World of Bullshit


Der tut nix, der will nur spielen: ein Ork aus World Of Warcraft.    Foto: blizzard/dpa/tmn
Der tut nix, der will nur spielen: ein Ork aus "World Of Warcraft". Foto: blizzard/dpa/tmn

Wie wäre es, statt der „Computerspiele“ mal populistische Studien zu verbieten? Oder deren Lektüre erst „ab 18“ zu erlauben? Es würde nichts helfen, die „Experten“ sind nicht mehr zu stoppen.

VON ARNO FRANKtaz.de

Zwölf Seiten, vollgeschrieben von elf Autoren, liefert der aktuelle Spiegel zum „Amoklauf des Tim K.“. Und weil sich in dieser haarsträubend voyeuristischen Titelgeschichte kein einziges die Tat erhellendes Wort findet, schiebt die Redaktion sicherheitshalber gleich im Anschluss drei Seiten zu einem völlig anderen Thema hinterher, denn: „Deutschlands größte Jugendstudie kommt zu alarmierenden Ergebnissen: Neuntklässler verbringen jeden Tag im Schnitt etwa 140 Minuten mit Computerspielen – mehr als 14.000 gelten als spielsüchtig. Hauptattraktion: das Online-Spektakel ,World Of Warcraft‘.“

Was uns das sagen soll? Dumme Frage, Tim K. „liebte“ doch auch diese ganzen „Computerspiele“, und da kann man mal sehen, wohin das führt und woher so was kommt. Erst „duschen“ sich die „Jugendlichen“ vor lauter Gedaddel nur noch „alle zwei Wochen“, trinken nur noch „Cola light“ statt selbst gepressten Orangensaft und essen „Pizza“, wovon sie Pickel bekommen und Ränder unter den Augen, und der Rest ergibt sich dann wie von selbst: schlechte Noten, Vereinsamung, Massaker.

Eine noch dümmere Frage wäre, nebenbei bemerkt, ob so ein schicker Auftritt auf dem Spiegel-Titel für labile Jugendliche mit Ich-Schwäche nicht auch ein entscheidender Anreiz zum Amoklauf sein könnte. Aber das fragen wir besser mal nicht, das führt zu weit, nämlich zu öden Diskussionen über den Bildungsnotstand oder die journalistische Ethik.

Selten jedenfalls ist nach einem Ereignis, bei dem es so wenig zu verstehen gibt, die öffentliche Debatte so schnell ins Groteske und Ärgerliche verrutscht wie in diesem Fall. Je boulevardesker das Medium, desto dringlicher muss es seinem Publikum eine Erklärung liefern, ein Motiv, einen Grund, einen letzten, nicht weiter hinterfragbaren und doch sofort einleuchtenden Anstoß – und kann nicht.

weiterlesen

Gewaltstudie_KfN

56 Comments

  1. Mal was interessantes, fernab von „meiner ist länger“ 😉

    http://www.4players.de/4players.php/spielinfonews/Allgemein/4888/1882398/Spielkultur.html

    Dort wird auf eine Metastudie zweier Wissenschaftler hingewiesen, die andere Studien über die Gewaltwirkung der Medien untersucht haben. Summa sumarum haben nur 41% der Studien tatsächlich wissenschaftlichen Character. der Rest ist ideologischer Natur. Spiegeln also nur das wieder, was „gewollt“ ist. Und unter diesen „ideologischen“ Arbeiten finden sich auch die eines Herrn Pfeiffers. Man sucht gezielt nach „bösen Indizien“ in den digitalen Unterhaltungsmedien, und Herr Pfeiffer ist ein bekennender Fachmann auf diesem Gebiet. Auf seine Arbeiten stützen sich dann Medien und (leider) auch Politiker. Das er nur ein kleines Rädchen in der Wissenschaft ist, und das große Getriebe bis heute nicht eine einzige wissenschaftliche Arbeit vorweisen kann, welches die Kausalität der Tat mit den „Gewaltspielen“ erklären könnte, wird schnell unterm Teppich gekehrt und mit Bilder von Counter-Strike oder Call of Duty kaschiert.

    Hier wid letztenendes durch simple Beobachtungen und persönlicher Meinung ein Horrorszenario heraufbeschworen, welches sich für mich kaum halten kann. Ausnahmen gibt’s bekanntlich überall auf der Welt, schließlich haben sich auch unzählige Japaner sprichwörtlich zu tode geschuftet. Aber ein Verbot der Arbeit aufgrund der „Tatsache“, dass eben arbeiten zum Tod führt, wurde niemals ausgesprochen. Studien über Stress am Arbeitsplatz, Wut über (ärgernde) Mitarbeiter und gar (Selbst-)mordwünsche unterdrückter Arbeiter sind sicherlich machbar – wenn nicht schon existent. Doch auch hier gibt es mehr Variablen die zum Suizid bzw. zum Mord führen als „die Arbeit“ alleine. Arbeit != (Selbst-)Mord.

    @Tom:
    „Max bezweifelt (schlechthin?) die Aussagekraft einer Studie, (..)“

    AFAIK sind Studien Beobachtungen und Schlußfolgerungen, ggf. mit Befragungen. Ob sich dadurch feststellen lässt, dass „Killerspiel X“ zu einer messbaren Veränderung der Psyche führt, die „Person Y“ schlußfolgerisch automatisch zum Amokschützen werden lässt, wage ich zu bezweifeln.
    Es lässt sich natürlich durch Studien nachweisen, dass gewisse Killerspiel-Spieler (Killerspieler ?) nach drei Stunden „exzessiver Gewaltausübung“ ein gutes stück reizbarer bzw. „gewaltbereiter“ sind als die blümchenpflückende Vergleichsperson im Garten, doch welche „Wirkstoffe“ führen letztenendes zu dieser Aggressionsbereitschaft ? Welche Stoffe sind hierzu notwendig ? Wie schnell werden sie vom Körper abgebaut ? Unter welchen Vorraussetzungen bilden sie sich und bei welcher Konzentration führt der Stoff dann zu Gewaltakten ?
    Dann kommt Stufe 2 (Level 2) : Hat Tim K. *kurz davor* diese Killerspiele konsumiert ? Ist es nachweislich, dass sein Körper nach 2 Stunden exzessiver Kopfschüsse in Counter-Strike „fit genug“ war, sich mit der Waffe des Vaters nun durch die Schule zu begeben ?
    Gerade im Bezug auf diese sogenannten „Killermedien“ gibt es keinerlei Belege zwischen eine nachweisliche Kausalität zwischen dem Konsum von Gewalt und der Ausübung derselben. Das einzigste Argument… „Argument“ in Anführungszeichen ist mir lieber … ist der gestiegene Adrenalinpegel aufgrund des im Spiel erzeugten Stresses (Timelimit, Gegneranzahl, Munitionsknappheit, …) und die Ausschüttug von Endorphinen beim erfolgreichen bewältigen des Levels.

    Auf diesen ..ähm.. „Fakten“ kann man in meinen Augen kein Verbot aufbauen. Endorphine bekomme ich auch beim Sex und mein Adrenalinpegel schnellt ins unermessliche, wenn ich in Stadtmitte keinen Parkplatz finde. Doch weder Morgens, noch Mittags oder gar Abends fühle ich den Wunsch, mich mit einer Fausfeuerwaffe durch das Parkhaus zu begeben und alles niederzustrecken, was nicht bei drei auf den Bäumen klettert. Naja, im Parkhaus gibt es leider keine. Der Wunsch, mich von meiner Konsole wegzubegeben, eine Schusswaffe aufzuheben – woimmer ich sie auch herhaben mag – und damit „wie in einem Egoshooter“ Frauen, Kinder und Männer des Lebens zu berauben, verspüre ich nicht. Warum auch ? Den „Highscore“ kann ich nicht begutachten, wenn ich von der Gesellschaft gehasst und von den verletzten Familien verflucht werde. Um eine solche Tat zu bewerkstelligen, gehört meiner Meinung nach wesentlich mehr als nur die dreidimensionale Darstellung einer Landschaft und das in der Mitte des Blickfeldes plazierte Fadenkreuz mit der darunter blinkenen Energieanzeige des Schutzschildes.

    Aber ich bin der Meinung, man sollte die Bevölkerung schon mal warnen und auf jedem Fall sensibilisieren. Mit Sendungen wie „Aktenzeichen XY“ und „Der 7. Sinn“ hatte man schon vor Jahrzehnten den Grundstein für eine TV-gerechte Aufklärungsarbeit gelegt :).
    Heute sollte man es auf die digitalen Medien ausweiten. Man sollte zeigen, dass durchzechten Nächte an World of Warcraft keinesfalls zu besseren Schulnoten oder höheres Einkommen führen. Die Warnsignale müssen für die Erziehungspersonen klar erkennbar sein. Ein Blick über die Schulter des eigenen Kindes sollte schon da sein.
    Arbeiten, die darauf hinweisen, dass WoW oder CS ein gewisses Sucht- oder Aggressionspotential beinhalten, befürworte ich zweifelslos. Arbeiten die aber darauf hinweisen, dass durch CS oder WoW dann Amokläufe und Finanzprobleme erklärbar werden, finde ich für nicht haltbar.

    Gefällt mir

  2. Nissen, Du trittst und kreischst wie ein kleines Kind, dem man erzählt, dass es den Weihnachtsmann nicht gebe 😉 Ständig flennst und fluchst Du herum, anstatt sachlich Argumente zu bringen. Warum, ist klar: Du bist schrecklich wütend und verzweifelt, weil Du Angst vor meinen kritischen Nachfragen hast. Offenbar ist das „Platzen einer Wunschwelt“ eine Herzensangelegenheit für Dich, und deswegen wirfst Du es eifrig anderen vor, um es so weit wie möglich von Dir zu weisen. Das ist Kindergarten.

    Dass Deine Studien nicht angezeigt wurden, hast Du selbst geschrieben („Schade mindestens drei Kommentare sind irgendwie verschwunden.“). Peinlich peinlich, dass Du jetzt angestrengt versuchst, es so darzustellen, als würde ich sie ignorieren…Du greifst aber auch wirklich nach jedem Strohhalm.

    Weiterhin hast Du keine einzige Studie hier *inhaltlich* vorgestellt. Wieso nicht? Kann es sein, dass Du sie gar nicht gelesen? Soviel zum Thema Kompetenz. Habe aber auch nichts anderes erwartet.

    Dazu passt, dass Du Dich sehr leicht von (vermeintlicher) Autorität blenden lässt. Die Methodik der Studien ist Dir völlig egal, stattdessen versuchst Du damit zu imponieren, wer sie benutzt. Nach dieser Logik wäre selbst Werner Glogauer ein seriöser kompetenter Wissenschaftler, weil er von Gerichten, namhaften Zeitungen und den ÖR zitiert wird – unabhängig von der miesen inhaltlichen Qualität seiner Arbeit.

