Das Motiv steht fest – jetzt geht es weiter!


Von Peder – http://www.buskampagne.de

Unser erstes Spendenziel ist erreicht, es kann losgehen! Die Resonanz war überwältigend!
In kürzester Zeit wurde klar, dass die Kampagne auch in Deutschland vielen ein dringendes Anliegen ist. Häufig wurde der Wunsch geäußert, die Kampagne auch in anderen Städten zu machen, und das könnt ihr mit euren weiteren Spenden jetzt ermöglichen.

Mit Erreichen des ersten Spendenziels habt ihr auch über die Motive der Kampagne entschieden – jetzt tragt ihr den gewählten Spruch weiter. Wie versprochen veröffentlichen wir jetzt das Ergebnis der Abstimmung. The winner is: Kampagnenvorschlag C!
Künftig unterstützt ihr diese eine Kampagne mit euren Spenden. (Wir bauen die Websites gerade entsprechend um.)

Die Auszählung war am Freitag, dem 13. März um 12 Uhr beim Spendenstand von 20.336,- €
897 Einzelspenden von 1,- bis 1.000,- €
25 % stimmten für C: „Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott.“
21 % stimmten für A: „Gottlos glücklich.“
11 % stimmten für B: „Gott ist eine Behauptung.“
43 % spendeten ohne Stimmabgabe.

Den meisten Leuten war offenbar am wichtigsten, dass die Kampagne überhaupt stattfindet! Seid nicht enttäuscht, wenn „euer“ Spruch nicht das Rennen gemacht hat. Ihr könnt ihn bald als Aufkleber oder Button bekommen, so gerät er nicht in Vergessenheit.

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(Die Busse sollen auf den verschiedenen Seiten (links, rechts, hinten) mit den verschiedenen Motiven bestückt werden.)

Warum diese Kampagne?

Buskampagne.de will die britische Atheist Bus Campaign nach Deutschland bringen. Auch hierzulande haben säkulare Menschen mittlerweile genug davon, ständig „übersehen“ oder missachtet zu werden. Als Anfang sollen in drei Städten (Berlin, Köln und München) Busse beschriftet werden, die öffentlich bekunden, dass eine nicht-religiöse, aufgeklärte Weltsicht eine positive Möglichkeit darstellt. Nicht-Religiöse, Agnostiker und Atheisten sollen wahrnehmen können, dass sie nicht alleine sind. Sie sollen mutiger werden, sich gegen religiösen Hochmut zur Wehr zu setzen und sich in die öffentlichen Debatten einzumischen. Das Leben ohne einen Gott kann eine Bereicherung sein: angstfrei, selbstbestimmt, bewusst, tolerant und frei von Diskriminierungen.

Quelle: buskampagne.de

21 Comments

  1. Ostfriese

    === schnipp ===
    Mal unter uns: Er weiß es auch nicht besser als die GBS!
    === schnapp ===

    selbst wenn ich es nicht besser weiß als die GBS kann das hinreichen zu wissen, dass es so, wie es die GBS anstellt, bestenfalls der GBS nützt.

    Es gibt ein paar Fakten: den meisten Menschen hierzulande ist es vollkommen egal, wie der Feiertag heißt, an dem sie frei haben. Die Menschen, denen es nicht egal ist, sind vermutlich in der Mehrzahl Christen.

    Und nun stellt sich den Frage, wen man hinter welchen Ofen hervorlockt, wenn man möglichst laut herumschreit.

    Die Aufgabe ist, zu zeigen, dass man ‚da‘ ist. Das Dumme ist nur, dass man dazu auch zeigen muss, wer man ist. Dazu kommt, dass man dabei auch noch an den Vorurteilen gemessen wird.

    So, und wie macht man nun einen Feiertag für die Menschen, die keinen religiösen wollen? Vermutlich so, wie man Neujahr und den Tag der Arbeit, oder den Tag der Deutschen Einheit gemacht hat: man muss die erforderliche Mehrheit in der Bevölkerung haben, um Parteien dazu bewegen zu können, so etwas zu machen. Anders wird das wohl nicht laufen, selbst wenn die GBS nun ein paar E-Mail-Adressen mehr hat. Darunter etliche von Menschen aus Ländern, denen Feiertage in Deutschland recht herzlich egal sein können.

    BTW, ich meinte

    http://freigeisterhaus.de/viewtopic.php?p=1224659#1224659

    damit, dass das, was die GBS versucht, nicht neu oder originell ist. ‚Evolutionstag‘ ist so mit das Aussichtsloseste, was man auf die Agenda setzen kann, um Erfolg zu haben, vor allem, wenn man das noch mit der Umwidmung eines christlichen Feiertags koppelt. Christen sind Evolution gegenüber meist gar nicht so positiv eingestellt, dann auch noch zur Feier dieser Wissenschaft einen christlichen Feiertag umwidmen, das mag zwar, falls es klappen sollte, für unsere Seite wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag an einem Tag sein, ist aber nur ein Traum.

