Die Agenda des Neuen Atheismus


Portrait des Giordano Bruno aus dem Livre du recteur der Universität von Genf von 1578 (Schwarzweiß-Abbildung)
Portrait des Giordano Bruno aus dem Livre du recteur der Universität von Genf von 1578 (Schwarzweiß-Abbildung)Quelle: wikipedia

Von Reinhard Bingener—FAZ.NET

Deutschland soll feiern, dass es vom Affen abstammt. Ein „Evolutionsfeiertag“ solle Christi Himmelfahrt ersetzen, fordert die Giordano-Bruno-Stiftung anlässlich des Darwin-Jahres 2009. Der Staat, fordert die Bruno-Stiftung, müsse die Konfessionslosen, deren Zahl die der Katholiken oder Protestanten in Deutschland übersteige, bei den Feiertagen gleichberechtigt berücksichtigen. Christi Himmelfahrt per Gesetz durch den Evolutionsfeiertag zu ersetzen sei ein – wohlgemerkt: erster – Schritt in diese Richtung.

Die organisierte Konfessionslosigkeit zieht es in den öffentlichen Raum. Zunächst konnte man noch den Eindruck gewinnen, beim „Neuen Atheismus“ handele sich um ein publizistisches Phänomen, angestoßen durch seinen prominentesten Autor, den Evolutionsbiologen Richard Dawkins. Der hatte 2005 den Bestseller „Gotteswahn“ geschrieben, der in 31 Sprachen übersetzt worden ist und dem Verfasser ein Vermögen einbrachte. Parallel zum publizistischen Erfolg etabliert sich indes seit etwa fünf Jahren vor allem in Deutschland ein organisierter Atheismus neuen Zuschnitts: Er besteht aus einem Geflecht voneinander abhängiger Organisationen und tritt mit dem Anspruch auf, mindestens 25 Millionen Deutsche zu vertreten.

Die Neu-Atheisten und die Evolution

Im Zentrum der Aktivitäten steht die Giordano-Bruno-Stiftung mit Sitz in Mastershausen im Hunsrück, deren Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon ist. Schmidt-Salomon, der sich gerne als Philosoph bezeichnet, hat lange genug auch Medienwissenschaften studiert, um zu verinnerlichen, dass der Markt der Weltanschauungen kein Oberseminar ist. Das Feld beherrscht, wer die Begriffe bestimmt – und auf die legt Schmidt-Salomon großen Wert: „Neuer Atheismus“ etwa hört er nicht gern, er selbst spricht von der Bewegung des „Neuen Humanismus“. Man vertrete auch nicht Konfessionslose, sondern „Konfessionsfreie“. Möglichst viele Menschen sollen eingemeindet werden in die naturalistische Weltanschauung, und frei in seiner Konfession, wird suggeriert, sei vorrangig derjenige, der keine hat.

In diesem Jahr ist es allem voran die Evolution, die es den Neu-Atheisten angetan hat. Charles Darwin ist am 12. Februar geboren – und ihn zählt man wie selbstverständlich zur eigenen Bewegung. Darwin durfte – ein naturalistisches Wunder – auch selbst an seinem 200. Geburtstag teilnehmen, den die Giordano-Bruno-Stiftung für ihn ausrichtete. Dass er beim Geburtstags-Event in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt nicht aus der mannshohen Plastik-Torte auf der Bühne hervorsprang, blieb die eigentliche Überraschung der Veranstaltung. Man beließ es dabei, einen Schauspieler in der Rolle des bärtigen Darwin eine Rede halten zu lassen. Zum äußerlichen gesellt sich der inhaltliche Darwin-Klamauk: Vor der Einspielung des Musikvideos zum Darwin-Song „Children of the Evolution“ wird der „Darwin-Code“ vorgestellt. Die Autoren des Buches deklinieren die Evolutionstheorie bis in die Grundfragen der Lebensführung herab: Was dürfen wir nicht mehr glauben? Was sollen wir essen? Wie können wir es treiben? – es soll eine fröhliche Wissenschaft sein.

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92 Comments

  1. oooch, nee… der Mensch stammt nicht vom Affen ab.
    Der Mensch IST ein Primat.

    hat das noch immer nicht jeder verstanden? Meine Hunde sind da klüger, die verstehen das sofort.

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  2. „Stimmt, man kann keinen Vertrag mit einem kapitalistischen Räuber schließen.“

    So ist es. Falls folgsam es mal wieder anders ausgelegt haben sollte, dann erübrigt sich jede weitere Auseinandersetzung mit ihm. Interpretieren kann er meinetwegen woanders.

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  3. „Das stalinistische und poststalinistische Vorgehen bezüglich den kapitalistischen Staaten war fatal. Man kann keinen Vertrag mit einem Räuber schließen, weil er ihn nie halten wird.“

    🙂

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  4. @folgsam:
    „Ich finde höchstens deine Ablehnung evolutionär psychologischer Ansätze schwachsinnig.“

    Diskutiere darüber bitte mit El Schwamo weiter.

    „den derzeitigen Stand der Forschung aus den Augen verliere.“

    Du schreibst vom „evolutionär psychologischen Ansatz„. Nicht jeden Ansatz mittragen zu müssen, da es dafür vielleicht keinen Anlass gibt, bedeutet noch lange nicht, den aktuellen Stand der Forschung abzulehnen, so wie du versuchst mir unterzuschieben.

    „Wenn man weiß wieso sozialistische und verwandte Konzepte nicht funktionieren oder aber zumindest auf dauer nicht stabil sein können, dann kann man früher oder später vielleicht die Gründe dafür abstellen.“

    Wenn die dort nach den Gründen suchst, dann viel Spaß. Ansonsten hier mal einige Gründe als Stichpunkte:
    1. Die historische Mission des Proletariats ist eine Elitetheorie. Eine brauchbare Einteilung wäre in soziale Massen und asoziale Elite.
    2. Das Gesetz der Macht wurde missachtet, welches besagt, dass Besitz und Verfügungsgewalt über den Besitz in einer Hand liegen müssen.
    3. Das stalinistische und poststalinistische Vorgehen bezüglich den kapitalistischen Staaten war fatal. Man kann keinen Vertrag mit einem Räuber schließen, weil er ihn nie halten wird.

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  5. px456

    „Das Argument aus der Autorität vollzieht dir keinen guten Dienst, da es andere Experten gibt, die den
    dortigen Prämissen widersprechen.

    Davon bin ich überzeugt.

    „Des Weiteren befürchte ich, dass du unter dem Sozialismus leider nach Köhlscher Manie “immer grüne Weiden” verstehst. Kein Wunder also, dass du es für Schwachsinn hälst.

    Hab ich geschrieben, dass ich Sozialismus für schwachsinn halte?
    Ich finde höchstens deine Ablehnung evolutionär psychologischer Ansätze schwachsinnig.

    „Mal davon abgesehen, dass solch einer Art der Argumentationsweise – gemeint ist die Darstellung der Widernatürlichkeit des marxistischen Menschenbildes – nur den vorherrschenden Verhältnisse schützt. Selbstverständlich stören einem die vorherrschenden Verhältnisse nur, wenn man sozial eingestellt ist. Dies ist aber nicht jeder.“

    Die herrschenden Verhältnisse können mich auch stören, ohne dass ich dabei den derzeitigen Stand der Forschung aus den Augen verliere. Wenn man weiß wieso sozialistische und verwandte Konzepte nicht funktionieren oder aber zumindest auf dauer nicht stabil sein können, dann kann man früher oder später vielleicht die Gründe dafür abstellen.

