Der säkulare Staat ist »ein grosses Übel«


Keystone
Pater Franz Schmidberger, Leiter der Pius-Bruderschaft in Deutschland, auf dem Weg zu einer Vorlesung. «Der moderne säkulare Staat», sagt er, «ist ein grosses Übel.» Es gelte zu missionieren. Bild: Keystone

Von Michael Meier Berner Zeitung

Franz Schmidberger, Mitbegründer der Pius-Bruderschaft, bezieht Stellung zur Holocaust-Leugnung seines Mitbruders Richard Williamson. Und er erklärt, warum die Kongregation die Religionsfreiheit ablehnt.

Herr Pater Schmidberger, wie verstehen Sie Ihre Berufung in dieser Welt? Feiern Sie täglich die lateinische Messe?
Selbstverständlich zelebriere ich jeden Tag die Heilige Messe nach dem altehrwürdigen tridentinischen Ritus der Kirche. Ich sehe mich als Zeuge Jesu Christi und des Evangeliums, als Mann Gottes, der die ewigen Wahrheiten zu verkünden und die Menschen in den Glaubenswahrheiten zu unterrichten hat. Ich sehe mich als Mann des Gebetes, der die Sakramente spendet.

Freuen Sie sich über die Aufhebung der Exkommunikation der vier Lefebvre-Bischöfe?
Natürlich freuen wir uns. Schliesslich ist das eine Sache, die wir seit langem ersehnt haben, auf die wir auch lange hingearbeitet haben. Dieses Stigma der Exkommunikation, das uns ganz ungerechterweise getroffen hat, ist uns jetzt weggenommen worden. Ich würde allerdings eher von einer Normalisierung als von einer Versöhnung mit Rom sprechen, weil wir ja nie ausserhalb der Kirche gestanden sind.

[…]

Dann können Sie Angela Merkels Appell verstehen, der Papst solle sich deutlicher von Williamson distanzieren?
Nein, es war nicht Aufgabe der Bundeskanzlerin, sich in die Sache einzumischen. Sie hat ihre Kompetenzen überschritten. Viele Leute aus der CDU und CSU waren sehr erbost. In der öffentlichen Diskussion wurde meist nicht zwischen der Rücknahme der Exkommunikation und den Äusserungen Williamsons unterschieden.

Sie selber haben vor kurzem eine Debatte über die Juden als Gottesmörder losgetreten. Begreifen Sie die empörten Reaktionen?
Da ist mir ein bedauerlicher Fehler unterlaufen, den ich zurückgenommen habe. Die heutigen Juden machen sich nur an der Schuld ihrer Väter teilhaftig, wenn sie der Tötung Jesu ausdrücklich zustimmen. Es gibt aber keine Kollektivschuld.

Aber an der alten Gottesmord-These der Juden halten Sie fest?
Diejenigen, die Jesus getötet haben, waren hauptsächlich Juden. Gewiss, auch die Römer und das einfache Volk hatten Anteil an der Schuld. Wir alle tragen Schuld daran durch unsere Sünden.

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14 Comments

  1. @Toni
    „Ansonsten habe ich letztens gelesen, dass einer der Pius-Brüder in einem Interview das Beschädigen eines Kreuzes für eine objektiv schlimmere Sünde hält, als die Anschläge auf das WTC.“

    Ja, bekanntlicherweise ist Gott, der Herrscher des Universums und Erschaffer von Witwen und Waisen, in Holzschnitzereien zuhause. Und wenn er mal Hämorriden hat, dann blutet eben eine Mariastatue. Alles schonmal vorgefallen und „wissenschaftlich dokumentiert“ 😉 .

    Und das tolle ist, dass wir solchen Mitglieder der Glaubens-GmbH unsere Kinder anvertrauen, damit sie „moralische Werte“ lernen. Halleluja ! Weshalb klonen wir nicht einfach mal Rudolf Hess und schicken unsere Kinder in „seinen“ Unterricht, damit der nationalsozialistische Zusammenhalt gestärkt wird ? Unterm Strich kommt eh‘ das selbe raus: Klodeckel auf -> rein mit denen -> Deckel zu -> abziehen !