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  2. [C]arrowman

    Einen anderen Feiertag umdeuten, siehe Weihnachten und römische Feste oder Ostern und heidnische Feste?

    Hat wunderbar geklappt.

    Ja, aber die hierfür zum Einsatz gekommenen Mittel sind hoffentlich nicht die, welche El Schwalmo uns empfehlen wollte.

    Sein teurer Rat, wie man es in einer christlich dominierten Gesellschaft anstellen könnte, steht leider noch aus.

    Mal unter uns: Er weiß es auch nicht besser als die GBS! 😉

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  3. *facepalm*
    Oh mein Gott (sorry), das wollt ihr ernsthaft auf die Busse kleben? Zu lang, zu überladen, zu angreifbar. Sorry, ich glaube einfach, mit diesem Spruch schadet die Kampagne mehr als sie nutzt. Die Untertitel sind gut, aber der große magenta Spruch ist grauenhaft.

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  4. Also, demokratisch in dem Sinne, dass es drei Angebote für grundverschiedene Geschmäcker gab und jeder Spender eine gleichwertige Stimme hatte. Dass so viele ohne Stimmabgabge gespendet haben überrascht mich dann aber doch.

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  5. wie die Menschen, die das schon vorher probiert haben.

    Einen anderen Feiertag umdeuten, siehe Weihnachten und römische Feste oder Ostern und heidnische Feste?

    Hat wunderbar geklappt.

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  6. Naja, demokratisch ist etwas anderes: Aber das macht ja auch gar nichts, dass in diesem Fall diejenigen bestimmen, die auch das Geld geben: Ein doppelter Anreiz zum Spenden.

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  7. Hm, ich bin mit der Wahl nicht sonderlich glücklich. Erstens ist die Botschaft nicht pro-humanistisch („Du kannst auch ohne Gott glücklich sein“), sondern anti-religiös („Euer Glaube ist falsch!“). Zweitens ist die Aussage nicht wissenschaftlich („Wir schließen die Existenz einer Gottheit nicht aus, sehen aber keinen Grund für eine solche Annahme“), sondern dogmatisch („Es gibt keinen Gott!“). Das wäre aber wenigstens noch ehrlich; stattdessen profiliert der Slogan sich drittens mit einem billigen Trick, nämlich dem buchstäblich Kleingedruckten, augenscheinlich als selbstkritisch („Anders als diese fanatischen Gläubigen sind wir uns nicht 100% sicher, sondern nur 99,999999%. Ein Riesenunterschied!“).

    Wie gesagt, es ist gut dass überhaupt etwas passiert. Und es ist ja demokratisch entschieden worden. Möglicherweise hilft es sogar ideologisch an die Sache ranzugehen, wenn man etwas verändern will. Trotzdem, dass wir irrationale Phrasen dreschen hinterlässt in jedem Falle bei mir einen bitteren Nachgeschmack. Ich frage mich, ob das wirklich nötig ist oder ob wir eine vergleichbare Wirkung nicht auch mit positiven Botschaften erzielen könnten. Nunja, warten wir ab wie es läuft 🙂

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  8. @El Schwalmo:
    Wie _welche_ Menschen?
    Werde doch mal ein bisschen konkret.
    Wer war es?
    Was haben sie getan?
    Und welchen Feiertag verdanken wir ihnen?

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  9. Ostfriese

    === schnipp ===
    Wie würdest Du es denn anstellen, einen Feiertag zu installieren?
    === schnapp ===

    wie die Menschen, die das schon vorher probiert haben.

    === schnipp ===
    Ist Dir entgangen, dass auch innerhalb der GBS kein noch so kühner Optimist an einen sofortigen Erfolg des Ansinnens glaubte? Zweck der Kampagne war das Aufrütteln!
    === schnapp ===

    Agitprop eben, oder fällt Dir ein besserer Begriff für die Art und Weise des Aufrüttelns ein?

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  10. El Schwalmo,

    da bin ich aber neugierig: Wie würdest Du es denn anstellen, einen Feiertag zu installieren?

    Oder bei wem sonst soll ‚die‘ GBS in die Lehre?

    Ist Dir entgangen, dass auch innerhalb der GBS kein noch so kühner Optimist an einen sofortigen Erfolg des Ansinnens glaubte? Zweck der Kampagne war das Aufrütteln! Wo irgendwann mal der Zweifel gesät werden soll, muss zunächst der von Vorurteilen und Dogmen gehärtete Boden umgepflügt werden. Diese Strategie ist viel wirksamer, als Du unterstellst. Die negative Resonanz von Seiten feinsinniger Kritiker bildet in keinster Weise ab, was die Forderung eines Evolutionstages in den Köpfen vieler Menschen bewegt hat.