    Für Dich mag das gut genug sein, aber bei Brights musst Du schon mit Inhalten kommen. Also krieg Dich mal wieder ein, such Dir eine Studie heraus die Du methodisch (!!!) für sehr hochwertig hältst und skizziere ihren Aufbau und ihre Befunde. Dann schauen wir, ob man vielleicht schon auf den ersten Blick erkennen kann, woran Deine methodisch beste Studie kranken könnte und ob sie sich darüber Gedanken gemacht hat…wie wäre das?

    Gefällt mir

  3. @Nissen

    du kannst dich kaum darüber beschweren, wenn Andere nicht auf deine Argumente eingehen, wenn du es bei ihnen auch nicht tust

    Gefällt mir

  4. „Im übrigen wenn man sich da immer nur Spielfiguren vorstellen kann wie ein Schachspieler vorstellen kann woher kommen dann die Erfolge beim Militär bei der desensibilisierung? Warum nehmen die nicht Schachfiguren?

    Natürlich es ist alles so schön und einfach wie du es dir in deiner Wunschwelt träumst, sollen sich Kinder einfach vorstelleb das seine nur Spielsteine, aber wozu müssen spielsteine dann bluten und vor schmerzschreien wie in den wiederliechen spielen?“

    Auch diese Argemente von mir willst du nur mit persönlicher Beleidigung entkräften? Peinlich!

    Gefällt mir

  5. “ in der Du Dich an der Vorstellung aufgeilst, dass dort (virtuelle) Menschen umgebracht werden – ist auch nichts komplex. Also hör schon auf zu jammern, bloß weil niemand hier Deine Fantasien teilen mag“

    upps? weiß da jemand nicht weiter und versucht nur noch persönlich anzugreifen. echt lächerlich. keine Argumente mehr und jetzt so versuchen. Anscheinend kannst du die Realität nicht ertragen und bist jetzt trotzig.

    Gefällt mir

  6. @lilith

    lustig mehr weißt du nicht?

    Bild wieso Bild?

    meine quellen sind sauber deine nicht denn du hast keine!

    BBC,Focus , ZDF Bundeszentrale für politische Bildung? nicht sauber gehts dir noch gut?
    http://www.sueddeutsche.de/wissen/146/326010/text/

    les mal meinen 2 Kommentar ich habe 5 studien erwähnt die neu sind.

    (Anderson 2004),
    „Kinder, CompUter, Hobby, Lernen“ (KUHL)
    Sherry (2001) ,
    Anderson und Bushman (2001), , (Anderson/Gentile/Buckley 2007;
    Hartmann 2006).

    alle belegen entweder die gesteigerte Agressivität oder das die realitäten schwer auseinander gehalten werden können ließ endlich mal meinen Kommentar, auch überlangzeitwirkung etc.

    Anscheinend glaubst du sowieso nur was du glauben willst. Was für Quellen soll es sonst noch geben , das sind echt miese tricks BBC,Focus , ZDF Bundeszentrale für politische Bildung als schlechte quellen zu bezeichen. zeig du endlich mal was.

    Gefällt mir

  7. „Auf schwierige komplexe Sachverhalte immer eine einfache Antwort parat?“

    An der Wirklichkeit – nämlich dass das Spielfiguren sind – ist gar nichts komplex. Und an Deiner Fantasie – in der Du Dich an der Vorstellung aufgeilst, dass dort (virtuelle) Menschen umgebracht werden – ist auch nichts komplex. Also hör schon auf zu jammern, bloß weil niemand hier Deine Fantasien teilen mag. Das hat nichts mit Wirklichkeitsverweigerung zu tun, sondern einfach damit, dass die meisten besser als Du zwischen Realität und Fiktion unterscheiden können. Was Dich heillos überfordert, ist für andere die lässigste und selbstverständlichste Sache der Welt.

    Und blind der BILD zu glauben ist keine „Informiertheit“. Warum präsentierst Du hier nicht mal saubere aktuelle wissenschaftliche Studien, die Deine Beiträge nach mehr aussehen lassen könnten als nach paranoiden Wahnvorstellungen?

    Gefällt mir

  8. Noch mehr zu Pfeiffer:

    „Die Rechtsextremismusfeststellung ist eine pure politisch motivierte Behauptung. Wer 15-Jährigen Fragen stellt wie:
    „Die in D lebendes ausländer sollten sich besser anpassen“ -57% zustimmung
    und das als rechtsextremismus wertet hat nicht mehr alle tassen im schrank.“

    „Kann es sein, dass mehr als 100 (!) Prozent der organisierten Rechtsextremisten im Land 15-Jährige sind? Wohl kaum. Deshalb lässt die Studie aus Hannover nur zwei Schlussfolgerungen zu. Entweder der Verfassungsschutz operiert seit Jahren mit viel zu niedrigen Zahlen, um das Problem des Rechtsextremismus zu verniedlichen. […] Oder aber Pfeiffers Institut ist ein peinlicher Fehler unterlaufen, der medientauglich ist, aber die Lage im Land unnötig dramatisiert.“

    http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/fragwuerdiges-zahlenspiel/

    Pfeiffer kommt in puncto Seriosität gleich nach Henner Ertel. Wer sich auf den beruft, muss verzweifelt sein.

    Gefällt mir

  9. @Lilith

    “ Stattdessen solltest Du Dich dringend fragen, warum Du die Pixelhaufen unbedingt als virtuelle Menschen sehen willst und nicht etwa als die Spielfiguren, die sie sind.
    Ein Bauer beim Schach ist schließlich auch nicht von ungefähr an reale Vorbilder angelehnt, trotzdem sehen geistig gesunde Menschen darin keinen “imaginären Menschen”, der grausam niedergemetzelt werde. “

    Als ob das so einfach wäre. Auf schwierige komplexe Sachverhalte immer eine einfache Antwort parat? Hauptsache dein schickes kleines Weltbild wird nicht gestört immer Augen schön zumachen wenn einem etwas nicht passt. Was nicht sein darf kann nicht sein. Nach diesem Leitsatz argumentierst du, und wirfst mir unkritisches Denken vor?

    Dein Schachspiel vergleich geht ziemlich an der Sache vorbei.

    Anscheinend bist du über dieses Thema schlecht bis garnicht Informiert, denn es liegt nicht am spielenden Subjekt in eine virtuellen Menschen einen realen Menschen reinzu interpretieren. Über die meisten Prozesse in unserem Gehirn bekommen wir nichts mit. Weniger als 15% von den Aktivitäten im Gehirn werden uns bewusst, ins Bewusstsein dringt ein bearnbeitetets und konstruiertes Bild. Als ob man sich aussuchen könnte was man wahrnimmt und was in unserem Gehirn entsteht. Wahrscheinlich bist du noch auf dem dualistischem Kenntnisstand das ein kleines Männchen bei uns in der Schaltzentrale sitzt.

    Die Forscher bemängel das ja gerade, das man da unterbwusst geprägt wird.

    Im übrigen wenn man sich da immer nur Spielfiguren vorstellen kann wie ein Schachspieler vorstellen kann woher kommen dann die Erfolge beim Militär bei der desensibilisierung? Warum nehmen die nicht Schachfiguren?

    Natürlich es ist alles so schön und einfach wie du es dir in deiner Wunschwelt träumst, sollen sich Kinder einfach vorstelleb das seine nur Spielsteine, aber wozu müssen spielsteine dann bluten und vor schmerzschreien wie in den wiederliechen spielen?

    informiere dich bitte ersteinmal

    Gefällt mir

  10. @lilith

    „Dass Du jeden Schachspieler, der eine solch abgedrehte Suggestivfrage kritisierte, “irgendwelcher absurder Vorwürfe” beschuldigen würdest, ist da nicht gerade ein Zeugnis für (selbst)kritisches Denken.“
    „Was für eine dunkle, menschenverachtende Gesinnung spricht da also aus Dir, dass Du Dir unbedingt vorstellen möchtest, da würden virtuelle Menschen getötet?“

    Danke ich hab dir gar nichts getan und du greifst immer persönlich an. Das ist echt arm! Wahrscheinlich weil du keine Argumente hast. Aber statt Argumente zu redest du nur unsinnigen Stuss!

    „Ein Bauer beim Schach ist schließlich auch nicht von ungefähr an reale Vorbilder angelehnt, trotzdem sehen geistig gesunde Menschen darin keinen “imaginären Menschen”, der grausam niedergemetzelt werde“

    Oh man wie schwach als ob man das vergleichen kann, einschwarzer Stein mit einer virtuellen Welt, gute Grafik Sound etc das ist es ja was die Forscher kritisieren niemand hat etwas gegen Mario-car oder schach. Es geht um die Gewalt in diesen oft sehr realen spielen.

    Ein Beispiel aus der Fachwelt gefällig? (du scheinst ja keine zu haben du erfindest nur abstruse Vorwürfe, statt mal Argumente zu bringen)

    „Dave A. Grossman ist Ex-Lieutenant Colonel der US Army, und lehrt als Professor für Psychologie an der Militär-Akademie in West Point und der State University von Arkansas. ist ehemaliger Trainer der Texas Rangers, der Polizei, und der Green Berets (Elitetruppe der US-Armee).

    Grossman hat sich intensiv damit beschäftigt, wie man Menschen dazu bringt, andere Menschen zu töten. Er wurde in mehreren Verhandlungen von Mordfällen durch Jugendliche als Experte befragt. Brutale Videospiele betrachtet er als „Tötungssimulatoren“.“

    Töten muss trainiert werden
    Lediglich 15 bis 20 Prozent der Soldaten brachten es über sich, auf einen sichtbaren Gegner zu schießen. Als das Militär sich dieses „Problems“ bewusst wurde, haben sie es beseitigt. Im Korea Krieg waren schon 55 Prozent der Soldaten bereit, zu schießen, in Vietnam waren es dann neun von zehn. Um dieses Ziel zu erreichen, hat das Militär effektive Methoden eingeführt. Unter anderem
    Desensibilisierung, Operante Konditionierung und Rollenmodelle“

    so ähnlich auch

    „Professor L. Rowell Huesmann von der University of Michigan in Ann Arbor, USA, ist einer der bekanntesten und renommiertesten Forscher auf dem Gebiet der Mediengewalt

    US-Senats im“Verkauf von Gewalt an Kinder“ redete

    oder

    Auch der Göttinger Professor für Neurobiologie Gerald Hüther erkennt fließende Übergänge zwischen virtueller und realer Gewalt.