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  6. @[C]Arrowman:
    „Wie den sonst? Die wissenschaftliche Methode beruht auf einem naturalistischem Weltbild (was nicht heißt, dass die die die MEthode einsetzen iene solches haben müssen).“

    Hmm… hängt natürlich davon ab, ob unter dem „naturalistischen Weltbild“ der bürgerliche Materialismus verstanden wird, der hinlänglich widerlegt worden ist. Oder ob man sich bei „naturalistisch“ an der Definition der Brights hält und es damit nur zu einem reinen „Attribut“ macht, dass nicht genügt, um zu einem Weltbild zu werden. Denn die Tatsache „nicht an übernatürliche Dinge zu glauben“ ist kein Weltbild, denn sie sagt nur etwas über das „was“ eines Weltbildes aus. Ein christliches Weltbild dagegen ist eindeutig durch dessen Dogman bestimmt.
    Bin vom ersten Fall ausgegangen und empörte mich, da der bessere dialektische Weg nicht gegangen wird.

    „Ich denke wir sind uns einig das die RKK von heute nicht mehr die selbe ist wie die von 1009, oder?“

    Dies ist nur eine Erscheinung, also Wirkung der Ursache, und impliziert nicht die Ursache. Als Beispiel dienen zwei Herangehensweisen. Einmal behauptet man, dass Religionen „Erklärungsmodelle“ wären, also fester Bestandteil und Etappe des objektiven menschlichen Erkenntnisgewinns sind, also historisch gewachsen. Dagegen gehe ich davon aus, dass Religionen sich an den objektiven Entwicklungslinie anpassen müssen, damit nicht die Raubkultur enttarnt wird. Dadurch entsteht diese subjektive Entwicklungslinie, die heute als natürlich erklärt wird.
    Bestes Beispiel ist die Urknalltheorie, die von den Kirchen aufgenommen werden musste. Geschaffen haben sie diese nicht. In der gesamten Geschichte lief es auch nicht anders ab. Man bediente sich dem vorherrschenden Entwicklungsstand und missbrauchte ihn, erschaffte ihn also nicht.

    „Das “Leben” und “Austerben” von Religionen kann man nicht nur auf die Nützlichkeit zur Amssenunterdrückung reduzieren.“

    Die Problematik ist, dass man glaubt, Religionen existieren aus ihrer Notwendigkeit heraus, dies ist aber totaler Mumpitz. Sie dienen dazu, um die herrschenden Verhältnisse zu legitimieren. Daher muss man sowohl die Legitimation als auch die herrschenden Verhältnisse abschaffen/ändern. Das „Leben“ und „Aussterben“ von Religionen erklärt sich daher aus das Voranschreiten des objektiven Entwicklungsstandes. Man ist zur Anpassung genötigt, daher wurden aus den regionalbeschrängten polytheistischen Religionen überregionale monotheistische Religionen. Man brauch doch nur zurück in die Geschichte schauen, um dies selbst zu entdecken.

    „Wir Menschen haben das Glück in der Lage zu sein gegen Instinkte anzuarbeiten, so arbeitet die Aufklärung, den eingebildeten Zusammenhängen entgegen zuarbeiten, um so Wissen von Glauben zu trennen.
    Das dies beim Volk nicht zündet liegt mE daran, das Religion zum einen bequem, zum anderen furchteinflößend sein kann. Furcht gehört wohl zu den ältesten Instinkten.“

    Du brauchst keine Angst zu haben, denn die „Aufklärung“ wird sich genau dann durchsetzen, wenn sie für die Legitimation der herrschenden Verhältnisse erforderlich ist und nicht mehr die vorherrschenden Religionen. Dann brauch man sich aber nicht mehr wundern, wenn sie im Inneren ein „ideologisches“ Gewand trägt. Der „evolutionäre Humanismus“ wäre ein Kandidat dafür.

    @folgsam:
    „Trifft es denke ich ganz gut und bedarf keiner weiteren Erläuterung.“

    Das Argument aus der Autorität vollzieht dir keinen guten Dienst, da es andere Experten gibt, die den dortigen Prämissen widersprechen. Des Weiteren befürchte ich, dass du unter dem Sozialismus leider nach Köhlscher Manie „immer grüne Weiden“ verstehst. Kein Wunder also, dass du es für Schwachsinn hälst. Mal davon abgesehen, dass solch einer Art der Argumentationsweise – gemeint ist die Darstellung der Widernatürlichkeit des marxistischen Menschenbildes – nur den vorherrschenden Verhältnisse schützt. Selbstverständlich stören einem die vorherrschenden Verhältnisse nur, wenn man sozial eingestellt ist. Dies ist aber nicht jeder.

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  7. folgsam

    === schnipp ===
    Trifft es denke ich ganz gut und bedarf keiner weiteren Erläuterung.
    === schnapp ===

    es trifft es sehr gut, ist ohne Erläuterung aber wohl kaum verständlich.

    Die Kontroverse ist in der Literatur recht gut dokumentiert (bis hin zu Details, dass Wilson dafür verantwortlich war, dass Lewontin überhaupt in Harvard eingestellt wurde). Die Frage ist natürlich, ob Gould und Lewontin das vertraten, was Wilson ihnen unterstellte.

    Welche politische Einstellung müsste man denn dann konsequenterweise den Menschen zuschreiben, die sich für Soziobiologie stark machen?

    Ist schon fast ein Treppenwitz, dass es ‚früher‘ als fortschrittlich galt, für eine ‚tabula rasa‘ einzutreten, während man heute meint, möglichst viel tierliches Erbe in den Evolutionären Humanismus packen zu sollen, um möglichst an der Spitze des Fortschritts zu marschieren.

    Und das auf dem Hintergrund, dass Dawkins beispielsweise betont, dass er nicht in einer Gesellschaft leben möchte, die nach den Prinzipien der Natur funktioniert.

    Es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis das Pendel wieder mal in der Mitte anlangt.

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  8. el schwalmo

    unsere Kontroverse ist, denke ich, mal wieder gar keine.
    Dein provokanter Schreibstil (zumal hier auf dem blog, an anderer Stelle ist das meist nicht so), trägt dazu bei.
    Würde ansonsten aber auch keinen Spaß machen.

    weiter an anderer stelle

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  9. Folgsam

    === schnipp ===
    ich dachte, das sei klar, denn ich glaube nicht, dass jemand einem Tier einen einen ’naturalistischen Fehlschluss’ vorwirft.

    Wir reden aneinander vorbei.

    Was ich meinte:
    === schnapp ===

    ich wollte Dich dazu bringen, das zu schreiben, was Du nun schreibst. Die Frage, ob sich das, was ich schrieb, auf den Menschen beziehen könnte, war zu provokativ, als dass ich die nicht ‚indirekt‘ beantworten würde. So gut solltest Du mich inzwischen kennen.

