Der „Engel der Kulturen“ rollt an


Quelle: engel-der-kulturen.de
Quelle: engel-der-kulturen.de

VON MONIKA KLEIN RP-Online

Eine ungewöhnliche Kunstaktion, in deren Mittelpunkt der gegenseitige Respekt von Christentum, Judentum und Islam steht, soll im Mai auch Leichlingen berühren. Katholische und evangelische Kirche haben schon Interesse an einer Beteiligung signalisiert.
Mitten durch Leichlingen soll eine rollende Kunstaktion führen, die das Burscheider Künstler-Paar Carmen Dietrich und Gregor Merten geplant hat. Dabei wollen die Initiatoren unter anderem auch an einer oder mehreren Stellen der Blütenstadt Halt machen und Bürger in ihr publikumswirksames Projekt einbeziehen. Anliegen der beiden bildenden Künstler ist das versöhnliche Miteinander der drei abrahamschen Weltreligionen Islam, Juden- und Christentum in gegenseitigem Respekt. Lange experimentierten sie an einem entsprechenden Symbol, das unmissverständlich ausdrückt, was in Worten langer Erklärungen bedürfte.

Das Projekt

Als bildende Künstler halten wir es für obligat, in die gegenwärtige spannungsgeladene Situation zwischen den drei abrahamischen Weltreligionen Islam, Juden- und Christentum ein vermittelndes Symbol einzubringen, das die Möglichkeit geben soll, den Willen des versöhnlichen Miteinanders in der Öffentlichkeit zu dokumentieren. Dieses möchten wir in Form verschiedener Kunstaktionen verbreiten und damit vor allem junge Menschen ansprechen, um ein klares Bild des toleranten und friedlichen Zusammenlebens in ihnen anzulegen.

In einem intensiven Findungsprozeß haben wir die Zeichen der drei abrahamischen Religionen – den Halbmond, den Stern und das Kreuz – in variierter Weise zu einander in Beziehung gesetzt, bis die nun vorliegende Form entwickelt war, in der sie sich in ausgewogener Relation auf einer runden Fläche gruppieren.
Diese Anordnung symbolisiert für uns:

  • Wir leben in einer Welt.
  • Wir lassen einander zu und geben uns gegenseitig Raum zur Entfaltung.
  • Mitmenschlichkeit und Achtung vor der Schöpfung prägen die von allen gebildete Mitte.
  • Wir sind einander verbunden und werden nur gemeinsam und friedlich die
    Zukunft gestalten können.

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