    „„Computer- und Videospiele trainieren aktiv durch viele Wiederholungen via Identifikation mit einem Aggressor ganze Handlungssequenzen ohne Pause und mit Belohnung von Aggression und Gewalt. […] Wenn also junge Menschen gewalttätige Videospiele spielen, verändern sie ihre Wahrnehmung in Hinblick darauf, dass andere eher als Gegner und Feind betrachtet werden. Sie üben aggressive Gefühle, Gedanken und Verhaltensweisen.“
    Professor Spitzer

    „Denn die Neurobiologie zeigt, dass alles, was wir lernen, zuerst im Kurzzeitgedächtnis landet. Das Gedächtnis orientiert sich aber an Gefühlen. Wenn also mit großer Wucht starke Emotionen geschürt werden und Bilder aus solchen Spielen oder auch Filmen in den Kopf gelangen, dann ist der Effekt leider der, dass das flüchtig im Kurzzeitgedächtnis gespeicherte Schulwissen gefährdet ist. Zweitens: Im Vergleich von brutalen Filmen und brutalen Computerspielen fällt auf, dass die Forschung eines nachweist: Je brutaler diese Inhalte sind, umso mehr leidet die Empathie, wenn man selbst in der Rolle des Tötenden, des Folternden ist. Das ist anders, wenn man nur passiv da sitzt und einen Film anguckt.“ Prof pfeiffer.

    „Ego-Shooter basieren ja ursprünglich auf Computersimulationen für das Militär. Diese wurden insbesondere dazu geschaffen, die Hemmung, andere Menschen zu töten, abzutrainieren. Wenn jemand diese Hemmung einmal überwunden hat, kann das in der Computersimulation gebahnte Programm im Extremfall „angeworfen“ werden und sich im Sinne eines einfachen Reiz-Reaktions-Schemas auf fatale Weise „abspielen“.“ Ein Weiterer Psychatrie Forscher
    http://www.zeit.de/online/2007/26/psychiater-interview-wildt?page=2

    Eben so wie DIe Zahlreichen Studien die ich immer anführe

    Anderson, C.A. (2004). An update on the effects of playing violent video games. Journal of Adolescence, 27, 113-122.

    Anderson, C. A., & Bushman, B. J. (2001). Effects of violent video games on aggressive behavior, aggressive cognition, aggressive affect, physiological arousal, and prosocial behavior: a meta-analytic review of the scientific literature. Psychological Science, 12, 353-359.

    Feierabend, S. & Rathgeb, T. (2006). KIM Studie 2005. Stuttgart: Medienpädagogischer Forschungsverbund

    Salisch, M. v. Kristen, A. & Oppl, C. (2007). Computerspiele mit und ohne Gewalt: Auswahl und Wirkung bei Kindern. Stuttgart: Kohlhammer.

    Sherry, J., L. (2001). The effects of violent video games on aggression: A meta-analysis. Human Communication Research, 27, 409-431.

    eben so wie „Anderson/Gentile/Buckley 2007; Hartmann 2006“ die ich auch schon zuhauf zitiert habe und klargestellt habe was diese besagen.

    Außerdem bin ich es müde hunderte Studien zu diesem Thema zu präsentieren , und mir dann noch weiter hin ohne einen einzigen gegenbeweis irgendwelche dummen Vorwürfe machen zulassen. Alle Forscher und redliche Quellen BBC, ZDF, Focus vorallem BpB stellen diese Sachen klar ich habe keine einzige renomierte Position gelesen die den allgemeinen Ergebnissen wiedersprechen. Ich streite mich jetzt nicht mehr um Fakten Herum das Militär setzt es ein zum desensibilisieren, schon diese Offensichlichkeit muss ich sogar verteidigen das die das wirklich machen. Wenn man so dogmatisch ist und sich nicht mal einwenige bewegt wenn Fakten vor einem liegen. Dann ist reden sinnlos. Die die daran glauben wollen das die Welt eine Scheibe ist und sich nicht überzeugen lassen sollen das weiter tun.

    Wenn zu dem Thema nur weiter so dumme Kommentare wie von Lilith ohne jeglichen Ihnhalt. Ist für mich die Diskussion beendet. Mir geht es um Inhalte und nicht um rumgeschwafel und geltungsbedürfnisse wie sie Lilith hat.

    Gefällt mir

  11. @ Nissen
    Dummerweise hat Arrowman Unrecht. Wer auf die Frage „Worin liegt für Schachspieler der Reiz in genozidverherrlichendem Nationalismus?“ antwortet „Dem Gegner strategisch überlegen zu sein“, der stimmt implizit den beiden Behauptungen zu, dass a) der genozidverherrlichende Nationalismus eine Tatsache sei und b) es sich um das zentrale Spielmotiv handle. Die meisten würden eine solche Wahrnehmung des Schachspieles wohl als „gestört“ bezeichnen. Wer steht also in schlechtem Lichte da: Der Schachspieler, das Schachspiel – oder der Schachkritiker?

    Dass Du jeden Schachspieler, der eine solch abgedrehte Suggestivfrage kritisierte, „irgendwelcher absurder Vorwürfe“ beschuldigen würdest, ist da nicht gerade ein Zeugnis für (selbst)kritisches Denken. Stattdessen solltest Du Dich dringend fragen, warum Du die Pixelhaufen unbedingt als virtuelle Menschen sehen willst und nicht etwa als die Spielfiguren, die sie sind.
    Ein Bauer beim Schach ist schließlich auch nicht von ungefähr an reale Vorbilder angelehnt, trotzdem sehen geistig gesunde Menschen darin keinen „imaginären Menschen“, der grausam niedergemetzelt werde. Was für eine dunkle, menschenverachtende Gesinnung spricht da also aus Dir, dass Du Dir unbedingt vorstellen möchtest, da würden virtuelle Menschen getötet?

    Denn mit diesem Bedürfnis stehst Du verglichen mit Schachspielern oder PC-Spielern ziemlich alleine da…

    Gefällt mir

  12. @Nissen

    Ich hab dir kein Kontra gegeben, sondern darauf verwiesen, warum in diesem Fall gesagt wird „Probiere es doch einfach aus“. In diesem Fall ist Ausprobieren nämlich auf dem gleichen Level, wie das Lesen eines Buches; oder das Lesen einer Website über Alternativmedizin. Reine Informationsbeschaffung; dass man damit nicht das Erlebnis eines Spielers nachempfinden wird, habe ich ja betont. Man muss dazu nichtmal vom Schreibtisch aufstehen.

    Wer sich über Gott, Alternativmedizin, usw. aufregt, hat im Normalfall schließlich auch mehr gemacht, als nur Studien dazu gelesen. Zumindest hat er sich mal angelesen, wie der Gegenstand der Kritik genau aussieht und was seine grundlegenden Eigenschaften sind; z.B. das es in der Tat kaum ein Spiel gibt, in dem das Töten von virtuellen Menschen Selbstzweck ist.

    Ich bin btw. kein leidenschaftlicher Computerspieler. Habe höchstens eine Nostalgie für alte Nintendospiele, von denen keins FSK6 übersteigt. Ich will also auch niemanden verteidigen. 😉

    Gefällt mir

  13. @arrowman

    danke , endlich mal einer der mir eine Antwort gibt, statt mir irgendwelche absurde Vorwürfe zumachen.

    Glaubst du diese Effekte, deren Reiz ich nachvollziehen kann , denn an Reaktionszeit und Strategie ist nichts schlechtes, lassen sich auch auf andere Weise erzielen?

    Ich denke an die Zeit als PC-Spiele noch neu waren gab es fast keine spiele mit Gewalt. Aber alle freuten sich auch bei super mario etc (ich weiß das ist nicht mehr aktuell)

    Oder ist an den Spielen etwas ncoh spezifischeres das durch keine anderen spielarten ersetzt werden kann?

    Gefällt mir

  14. ““Worin besteht der Reiz auf virtuelle Menschen zuerscheißen?”

    Ein Erfolgserlebnis, schneller reagiert zu haben als die Programierer dir Zeit lassen, besser als der computer Gewesen zu sein.
    Bei mehreren Gegner, der Erfolg, eine gute Strategie in kurzer Zeit entwickelt zu haben.
    Und gegen menschliche Gegner kommt noch die Schadenfreude und Triumph hinzu, wenn man selbst steht und der andere die Sekunden auf der Ersatzbank bis zum widererscheinen zählt. Ist in etwas das selbe gefühld as man hat wenn mein bei Menschärger dich nciht die Figur des Gegners kickt.

    Die meisten Modernen Shooter haben neben Daethmatchmodus meistens auch eine taktischere Spielvariante, bei der man gewinnt, wenn man besser zusammenspielt als der Gegner.

    Gefällt mir

  15. @Lilith

    Sorry , aber dein Kommentar war daneben.

    „“Worin besteht der Reiz auf virtuelle Menschen zuerscheißen?”

    Worin liegt für Schachspieler der Reiz in genozidverherrlichendem Nationalismus? Die Fragestellung verrät häufig eine Menge über den Fragesteller – anstelle über die des Spielers oder des Spiels“

    Da du auf die persönliche ebene willst „Die Fragestellung verrät häufig eine Menge über den Fragesteller“ was gegen dich spricht, weil ich das in meinem Kommentar niemanden beleidigt habe, aber du anscheinend über die Fakten so sehr ärgerst das du glaubst mich nur noch auf diese Weise treffen zu können. Nur deshalb wähle ich einen leicht polemischen Stil, den du anscheinend wolltest.

    Du hast nichts gelesen und nichts verstanden…. soll ich mir überhaupt die Mühe machen auf diesen stuss zu antworten ?

    Nun gut,
    erstens sind unsere Fragen grundverschieden. Irgendwie scheint es dir nicht aufzufallen!? Du könntest fragen worin liegt der Reiz am Schachspiel. Darauf könnte ich dir einiges Antworten, die Logik, geselliges beisammen sein. (genau das was deinen Spielen fehlt)

    zweitens versuchst du mir mit deinen achso intelektuellen Satz ,soweit ich das verstehe, klar zumachen das zwischen Ballerspielen und Amoklaufen genau sowenig ein Zusammenhang besteht wie zwischen Schachspielen und Genozid.
    Wenn du mal meine Kommentare gelesen hättest hab ich das gerade bestritten! Ich habe nur auf diese abstumpfende Wirkung hingewiesen. Du legst mir Sachen in den Mund die ich niemals gesagt habe. Pfui!

    drittens ein kleiner Exkurs in Sachen Argumentation den du anscheinend nötig hast.
    1.Einerseits zitierst du meine konkrete Frage.
    2.Bringst du eine Gegenfrage die sich auf einen ganz anderen Sachverhalt bezieht, kritisierst also an der Frage garnichts, und päsentierst dies dann so als ob die Frage kritisiert hättest. Und dann noch das die Frage auf den fragenden zurück fällt. Ob wohl du ja noch garnichts gezeicht hast was mit der Frage sein soll. Lächerlich. Alles nur ein mießer Taschenspielertrick.

    Gefällt mir

  16. @Toni

    wann durchschaut ihr endlich diesen Argumentationstrick? Von der gegenseite Esoterikern , Theisten wollt ihr diese nicht hören wendet sie aber selber an?

    Es ist völlig egal wie groß der aufwand dafür ist. Außerdem ist auch kein größer aufwand Alternative Medizin zu testen.

    Gefällt mir

  17. @robert

    „“Worin besteht der Reiz auf virtuelle Menschen zuerscheißen?”