    === schnipp ===
    Wenn für Tiere proximale und ultimate Ursachen eine Rolle spielen, so sollte dies auch für den Menschen eine Rolle spielen, zumindest was die Kultur- und Geselschaftsübergreifenden und herausdestilierbaren Verhaltensmerkmale angeht.
    === schnapp ===

    Eben. Und genau das schrieb ich. Und das schreibt Leonhard.

    BTW, es gibt Soziobiologie und Evolutionäre Psychologie.

    === schnipp ===
    Du schriebst einmal, Soziobiologie interessiert dich nicht so sehr,
    === schnapp ===

    Woraus Du nicht schließen solltest, dass ich mich deshalb in diesem Bereich weniger auskennen würde als Du. Zumindest mit der Kritik an der Übertragung der Ergebnisse der Soziobiologie auf den Menschen kenne ich mich ganz passabel aus.

    === schnipp ===
    und doch scheinst du mit dem Vortrag von Hans-Walter Leonhard das ganze Feld der Soziobiologie klein reden zu wollen.
    === schnapp ===

    Thread 1: dem Hype die Luft herauslassen

    Thread 2: ein ganzes Feld klein reden

    Dein Satz bietet zudem hinlänglich Stoff für einen gepflegten FlameWar. Ich gehe davon aus, dass Du das beabsichtigt hast. Falls nicht, musst Du noch viel lernen.

    === schnipp ===
    Wuketits hat dort auch gesprochen, der hatte eine andere Meinung, kann ich mir denken.
    === schnapp ===

    Im Gegensatz zu Dir habe ich alle Vorträge in Trier gehört und saß bei der Abschlussdiskussion mit Wuketits auf dem Podium. Ich bin diesbezüglich nicht auf Spekulationen angewiesen.

    === schnipp ===
    Da die Unibibliothek „Die unerschöpfte Theorie“ nicht führt, kann ich auch nicht auf den Vortrag von Leonhard eingehen, doch habe ich ein paar Vorträge von Wuketits und Bert Hölldobler zu dem Thema hören dürfen. Da hat sich das anders angehört: soziobiologische Einflüsse auf menschliches Verhalten sind mehr als bloßes ‚flüstern’.
    === schnapp ===

    Das ist natürlich ein Argument der Extra-Klasse. Bei Marx liest sich das mit dem Kommunismus anders als in Arbeiten von Ludwig Erhard.

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  10. px456

    „They [Gould and Lewontin] disliked the idea, to put it mildly, that human nature could have any genetic basis at all. They championed the opposing view that the developing human brain is a tabula rasa. The only human nature, they said, is an indefinetly flexible mind.
    […]the ideal political economy is socialism, and the tabula rasa mind of people can be fitted to it. A mind arising from a genetic human nature might not prove conformable. Since socialism is the supreme good to be sought, a tabula rasa it must be.“
    Wilson EO (1999): Sociobiology

    Trifft es denke ich ganz gut und bedarf keiner weiteren Erläuterung.

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  11. el schwalmo

    „ich dachte, das sei klar, denn ich glaube nicht, dass jemand einem Tier einen einen ‘naturalistischen Fehlschluss’ vorwirft.“

    Wir reden aneinander vorbei.

    Was ich meinte:

    Wenn für Tiere proximale und ultimate Ursachen eine Rolle spielen, so sollte dies auch für den Menschen eine Rolle spielen, zumindest was die Kultur- und Geselschaftsübergreifenden und herausdestilierbaren Verhaltensmerkmale angeht.

    Du schriebst einmal, Soziobiologie interessiert dich nicht so sehr, und doch scheinst du mit dem Vortrag von Hans-Walter Leonhard das ganze Feld der Soziobiologie klein reden zu wollen. Wuketits hat dort auch gesprochen, der hatte eine andere Meinung, kann ich mir denken.

    Da die Unibibliothek „Die unerschöpfte Theorie“ nicht führt, kann ich auch nicht auf den Vortrag von Leonhard eingehen, doch habe ich ein paar Vorträge von Wuketits und Bert Hölldobler zu dem Thema hören dürfen. Da hat sich das anders angehört: soziobiologische Einflüsse auf menschliches Verhalten sind mehr als bloßes ‚flüstern‘.

    Ich will das hier auch abbrechen. Ist nicht nur etwas off-topic, der Blog ist auch kaum der geeignete Rahmen hierfür.

    Werde bei Gelegenheit einen Thread dazu eröffnen, vielleicht schaust du dort dann rein.

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  12. @ „theologie der Vernunft“

    Genau den gleichen Beitrag haben Sie auch bei mir in den Chronologs zu einem ganz anderen Thema eingestellt… Zumindest kann ich wirklich keinen Zusammenhang zwischen Pfarrer Bastys Gedanken zu Gott, Gene und Gehirn und dem FAZ-Artikel über die GBS erkennen…

    @ px456 & arrowman

    Wegen Ihrer Debatte zur Evolution bzw. Natur von Religiosität / Religion, auch auf die Gefahr, mir wieder pseudo-aufgeklärte Hassbotschaften zuzuziehen… 😉 – http://is.gd/nZ0o

    @ all

    Warum ist es in Deutschland eigentlich so anstrengend, freiheitlich zu sein? Nun durfte ich ich nicht mal einer Woche abwechselnd den Papst und die Giordano-Bruno-Stiftung verteidigen… Und dabei kommen die Diskussionen z.B. über Religulous ja erst noch…

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  13. yerainbow

    === schnipp ===
    Meine Frage ist halt immer, wenn jemand einen solchen Artikel schreibt – was will er erreichen?
    === schnapp ===

    vermutlich seine Meinung kundtun, verbunden mit Informationen, die seine Meinung stützen.

    Selbst wenn man weder die Auffassung des Autors teilt noch zu dessen Zielgruppe gehört, kann man einen derartigen Artikel produktiv finden.

    Vor allem wenn man ‚die Hunde heulen‘ hört.

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  14. Religion weist vermutlich allerlei Mechanismen auf, die die menschlichen Instinkte bedienen. Dass der Mensch einen Instinkt zum Übernatürlichen hat, ist bislang eine leere Spekulation.

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  15. Siehst du, genau so ein Quatsch kommt dabei raus. “Sozialutopisch”, “grundlegende Natur” des Menschen lol MSS versucht des Weiteren die Religionen naturalistisch zu erklären…

    Wie den sonst? Die wissenschaftliche Methode beruht auf einem naturalistischem Weltbild (was nicht heißt, dass die die die MEthode einsetzen iene solches haben müssen).
    Philosophische Erklärungen stehe ich skeptisch gegenüber, da bei solchen Versuchen, nur allzuoft wenig Inhalt in komplizierte Sprache ausgedrückt wird.

    und kommt zu der merkwürdigen Behauptung, dass die Religionen historisch-gewachsen sind. So einen Quatsch hört man leider zu oft.

    Ich denke wir sind uns einig das die RKK von heute nicht mehr die selbe ist wie die von 1009, oder?
    Das „Leben“ und „Austerben“ von Religionen kann man nicht nur auf die Nützlichkeit zur Amssenunterdrückung reduzieren.

    Weit ist es dann auch nicht mehr davon entfernt, Religionen zur “grundlegenden Natur” des Menschen zu erklären.

