantisierender Klischees und mystizistisch angehauchter Platitüden ist bezeichnend für die Rezeption buddhistischer Vorstellungen in weiten Kreisen ihrer Anhängerschaft. Ungeachtet der Frage, was bei ernsthafter Auseinandersetzung mit dem Buddhismus vielleicht herauskommen könnte, strotzen die Auslassungen konvertierter Promis nur so vor bescheuerter Ahnungslosigkeit. Die Schauspielerin Cleo Kretschmer etwa, die sich in TV-Talkshows über ihre neugewonnenen buddhistischen Erkenntnisse verbreitet, weiß vornehmlich zu vermelden, daß es da um Mitgefühl und Liebe gehe, irgendwie, und der Dalai Lama schon ein toller Typ sei. Auf ganz ähnlichem Niveau liegen die Kenntnisse und Bekenntnisse buddhismusbegeisterter TV-Mimen wie Marie-Luise Marjan, Anja Kruse oder Sigmar Kolbach.

Selbst Martin Scorsese, Regisseur des Hollywood-Streifens “Kundun”, der das Leben des Dalai Lama bis 1959 nachzeichnet, ergeht sich in völlig nichtssagenden Worthülsen: “Für mich ist der Buddhismus der Tibeter eine wunderbare Lebenseinstellung vom Frieden des Geistes und der Völker, von Liebe und Mitgefühl. Dogmen, Gier und Gewalt haben ausgedient”. Drehbuch und Dreh, so Scorsese, hätten ihn von innen heraus geläutert, mit seinen bisherigen Brutalstreifen habe er nichts mehr zu schaffen. Die “Bild”-Zeitung schwelgte in höherer Dialektik: “Ein Ausnahmefilm: sinnlich und zugleich spirituell, authentisch und zugleich dokumentarisch”. Zum Inhalt weiß Bild: “Erzählt wird das Leben des 14. Dalai Lamas (Jahrgang 1935). Schön chronologisch: Man fand ihn in einer Bauernhütte, als er zwei war. Aufgewachsen ist der Stellvertreter Buddhas in Tibets Hauptstadt Lhasa, hier wurde er auch von Mönchen auf sein Amt als politisches UND geistiges Oberhaupt des Landes vorbereitet. Nach Chinas Tibet-Invasion von 1949 ist er um eine friedliche Lösung bemüht, trifft 1954 sogar den Vorsitzenden Mao in Peking. Aber nachdem 1959 die Rotchinesen seine Heimat besetzen, flieht er nach Indien. Seitdem lebt er im Exil und kämpft für die Unabhängigkeit Tibets”. Trefflichst gibt “Bild” die Geschichtskenntnis der Mehrheit der Dalai Lama-Fans wieder und bestätigt, was diese in Scorseses Schmalspur-Epos gelernt haben. Wirkliche Auseinandersetzung findet nicht statt. Man versorgt sich mit gerade soviel an oberflächlicher Kenntnis, daß ein Bildschirm für die eigenen untergründigen Bedürfnisse und Sehnsüchte entsteht. Auf Tibet projiziert kann man sich diese als echtes Interesse am Schicksal des Landes und seiner Menschen vorgaukeln, um ohne größeren Aufwand zum “mitfühlenden Gutmenschen” zu mutieren. Bezeichnend, daß “Bild” den Dalai Lama als Autor und Werbeaugust verpflichtete: er erhielt eine eigene Kolumne im Blatt und griente monatelang von Reklametafeln und Litfaßsäulen herunter. Auch als „Gasteditor” des Lifestylemagazins “Vogue” trat er in Erscheinung.