    Ist ein subjektives Erlebnis, kann es daher nicht transportieren. Einfach mal spielen.“

    Genau um dieses subjektive Erlebnis geht es ja.
    Danke aber dafür ist mir die Zeit zuschade. Außerdem habe ich keine lust auf so ein subjektives Erlebnis.

    Ich kenne eine Esoterikerin die mit Engeln spricht:
    Sie sagt auch das „Ist ein subjektives Erlebnis, kann es daher nicht transportieren. Einfach [ausprobieren]“

    Von einem Christen kam ich das gleiche zuhören
    „Gott kann man nciht beweisen man muss ihn erfahren, zb im gebet“Ist ein subjektives Erlebnis, kann es daher nicht transportieren. [Einfach ausprobieren]“

    Gefällt mir

  18. @aeq

    Bitte noch einmal genau deine abstruse argumentation durchdenken.

    Du fragtest mich:
    „Tschuldige, aber woher beziehst du derartige Informationen? [das das Militär ihre Soldaten mit PC-Games abrichtet]“

    Ich gab dir diese Information (gleich mehrer Beweise dafür). Damit hatte ich meine These belegt, das Pc-games aufgrund ihrer abstumpfenden Wirkung auch im Militär eingesetzt werden. Nicht mehr nicht weniger soweit so gut!
    Doch du akzeptierst den Fakt nicht und Flüchtest in völlig andere Themen gebiete. Wieso? Kannst du diese einfache Wahrheit nicht ertragen?

    Du erzählst mir:
    die „genannten Artikel, welche die Anwendung von Ego-Shootern bei der Armee belegen und nicht nach Winnenden oder Erfurt oder whatever“

    ääähh nun ja etwas anderes habe ich auch nie gesagt! Ich habe nie eine parallele zu einem Amoklauf gezogen. Ich habe die Wirkungen kritisiert.

    Mit Belegen einzig und alleine zeigen das Ballerspiele eine abstumpfende Wirkung haben. Die man sogar neurobiologisch sehen kann. Du legst mir sachen in den Mund die ich nie gesagt habe das ist illegetim. Vielleicht auch aus trotz das diese Spiele eben doch ihre Wirkung haben und im Militär eingesetzt werden.

    weiter heißt es
    „von irgendwelchen reißerischen Blättern/Personen veröffentlicht wurden sind mehr als 6 Jahre alt“

    seid wann sind die Bundeszentrale zur politischen Bildung, ZDF, Focus etc reißerische Bätter? Ich ermahne dich zur Aufrichtigkeit.
    Im übrigen ist es egal seit wann das Militär diese Spiele Einsetzt. Desto früher sie diese Wirkung erkannt haben umso mehr spricht das gegen deine Position.

    Absurd ist auch die Behauptung:
    „neueres Material zum Thema konnte ich (und du vielleicht ebenso) nicht finden“

    Anscheinend ist dir nicht aufgefallen das die zwei bekannte und große Langzeitstudien (Anderson/Gentile/Buckley 2007, Hartmann 2006) von 2007 und 2006 sind! Diese Belegen eindeutig die Wirkung akzeptanz der Gewalt etc.
    Eben so Prof. Manfred Spitzers Puplikation die 2006 erschien.

    Des weiteren bringst du dies an:
    „Besonders ist mir allerdings aufgestoßen, dass du Hart aber Fair zitierst: Der Informationsgehalt der Folge, welche am Tag von Winnenden gezeigt wurde tendiert in Richtung NULL. Schau dir zum Beispiel mal den Faktencheck zur Sendung an.“
    Zwei Personen haben falsche Sachen behauptet was für diesesn Sachverhalt aber völlig egal ist, denn ob es nun an Mädchen , Lehrern oder Jungen liegt auf die er Amokläufer seinen Hass hatte ist in diesem Zusammenhang egal.

    Was jedoch äußerst entlarvend ist , ist die Tatsache das der so verhasse Prof.Pfeiffer vom Fakten Check alle seine Behauptungen BESTätigt bekommen hat.

    Das fällt nun auf dich zurück.

    Gefällt mir

  19. @Robert

    auch auf die Gefahr hin, dass ich ein wenig ins offtopic abdrifte, aber wenn es hier schon um Raubmordvergewaltigungskillerspielempfehlungen geht, kann ich persönlich Quake Live nahelegen. Ebenfalls gratis, eine nur leicht veränderte Quake 3-Version, läuft auf jedem Rechner und dazu noch über den Browser.

    Gefällt mir

  20. @Toni
    Wer kauft sich heutzutage Spiele?

    Als Hardcore Linuxer empfehle ich Spiele wie urbanterror (Counterstrike-Clone) oder openarena (Quake3-Clone). Letzteres dürfte argumentativ sicherlich besseres Beispiel sein, da Quake3 in Deutschland indiziert worden ist. Eine Sekunde googeln, downloaden, entpacken und zocken.

    Gefällt mir

  21. Man sollte zumindest betonen, dass „Einen Ego-Shooter mal ausprobieren.“ eine sehr klare und relativ einfach zu befolgende Handlungsanweisung ist; ganz im Gegensatz zu „Glaub an Allah“ oder „Lass Jesus in dein Herz“. Einen Ego-Shooter kann man einfacher ausprobieren, als sich einen Geisterheiler zu suchen. Im Prinzip kann jeder mit einem ausreichenden PC und einer Internet-Verbindung in 30 Minuten einen Ego-Shooter kaufen, runterladen und ausprobieren.

    (Nicht dass damit irgendwas bewiesen wäre oder man den Spielspaß von Spielern nachvollziehen kann, aber zumindest weiß man dann genauer, womit man es überhaupt zu tun hat. Gerade in TV-Diskussionen ist zu oft offensichtlich, dass viele Kritiker sich den Gegenstand der Kritik trotz der einfachen Möglichkeit nicht angeschaut haben.)

    Gefällt mir

  22. „Worin besteht der Reiz auf virtuelle Menschen zuerscheißen?“

    Worin liegt für Schachspieler der Reiz in genozidverherrlichendem Nationalismus? Die Fragestellung verrät häufig eine Menge über den Fragesteller – anstelle über die des Spielers oder des Spiels.

    Gefällt mir

  23. „Worin besteht der Reiz auf virtuelle Menschen zuerscheißen?“

    Ist ein subjektives Erlebnis, kann es daher nicht transportieren. Einfach mal spielen.

    Gefällt mir

  24. @Nissen

    ich sehe es allerdings schon als relevant an, ob jemand solche Spiele gespielt hat oder nicht, ebenso wie die Frage, ob jemand eine aequivalente Waffe (wie der Bundeswehr) schon mal abgeschossen hat…aus meiner Erfahrung mit Beidem, muss ich sehr große Zweifel anmelden, dass eine Ego-Shooter ein geeignetes Training für einen Amoklauf ist (von Effekten wie dem Hineinsteigern, etc, abgesehen, also rein auf den Trainingsaspekt bezogen). in keinem mir bekannten Computerspiel wird das Nachladen einer Waffe hinreichend simuliert (hat schon mal einer in einem Spiel ein 50 Schuss Uzi Magazin nachgeladen, grins, wäre dem Spielfluss nicht zuträglich), in einem Computerspiel kann der enormer Rückstoß einer solchen Waffe (insbesondere bei falscher Schusshaltung) nicht simuliert werden (acuh durch Forcefeedback nicht), das Zielen über Kimme und Korn ist ungleich schwieriger, als mittels des Fadenkreuzes in Computerspielen, und eine virtuelle Waffe wiegt nichts, eine Beretta würde ich auf um 1kg schätzen (viel Spass beim längeren Festhalten)…
    der junge Mann hat mehrere bewegliche Ziele getötet, teilweise mit Kopfschuss, hat zwei Polizisten bei einem Feuergefecht schwer verletzt…diese Präzision (und auch Geschwindigkeit) lernt man sicher nicht in einem Computerspiel…

    Gefällt mir

  25. @ Nissen

    Der Reiz besteht nicht darin auf virtuelle Menschen zuerschießen, er besteht imo eher in der taktischen Komponente und im kompetitiven Wettstreit mit Freunden. Die World Cyber Games (eine Art Weltmeisterschaft in verschiedenen Computerspielen) mit Preisgeldern im 5-stelligem Bereich gibt es nicht nur weil ein paar lichtscheue Freaks an Gewalt aufgeilen.

    Und was nocheinmal deine Quellen zum Thema betrifft: Die genannten Artikel, welche die Anwendung von Ego-Shootern bei der Armee belegen und nicht nach Winnenden oder Erfurt oder whatever von irgendwelchen reißerischen Blättern/Personen veröffentlicht wurden sind mehr als 6 Jahre alt und neueres Material zum Thema konnte ich (und du vielleicht ebenso) nicht finden. Das spricht in meinen Augen dafür, dass dieses Projekt, wie es auch im GS-Interview steht, nicht sonderlich erfolgreich war. Hätte es durchschlagende Erfolge gegeben, wären derartige Methoden sicherlich auch nach Deutschland übergeschwappt und das wiederum wäre mir doch zu Ohren gekommen, ein Verwandter von mir arbeitet schließlich bei der Bundeswehr als Truppenausbilder.
    Besonders ist mir allerdings aufgestoßen, dass du Hart aber Fair zitierst: Der Informationsgehalt der Folge, welche am Tag von Winnenden gezeigt wurde tendiert in Richtung NULL. Schau dir zum Beispiel mal den Faktencheck zur Sendung an. Da kann man gut erkennen, was insbesondere der Unionspolitiker für einen Dreck verzapft hat.

    Gefällt mir

  26. @robert

    „Schon einmal einen Ego-Shooter gespielt?“
    Hast du schon mal Homöopathie, Akupunktur, Bachblüten, Schüsslersalze, Astrologie, Wahrsagen, Okultismus, Kartenlegen versucht?
    Hast du schon mal an Allah, Gott und Jesus geglaubt?

    Das ist überhaupt nciht von Belang. Selbst wenn ich jetzt Homöopathie nehme und glaube dass es wirkt. Ändert das ncihts an dem Fakt das es Studien mit 3000 von Probenden gibt in dem diese nicht über den Placebo-Effekt hinuas gehen.

    ICh werde auch öfters gefragt: Hast du Jesus überhaupt schon mal in dein herzgelassen? Nein? Also dann kannst du auch garnicht sagen das es Gott nicht gibt.

    Mein subjektives Wahrnehmen und mein Alltagserfahrung ist sehr beschränkt, deshalb braucht man ja gerade Wissenschaft, mit Studien ,mit MRT, PET etc.

    Ich kann wender in mein Gehirn sehn und dort den Stoffwechsel verfolgen, noch kann ich meine ganzen unbewussten Aktivitäten wahrnehemen. In das Bewusstsein gelangen ca 20% alle anderen sind unbewusste Aktivitäten das kommt auch in den Artikel mit den 5Forschern gut herraus, das sich kurz und langzeitwirkunen vorallem unbewusst manifestieren.