    Nun, dies muss die Forschung noch herausfinden, ob wir Menschen einen grundlegenden Hang zum Aberglauben, und der drauf aufbauenden Religion haben.
    Schon früh hat man herausgefunden, das nicht nur der Mensch sondern auch andere Tiere in der Lage sind Zusammenhänge zu erkennen, wo keine sind.

    Weit ist es dann auch nicht mehr davon entfernt, Religionen zur “grundlegenden Natur” des Menschen zu erklären.

    Wir Menschen haben das Glück in der Lage zu sein gegen Instinkte anzuarbeiten, so arbeitet die Aufklärung, den eingebildeten Zusammenhängen entgegen zuarbeiten, um so Wissen von Glauben zu trennen.
    Das dies beim Volk nicht zündet liegt mE daran, das Religion zum einen bequem, zum anderen furchteinflößend sein kann. Furcht gehört wohl zu den ältesten Instinkten.

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  16. Zur Zukunft“, so eine exklusive Hochglanzborschüre von PriceWaterhouseCoopers, einer weltweit agierenden Wirtschaftsberatung- und prüfungsgesellschaft, die auf meinem Schreibtisch gelandet ist und bekannte Persönlichkeiten und Denker zur aktuellen Weltwirtschaftskrise sprechen lässt. Auch wenn hier keine Religionswissenschaftliche Rechnung betrieben wird, so wird etwas über die Natur des Glaubens bzw. dessen Nützlichkeit bzw. Notwendigkeit deutlich:

    „Solange Menschen ohne eine gemeinsame Macht leben, die sie alle in Bann hält“, befinden sie sich in einem Krieg aller Menschen gegen alle Menschen“

    So wird vom superkapitalistischen Vorzeigeunternehmen durch „Thomas Hobbes“ der Grund der aktuellen Problematik beschrieben.

    Doch ist diese gemeinsame Macht mit dem zu machen, was heute Sonntags verkündet wird?

    Bedarf die Macht nicht auch einen Bezug zur Machart, dem Machen, wie wir es im Evolutionsmechanismus beschreiben?

    Bedeutet „in Bann halten“ die Angst vor einem Aufpasser oder eher einer Begeisterung für eine gemeinsame kreative (schöpferische) Sache, ein sichtbares Geschehen, wie wir es seit Darwin als logisch erklären?

    Oder stimmt das mit der Evolution doch nicht, sind wir Affen, die sich keine Gedanken um die geistigen Voraussetzungen für gemeinsames Wirken machen müssen?

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  17. biologisch gesehen sind wir nach wie vor Affen – Primaten. Mit Hosen halt. Nonverbale Kommunikation ist übrigens weitaus mehr als nur mit dem SChwanz wedeln.

    Meine Frage ist halt immer, wenn jemand einen solchen Artikel schreibt – was will er erreichen?
    Unwichtig, warum er es tat (sicher verdient er halt was dabei).

    Viel interessanter, was will er erreichen?
    Der Rest ist doch nur Mittel zum Zweck.
    Also was und wie er schreibt.

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  18. Folgsam

    === schnipp ===
    Beides ist falsch. Das liegt im zweiten Thread daran, dass proximate und ultimate Ursachen eher zufällig korrellieren.

    Gilt das für alle Lebewesen, oder nur für den Menschen?
    === schnapp ===

    ich dachte, das sei klar, denn ich glaube nicht, dass jemand einem Tier einen einen ’naturalistischen Fehlschluss‘ vorwirft.

    Falls Du über Soziobiologie und Evolutionäre Psychologie nur einen Aufsatz lesen möchtest:

    Leonhard, H.-W. (2008) ‚Recht und Grenzen evolutionsbiologischer Betrachtungen im Bereich des Humanen‘ in: Antweiler, C.; Lammers, C.; Thies, N.; (Hrsg.) ‚Die unerschöpfte Theorie. Evolution und Kreationismus in Wissenschaft und Gesellschaft‘ Aschaffenburg, Alibri S. 143-156

    Wie der Titel schon sagt: derartige Überlegungen sind durch aus berechtigt und sinnvoll, haben aber Grenzen.

    Ein älteres Buch zu diesem Thema trug den Titel

    Barash, D.P. (1985) ‚Das Flüstern in uns. Urprung und Entwicklung menschlichen Verhaltens‘ Frankfurt, S. Fischer

    Genau das scheint es mir zu sein: ein Flüstern, also ein Faktor, der neben den anderen, also vor allem kulturellen, Faktoren, eher nebensächlich ist. Dass das so ist, sieht man an der recht überschaubaren Anzahl von interkulturellen Universalien, vor allem, wenn man die abzieht, die nicht genetisch bedingt sind.

    Ich fürchte, dass ‚gewisse Kreise‘ das Pendel meilenweit in die andere Richtung schwingen lassen. Früher wurde von den ‚Frommen‘ die Sonderstellung des Menschen derart überhöht, dass die Verwurzelung in der Natur übersehen wurde. Heute jubelt man jede noch so marginale Leistung eines Tieres in den Himmel, nur um zeigen zu können, dass das, was der Mensch kann, doch nur ein eher unbedeutender quantitativer Schritt sei.

    Es ist zwar oft verblüffend, zu welchen kognitiven Leistungen Tiere in der Lage sind, aber verglichen mit dem, was Menschen können, ist das dann doch in Richtung ‚Apfelbaum im Garten-Argument‘.

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  19. „vielleicht solltest du dann die Möglichkeit in betracht ziehen, dass sich gewisse sozialutopische Modelle nicht ohne weiteres gegen die grundlegende Natur des Menschen durchsetzen lassen können.“

    Siehst du, genau so ein Quatsch kommt dabei raus. „Sozialutopisch“, „grundlegende Natur“ des Menschen lol MSS versucht des Weiteren die Religionen naturalistisch zu erklären und kommt zu der merkwürdigen Behauptung, dass die Religionen historisch-gewachsen sind. So einen Quatsch hört man leider zu oft. Weit ist es dann auch nicht mehr davon entfernt, Religionen zur „grundlegenden Natur“ des Menschen zu erklären. Mal davon abgesehen, dass die Demokratie dem Beispiel widerspricht oder ist sie einfach nur nicht demokratisch?

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  20. px456

    vielleicht solltest du dann die Möglichkeit in betracht ziehen, dass sich gewisse sozialutopische Modelle nicht ohne weiteres gegen die grundlegende Natur des Menschen durchsetzen lassen können.

    Dazu bedarf es meiner Meinung nach neue, einer breiten Masse zugängliche Technologien. Durch bloße Sprach- und Geselschaftsspiele (Erziehung, Paradigmenwechsel, andere Wirtschaftssysteme) lässt sich so etwas auf Dauer nicht durchsetzen.

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  21. „Das mit dem naturalistischen Fehlschluss hast du aber verstanden, ja?“

    *kopschüttel*
    MSS behauptet den Fehlschluss verstanden zu haben, aber behaupt im Gegenzug, dass man dafür aber herausleiten kann, was für den Menschen nicht geeignet ist. Dies erklärt er am Beispiel von Hühnern und deren Scharen. Danach vergleicht er dies mit der christlichen Sexualmoral und die daraus hergeleiteten Geistesschwächen/seelischen Störungen, die durch das konsequente Befolgen entstehen.