    @yerainbow
    „Ich versteh den Papst da durchaus recht gut. Der wollte bissl mit den Muskeln spielen. Dem kommen die Piusbrüder grad recht.
    Nun hat er sich etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt, wie er mitkriegte.“

    Ich bezweifle, ob Mr. Pope da irgendwas mitbekommen hat. Der gute Kerl war sogar erbost, dass Frau Merkel, die Bundeskanzlerin seiner Heimat, sich in seine Entscheidung eingemischt hat. Der Pope ist unfehlbar! Und wenn er ein Machtwort spricht, dann ist das zu befolgen. Er ist der Stellvertreter des Frauenkneters auf Erden !
    Und wenn die kleinen Schäfchen einfach zu dumm sind zu erkennen, dass der Papa nicht die Piusse zurückgebracht hat, weil er böses wollte, sondern damit die christliche Einheit der Jesus-Freaks nach langer langer Zeit wieder vereint wird, dann gehören die Schäfchen eben kritisiert. Die haben die heilige Tragweite der päpstlichen Entscheidung nicht begriffen. Die Piusse sind Jesus-Anbeter wie die Christen, solche sehr sehr gläubige Menschen gehören einfach wieder zurück in das Team.
    Achja, Frauen sollen kleinlaut zurück hinterm Herd und Röcke tragen (lange, keine Minis!) ? Juden sind die Mörder des Gottessohnes/Geiligen Geistes/Gottes auf Erden ? Strom ist doof ? ALLES RICHTIG ! Jesus hatte keine Titten und Maria war eine Hure, steht alles so im Buch der Bücher. Also haben Frauen, die Adam – Gottes erste Schöpfung seines Ebenbildes – die Sünde zu tragen, das Gott sie aus dem superduper-Paradies geworfen haben. Die Leute, die Jesus „verklagt“ haben, gehörten der jüdischen Glaubensgemeinschaft an. Und aus diesem Grunde sind auch die heutigen Juden „vollautomatisch“ brutale Jesus-Auspeitscher und -Vernichter… wenn sie IHN nicht anehmen und akzeptieren, dass er für ihre Sünden gestorben ist.
    Im Auge des Papstes ebenfalls abgehakt und für richtig erklärt. Schade um die heutigen Juden, aber so stehts eben geschrieben – und man kann es aufgrund des begrenzten menschlichen Verstandes nicht anders interpretieren. Wäre man noch im Paradies, hätte man Gott fragen können, wie er es sieht. Aber weil Eva sheie gebaut hatte und Gott ihnen einen Tritt gegeben hat, müssen sie eben mit diesem Makel leben. Shit Happens. Und das Buch wurde nicht mit OpenOffice geschrieben, sondern mit Tinte. Somit ist Strom zu recht verteufelt.
    Diese göttliche Weitsicht, diese hochkomplexe Zusammenhänge, die kann nur ein Mann erlangt haben, der von Gott – dem Begründer von Gut und Böse – zu seinem Amt berufen wurde !