    Ich weiß es ist jedem seinen Sache, das ist auch keine Argument nur eine Frage. Worin besteht der Reiz auf virtuelle Menschen zuerscheißen?
    Aber ich verstehen nciht einmal den Reiz daran irgendwelche Sprotgames zu spielen. (aber das ist alles Persönlich und spielt keine Rolle, für diese Diskussion)

    Gefällt mir

  27. @falk

    „Halte ich für einen weiteren Strohmann. Oder für selektives Lesen. Diese Position ist schon seit Jahren völlig out.“
    Ich weiß es sind nicht viele die Mehrheit ist wohl so wie Bosbach oder Beckstein die diese spiele Grundsätzlich als schlecht abstempel.

    Aber, in den Diskussionsrunden ob hart aber fair, sternTV, Maischberger. etc sind meistens 1-3 Leute die diese Spiele verteufeln und meistens einer der die Spiele als völlig unproblematisch abtut.

    Und ob diese Position von mir selektiv wahrgenommen ist und das diese Position völlig out ist sieht man vorallem daran das nach dem ich auf einen unbestreitbaren Fakt aufmerksam gemacht habe, gleich wieder die frage kommt wie man auf dies Informationen komm. Dies imnpliziert das auch dies völlig an den haare herbeigezogen sein. Aber genau das gegenteil ist der Fall.

    „Dass Gamestar und Co nicht neutral sind stimmt“
    danke für Redlichkeit
    „aber das macht deren Berichterstattung nicht per se einseitig oder falsch“
    stimme ich dir zu
    “ weil die einzig fundierte.“
    naja bei der Bundeszentrale für politische Bildung werden 5 Fachleute und Professoren aus der Forschung zu diesem Thema befragt.
    Ich halte die wissenschaftliche Forschung für fundierter. Und das wörtchen „einzig“ vermeide ich.

    Jedenfalls fand ich die Gamestarartikel sehr einseitig.

    Die Fakten stehen nichts desto weiter. Das neben her blabla ist relativ egal Debatte hin oder her. MIr ging es nur darum mein Zitat zu verteidigen und zu Belegen (verbindung von PC-Spiele und Militär) Das habe ich mit redlichen Quellen gemacht : BBC,ZDF, BpB,Focus, heise.de prof Spitzer…

    Wirkungen von diesen Spielen lassen sich auch im gehirn Nachweisen.

    um mehr ging es mir nicht, als das klarzustellen

    Gefällt mir

  28. @Nissen
    „von manchen Befürwortern von PC-Spielen der Eindruck erweckt“
    Halte ich für einen weiteren Strohmann. Oder für selektives Lesen. Diese Position ist schon seit Jahren völlig out. Findet sich sicherlich häufiger mal in irgendwelchen User-Kommentaren auf irgendwelchen Spieleseiten, aber ernsthaft in diese Richtung argumentiert praktisch niemand.

    Dass Gamestar und Co nicht neutral sind stimmt, aber das macht deren Berichterstattung nicht per se einseitig oder falsch. Zudem gibt es fast keine neutrale Berichterstattung zum Thema, die auch nur halbwegs kompetent wäre, weil fast alle anderen wenig bis keine Ahnung vom Thema haben. Sprich: auch wenn diese Berichterstattung natürlich aus einer ganz bestimmten Richtung kommt, ist sie noch immer die beste, die es zum Thema Videospiele gibt, weil die einzig fundierte.

    Gefällt mir

  29. @aeq

    Hallo aeq,

    Tschuldige aber die „Fachzeitschrift Gamestar“ kann zu diesem Thema wohl kaum Zitiert werden, weil sie nicht neutral ist. Sie verdient mit PC-Games ihr Geld. Das wäre ja geradewegs so als würde ich die Fleischindustrie zum Thema Vegetarismus zitieren oder Mc Donalds zum Thema Herz-Kreislauf Erkrankungen.

    Verstehe mich bitte nicht falsch ich bin keiner von denen der die Pc-Spieler unter Pauschalverdacht stellt, ich benutze auch das Wort „Killerspiele“ nicht. Und wie man World of Warcraft mit so etwas in Verbindung bringen kann verstehe ich auch nicht. Jedoch wird gerade in den Medien während der Öffentlichen Debatte zu diesem Thema, von manchen Befürwortern von PC-Spielen der Eindruck erweckt, jegliche Kritik sein Propaganda und an den Haaren herbei gezogen, es gäbe keine wissenschaftlichen Studien, und diese Spiele hätten keinerlei Einfluss auf die Psyche. Aber das ist Unsinn, ich beziehen mich auf die Stelle in der du mich Zitierst.

    „ „Manche Parameter von den Soldaten die mit PC-Spielen “scharf” gemacht wurden weichen bis zu 35% (das ist enorm) von denen ab die nicht gespielt haben. „

    Tschuldige, aber woher beziehst du derartige Informationen?“

    Die Information stammt hierher
    http://www.wdr.de/themen/global/webmedia/webtv/getwebtv.phtml?p=4&b=218

    Aber zu diesem lange öffentlich bekannten Fakt das Soldaten mit PC-Spielen scharf gemacht werden, also die Empathie zu manipuliert wird (was erfolgreich geschieht ) und zu rekrutiert , gibt es eine Fülle an Material,

    1 sehr gut Britisches Militär
    http://news.bbc.co.uk/2/hi/science/nature/2054437.stm

    2. „US-Militär nutzt Spiele als Simulatoren
    Selbst das US-Militär nutzt nach Gieselmanns Angaben modifizierte Computerspiele als „günstige Simulatoren“ für die Ausbildung ihrer Rekruten. Die Spielehersteller arbeiteten bei der Produktion eng mit Rüstungsfirmen zusammen. „
    „Der virtuelle Krieg. Zwischen Schein und Wirklichkeit im Computerspiel“, Offizin-Verlag,
    http://www.mediengewalt.de/_arc/pre/zdf/005.htm (zdf)

    3. „DERA, der Defence Research and Development Agency, dem britischen Pendant zur ARPA, entstanden ist. Sie hat Half-Life so verändert, dass der Ego-Shooter auch zur Schulung für Soldaten geeignet ist, die zumindest seit den Computerspielen, wahrscheinlich aber auch schon viel früher in das Edutainment eingestiegen sind. Übungen und Militärspiele gibt es zumindest schon so lange, wie man sich auf einen Krieg vorbereitet.
    ….
    Nach Major Bruce Pennell, der dem Logistics Corps der britischen Armee angehört, funktioniert die Qinetiq.Version ziemlich gut. Problematisch sei bei Computerspielen stets, sagte er gegenüber BBC , wie sehr man in diese eintauchen, also gewissermaßen die Distanz verlieren könne. Das sei bei dem militärisch modifizierten Half-Life der Fall: …“
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/12/12774/1.html

    4.„Das US-amerikanische Militär setzt solche Simulationen deswegen zur Vorbereitung von Kriegseinsätzen gezielt ein, um bei Soldaten die Tötungshemmung abzubauen“

    http://www.focus.de/digital/games/gewaltspiele-untergrabung-der-humanen-gesellschaft_aid_379942.html

    5.„kurzfristige Effekte (ca. bis 30 Minuten nach dem Spielen) der Nutzung gewalthaltiger Computerspiele an:
    -Sie erhöht die Abrufbarkeit aggressiver Gedanken, Überzeugungen und Vorstellungen (Priming),
    -sie schürt aggressive Emotionen wie Wut und Ärger und
    -sie erhöht die Erregung (Arousal), welche wiederum als Risikofaktor von Aggression bekannt ist, zum Beispiel von impulsiver Gewalt.

    Eine Vielzahl an Studien zum GAM, sowohl im Labor als auch unter natürlichen Bedingungen, konnte entsprechende Effekte bestätigen (Anderson/Gentile/Buckley 2007; Hartmann 2006).

    Langfristige Wirkung
    stabilerer Natur, weil sie in der Persönlichkeit des Nutzers verankert sind. Demnach
    -erhöht die wiederholte Nutzung gewalthaltiger Computerspiele längerfristig die Tendenz von Personen, die Welt als feindselig zu betrachten, indem aggressive Überzeugungen erlernt werden (z.B. „Viele Menschen sind hinterhältig“),
    -erhöht sie das Wissen über Abläufe von Gewalthandlungen (so genannte Skripts), das in entsprechenden Situationen zudem leichter abrufbar und verfügbar ist und somit verstärkt zur Anwendung kommt,
    -führt sie zu einer positiveren Einstellung gegenüber Gewaltanwendung (Gewalt wird als effektiv betrachtet),
    -vermindert sie die natürliche Empfindlichkeit gegenüber beobachteter und selbst ausgetragener Gewalt (Desensitization).
    Die ersten bislang durchgeführten Langzeitstudien bestätigen – grob betrachtet – die Annahmen des GAM (vgl. Anderson/Gentile/Buckley 2007, Hartmann 2006),“
    http://www.bpb.de/themen/CUVT39,2,0,Einstieg%3A_Machen_Computerspiele_gewaltt%E4tig.html

    6. Neurobiologische Untersuchungen: Prof. Spitzer „Vorsicht Bildschirm!: Elektronische Medien, Gehirnentwicklung, Gesundheit und Gesellschaft“ Dtv (Juli 2006)

    Gefällt mir

  30. @Nissen

    [quote]Manche Parameter von den Soldaten die mit PC-Spielen “scharf” gemacht wurden weichen bis zu 35% (das ist enorm) von denen ab die nicht gespielt haben. [/quote]

    Tschuldige, aber woher beziehst du derartige Informationen?
    Ich verweise mal auf ein sehr aufschlussreiches Interview auf der Webpräsenz der Fachzeitschrift Gamestar, welche ein Interview mit einem Bundeswehr-Offizier zu diesem Thema führte.
    http://www.gamestar.de/interviews/1954628/amoklauf_in_winnenden_drill_durch_ego_shooter.html

    Gefällt mir

  31. Interessant: Anscheinend hatte der Autor selbst keine Ahnung von WoW.

    Vorher:
    „Wenn man „World Of Warcraft“ etwas vorwerfen kann, dann höchstens, dass es die Jugendlichen auf spielerische Weise mit den Grundgesetzen des Kapitalismus vertraut macht. Als „Charakter“ gebietet der Spieler über ein Völkchen aus Menschen, Orks (siehe Foto) oder Elfen, die in erster Linie Holz hacken, Edelmetalle fördern und Häusle bauen, um mit diesen finanziellen Mitteln und Rohstoffen allmählich ihre Fertigkeiten zu steigern – darunter so brutale wie Schmiedekunst, Ingenieurskunst, Lederverarbeitung, Schneiderei, Inschriftenkunde oder Juwelenschleiferei. Gewalt oder Krieg finden hier, wenn überhaupt, auf einem ähnlichen Abstraktionsniveau statt wie bei Brettspielen im Stil von „Risiko“ oder „Stratego“.“

    Nachher:
    Wenn man „World Of Warcraft“ etwas vorwerfen kann, dann höchstens, dass es die Jugendlichen auf spielerische Weise mit den Grundgesetzen des Kapitalismus vertraut macht. Als „Charakter“ begegnet der Spieler anderen Figuren, mit denen er kommunizieren, handeln oder auch kämpfen kann, wobei es allerdings wesentlich zahmer zugeht als beim Massengemetzel in Filmen wie „Herr der Ringe“.