Vor allem innerhalb der Esoterik- und Psychoszene gilt tibetischer Buddhismus, beziehungsweise das, was man davon weiß oder dafür hält, als übergeordnete “spirituelle Leitlinie”. Ernsthafte Auseinandersetzung, womit auch immer, gibt es in dieser Szene freilich nicht, die oberflächliche Kenntnis von ein paar Begriffen und ein “Gefühl” für die Sache reichen völlig aus, sich “zugehörig” vorzukommen; vielfach versteht man sich dann schon als “engagierter Buddhist”, wenn man einen “Free-Tibet”-Aufkleber auf dem Kofferraumdeckel spazierenfährt. Vorangetrieben wird der gewinnträchtige Boom durch eine Unzahl einschlägiger Publikationen: eingepasst in das übliche Sortiment an Astrologie-, Bachblüten- und Wunderheil-Literatur findet sich jede Menge “tibetisch” aufgemachten Unsinns auf dem Buch- und Zeitschriftenmarkt.

Für viele steht und fällt die Begeisterung für tibetischen Buddhismus mit der Figur des Dalai Lama. Das weltweit hohe Ansehen, das “Seine Heiligkeit” quer durch sämtliche politischen und weltanschaulichen Lager genießt, ist trotz aller Kritik, die in letzter Zeit gegen ihn vorgebracht wurde, völlig ungebrochen. Nach wie vor gilt er als Symbolfigur für Friedfertigkeit, Güte und in unendlicher Weisheit ruhende Gelassenheit. Seine Verlautbarungen gelten als Wahrheit schlechthin.

Die Verbindungen des Dalai Lama zu US-Geheimdiensten sind nicht neu. Schon Ende 1950, kurze Zeit nachdem die Volksbefreiungsarmee den Yantze überschritten und damit tibetisches Territorium betreten hatte, reiste der älteste Bruder des Dalai Lama, Thupten Jigme Norbu, Abt eines Großklosters im Osten des Landes, in die USA, um Präsident Truman um militärische Unterstützung zu bitten. Zugleich wurden Vorbereitungen getroffen, den Dalai Lama sowie die ranghöchsten Regierungsmitglieder in den Süden des Landes in Sicherheit zu bringen: bei Verschlechterung der Lage, so die Überlegung, sei es von dort aus ein Leichtes, über die Grenze nach Indien zu gelangen und dort um Asyl nachzusuchen.

Kurze Zeit darauf, Anfang Januar 1951, wurden mehrere Karawanen mit Gepäck und großen Teilen des Staatsschatzes an den beabsichtigten Zufluchtsort nach Yatung, etwa fünfhundert Kilometer südlich von Lhasa, vorausgeschickt. Insgesamt hatte man nicht weniger als eineinhalbtausend Lasttiere bepackt. Der Dalai Lama sowie eine Entourage von mehr als zweihundert Beamten, Würdenträgern und Bediensteten folgten wenige Tage später. Zeitgleich wurde eine Delegation nach Beijing entsandt, um Verhandlungen aufzunehmen. Diese führten letztlich zur Unterzeichnung des sogenannten Siebzehn-Punkte-Abkommens, das tiefgreifende soziale Reformen vorsah, die Funktionen und Befugnisse des Dalai Lama indes unverändert beizubehalten zusicherte. Auf Weisung seines Staatsorakels trat der Dalai Lama wenige Wochen nach Unterzeichnung des Abkommens den Rückweg nach Lhasa an, wo er am 17. August 1951 eintraf. Kurze Zeit danach, am 9. September 1951, marschierten die ersten rund 3.000 Soldaten der Volksbefreiungsarmee in der tibetischen Hauptstadt ein. Am 24. Oktober 1951 sandte der Dalai Lama ein Telegramm an Mao Tsedong, in dem er die Annahme des Siebzehn-Punkte-Abkommens offiziell bestätigte.