    Dein Vergleich des GBS-Auftretens mit Agitprop ist hanebüchen und nicht weiter ernst zu nehmen.

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  11. Pingback: Nics BlogHaus
  12. Ostfriese

    === schnipp ===
    Meine Erklärung: Um bloß nicht das Klischee zu bedienen, unsere Religionskritik sei böswillig und respektlos, bevorzugten viele von uns die harmlosere Variante A.
    === schnapp ===

    ich persönlich hätte C gewählt, wenn statt der Klammer ‚wohl‘ gestanden hätte. Denn nun fielen die unsinnigen Thesen wie ‚entspann Dich‘, ‚genieße‘ etc. weg, die vollkommen unnötige Reibungspunkte erzeugt hätten.

    Ich fand eher A respektlos. ‚Gottlos glücklich‘ scheint mir provozierender zu sein, denn das zeigt, dass man über das Stadium der angenommenen Rechtfertigungspflich schon hinaus ist und seinen Unglauben einfach lebt. So sollte es aber eigentlich sein.

    === schnipp ===
    Unter denjenigen Ungläubigen, die bisher seltener an weltanschaulichen Diskussionen teilgenommen haben, ist das Bedürfnis, sich ordentlich Luft zu machen, noch nicht so gesättigt wie bei uns. Deshalb bevorzugen sie den provokanteren Klartext von Variante C
    === schnapp ===

    Wenn Du Deine obige Passage analysierst, könnte der Schluss auch sein, dass das Reflexionsnievau dieser Menschen noch gehoben werden muss ;->

    Dann merken die möglicherweise auch, wie verquer die GBS auftritt und dass Agitprop eine Sache der 1930er Jahre war. Vielleicht lernen die dann bei der GBS noch, wie man es anstellen sollte, einen Feiertag zu installieren oder wenigstens Aschermittwoch nicht mit dem 1. April zu verwechseln.

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  13. @Falk:

    Fein beobachtet!

    Meine Erklärung: Um bloß nicht das Klischee zu bedienen, unsere Religionskritik sei böswillig und respektlos, bevorzugten viele von uns die harmlosere Variante A. Außerdem hat uns El Schwalmo ja für die Fragwürdigkeit von Gotteswahrscheinlichkeiten hinreichend sensibilisiert. 😉

    Unter denjenigen Ungläubigen, die bisher seltener an weltanschaulichen Diskussionen teilgenommen haben, ist das Bedürfnis, sich ordentlich Luft zu machen, noch nicht so gesättigt wie bei uns. Deshalb bevorzugen sie den provokanteren Klartext von Variante C.

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  14. Was mir aufgefallen war: Am Anfang als noch hauptsächlich die Leute aus dem Umfeld der Organisatoren (also einschließlich dieses Blogs) abgestimmt haben, lag A weit vorne. Später, als die Aktion in größeren Kreisen bekannt wurde, war auf einmal extrem viel C dabei.

    Natürlich hab‘ ich nicht mitgezählt, vielleicht täuschte auch der Eindruck. Aber wenn nicht, dann frage ich mich, ob dieser Unterschied einen Grund hat. *grübel*

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  15. arrowman

    === schnipp ===
    hm schade A ist es nicht geworden, dann werde ich wohl was im Fanshop bestellen.
    === schnapp ===

    Eintrag ins Logbuch: Arrowman und El Schwalmo sind sich einig.

    Als aufrechter Agnostiker hätte ich eigentlich C wählen müssen. Aber A fand ich einfach besser. Aber, wie ich schon immer sagte: egal was, Hauptsache, dass …

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  16. Ich bin von dieser ganzen Aktion begeistert! Der Spruch (A, B oder C) ist zweitrangig; allein zu wissen, daß es viele viele andere gibt die auch nicht an einen Gott glauben ist toll! Ich denke das hilft einigen, sich offener als bisher zu outen.

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  17. Mir hätte auch Vorschlag A besser gefallen. Diese Klammerausdruck gefällt mir nicht so, und ist auch nicht so einprägsam wie „Gottlos glücklich“.
    Allerdings hat dieser Vorschlag einen anderen Vorteil: Er fordert mehr Aufmerksamkeit. Von weitem liest man nur: „Es gibt ([unlesbar]) keinen Gott.“ Dann muss man erst näher ran, um den Inhalt der Klammer zu lesen.

    Das wichtigste ist allerdings, dass überhaupt etwas passiert.

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  18. hm schade A ist es nicht geworden, dann werde ich wohl was im Fanshop bestellen.

    Dann mal gogogo ihr Leute!

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  19. schön – dennoch kann ich mich mit dieser einschränkung nicht anfreunden. das hört sich so nach hintertürchen an und nicht nach 100% überzeugung.

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