    Und das ganze ohne Kommentar geändert. Bei SPON würde da ein kursiver Kommentar stehen – das gebietet das Minimum an journalistischer Redlichkeit.

    Gefällt mir

  32. @ Tom
    Es gibt eine einfache Weisheit, die ausnahmslos jedem wissenschaftlich denkendem Menschen bekannt sind: Korrelation ungleich Kausalität! Jeder, der das nicht weiß, ist ein Quacksalber primitivsten Formats. Das muss man ganz kompromisslos so sagen, denn es gibt kaum einen grundlegenderen Irrtum. Leute, die das leugnen, stellen sich auf eine Stufe mit Menschen, die beispielsweise aus einer höheren Straffälligkeit von Schwarzen auf eine verbrecherische Rassennatur schließen, bloß weil Pigmentierungsallele mit der Kriminalitätsrate korrelieren. Und um das zu entkräften muss man nicht mühsam die Studien lesen, weil nämlich schon die Prämisse – Korrelation gleich Kausalität – einfach fundamental falsch ist.

    Wenn wir uns darauf von vornherein einigen könnten – unabhängig davon, was Pfeiffer schreibt und sagt – , wäre das schon mal eine gute Grundlage, um weiterzudiskutieren 😉

    Gefällt mir

  33. Was michwie euch stört, sind die möchtegern Experten die aufeinmal überall aus dem Boden sprießen. Vorallem CDU-Poltiker und allgemein Konservative sind schnell dabei wenn es um Verbote geht.

    Aber von den populistischen Gehaben einmal abgesehen ist es auch nicht so das PC-Spiele ganz ohne bedenkliche Wirkung sind. Genau so wie brutale grausame Filme haben sie abstumpfenden Effekt. Nicht um sonst werden Gewaltspiele auch vom US-Militär ein gesetzt um zukünftigen Soldaten die Empatie auszutreiben. Manche Parameter von den Soldaten die mit PC-Spielen „scharf“ gemacht wurden weichen bis zu 35% (das ist enorm) von denen ab die nicht gespielt haben.

    Gefällt mir

  34. @Tom
    Wer hat den Bezug zwischen Spielesuchtstudie und Amoklauf denn hergestellt? Zähl mal nach, so viele waren das gar nicht, ich z.B. habe es nicht getan. Du scheinst da mehr zu lesen als in den Beiträgen steht.
    Auch kennst du den Hintergrund der allgemeinen Pfeiffer-Antipathie scheinbar nicht. Diese eine Studie hier ist dafür völlig irrelevant. Der gute Mann taucht immer auf, wenn es gerade opportun ist, etwas Schlechtes über PC-Spiele zu sagen. Seine Studien und vor allem seine Interpretationen seiner Ergebnisse wurden in Internetforen, Spiele-bezogenen Blogs und vor allem Fachmedien immer wieder seziert und diskutiert – die Auseinandersetzungen der Gamestar mit dem Thema kann ich z.B. nur empfehlen, die ist sehr sachlich. Etwa zum Einstieg das hier: http://www.gamestar.de/specials/reports/1946898/das_boese_buch.html

    Dass die Untersuchung der Wirkung von Videospielen wichtig ist, vor allem auch (aber nicht nur) in Bezug auf Spielesucht, wird in den Fachmedien nicht angezweifelt, sondern inzwischen sehr häufig thematisiert. Christian Pfeiffer trägt dazu nichts bei, er arbeitet manipulativ und ideologisch. Er ist KEIN seriöser Wissenschaftler, sondern das genaue Gegenteil davon – dass bei seinen Studien eventuell öfter mal verwertbare Daten abfallen, ändert daran nichts.

    Gefällt mir

  35. @Falk

    richtig: die Studie war allen bisher völlig egal – habe ich ja auch festgestellt. Allerdings kann man dann auch nicht den Anspruch erheben, Pfeiffers vermeintlich fehlende wissenschaftliche Methodik zu kritisieren. Ich häng‘ mich jetzt mal aus dem Fenster und stelle infrage, daß sich irgendwer hier mal die Studien des KFN durchgelesen hat. Nickpol hat ja schon einen Fehler Pfeiffers aus wikipedia zitiert – wie seriös! Stellen wir also fest: Pfeiffers Wissenschaftlichkeit wird hier richtig wissenschaftlich diskutiert 😉
    Max bezweifelt (schlechthin?) die Aussagekraft einer Studie, schließlich könne ja alles auch ganz anders sein, oder? Wär ja immerhin möglich. Anhaltspunkte aus einer Studie hat er zwar keine, aber allein die Möglichkeit genügt halt. Das ist gute Spiegel-Manier…
    Damit ist man beim nächsten und viel wichtigeren Punkt: der Medienrezeption. Erst in dem Originalartikel des Spiegels wurde der Zusammenhang zwischen Amoklauf und Studie zur Computerspielabhängigkeit hergestellt. Die Studie enthält selbst keine eigene Stellung- sondern nur eine Bezugnahme zum Thema Gewalt und Computerspiele (mit den entsprechenden Zitaten), dieser Zusammenhang ist auch nicht ihr Thema. Eher konstruiert der Spiegel in altbekannter MAnier einen Sündenbock für das Verbrechen. Dann noch flugs die Spiegel-Aussagen auf Pfeiffer projiziert, taataa, schon kann man fröhlich sich über die Abwegigkeit von „Pfeiffers“ Ansichten aufregen. Nebenbei ist man damit auch noch gut im Heise-Forum aufgehoben…

    Gefällt mir

  36. @Tom
    Strohmann! Um die Studie geht es den meisten Kommentatoren hier doch überhaupt nicht…

    Unsinn ist es zudem anzunehmen, man könne Herrn Pfeiffer nur durch diese eine Studie kennen. Das ist falsch, denn wie schon bemerkt: Herr Pfeiffer ist ein alter Hut. Ein gaaanz alter Hut. Und der Kölner Aufruf war kürzlich erst in den Medien, den könnten einige kennen.

    Also bitte, Arroganz, mal an die eigene Nase fassen. 🙂

    Gefällt mir

  37. Wie profund die Meinungsbildung hier ist, sieht man daran, daß bisher noch keinem die Verlinkung der falschen Studie auffiel. Die hier verlinkte Studie bezieht sich nämlich auf die Gewalthäufigkeit unter Jugendlichen. Computer oder Videospiele kommen hier gar nicht vor. Die eigene Meinung der Kommentatoren steht trotzdem fest: Immer feste druff auf den „unwissenschaftlichen“ Herrn Pfeiffer mit seinen „zweifelhaften“ Methoden, ohne jede Kenntnis derselben. Einfach lächerlich diese Arroganz…

    Achja, die richtige Studie heißt: Forschungsbericht 108 „Computerspielabhängigkeit im Kindes‐ und Jugendalter“.

    Gefällt mir

  38. „der ist einfach effizienter. Ohne Spiele vielleicht 3 Tote und sich selbst ins Bein geschossen.
    Mit gutem Training halt mehr als 10 Tote und sich selbst nicht ins Bein geschossen….“

    Was für ein Unsinn… X_X Das Fatale an den Pfeiffers dieser Welt ist, dass sie ihre (zum Teil) albernen Thesen so effektiv unter die Leute bringen können. Schießen üben mit Computerspielen… da ist der Glaube an irgendeinen Gott aber plausibler. Als ob das Bewegen von Fadenkreuzen irgendetwas mit der Handhabung einer Pistole zu tun hätte. Das ist so als würde man behaupten, mit Rennspielen wie Need for Speed könne man Autofahren lernen. Der blanke Unfug. O_o

    Gefällt mir

  39. Was mir gerade aufgefallen ist:

    Wenn man „World Of Warcraft“ etwas vorwerfen kann, dann höchstens, dass es die Jugendlichen auf spielerische Weise mit den Grundgesetzen des Kapitalismus vertraut macht.

    LOL, die taz kommt wohl nicht ohne Anspielung aus.
    Btw. als bekennender Suchti lerne ich derzeit, wie ein Überangebot an Rohstoffen sich auf eine Marktwirtschaft auswirkt (Preisverfall).

    Gefällt mir

  40. Luftgewehre im Besitz des Jungen und 16 scharfe Waffen im Besitz des Vaters. Der Verdacht liegt nahe, dass die Effizienz möglichst realitätsnah an Counter-Strike, vor allem aber Word of Warcraft geübt wurde.

    Und jetzt bete ich zu Wotan für ein paar nackte Amazonen in Walhalla.

    Gefällt mir

  41. @yerainbow
    „(..)und eines ist klar, wer die richtige Motivation hat, die Entscheidung schon getroffen ist, und auch noch gut geübt und trainiert hat, der ist einfach effizienter. (..) es erklärt nicht die Motivation, nicht den Auslöser, nicht die Entscheidung, nicht das Ziel der Aktion. Aber es erklärt die hohe Effizienz.“

    Es gibt nur eine Form von Computerspiele, die die Treffersicherheit erhöhen kann, und das sind Spiele mit einer sogenannten „Lightgun“. Einem Nachbau einer Schusswaffe aus Vollplastik.

    Counter-Strike und andere „Killerspiele“ sind aber nur „Mausschubser“. Sie funktionieren nur, wenn die Maus nach oben und unten geschoben werden, bzw. nach links und rechts 😉 . Mit dem realen Schusswaffengebrauch bzw. gar der Haltung und der Zielsicherheit haben sie absolut gar nichts gemeinsam. Das wäre so, als ob man ein Rennspiel mit einer Maus steuern würde, und man danach relativ „problemlos“ einen BMW starten und fahren könnte. Es gibt zwar auch Rennspiele mit Lenkräder, aber selbst dann ist die Nutzung eines 2-Tonnen Fahrzeuges sicherlich nicht damit „erlernbar“. Tim K. besaß Luftgewehre. Ich vermute mal so… ganz frei aus der Luft heraus gegriffen… dass er die Haltung, die Nutzung und die Treffergenauigkeit mit seinen (dutzenden) Luft-Schusswaffen wesentlich besser trainieren konnte als mit der Haltung der rechten Hand an der Maus und dem rauf- und runterschubsen derselben auf einem Mauspad. Eine Tatsache, die vor allem Politiker immer noch nicht realisiert haben. Sie „vertrauen“ eben lieber den Studien gewisser Sozialwissenschaftler. Und wenn sie auch noch Deutsch sprechen, dann um so besser 😉 .