    Nach denselben Schema kann im gleichen Atemzug mein genanntes Beispiel benutzen werden, denn es wird nicht aus der Natur hergeleitet, was man machen soll, sondern was mit absoluter Gewissheit scheitern wird. Dies ist ganz im Sinne des „evolutionären Humanismus“.

    Leider habe ich das Werk nicht mehr, um nochmals nachzuschauen.

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  22. „getretene Hunde bellen.“

    Dass das eher ein Argument gegen das Treten als gegen das Bellen ist, ist dir aber klar?

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  23. el schwalmo

    „Beides ist falsch. Das liegt im zweiten Thread daran, dass proximate und ultimate Ursachen eher zufällig korrellieren.“

    Gilt das für alle Lebewesen, oder nur für den Menschen?

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  24. folgsam

    === schnipp ===
    Das mit dem naturalistischen Fehlschluss hast du aber verstanden, ja?
    === schnapp ===

    Thread 1: aus Sein folgt Sollen

    Thread 2: aus Sein folgt Erklärung

    Beides ist falsch. Das liegt im zweiten Thread daran, dass proximate und ultimate Ursachen eher zufällig korrellieren. Das hat sich in ‚gewissen Kreisen‘ vermutlich noch nicht hinlänglich herumgesprochen.

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  25. Wenn mehr als ein Auto entgegenkommt, sollte man ins Grübeln kommen und nicht jedes Mal ‘Schon wieder ein Geisterfahrer!’ rufen.

    Glashaus und Steine…, um einen anderen Vergleich mit Bart zu bemühen.

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  26. @El Schwalmo
    Polemik ist halt das einzige, was viele „neue Atheisten“ können. Vor allem die Hardliner agieren so. Ein ganz bestimmter Zeitgenosse arbeitet jetzt z.B. mit Umwege mit der GBS zusammen.

    „wenn er auch nur ein einziges Buch oder Essay des Vorstandssprechers oder des Stiftungsgründers gelesen hätte.“

    Mir standen stellenweise die Haare zu berge, als ich das Manifest gelesen hatte. Die Idee des negativen Herleiten aus tierischen Verhaltensweisen ist absurd und dient ohne weiteres dazu, um die aktuellen Herschaftsverhältnisse zu legitimieren. Konstruiertes Beispiel: Bei allen Arten haben Gruppen einen Anführer, der besondere Privilegien (Fortpflanzungsvorrecht) aufweist. Daher werden alle Versuche beim Menschen scheitern, eine Gesellschaft ohne Anführer zu erschaffen. Amen, schon hätte man ein idealen Religionsersatz und statt des Gottesgnadentum, dass Naturgnadentum. *kopfschüttel*

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  27. Bruno

    === schnipp ===
    Ich habe einen Kommentar zu der Bingener-Polemik verfasst
    === schnapp ===

    genauer: Du hast Bingener in puncto Polemik um Längen geschlagen.

    Und noch was: getretene Hunde bellen.

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  28. El Schwalmo, Deine Geisterfahrer-Metaphern sind echt so alt wie Du. „Eingedenk der Häufigkeit mit der du diese Metapher schon auf diesem Blog formuliert hast liegt wohl der Schluss nahe, dass du der “Geisterfahrer” bist.“ 🙂

    Also nochmal, zum Mitmeißeln, auch für übelleaunige Greise:

    Deine „ironisch“ zitierte (!) Bemerkung der „Ehefrau des Bischofs von Worcester“ ist ein gutes Äquivalent zu der wahrscheinlichen Wirkung der Polemik des Herrn Bingener.

    Es zeigt, dass da im Anschluss an eine Nachricht von Insidern an Insider von armen, unbeteiligten Laien Begriffe durcheinandergewürfelt werden, die mit der eigentlichen Botschaft nichts mehr oder nur sehr wenig zu tun haben.

    Und mit Politik war nicht die Biologie des Menschen sondern – in diesem konkreten Fall – sein Journalismus gemeint.

    … 90% aller Schädelbrüche sind die Folge von Mißverständnissen …

    P.S. den Kommentar in der Mod-Schleife bitte löschen!

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  29. „Wenn mehr als ein Auto entgegenkommt, sollte man ins Grübeln kommen und nicht jedes Mal ‘Schon wieder ein Geisterfahrer!’ rufen.“

    Eingedenk der Häufigkeit mit der du diese Metapher schon auf diesem Blog formuliert hast liegt wohl der Schluss nahe, dass du der „Geisterfahrer“ bist. 😉
    Das nahe liegende ist natürlich nicht zwangsläufig auch das richtige, aber vielleicht solltest du diese Möglichkeit trotzdem mal in Betracht ziehen.

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  30. Sapere Aude

    === schnipp ===
    Darauf, dass die Wertung nicht ehrenrührig ist, hast Du Dich höchstens mit Dir selbst geeinigt.
    === schnapp ===

    och, da sind schon noch ein paar andere Menschen meiner Meinung. Kein Problem, falls Du nicht bei uns mitspielen möchtest.

    === schnipp ===
    Der Mensch stammt von einem gemeinsamen Vorfahren des heutigen Affen und des heutigen Menschen ab – und nicht, wie Deine zitierte Bemerkung impliziert – quasi übergangslos von dem heutigen Affen. Diese groteske Vorstellung verliert nämlich ihren Schrecken, macht man sich klar, das zwischen den Stammbäumen ein paar Jährchen liegen.
    === schnapp ===

    Sorry, hier liegst Du vollkommen falsch. Meine Bemerkung impliziert nichts, sondern sagte expressis verbis, dass der gemeinsame Vorfahre einem rezenten Menschenaffen gleicht, und dass man, falls man so ein Wesen zufällig finden würde, dieses als ‚Affe‘ klassifizieren müsste. Was ist denn ‚grotesk‘ daran, dass der Mensch sich auch körperlich gewaltig weiter entwickelt hat, währen die Menschenaffen immer noch so aussehen wie unsere gemeinsamen Vorfahren? Solange uns kein Tier widerspricht, sind wir die Krone der Evolution.

    === schnipp ===
    Aber, eben, wie gesagt, Dein Zitat zeigt es recht deutlich, es geht um um Politik – also um die Bestärkung von undifferenzierten Vorurteilen und und nicht um eine ideologiefreie, sachlich-kritische Auseinandersetzung um Fakten.
    === schnapp ===

    Ideologiefrei, sachlich-kritisch betrachtet, sah der gemeinsame Vorfahr nicht viel anders aus als die Menschenaffen, die heute herumlaufen. Das ist ein differenziertes Urteil, das nichts mit Politik zu tun hat, sondern auf biologischem Fachwissen basiert. Dreimal darfst Du raten, warum man Menschenverwandte mit so hübschen Namen wie Ramapithecus, Australopithecus etc. belegte. Was könnte man hier wohl aus dem Namen schließen?

    === schnipp ===
    Gott gebe Dir die Fähigkeit Ironie zu formulieren!
    === schnapp ===

    Wenn mehr als ein Auto entgegenkommt, sollte man ins Grübeln kommen und nicht jedes Mal ‚Schon wieder ein Geisterfahrer!‘ rufen.

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  31. Darauf, dass die Wertung nicht ehrenrührig ist, hast Du Dich höchstens mit Dir selbst geeinigt.