    Mister Ratzinger war, ist und bleibt ein unliberaler Bibelmensch. Er hat eine strenge Auffassung des Textes und erlaubt keine bemerkenswerte „Neufassung“, die möglicherweise das Zusammenleben der unterschiedlichsten Zauberwesenanbeter verbessern könnte. Dies Piusse haben das selbe Ziel. Das sie vor zwei Jahrzehnten exkommuniziert wurden, tja, damals war eine andere Zeit und das Wetter war auch anders. Der Mauerfall war noch ganz ganz frisch, die Banane lag bereit und Herr Kohl saß noch gewichtig auf dem Stuhl. Das war lange her und deshalb muss diese Trennungstat in der heutigen Zeit der Globalisierung und der Menschenrechte neu bewertet werden. Und fertig ist der Grund für die Re-Kommunikation radikaler Müllsäcke. Und alle, die irgendwas über Nazis, Judenhasser oder Fundamentalisten faseln haben eben die heilige Superintelligenz des Gottesfreundes nicht verstanden, dass man „die Brüder im Geiste“ wieder zurück im Schoß der Kirche haben wollte.
    Achja… die beiden Familien ergänzen sich im Geiste, beide sind Traditionalisten und mögen keinen „Glaubens-Remix“, der neuen Wind in das verstaubte Gemäuer bringen könnte. Aber das ist natürlich nicht Popes Grund. Er hat eine göttliche Berufung. Wir kleine Schafe denken zu irdisch… und das ist eben vom Werteverfall infiziert. Somit ist Papa Ratzingers Entscheidung stets gottgelenkt von reiner Weisheit und Güte. Denn Gott ist superlieb und hat seine schützende Hand über alle (Christen) ausgebreitet. Er erhört alle Gebete – vor allem die des Papstes – und lässt nur „nebenbei“ einige zehntausend Kinder am Tag verrecken. Tja, auch der Oberhirte ist eben ein schwer beschäftigter Mann. Und für eine Sekretärin, die was im Club der Engeln was managen könnte, ist einfach kein Platz mehr. Die Gefahr, dass eine göttliche Sekretärin einen bestimmten Apfel zu Mittag verspeist ist einfach viel zu groß. Und einen weiteren Sohn will der gute Boss eben nicht opfern. Dafür hat er ja schon die 3000 Seelen zu 9/11 in Rauch aufgehen lassen, das sollte doch wohl reichen.

    Würde mich nicht wundern, wenn Ratzinger dem Medorn die Hand schütteln würde. Schließlich hat Mr. Bahn ja auch nur tausende Mitarbeiter mit unlegalen Mitteln ausspioniert, damit das Gesammtgebäude „Die Bahn“ von bösen bösen Einflüssen (Korruption) geschützt wird.

    Der säkulare Staat ist ein großes Übel. Das Mittelalter mit ihren Folterinstrumenten, Gottesstaaten, Blut und Todschlag war einfach viel besser. Damals gab es noch die große Gottesmacht und von der ging eben alles aus. Der Ablaßhandel blühte, die Peitschen schlugen zu, die Frauen trugen keine Hosen, der Strom fehlte… und genau das war doch das wahre Pius-Paradies auf Erden.

    Die heutige Gesellschaft ist am Boden. Wir leben im Endzeitalter. Wir sind alle bald tot !!!11!!!1!
    Zwar können wir Frauenvergewaltiger vor Gericht zerren, Kinderschänder einsperren, viele Krebsarten besiegen und gar Herz- und Gehirnschrittmacher implantieren. Es gibt fließendes Wasser, Desinfizierungen und sogar frisches Klopapier statt Schwämme auf Spieße. Ja, sogar viele strenggläubige Christen machen regen Gebrauch von solchen Errungenschaften. Schlimm ist die Welt geworden. Wirklich schlimm 😉 .

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  2. Ich versteh den Papst da durchaus recht gut.
    Der wollte bissl mit den Muskeln spielen. Dem kommen die Piusbrüder grad recht.
    Nun hat er sich etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt, wie er mitkriegte.
    Oi-oi…
    😉
    tja

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  3. Wenigstens zeigt sich, dass solche Fundamentalisten auch von großen Teilen der katholischen Basis abgelehnt werden. Der unsägliche Wagner musste seinen Bischofstitel deswegen ablehnen.

    Ansonsten habe ich letztens gelesen, dass einer der Pius-Brüder in einem Interview das Beschädigen eines Kreuzes für eine objektiv schlimmere Sünde hält, als die Anschläge auf das WTC.

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  4. „Denn wenn„die Einheit innerhalb der römisch-katholischen Kirche ein so hohes Gut ist und deshalb Großzügigkeit und Nachsicht bis zum äußersten gezeigt werden müssen, warum wird diese Haltung nicht auch in die andere Richtung praktiziert?“

    Ich bezweifle, dass es der katholischen Kirche um Großzügigkeit und Nachsicht geht, vielmehr bedeutet die Rücknahme der Exkommunizierung, dass eine viel härtere Gangart eingeschlagen werden soll. Der Fall der Holocaustleugnung ist vollkommen uninteressant, denn diejenigen, die dadurch ausgetreten sind, taugen für deren Ziele eh nichts. (Es darf auch nicht außer Acht gelassen werden, dass sich viele mit den Papst solidarisch zeigen.)