    Tja, die Realität draussen funktioniert leider nicht mit 50 Frames pro Sekunde. Sie kann nicht mit einer Strafe-Funktion aufwarten und Waffen werden auch im 21stem Jahrhundert nicht mit einer „r“-Taste nachgeladen.
    Counter-Strike kann, wenn überhaupt (!), nur die Hemmschwelle absenken. Doch auch dies ist nicht sicher nachgewiesen worden. Überraschenderweise gibt es mehr „Familientöter“ als „Amokläufer“ in unserer Gesellschaft, ganz ohne Einfluß von „Killerspiele“. Sie alle treffen ebenfalls zielsicher und mit tödlicher Präzision.

    Menschen sind eben nicht berechenbar, das ist leider traurige Realität. Wir können hierbei nur daraufhin arbeiten, dass sie die Werte des Lebens auch in „Ausrastersituationen“ bewahren. Doch dies ist anscheinend nicht der Fall… und das seit vielen Jahrzehnten. Wenn in einer (engen) Gesellschaft jemand um sich schlägt, trifft es leider viele Unschuldige.
    Wenn man schonmal die Schusswaffen – die echten und realen – aus unseren Städten verbannen würde, könnten sie allehöchstens mit Mäusen und Tastaturen um sich werfen. Vielleicht hätten sie in Counter-Strike gelernt, dass mit einer eingestellten Mausempfindlichkeit von „5.4“ zwar mit der eigenen Maus relativ zielsicher ist, aber wenn der Gegenüber sich a la George W. Bush sich duckt und der geworfenen Maus ausweicht, ist auch die schönste Einstellungsoption für die Katz‘ 😉 .

    Doch da lethale Waffen weiterhin zuhause aufbewahrt werden dürfen – in USA sogar ein „gutes Recht“ – werden wir Amokläufe mit solchen Mordsinstrumente auch weiterhin erleben… egal ob z.Zt. Counter-Strike, World of Warcraft, Die Sims oder gar Spore als meistgespieltes „Killerspiel“ von den Medien angepriesen wird.

    Gefällt mir

  42. „der ist einfach effizienter. Ohne Spiele vielleicht 3 Tote und sich selbst ins Bein geschossen.
    Mit gutem Training halt mehr als 10 Tote und sich selbst nicht ins Bein geschossen….“

    Willst du damit jetzt sagen, dass Computerspiele als Training geeignet sind?

    Gefällt mir

  43. Pfeiffer ist für seine Haltung zu bestimmten Arten von Computerspiele bekannt. In meinen Augen ist er eine (glücklicherweise) schwache deutsche Version von Jack Thompsom, der zum Spiel „Grand Theft Auto“ nahezu alle mehr oder weniger legale Geschütze auffuhr, bis er schließlich seinem Wahn vollends verfiel und seine Anwaltslizenz verlor, da er die Richter beleidigte und unhaltbare Anschuldigungen aussprach.

    Studien sind kein „Beweis“ für den Zusammenhang zwischen „Killerspielen“ und Gewaltakten. Ganz und gar nicht. Es sind nur Beobachtungen.
    Spiele können ein Aggressionspotenzial beinhalten, kein Zweifel, aber das ist auch bei klassischer Musik und bei Brettspielen der Fall. Und sogar die alltägliche Fahrt zur Arbeitsstelle kann unbeschreibliche Aggressionen auslösen, wenn der geliebte Parkplatz mal nicht frei ist. Alles schon mal beobachtet.

    Spiele wie „World of Warcraft“ haben ein gewisses „Suchtpotenzial“. Auch Alkohol und Nikotin sollen so etwas haben, glaube ich mal gehört zu haben. Jedoch sollte man hier erstmal die Eltern ins Kreuzfeuer schieben, da sie den Konsum und die Erziehung bzw. dem Kind die Nahelegung eines geregelten Tages nicht erfüllt haben. Wenn das Kind „lernt“, dass es nach einem 8-Stunden (Schul-)Tag relativ problemlos weitere 8 Stunden WoW/CS/Teletubbies ganz ohne Konsequenzen konsumieren kann, dann hat die Erziehung hier schlapp gemacht. Eideutig. Und das ganz ohne Befragung von zehntausende Neuntklässler. Pfeiffer macht sich (mal wieder) breit vor der Kamera, schließlich ist die Zahl der Sozialwissenschaftler auf dieser Welt sehr gering. Da darf die deutsche Medienlandschaft froh sein, wenn das kriminologische Institut einen ihrer wertvollsten Menschen mal vor die Kamera schickt. Gelder müssen fließen, dafür muss aber auch der Name der Zielorganisation bekannt sein 🙂 .

    @Myron
    „Christian Pfeiffer ist ein seriöser Sozialforscher(..)“

    Ja, er ist ein Sozialforscher. Herr Pfeiffer ist vor allem ein medienwirksamer Mensch. Auch gewisse parallelen zu Thompson sind feststellbar.
    „Killerspieler“ mögen Pfeiffer nicht gerade sehr, aber das hat auch seinen Grund 😉 . Siehr er doch die Problematik nicht in der Erziehung und dem menschlichen Miteinander, sondern in der digitalen Unterhaltungsform. Und je mehr rote Pixel diese Unterhaltung beinhaltet, desto „anfänglicher“ wird der Konsument für Gewaltakte wie ein Amoklauf oder der Ermordung der eigenen Familie. Kindliche Logik, die keinerlei Beweiskraft beinhaltet, „empirische Sozialstudien“ hin und her, sie entspricht leider nur einen winzigen Bruchteil der Spitze des Eisberges. Aber anhand dieses 2 Zentimeter Bruchstückes schafft er es, in den Medien einen gigantischen Eisberg zu präsentieren… und die bornierte antiintelligente Einstellung der CDU/CSU schafft es, nahezu über Nacht ein Gesetzesentwurf zum Verbot von „Killerspielen“ und ihrer Erzeuger zu präsentieren. Wenn das kein Beweis für rein ideologisch gesinnte Leute ist, die auf „empirische Sozialwissenschaft“ scheissen, weil sie ja eh a priori alles besser wissen, dann weiss ich auch nicht mehr 😉 .

    b2t… „Killerspiele“ sind in etwa genauso am Amoklauf schuldig, wie „Rennspiele an den Verkehrsunfällen auf der A3 schuldig sind. Und vor allem ist „The Sims“ an den ganzen Babymorden schuldig. Da dürfen wir ja auch nicht den „Klosimulator“ vergessen, der Hauptgrund für verstopfte Toiletten ! Und das der Flight Simulator von Microsoft an den Flugzeugabstürzen der letzten Zeit schuld sein könnte, darf auch nicht vergessen werden.

    Nein, weder Counter-Strike mit seinen Bombenentschärfungsspezialisten, noch die Teletubbies sind an den Amokläufen „schuld“. Deutschland besitzt heute schon eines der strengsten Jugendschutzgesetzen auf diesem Planeten (!) und braucht vor medialen Einflüssen nun wirklich keine Angst zu haben.
    Es war nicht der rot-braun-grüne Pixelhaufen, der Tim K. zum „Experten“ in Sachen Waffenbenutzung werden ließ, sondern eine ganz andere „Tradition“. Schützen-/Trachtenvereine und Schießstände gibt es in nahezu jeder Stadt und jedem Dorf. Eltern können mit einem Papierfetzen problemlos selbst großkalibrige Waffen zuhause „bunkern“, und zwar massenweise. Tim K. „vergnügte“ sich mit Luftgewehren in einem vom Vater gebauten Schießstand im Keller des Elternhauses. Er erlernte die Haltung und die Nutzung dieser Tötungsinstrumente, und zwar ganz real in 3D… vor Ort… in echt. Er drückte nicht die „r“-Taste für Reload und er klickte kein Icon doppelt an, um das zu erlernen, sondern er nutzte nur vollkommen legale Mitteln. Aber diese sind eben in Deutschland „Tradition“. Und die traditionsbewusste Politik übersieht eben ganz schnell diese handfeste Problematik. Nein, nicht der Schützenverein und seine dort befindlichen realen Waffen können „schuld“ sein, und auch nicht die generelle Nähe zu Waffen im Elternhaus könnten ihn beeinflusst haben. Nein. Die „wahre“ Quelle der Gewalt ist und bleibt der digitale Schusswaffengebraucht per linker Maustaste. Nur per linker Maustauste „erlernt“ man die Haltung, das Abdrücken, den Rückschlag und das Nachladen eines Tötungsinstrumentes. Und unsere Jugendlichen müssen unter allen umständen vor weiteren „Tötungssimulationen“ geschützt werden. Erst recht seit wir wissen, dass Counter-Strike, Soldier of Fortune und Call of Duty schon für 6-jährige erhältlich sind… oder so ähnlich. Jedenfalls zeigen uns die Medien immer solche Berichte 😉 .

    Was die „Suchtproblematik“ von WoW angeht, gehört es in die exakt gleiche Schublade, in der sich schon Facebook, StudiVZ, SMS-Nachrichten und die Bravo-Zeitschrift befinden. In Maßen genossen sind sie eine Bereicherung. Ein Überkonsum allerdings „raubt“ den anderen möglichen Tätigkeiten am Tag allerdings die Zeit. 1 Stunde WoW, 1 Stunde Chatten und fertig ist der Tag, schließlich hat das „Real-Life“ ebenfalls viel zu bieten. Hat die Person genügend Freunde und gelernt, dass man zusammen draussen viel erleben kann, dann gilt WoW als kleiner Zeitvertreib nebenbei. Vielleicht gibt’s mal einen 3-Stunden Abend, aber das ist dann schon die Ausnahme.
    Ist aber die Wahl der nachmittäglichen/abendlichen Unterhaltung stark eingeschränkt, weil z.Bsp. die Freunde nur online zu finden sind, dann fangen die Probleme an. WoW ist eine interaktive Unterhaltungsform, nicht mehr und nicht weniger. Die Person dahinter entscheidet, ob er nur eine Stunde oder 2 Tage nonstop spielen möchte, so wie ein Maler auch selbst entscheidet, ob er nur 1 Stunde am Bild arbeiten möchte und danach mit Freunden ins Kino geht, oder ob er 4 Tage am Stück seinen Pinsel schwingen lässt. Unterlässt er dabei in seinem „Pinselwahn“ das Essen und Schlafen, haben wir den typischen „Starcraft-Tod“ vor uns. Gesetzesentwürfe die das Malen für Jugendliche einschränken, auch die kann man dann wohl ewig warten. Einen zweiten Herr Pfeiffer, der mit empirischen Sozialstudien belegen kann, dass selbst Kinder sich lange Zeit mit Malen beschäftigen können, könnte man dann gut gebrauchen 🙂 . Schließlich wissen wir ja längst: jeder Amokschütze hat Schuhe getragen. Und einige jugendliche würden für teure Marken gar töten. Ergo… die Herstellung und der Verkauf gewisser Schuhe an Jugendliche sollte unter Strafe gestellt werden 🙂 .