    Der Mensch stammt von einem gemeinsamen Vorfahren des heutigen Affen und des heutigen Menschen ab – und nicht, wie Deine zitierte Bemerkung impliziert – quasi übergangslos von dem heutigen Affen. Diese groteske Vorstellung verliert nämlich ihren Schrecken, macht man sich klar, das zwischen den Stammbäumen ein paar Jährchen liegen.

    Aber, eben, wie gesagt, Dein Zitat zeigt es recht deutlich, es geht um um Politik – also um die Bestärkung von undifferenzierten Vorurteilen und und nicht um eine ideologiefreie, sachlich-kritische Auseinandersetzung um Fakten.

    Gott gebe Dir die Fähigkeit Ironie zu formulieren!

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  32. Hans-Wurst

    === schnipp ===
    Ich frag mich bei manchen von euch ob ihr nicht besser auf kreuz.net schreiben solltet.
    === schnapp ===

    und bei Dir frage ich mich, warum Du, falls Du ein Argument haben solltest, es nicht einfach postest.

    Oder wolltest Du uns sagen:

    Auf, lasst uns sein ein einig Volk von Krähen,
    Nicht in die Augen, in der Stunde der Gefahr!

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  33. Nickpol

    === schnipp ===
    Abgestammt von den Affen! Lass uns hoffen, dass es nicht wahr ist, aber falls doch, lass uns beten, dass es nicht allgemein bekannt wird.
    === schnapp ===

    yepp, danke, dass Du mir die Mühe, es herauszusuchen, erspart hast.

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  34. Sapere aude

    === schnipp ===
    Und es ist nichts ehrenrühriges daran, zu erwähnen, dass MSS sich als Philosoph bezeichnet. Allein, festzustellen, dass er es “gerne” täte, ist wertend. Und das sollte es ja auch sein, darauf hatten wir uns ja inzwischen geeinigt.
    === schnapp ===

    eben. Und darauf, dass das nicht ehrenrührig ist.

    === schnipp ===
    Dein Zitat macht sehr deutlich was das Problem an dem Artikel in der FAZ ist. Der Mensch stammt eben nicht vom Affen ab.
    === schnapp ===

    Selbstverständlich stammt der Mensch vom Affen ab. Das Wesen, das den Vorfahr des heutigen Menschen und der heutigen Menschenaffen bildete, sah den heutigen Menschenaffen ähnlich. Wenn so ein Wesen irgendwo herumliefe, würde kein Mensch (und vor allem kein Biologie mit Grundkenntnissen in Systematik) dieses Wesen anders denn als ‚Affe‘ bezeichnen. Im Englischen vielleicht allerdings als ‚ape‘ und nicht als ‚mokey‘.

    === schnipp ===
    Und die GBS ist keine Privatfehde eines bekloppten Millionärs und eines arbeitsscheuen Gammlers.
    === schnapp ===

    ‚Bekloppt‘ und ‚arbeitsscheu‘ scheinen mir im Text nicht vorzukommen.

    === schnipp ===
    Du glaubst wohl, dass das, was wir hier oder in Kommentaren und Leserbriefen schreiben irgendwen da draußen, der am Frühstückstisch die Seite drei mal eben fix überfliegt, interessiert? Gott bewahre Dir Deinen Optimismus!
    === schnapp ===

    Gott bewahre Dir Deine Fähigkeit, Ironie zu verkennen. Lies mal das Zitat, das Nickpol freundlicherweise in guter Übersetzung zitiert hat und setze das in Bezug zu dem, ich geschrieben habe. Dann solltest Du meinen Text verstehen.

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  35. Ich entschuldige mich an der gesamten Community des Blogs, dass ich mich nicht verhemmt zu eurer Entscheidung positioniert hatte. Wie auch, dass ich trotz Anraten von einem guten Freund, Phillipp Möller mit in den Kreis der “sieben Gottlosen” genommen hatte, der sich allmählich zu einem neuen Medienschwein entwickelt. Ich hasse den Begriff der “sieben Gottlosen” vollends.

    Hört, Hört!

    Ich frag mich bei manchen von euch ob ihr nicht besser auf kreuz.net schreiben solltet.

    So tief könnte ich nie sinken.

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  36. Die buskampagne hätten wir auch ohne Weiteres online planen und vollziehen können, so wie nickpol es auch gewünscht hat. Ich bräue den Tag, als ich zugestimmt hatte, dass man innerhalb eines kleinen Kreisen weiter planen will.

    Die Aussage war, man möchte nicht mit Personen zusammenarbeiten, die sich hinter einem Pseudonym verstecken. Weiter brauch ich nicht zu reden, denn dazu hast du genug Insiderwissen.

    Ich entschuldige mich an der gesamten Community des Blogs, dass ich mich nicht verhemmt zu eurer Entscheidung positioniert hatte.

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  37. px456, Macht muss eingehegt werden, weil die Mächtigen ihre Macht um jeden Preis mißbrauchen. Immer. Es bedarf aber leider auch der Mächtigen, trotz alledem.

    Es braucht aber auch eine Kontrollinstanz – die demokratischen Debatte und Abstimmung.

    Das muss sich im Neuen Deutschen Atheismus dringend ändern. Wenn es diese Erkenntnis ist, die uns aus den letzten Auseinandersetzungen erwuchs, dann ist das doch schon viel.

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  38. Ja, ich dachte, dass die von Dir aufgezählten Sachen alle klar wären, ohne sie noch ausführen zu müssen. Selbstverständlich wirst Du auch als Philologe, Soziologie, Politikwissenschaftler, Historiker, Psychologe, Pädagoge, Mathematiker, Natur- und Wirtschaftswissenschaftler zum Dr. phil. promoviert und bist damit offiziell Doktor der Philosophie.

    Und es ist nichts ehrenrühriges daran, zu erwähnen, dass MSS sich als Philosoph bezeichnet. Allein, festzustellen, dass er es „gerne“ täte, ist wertend. Und das sollte es ja auch sein, darauf hatten wir uns ja inzwischen geeinigt.

    Dein Zitat macht sehr deutlich was das Problem an dem Artikel in der FAZ ist. Der Mensch stammt eben nicht vom Affen ab. Und die GBS ist keine Privatfehde eines bekloppten Millionärs und eines arbeitsscheuen Gammlers.

    Du glaubst wohl, dass das, was wir hier oder in Kommentaren und Leserbriefen schreiben irgendwen da draußen, der am Frühstückstisch die Seite drei mal eben fix überfliegt, interessiert? Gott bewahre Dir Deinen Optimismus!

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  39. „Neuer Atheismus“? Lol. So ein Schwachsinn. Wenn ich mich nur mal an die Konferenz erinnere, wo der Müller die Brights vorgestellt hat. *kopfschüttel* Dort wurde auch dagelegt, dass der Unterschied zwischen dem „alten“ und dem „neuen Atheismus“ sei, dass man sich früher für eine Trennung des 1. und 2. Standes eingesetzt hat. Dies sei jetzt nicht mehr erforderlich. Diese Behauptung ignoriert vollends, dass sich die damaligen Raubstrukturen nur an den objektiven Entwicklungsstand der Menschheit angepasst haben. Der Adel trägt heute ein neues Gewand, die Religion noch nicht. Doch dies wird nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die bisherigen Raubideologien durch eine neue ersetzt werden, wie etwa den „evolutionären Humanismus“.