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  5. Mir ist unverständlich, warum das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche dieser erzkonservativ-reaktionären Bewegung mit so offenen Armen entgegengekommen ist, während er gleichzeitig anscheinend keinen so großen Wert auf die Verständigung mit den anderen christlichen Konfessionen legt.
    Der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber, hat in diesem Zusammenhang angeregt, dass der Papst dieses Vorgehen ja als Präzedenzfall für die Ökumene nehmen könnte. Dann würde es in der Verständigung der christlichen Konfessionen wahrscheinlich sehr rasch vorangehen.
    Denn wenn„die Einheit innerhalb der römisch-katholischen Kirche ein so hohes Gut ist und deshalb Großzügigkeit und Nachsicht bis zum äußersten gezeigt werden müssen, warum wird diese Haltung nicht auch in die andere Richtung praktiziert? … Ist die Einheit der gesamten Christenheit nicht auch ein sehr hohes Gut, das mutiger und großzügiger Maßnahmen seitens des Papstes aus dem Land der Reformation wert wäre?“ – vgl. dazu ausführlicher: Lefebvre-Traditionalisten-Rehabilitierung als Präzedenzfall für die Ökumene?

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  6. @ nickpol

    Bin ganz deiner Meinung, aber ich vermute, dass dieser komische Verein niemals verboten wird, denn letzten Endes berufen sie sich wieder auf die Religionsfreiheit (Narrenfreiheit), und ironischer Weise sind diese Hardliner selbst gegen Religionsfreiheit, da kommt man sich doch verarscht vor, oder?

    mehr dazu
    Pius-Brüder – ein Fall für den Verfassungsschutz?
    http://www.welt.de/politik/article3182401/Pius-Brueder-ein-Fall-fuer-den-Verfassungsschutz.html

    Nach Recherchen von „Report Mainz“ erhält die Organisation für ihre bundesweit vier Schulen insgesamt 1,1 Millionen Euro vom Staat.

    Franz Schmidberger im Interview
    hier das Video:
    http://www.swr.de/report/-/id=233454/did=4359522/pv=video/gp1=4490182/nid=233454/xbqish/index.html

    Nach diesem Interview, verbietet sich der Verein doch von selbst.

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  7. Es gab eine lange Epoche in der Menschheitsgeschichte, da kehrte man gerne und oft auch erfolgreich mit „eisernen Besen“.
    Heute, in der Zeit der Psychoanalyse und hochwirksamer Psychopharmaka hat man zwar elegantere und wirksamere Methoden solche Geisteskrankheiten, wie sie Leute vom Schlage dieses Herrn Schmidberger offensichtlich zu haben scheinen, zu behandeln. Zu bezweifeln bleibt allerdings, ob derartige Therapien greifen würden. Die Behandlung von Geisteskrankheiten setzt nämlich vor allem die Anwesenheit von Geist voraus. Unter uns, da hilft wohl doch nur noch der gute, alte, eiserne Besen und der steht, nach deren eigener Horrorlehre, wahrscheinlich längst in ihrer Hölle bereit. 😉

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  8. Solch eine unverhohlen, undemokratische Männergesellschaft gehört verboten, zumindestens unter Beobachtung des Verfassungsschutzes, die kann man mit den Fundamentalisten jedweder Couleur in einen Sack stecken.

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  9. Die Pius-Bruderschaft sehnt sich zurück ins Ancien Régime. Ist die Monarchie für Sie die einzig richtige Staatsform?

    „Nein, wir anerkennen Monarchie, Aristokratie und Demokratie gleicherweise. Vorausgesetzt, dass man nicht behauptet, in der Demokratie gehe alle Macht vom Volke aus. Das lehnt die Kirche ab. Für sie geht die Gewalt von Gott aus, die Regierenden sind Stellvertreter Gottes auf Erden.“

    Mir ist schon klar, dass in einem Verein wie den Pius-Brüdern keine Demokratie herrschen kann, weil ja die Macht von „oben“ kommt und niemals von unten. Und dann noch zu behaupten die Regierenden seien die Stellvertreter Gottes, bekommt spätestens bei der Erwähnung von Hitler, Risse.