Im Sommer 1954 brach er zusammen mit seiner Familie und einer Gefolgschaft von rund fünfhundert Beamten und Würdenträgern unter großem Pomp zu einem Besuch der Volksrepublik China auf. Während seines mehrmonatigen Aufenthaltes in Beijing traf er mehrfach mit Premierminister Zhou Enlai und Mao Tsedong zusammen, insgesamt dauerte seine China-Reise fast ein Jahr. Das Klima in Lhasa hatte sich in seiner Abwesenheit erheblich gewandelt: es wuchs die Sorge, dass die in anderen Landesteilen bereits begonnene Bodenreform, sprich: Enteignung und Umverteilung des Grundbesitzes von Klöstern und Adelsfamilien an ehemalige Sklaven, Leibeigene und unfreie Bauern, in Kürze auch die Provinz Ü-Tsang mit der Hauptstadt erfassen werde. Während eines religiösen Festes Anfang des Jahres wurden Spendengelder gesammelt, offiziell zur Ausrichtung einer Zeremonie zu Ehren der zahllosen Schutzgottheiten Tibets. Tatsächlich aber wurden die Gelder zur Gründung einer Untergrundorganisation verwendet. Unter dem Namen „Chusi Gangdruk” führte diese in den folgenden Jahren einen weitverzweigten Guerillakampf gegen die Volksbefreiungsarmee und nachrückende chinesische Siedler.

Chusi Gangdruk

Thupten Jigme Norbu und Gyalo Thöndup, die beiden älteren Brüdern des Dalai Lama stellten Kontakte zur CIA her, die den Untergrundkampf ab 1960 und bis Anfang der 1970er mit jährlich 1,7 Millionen US-Dollar aus einem eigens aufgelegten Sonderprogramm zur Finanzierung exiltibetischer Operationen gegen China förderte. Der Dalai Lama erhielt aus dem gleichen Fonds 186.000 US-Dollar pro Jahr zu persönlicher Verfügung. Nachdem er den Erhalt dieser Gelder und die Verbindung zur CIA jahrzehntelang abgestritten hatte, musste er Ende der 1990er zugeben, gelogen zu haben.

Fest steht, dass ab 1958 eine Gruppe von 400 „Chusi Gangdruk”-Kämpfern in Camp Hale, einem Trainingszentrum der CIA in den Rocky Mountains, in Guerilla-Kriegführung, sprich: im Durchführen gezielter Kommandoattacken, ausgebildet wurde. Geplant war die Ausbildung von weiteren 3.500 Kämpfern in Camp Hale, es blieb aber bei der ersten Gruppe; das Training weiterer Einheiten wurde vor Ort durchgeführt. Als Operationsbasis wählte man das ehemalige Königreich Lo (Upper Mustang), eine auf dem tibetischen Hochplateau gelegene, politisch jedoch dem Staatsgebiet Nepal zugehörige Bergregion im Nordwesten des Landes. Innerhalb kurzer Zeit wurde dort eine mehrere tausend Mann starke Truppe zusammengestellt, der es gelang, wie der Dalai Lama vermeldet, „den Chinesen mehrere Male erheblichen Schaden zuzufügen”. Auf Veranlassung der USA hatte Nepal das gesamte Gebiet von Upper Mustang – eine Fläche von rund 2.000 Quadratkilometern – zur militärischen Sperrzone erklärt: ungestört konnten von hier aus die Operationen der tibetischen Guerilla geplant und durchgeführt werden. Die Bewaffnung der Kämpfer stammte teils aus US-Beständen, teils hatte man modernes Gerät in Indien dazugekauft; ein nicht unwesentlicher Teil stammte aus Überfällen auf chinesische Garnisonen beziehungsweise auf ein tibetisches Militärdepot in Shigatse.

Die tibetischen Untergrundeinheiten – darüber lässt der Dalai Lama freilich nichts verlauten – hatten bei ihren „hit-and-run”-Aktionen oftmals hohe Verluste zu verzeichnen. Ganz im Gegenteil, voll Stolz lässt er seine Hofberichterstatter Hicks und Chogyam schreiben: „Die Schlachten waren grauenhaft, aber trotz enormer chinesischer Überlegenheit in Anzahl und Ausrüstung verursachte Chusi Gangdruk furchtbare Schäden; es war keineswegs unüblich, dass für jeden getöteten Tibeter fünf bis zehn Chinesen getötet wurden, und manchmal war das Verhältnis sogar noch dramatischer. Die Freiheitskämpfer benutzten alles, was sie in die Hände bekamen, von erbeuteter chinesischer Artillerie und Maschinengewehren hin zu Schwertern, und ihre völlige Furchtlosigkeit versetzte die Chinesen in Angst und Schrecken.” Das Hauptquartier der Untergrundkämpfer in Upper Mustang bestand bis Anfang der 1970er Jahre.