    Der „neue Atheismus“ taugt so wenig, wie der „evolutionäre Humanismus“ oder die Lehre, man müsse versuchen den Status einer Weltanschauung zu erreichen. All dies wird überhaupt nichts am Ist-Zustand ändern – was damit auch nicht möglich wäre – und damit keine Trennung von Kirche und Staat erreichen. Natürlich ist es ebenfalls irrgläubig, man könnte dies nur durch die Beseitigung der Kirche erreichen. Raubideologie ohne Raubökonomie zu entfernen, klappt genauso wenig, wie umgekehrt. Nur beides zusammen kann erfolgreich in den Exitus geschickt werden.

    @sapere aude:
    Deine wohlgeliebte GBS besitzt eine Reihe von brillianten Persönlichkeiten, die die Fähigkeiten eines Pfarres haben – Menschenmanipulation. Selbst als Opfer gebranntmarkt und allmählich wieder klar im Kopf, kann ich dir nur sagen, dass viele Entscheidungen auch rund um die Buskampagne einfach falsch waren. Doch jetzt kann man nix mehr ändern. Die könnten selbst Kinder fressen, dies wurde keinen mehr stören, denn solange etwas passiert, ist alles in Ordnung.

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  40. @El Schwalmo, meinst du dieses Zitat
    Abgestammt von den Affen! Lass uns hoffen, dass es nicht wahr ist, aber falls doch, lass uns beten, dass es nicht allgemein bekannt wird.
    Ehefrau des Bischofs von Worcester über die Evolutionstheorie

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  41. sapere aude

    === schnipp ===
    El Schwalmo, ich denke, nach einer Promotion zum Doktor philosophiae mit einer allgemein philosophischen Fragestellung wie der “Erkenntnis aus Engagement. Grundlegungen zu einer Theorie der Neomoderne.” darf man sich gerne auch Philosoph nennen.
    === schnapp ===

    ‚Philosoph‘ ist keine geschützte Berufsbezeichnung, daher darf man das gerne tun. Wenn man wie Otto Normalverbraucher denkt, vermutet man, dass ein promoviertert Philosoph Philosophie studiert hat und in diesem Fach promovierte. Einen ‚Dr. phil.‘ hätte ich auch erhalten, wenn ich mich an meiner Uni mit einem rein biologischen oder chemischen Thema ohne irgendwelches philosophisches Feigenblatt promoviert hätte.

    Es ist also nicht ehrenrührig, zu sagen, dass MSS sich als Philosoph bezeichnet.

    === schnipp ===
    In der publikumsstarken FAZ hat er nichts zu suchen, weil er in der Rubrik politische Analysen von Laien gelesen wird und so einen Eindruck erzeugt, der fatale Konsequenzen für das Image des deutschen Atheismus hat.
    === schnapp ===

    Wie sagte eine Holde nach der Huxley-Wilberforce-Debatte so schön (sinngemäß frei nach meinem anerkannt schlechten Gedächnis zitiert, ich kann die Quelle und das Original-Zitat gerne nachliefern, falls es der Wahrheitsfindung dient): ‚Der Mensch stammt vom Affen ab, schockierend! Lasst uns beten, dass das falsch ist, oder falls nicht, dass es sich wenigstens nicht herumspricht!‘

    === schnipp ===
    Der Artikel ist inhaltlich korrekt – formal aber eine Sauerei. Denn welche Möglichkeit hat der Neue Atheismus, auf diese Polemik angemessen zu reagieren?
    === schnapp ===

    Durch Leserbriefe, Diskussionen auf Blogs wie diesem? Dadurch. dass man MSS ein Megaphon vor den Mund hält?

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  42. El Schwalmo, ich denke, nach einer Promotion zum Doktor philosophiae mit einer allgemein philosophischen Fragestellung wie der „Erkenntnis aus Engagement. Grundlegungen zu einer Theorie der Neomoderne.“ darf man sich gerne auch Philosoph nennen.

    Der Artikel ist fett überschrieben mit „Die Agenda des Neuen Atheismus“. Zum Neuen Atheismus zähle ich mich auch. Und was die „Strategien“ der GBS betrifft: Die GBS ist eine Organisation, die Öffentlichkeitsarbeit macht zu der auch die gezielte Platzierung von Informationen gehört. Das ist keine „Strategie“, das ist Tagesgeschäft einer PR-Agentur – mal von der inhaltlichen Qualität der „Strategien“ der GBS ganz zu schweigen.

    Aber Du bist ein altes Schlitzohr, El Schwalmo, packst mich bei meiner Ehre und machst Dich über mich lustig. Neinneinnein, was bist du doch für ein Schelm.

    Selbstverständlich kündigte keiner die Zusammenarbeit mit der Buskampagne – auch wenn die Gestaltung am Ende undemokratisch war.

    Aber ja, das spricht selbstverstädnlich ein wesentliches Problem an: Wir haben eine PR-Agentur, die nicht fragt, was ihre Kunden denken.

    El Schwalmo, Du fragst, ob ein an sich korrekter Text an der falschen Stelle erschienen ist. Der Text gehört stilistisch zu kath.net oder idea. Dort bestätigen sich Fundamentalisten aller Couleur (Atheisten wie Christen) gegenseitig ihre Stereotype.

    In der publikumsstarken FAZ hat er nichts zu suchen, weil er in der Rubrik politische Analysen von Laien gelesen wird und so einen Eindruck erzeugt, der fatale Konsequenzen für das Image des deutschen Atheismus hat.

    Der Artikel ist inhaltlich korrekt – formal aber eine Sauerei. Denn welche Möglichkeit hat der Neue Atheismus, auf diese Polemik angemessen zu reagieren?

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  43. Andreas A.

    === schnipp ===
    Sobald du dich als Atheist bekennst und dich in der Öffentlichkeit darstellst, wirst du ein gefundenes Fressen für die Atheisten Jäger! Da brauchen wir uns nichts vormachen.
    === schnapp ===

    geht Dein Argument in etwa in die Richtung: „Damit das Fressen noch gefundener wird, müssen wir uns, zusätzlich zum Outen als Atheisten, auch noch dumm anstellen“?

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  44. „Aber dabei sollte sie auf Albernheiten verzichten, die für ihre Gegner zu willkommenen ‘easy targets’ werden.
    ‘Susi Neunmalklug’, die ‘Naked Apes’ oder die missglückte Begründung für den Evolutionstag waren ein gefundenes Fressen für Atheisten-Jäger.“

    Sobald du dich als Atheist bekennst und dich in der Öffentlichkeit darstellst, wirst du ein gefundenes Fressen für die Atheisten Jäger! Da brauchen wir uns nichts vormachen.

    Die „Gegenseite“ (und wir selbst!) sind es im Moment einfach nicht gewohnt uns so öffentlichkeitswirksam darstellen zu können. Deshalb sollten wir uns auch nicht zu sehr zurücknehmen!

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  45. Herr Bingener schreibt: „Dass er beim Geburtstags-Event in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt nicht aus der mannshohen Plastik-Torte auf der Bühne hervorsprang, blieb die eigentliche Überraschung der Veranstaltung. Man beließ es dabei, einen Schauspieler in der Rolle des bärtigen Darwin eine Rede halten zu lassen. Zum äußerlichen gesellt sich der inhaltliche Darwin-Klamauk.“

    Die Albernheit eines aus einer mannshohen Plastik-Torte springenden und als Darwin verkleideten Strippers würde in der Tat nur durch den liturgischen Klamauk der sonntäglichen Kirchenshows überboten: Lustig gewandete Herren brabbeln im Angesicht einer auf Bretter genagelten Holzfigur wirres Zeugs vor sich hin.