    Der ganze Killerspiel-Wahnsinn wird dank den Medien auch noch breitgetreten, bis selbst die letzte Oma das Bild des Counterstrike-Amokschützen im Kopf hat. Das ich jedenfalls noch niemanden im Supermarkt beim Einkauf getroffen habe, der mit einem lauten „Fire in the Hole“ zur Kasse stürmte und seine Waren unter einem „The Bomb has been placed“ auf das Band legte, darf mal getrost unterm Teppich kehren. Für die Politiker ist das nicht wichtig. Für sie reicht es schon zu sagen, das auf dem Computer Counter-Strike gefunden wurde.
    Wenn das als „gefährlich“ eingestuft wird, dann sollten sie auf keinem Fall meinen Waschkorb durchwühlen ! Bei manchen Socken besteht eindeutig die Verwechslungsgefahr zwischen Körperausscheidungen und einem verbotenen biologischen Kampfstoff. Falls ich also eines Tages wegen finanzieller Probleme amok laufen sollte und mit meinen Socken um mich werfe, dann bitte ich die Regierung, Socken einfach mal pauschal zu verbieten. Das dürfte jedenfalls besser vor möglichen Trittbrettfahrern schützen als ein Verbot der Playboy, der Computertastatur oder der ungespülten Kaffeetasse, weil sie zufällig in meiner Wohnung gefunden wurden 😉 .

    Gefällt mir

  44. Wikipedia ist ja nun grad keine seriöse Referenz.

    und eines ist klar, wer die richtige Motivation hat, die Entscheidung schon getroffen ist, und auch noch gut geübt und trainiert hat…

    der ist einfach effizienter. Ohne Spiele vielleicht 3 Tote und sich selbst ins Bein geschossen.
    Mit gutem Training halt mehr als 10 Tote und sich selbst nicht ins Bein geschossen….

    es erklärt nicht die Motivation, nicht den Auslöser, nicht die Entscheidung, nicht das Ziel der Aktion.
    Aber es erklärt die hohe Effizienz.

    Und Pfeiffer ist nach meinem Wissen Forscher. Wie gut, ist mir nciht bekannt… ich denke aber, für Fachfremde ist es gar nicht so leicht, das einzuschätzen.

    Gefällt mir

  45. Myron:

    Christian Pfeiffer ist ein seriöser Sozialforscher…

    Der Fall „Joseph“, wikipedia bringt folgendes dazu:
    wikipedia

    Im Jahre 2000 beförderte ein Gutachten Pfeiffers maßgeblich den so genannten Joseph-Fall um den Tod des achtjährigen Joseph Kantelberg-Abdullah in der sächsischen Kleinstadt Sebnitz. Pfeiffer attestierte die Glaubhaftigkeit der Aussage der Mutter, die bis zu diesem Zeitpunkt kein Gehör gefunden hatte. Nach dieser Aussage hätten über 200 Einwohner der Stadt zugesehen, als ihr Sohn von rechtsradikalen Jugendlichen im örtlichen Freibad im Rahmen einer so bezeichneten „Hinrichtung“ ertränkt worden sei. In den nächsten Tagen übernahmen zuvorderst die Bild, aber auch viele andere Tageszeitungen das Gutachten ohne weitere Prüfung und lösten eine Welle der Entrüstung aus. Erst nach einer Woche erhärtete sich die gegenteilige Annahme, dass das Kind in Wahrheit verunglückt sei. Pfeiffers Gutachten hatte bis dahin aber weltweite publizistische Resonanz gefunden, tiefe Betroffenheit über die scheinbar noch immer virulenten rechtsradikalen Aktivitäten in Deutschland hervorgerufen und zum Empfang der Mutter durch den SPD-Vorsitzenden und Bundeskanzler Schröder geführt. Zu diesem Zeitpunkt lag der Unfall rund drei Jahre zurück.

    Im Jahr 1999 geriet er in das Zentrum einer erbitterten Debatte, nachdem die Magdeburger Volksstimme ein Interview mit ihm veröffentlicht hatte, in dem er einen Zusammenhang zwischen der seiner Auffassung nach autoritären Erziehung in den Kindergärten der DDR und den in Ostdeutschland um ein Vielfaches häufigeren ausländerfeindlichen Gewalttaten herstellte
    Von soviel Bullshit bekommt man dan wahrscheinlich „Pfeiffersches Drüsenfieber“. :mrgreen:

    Gefällt mir

  46. Christian Pfeifer und die REgierung Niedersachsen spielen hier hand in hand.

    Pfeifers Institut finanziert sich zum größten Teil über die Volkswagenstiftung, und auf diekann das Land Niedersachsenmit seinen VW-Aktien Einfluss ausüben.

    Pfeiffer bekommt sein Geld, der MP seine geschönte Studie.

    Gefällt mir

  47. Die komplette Studie des Kriminologischen Institutes Niedersachsen e.V habe ich an den Post angefügt. (pdf, 123 Seiten).
    Darüber hinaus gibt es ein Dokument mit dem Titel Fünf Thesen zu politischen Forderungen aus aktuellen Forschungsbefunden des KFN Die Thesen sind von Christian Pfeiffer, Thomas Mößle, Matthias Kleimann und Florian Rehbein verfasst. In diesen Thesen wird eine besondere Computerspielabhängigkeit und „World of Warcraft“ behandelt.
    Völlig losgelöst, von sozialen Umständen und örtlichen Gegebenheiten kommen die Autoren zu dem Ergebnis, „WoW“ ist poehse.

    Gefällt mir

  48. Da hat Herr Frank wohl tatsächlich aus der Hüfte geschossen! Aber nicht nur dieser!
    Viele Medien haben versucht aus der genannten Studie einen Zusammenhang zum Amoklauf von Winnenden herzustellen. Zu Unrecht! Geht es doch in dieser Studie nicht hauptsächlich um „Killerspiele“ und Gewalt, sondern um Computerspielabhängigkeit.
    Einige Schlussfolgerungen aus dieser Studie würden Herrn Frank wahrscheinlich sogar gefallen: „Im Vergleich zu anderen Kindern können für Kinder mit problematischem
    Spielverhalten keine bedeutsamen Unterschiede hinsichtlich ihrer empathischen Fähigkeiten beobachtet werden“. Oder: „Problematische Computerspieler neigen eher dazu, Computerspiele insbesondere dann zu nutzen, wenn es in ihrem Leben gerade `nicht so gut läuft´“.
    Interessant dazu auch die andere aktuelle Studie aus dem Hause Pfeiffer: „Jugendliche in Deutschland als Opfer und Täter von Gewalt“. Jugendgewalt ist „überwiegend sogar beträchtlich gesunken“.
    Ist ja auch logisch: Wer den ganzen Tag vor dem Computer sitzt, kann schlecht echte Gewalttaten verüben. So gesehen: Computerspiele machen die Welt ein bisschen sicherer!:-)

    Gefällt mir

  49. „Christian Pfeiffer ist ein seriöser Sozialforscher“

    Hahaha! Sorry Myron, aber damit hast du dich ziemlich in die Nesseln gesetzt. Nicht so schlimm, konntest du vielleicht nicht wissen. Herr Pfeiffer ist altbekannt, immer an vorderster Front, wenn es darum geht, an Computerspielen irgendetwas schlechtes zu finden. Er arbeitet dabei keinesfalls wissenschaftlich – das Gegenteil ist der Fall. Auf Pfeiffer trifft genau das zu, was du Arno Frank vorwirfst.
    Lies dir dazu mal den „Kölner Aufruf“ durch, einfach danach googeln.

    Christian Pfeiffer ist DAS Paradebeispiel dafür, dass wissenschaftliche Ausbildung und Arbeit in wissenschaftlichem Umfeld nicht vor Einfältigkeit schützt.

    Der Spiegel hat mich wie nahezu alle anderen großen Medien im übrigen auch enttäuscht in den letzten Tagen. Statt sich auf relevante Informationen zu beschränken, wird alles rausgehauen, was sich irgendwie auftreiben lässt, der Leser will es ja. Dabei bleibt journalistische Redlichkeit unweigerlich auf der Strecke, was man am oben erwähnten Spielesuchtartikel prächtig erkennen kann: Der war auch auf SPON zu lesen, zuerst unter der Amoklauf-Tagline. Freilich ist Spielesucht ein gänzlich anderes, wichtiges(!) Thema – es in Sachen Amoklauf zu verbraten, obwohl keinerlei Zusammenhang besteht, ist schön plakativ. Kurze Zeit später hat man bei SPON dann die Tagline geändert – ein bisschen Restintegrität? -, aber immer noch stand im Text völlig kontextfrei ein winziger Absatz zum Amoklauf. Und natürlich Bilderreihen zum Amoklauf. Bilder *lechz*, mit weinenden Menschen und bösen Verbrechern drauf *sabber*.

    Im Ernst, „Wissenschaftler“ wie Pfeiffer und „Journalisten“ wie die verantwortlichen Herrschaften vom Spiegel betreiben Gegenaufklärung vom Feinsten.

    Gefällt mir

  50. Gemaux schrieb:
    „Diese Studie ist selbst unter amateurwissenschaftlichen Gesichtspunkten nur mit dem alten Churchill in Verbindung zu bringen und entbehrt sämtlicher akademischer Grundlagen.“

    Das kannst du natürlich als studierter Soziologe mit hinreichender Erfahrung in Sachen Meta-Analytik empirischer Sozialstudien objektiv beurteilen … 😦
    (Dass du mich freundlicherweise als „Moron“ titulierst, zeigt wes Geistes Kind du bist.)

    Gefällt mir

  51. Natürlich muss Herr Pfeiffer ein seriöser Forscher sein. Hat er doch auch parteipolitisch seine Schäfchen alle bei der Hand, die nun helfen sollen seine völlig haltlose Studie zu barer Münze -sprich eine Überlassung der kompletten USK-Gremien- in Form eines politischen Amtes zu machen. Welcher Sozialwissenschaftler träumt nicht davon, seinen Rentierpulli gegen Armani einzutauschen. Diese Studie ist selbst unter amateurwissenschaftlichen Gesichtspunkten nur mit dem alten Churchill in Verbindung zu bringen und entbehrt sämtlicher akademischer Grundlagen.
    Gut gebrüllt, Moron.

    Gefällt mir

  52. „Wie wäre es, statt der „Computerspiele“ mal populistische Studien zu verbieten? Oder deren Lektüre erst „ab 18“ zu erlauben? Es würde nichts helfen, die „Experten“ sind nicht mehr zu stoppen.“

    Der Artikel von Arno Frank ist lausig!
    Christian Pfeiffer ist ein seriöser Sozialforscher und die Art und Weise, wie Herr Frank fundierte empirische Sozialstudien kurzerhand als „bullshit“ abqualifiziert, weil sie ihm nicht in den eigenen ideologischen Kram passen, zeugt eher davon, dass Herr Frank ein sozialwissenschaftlich inkompetenter Quatschkopf ist.
    Die bornierte antiwissenschaftliche Einstellung des Autors ist bezeichnend für rein ideologisch gesinnte Leute, die auf die empirische Sozialwissenschaft „scheißen“, weil sie ja eh a priori alles besser wissen.

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.