„Eine Waffe im Krieg der Islamisierung“


Vorsitzender der Partei für die Freiheit, Geert Wilders, im Haager Parlament
Vorsitzender der Partei für die Freiheit, Geert Wilders, im Haager Parlament

„Für die Niederlande“ lautet der Slogan der „Partei für die Freiheit“ für die Europawahl. Im Gespräch mit Andreas Ross spricht sich der niederländische Abgeordnete und Parteigründer Geert Wilders dafür aus, die Einwanderung aus muslimischen Ländern zu stoppen. Den Islam nennt er eine totalitäre Ideologie, für die Religionsfreiheit nicht anwendbar sei. Aus Umfragen ging die PVV im März als stärkste Partei hervor; Wilders (Siehe auch: Geert Wilders: Von Islamisten bedroht, von vielen Niederländern verteidigt) strebt das Amt des Ministerpräsidenten im Nachbarland an.

FAZ.NET

Herr Abgeordneter, fürchten Sie, dass die Wirtschaftskrise die Holländer von Ihnen und Ihrem Thema Islam ablenkt?

Nein. Gerade sind wir ja laut Umfragen zur größten Partei geworden. Die Leute erkennen inzwischen, dass wir auch Ideen etwa zur Gesundheitsreform haben – oder zur Lösung der Wirtschaftskrise.

Die Koalition ringt ja noch um eine Antwort auf die Krise. Wie lautet Ihre?

Das Kabinett leistet sich verrückte linke Hobbys: Wir zahlen Milliarden für sogenannte Problemviertel in unseren Städten, überweisen Milliarden an Entwicklungshilfe, geben weitere Milliarden an die Europäische Union, lassen uns Einbürgerungskurse eine halbe Milliarde Euro im Jahr kosten und den öffentlichen Rundfunk noch einmal so viel. Man kann problemlos Dutzende Milliarden einsparen, ohne dem Durchschnittsbürger weh zu tun. Dann müssen Steuern gesenkt und das Defizit vermindert werden.

Sie zählen die EU zu den „verrückten linken Projekten“. Hat nicht der Euro Ihr Land gerettet? Viele sagen, die Niederlande seien mit ihren Großbanken eine Art größeres Island . . .

Wir sind für den Euro. Wir wollen eine EU, die sich nur noch um die Wirtschafts- und Währungspolitik kümmert. Aber unser Geld geht ja nicht an die Europäische Zentralbank, sondern an die Bürokratie des Superstaats, der aufgebaut wird. Von den sieben Milliarden Euro, die wir Europa überweisen, bekommen fünf die Bauern in Polen, Frankreich oder Portugal, oder man baut schöne Straßen in Rumänien und Griechenland damit. Wir wollen, dass Rumänien und Bulgarien die EU verlassen. Und die Kompetenzen der EU jenseits der Wirtschafts- und Währungspolitik müssen an die Nationalstaaten repatriiert werden.

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6 Comments

  1. @ostfriese:
    Danke, das ist mir klar. Und nur zur Information: Auch ich bin ein linksliberaler Atheist. Und *gerade deswegen* ist es mir ein Gräuel, das Leuten wie Wilders (oder dem – unlustigen – BNP-Wichser Pat Condell) eine derartige Vereehrung entgegengebracht wird, zumindestens von Teilen der „neuen Atheisten“ (zu denen ich mich aber sowieso nicht rechnen würde).

    Denn Geert Wilders IST ein erzkonservatives, populistisches Arschloch.

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  2. Mich wuerde immer noch interessieren, warum das Interview mit Geert Wilders hier blank steht.

    Was soll es denn vermitteln??

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  3. Sebastian, wo hast Du denn diesen Unsinn her: mit Wilders als angeblichem „atheistischen Helden“?

    Eine solch abwegige Idee kann eigentlich nur auf dem Mist beleidigter Muslime gewachsen sein, die alle unliebsamen Kritiker in die rassistisch-nationalistische Ecke zu stellen versuchen…

    Zum Mitschreiben: Die Brights sind weder ‚radikal‘ noch ‚militant atheistisch‘, sondern stehen quasireligiösen Ideologien jedweder Art äußerst skeptisch gegenüber. Man findet sie politisch überwiegend im linksliberal-humanistischen Spektrum, und im Gegensatz zu vielen religiösen Eiferern, die ihnen allzu gern den Mund verböten, bewegen sie sich stets auf dem Boden der Menschenrechte.

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  4. Geert Wilders ist ein erzkonservatives, populistisches Arschloch. Die Tatsache, dass so jemand zu einem „atheistischen Helden“ hochstilisiert wird, stimmt micht – ehrlich gesagt – mehr als bedenklich.

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