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  10. Wenn es stimmt, was der den Pius-Brüdern entgegengekommene Papst in seinem Jesusbuch und vielen seiner Reden bekennt, dass im Neuen Testament kein charismatischer Mensch, sondern die in griechischer Naturphilosophie erfasste kreative=schöpferische Vernünftigkeit/Logik (der Logos des natürlichen Lebensflusses) zur Sprache gebracht wurde, eine rational begründete Wende bewirkte, dann ist nicht das jüdische Volk für den Mord (des vernünftigen Schöpfungsverstandes) verantwortlich.

    Vielmehr müssten die Mörder in einem Glaubensverständnis gesucht werden, wie es sich heute auf Kirchenrecht und Buchstaben beruft, damit die im evolutionären Werden sichbare kreative Logik völlig verleugnet.

    Dass es damals Christen waren, die in Hiltler den wahren Heilsbirnger sahen, ist mir klar. (Ich kenne von der Kanzel verlesene Feldbrief von Überzeugungstätern, die für ihren angeblich christlichen Gott und den menschlichen Messias mit Schnautzbart in den Krieg zogen.)

    Doch die Probleme, die u. A. zur nationalsozialistischen Verblendung und dem Massenmord führten, der sich aus kurz-geschlossenem Sozialdarwinismus bzw. Abstammungslehre ebenso speiste, wie aus buchstäblich begründetem Judenhass, lassen sich m.E. nur lösen, in dem versucht wird die Glaubenswahrheit aufgeklärt auszuwerten, statt sie auszublenden.

    Den beiden Journalistinnen, die klever den Massenmordleugner vorführten, um Papst bzw. Kirche Eins auszuwischen, müsste daher „ein Platz im Himmel“ sicher sein. Sie haben über den Schwachsinn von Williamson hinaus eine Diskussion um die grund-legende Wahrheit des aus griechisch-jüdischer Glaubensaufklärung entstandenen christlichen Theismus entfacht, die bis in den brightsblog reicht.

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  11. „Sie erleben diese Welt als sehr dekadent: Leben Sie in der Endzeit?
    Ich kann nicht sagen, ob wir in der Endzeit leben. Aber wir leben jedenfalls in einer Zeit des Verfalls, des Kulturverfalls, des religiösen und moralischen Verfalls. Viele Leute sind vom Glauben abgefallen. “

    Da ist es doch schön, dass vor 60-70 Jahren, als wir in Deutschland noch nahezu 0% Atheisten hatten, Recht und Ordnung herrschte.
    OK, seit 60 Jahren hatten wir keinen Krieg mehr und seit dieser Zeit steigt auch die Zahl der „Ungläubigen“ aber das hindert manch klerikalen Schwafler nicht daran von „Verfall“ zu reden.
    Der einzige Sittenverfall den ich sehe, der besteht in der Leugnung der Menschenwürde, der Gleichberechtigung und der Religionsfreiheit durch fundamentalistische religiöse Sekten. Warum werden diese Leute nicht durch den Verfassungsschutz beobachtet?

    Wenn man diesen Leuten zuhört, dann wird einem auch klar, warum das deutsche Volk so begeistert der Judenverfolgung zugestimmt hat. Diese „Werte“ wurden doch von der Kanzel gepredigt! Jahrzehntelang wurde dies verleugnet und verdrängt! Im Gegenteil, es wurde behauptet Hitlerdeutschland sei atheistisch gewesen und deshalb konnte dies alles geschehen. Seht eure Eltern und Großeltern (so sie noch leben) an, gibt es da wirklich „Ungläubige“? Nein, diese Generaton war zu 100% „christlich“. Und wenn wir die Aussagen der Pius Brüder anhören, die ja genau die Aussagen dieser Zeit widerspiegeln, dann müsste doch dem dümmsten auffallen welche Zusammenhänge hier bestehen.
    Gruß
    Andreas A.

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