Im Herbst 1958 griffen Einheiten der „Chusi Gangdruk” eine größere Garnison der Volksbefreiungsarmee an, die in Tsethang, nur wenige Kilometer von Lhasa entfernt, stationiert war: sie töteten mehr als 3.000 chinesische Soldaten und gelangten in den Besitz großer Mengen an Waffen und sonstigem Kriegsmaterial. In der Folge wuchs die Untergrundarmee innerhalb weniger Wochen auf mehr als 12.000 Kämpfer an. Kopf der Guerilla war Gyalo Thöndup, der Bruder des Dalai Lama.

Im März 1959 versammelten sich in Lhasa an die 30.000 Menschen vor dem Sommerpalast des Dalai Lama, darunter die komplette Mönchskoterie der Großklöster Drepung, Sera und Ganden. Von den Anführern der Menge wurde eine Resolution verabschiedet, die das Siebzehn-Punkte-Abkommen für ungültig und im übrigen die chinesische Oberhoheit für beendet erklärte. Noch bevor die Truppen der Volksbefreiungsarmee eingriffen, machte sich der Dalai Lama, geplant und organisiert von der CIA, mit drei Dutzend seiner engsten Mitarbeiter und mehreren Familienmitgliedern aus dem Staub. Begleitet von rund dreihundertfünfzig Soldaten der tibetischen Armee und fünfzig teils CIA-trainierten Guerillakämpfern begab er sich in die Klosterfestung Lhüntse Dzong unweit der indischen Grenze.

In einer eigenen Kundgebung erklärte auch er das Siebzehn-Punkte-Abkommen für ungültig. Eine Delegation indischer Regierungsbeamter nahm ihn an der Grenze in Empfang und begleitete ihn samt seinem Tross nach Bomdila. Von dort aus reiste er per Eisenbahn in das rund zweieinhalbtausend Kilometer westlich gelegene Mussoorie, wo er die folgenden Monate verbrachte. Tausende Tibeter verließen während dieser Zeit das Land und sammelten sich um ihn. Anfang 1960 wurde ihm von der indischen Regierung das ehemalige britische Sommerresort McLeodGanj nahe der Provinzhauptstadt Dharamsala im Bundesstaat Himachal Pradesh als Asyl zugewiesen.

Exil in Dharamsala

Am 30. April 1960 kam der Dalai Lama zusammen mit etwa achtzig Mitarbeitern in McLeodGanj an. Er bezog die ehemalige Residenz des britischen Standortkommandanten, die man eigens für ihn renoviert hatte. Innerhalb kürzester Zeit wurden bestehende Anlagen hergerichtet und zahlreiche Neubauten erstellt, so dass Ende des Jahres die gesamte Führungselite des Dalai Lama in McLeodGanj untergebracht werden konnte. Finanziert wurde der Aufbau des „Exil-Regierungssitzes Seiner Heiligkeit” über großzügige Zuwendungen des indischen Staates sowie internationale Spendenaufkommen in Millionenhöhe.

Hinzu kam, dass es sich bei den Exilanten, die sich um den Dalai Lama einfanden, durchwegs um Angehörige der tibetischen Oberschicht handelte: Feudalherren, Beamte und hochrangige Lamas. Vor ihrer Flucht hatten sie alles Verfügbare an Gold, Silber, Edelsteinen und sonstigen Wertgegenständen zusammengerafft und mitgenommen, so dass sie auch im Exil unter keinem Mangel litten. Die vielkolportierten Behauptungen des Dalai Lama, die meisten seiner Regierungsbeamten hätten unter erbärmlichen Bedingungen leben müssen, waren nichts als Mythos zur Ankurbelung des Spendenaufkommens.

Auch er selbst verfügte über nicht unerhebliche Mittel, die aus Tibet herausgeschafft worden waren. Die fünfzig bis sechzig mit Goldstaub und Silberbarren gefüllten Kisten aus den Schatzkammern des Potala, die anläßlich seiner ersten Flucht Anfang 1951 an die indische Grenze geschafft worden waren, hatte man nie nach Lhasa zurückgebracht sondern voraussehend in Sikkim deponiert. Das Edelmetall wurde nunmehr auf dem Devisenmarkt in Kalkutta verkauft, wo es den für die damalige Zeit (und insbesondere für die Verhältnisse in einem Drittweltland) ungeheueren Ertrag von rund acht Millionen US Dollar – nach heutiger Kaufkraft etwa 55 Millionen US-Dollar – erzielte. Der größte Teil des Geldes wurde von der exiltibetischen Regierung in dilettantisch aufgezogenen Projekten vergeudet.

In Tibet ging der Terror der „Chusi Gangdruk” unvermindert weiter. Erst zehn Jahre später, als die USA in der Ära Nixon/Kissinger ihr Handelsinteresse an China entdeckten, wurde die Unterstützung des tibetischen Untergrundkampfes durch die CIA eingestellt. Zugleich übte China massiven Druck auf Nepal aus, die verbliebenen Guerillas in Upper Mustang – viele waren schon vorher abgesprungen oder hatten sich in gegenseitigen Kämpfen, vor allem um die Verteilung der ausländischen Unterstützungsgelder, aufgerieben – umgehend zu entsorgen. Die nepalische Regierung ließ 10.000 Mann aufmarschieren, es stand ein Blutbad zu befürchten. Um eine weitere Eskalation zu verhindern, forderte der Dalai Lama die Widerstandskämpfer in einer 20-minütigen Tonbandansprache auf, ihre Waffen niederzulegen. Ohne Unterstützung durch die CIA, so konnte auch er sich ausrechnen, hätten sie keine Chance gehabt. Widerwillig zogen die Kämpfer aus Upper Mustang ab, die meisten nach Dharamsala beziehungsweise in eine der mittlerweile in Nepal oder in anderen indischen Bundesstaaten errichteten tibetischen Exilkommunen. Kleinere Gruppen, die nicht aufzugeben bereit waren, wurden mit Gewalt entwaffnet und in Internierungslager verbracht. Es gab, auch auf Seiten der nepalischen Armee, zahlreiche Verletzte und Tote. Nicht wenige Widerstandskämpfer nahmen sich selbst das Leben. Der Dalai Lama hingegen konnte sich als Friedensstifter feiern lassen. Dass er dem bewaffneten Widerstand der „Chusi Gangdruk” fast fünfzehn Jahre lang höchst wohlwollend zugesehen hatte – in offenem Widerspruch zu seiner ständigen Gewaltlosigkeitsrhetorik -, war schnell vergessen. Passagen aus seiner Autobiographie von 1964, in denen er den tibetischen Guerillakampf ausdrücklich gutgeheißen hatte, wurden in deren Neufassung von 1990 – inzwischen war er Friedensnobelpreisträger geworden -ersatzlos entfernt.

Die Lügen und Manipulationen in den Medien, zum sogenannten Tibet-Aufstand können hier geschaut werden.

Die Geschichte des tibetischen Buddhismus, eine Geschichte der Lügen, Verballhornungen und der Gewalt, dafür gibt es den deutschen Medienpreis.

Quellen

Betteln, lügen-Tibet, alles beim ZDF?

Flüchtlingskinder-Märchen?

Buddhistisches Demokratieverständnis

Über den lächelnden Skinhead

Zu sehr am Joss Stick geschnüffelt

Die Finanziers des Dalai Lama

Die Verklärungen Tibets und des Dalai Lama

Mythen in und um Tibet

Süßes Früchtchen

Tibet-Berichte, was nicht passt…

Mönchischer Terror auf dem Dach der Welt

Ahnungslose Schwärmerei

4 Comments

  1. Sehr schön. Hast du den selbst geschrieben, nickpol? Fehlen höchstens noch Quellen, aber ansonsten ein wichtiger Beitrag.

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