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  46. LinuxBug

    === schnipp ===
    Also ich sehe keine inhaltliche Kritik am „Neuen Atheismus“, es wird sich lediglich über MSS und co lustig gemacht, was teilweise berechtigt ist, andererseits aber auch irgendwie schade, dass überhaupt nicht auf die Argumente eingegangen wird.
    === schnapp ===

    stimmt. Aber das war auch nicht mein Punkt. Mir geht es darum, dass das, was die GBS macht, für das, wofür andere Freidenker stehen, kontraproduktiv ist. Eben deshalb, weil die GBS das Klappern über das Geschäft stellt. Klar, der Zweck heiligt die Mittel, aber man sollte nicht vergessen, dass man mit den Mitteln den Zweck auch zerstören kann.

    === schnipp ===
    Mich würde interessieren, wer die Punkte, die Bingener dargestellt hat, inhaltlich widerlegen kann.

    Ich weiß nicht, ob ich die Punkte „inhaltlich“ widerlegen kann, da mich das meiste gar nicht interessiert. (Warum sollte ich widerlegen wollen, wer hinter GBS steckt? Ich mein, ich kenne diese Leute ja nicht, woher soll ich wissen, ob sie es verdienen so beschrieben zu werden…)
    === schnapp ===

    Du hast Recht, ich habe vollkommen falsch formuliert. So, wie Du mich zitiert hast, muss man ‚inhaltlich‘ auf Inhalte beziehen. Ich hätte ‚Strategie‘ oder was in der Richtung schreiben müssen.

    Ab hier sind die kursiven Passagen Zitate aus Bingener.

    === schnipp ===
    Die Autoren des Buches deklinieren die Evolutionstheorie bis in die Grundfragen der Lebensführung herab:

    Nun, ich hab das Buch nicht gelesen, aber wenn das nur Kritik daran ist, dass man menschliche Triebe evolutionär erklärt, dann ist die Kritik im Grunde gegenstandslos… (Kann auch sein, dass die, die kritisiert werden, einen (echten) „biologischen Determinismus“ (also dass z.B. alle Charakterzüge schon in den Genen festgelegt wären…) vertreten und zurecht kritisiert werden.)
    === schnapp ===

    Das ist ein weites Feld. Wie gesagt, man kann die Soziobiologie und die darauf aufbauende Evolutionäre Psychologie sehr scharf kritisieren. Es gibt sehr gewichtige wissenschaftstheoretische und auch empirische Einwände gegen die Betrachtungsweise, die man beispielsweise in dem Buch von Junker und Paul findet. Die Frage ist, wie man ‚Evolutionstheorie‘ hier definiert. Die biologische macht keinen Sinn, wenn man ‚Evolution‘ aber weiter fasst und darunter auch die kulturelle Evolution versteht, ist das in Ordnung. Das Problem der Evolutionären Psychologie ist aber, die kulturelle Evolution mit der biologischen ‚erklären‘ zu wollen. Das ist ein Kategorienfehler, weil man die proximaten Ursachen mit den ultimaten erklären will. Beide stimmen nur eher zufällig manchmal überein. Details findest Du beispielsweise in

    Leonhard, H.-W. (2008) ‚Recht und Grenzen evolutionsbiologischer Betrachtungen im Bereich des Humanen‘ in: Antweiler, C.; Lammers, C.; Thies, N.; (Hrsg.) ‚Die unerschöpfte Theorie. Evolution und Kreationismus in Wissenschaft und Gesellschaft‘ Aschaffenburg, Alibri S. 143-156

    === schnipp ===
    Wäre es nicht schön, wenn die „weltanschaulichen Absichten“ des Autors „unmittelbar einsichtig“ sind, dann könnte ich mir das spekulieren sparen, warum er auf diesem Niveau schreibt, bzw was er damit erreichen will…
    === schnapp ===

    Nun ja, wenn man Bingener vorhält, dass er nicht sagt, warum er diese Kritik auf diese Weise übt, kann man Junker auch vorhalten, warum er nicht darstellt, aus welchen Gründen er für Evolutionäre Psychologie eintritt. Hier muss ich weniger spekulieren als bei Bingener.

    === schnipp ===
    Mit geradezu exegetischer Akribie versuchen sie deshalb den Beweis zu führen, dass Darwin von den Sozialdarwinisten, die das Motiv des Überlebenskampfs auf das menschliche Zusammenleben übertrugen, missverstanden worden sei.

    Will da der Autor darauf hinaus, dass Darwin selbst Sozialdarwinist war? (Oder macht er sich wieder nur über die „Neuen Atheisten“ lustig?)
    === schnapp ===

    Er geht auf die Gegenkritik der Neuen Atheisten ein. Darwin war Kind seiner Zeit.

    === schnipp ===
    Im Unterschied zu den organisierten Konfessionslosen anderer Verbände hat der Neue Atheismus der Bruno-Stiftung gelernt, seine Inhalte so zu konfigurieren, dass deren weltanschauliche Absicht nicht unmittelbar einsichtig ist.

    Glaub ich nicht… eher im Gegenteil. GBS haben eine Ideologie (evolutionärer Humanismus), die sie vertreten können (und von MSS und co vorangetrieben werden). Andere Organisationen hingegen sind sich oft nicht einig, was sie genau vertreten sollen. Inwieweit sie nicht Mitglieder verschrecken, wenn sie zu konkrete Aussagen machen oder bestimmte Werte aufstellen. Und so weiter. (Ich weiß nicht, was er an der Buskampagne auszusetzen hat. Immerhin werden die Infos über die Verbindung zur GBS nicht wirklich verschleiert oder was. Im Gegenteil sind sie sogar die Quelle für die Angaben, die der Autor macht.)
    === schnapp ===

    Ich bin mir nicht so sicher, ob der ‚Evolutionäre Humanismus‘ nicht in weiten Teilen eine gut getarnte Ideologie darstellt. Wenn man davon ausgeht, dass die Evolutionäre Psychologie wenig taugt und weiter fragt, warum sich wer aus welchen Gründen wie auf Evolution stützt, sieht die Sache durchaus anders aus, als wenn man meint, durch diese vorgeblich aus der Steinzeit anselektierten Verhaltensweisen Erklärungen für kulturelle Universalien gewinnen zu können.

    === schnipp ===
    Den neuen Atheisten kommt dabei zugute, dass ihnen – den Kämpfern gegen gewaltschürende und repressive Religion – aggressives und kulturkämpferisches Verhalten zugestanden wird, das religiösen Akteuren als Fundamentalismus ausgelegt würde.

    a) wurden sie jetzt schon öfters als Fundamentalisten bezeichnet.
    b) haben sie auch Argumente, auf die man eingehen kann…
    === schnapp ===

    Problematisch. Schau mal was beispielsweise folgsam auf meine Einwände gegen die Form der Agitation der GBS üblicherweise schreibt (nicht nur in diesem Forum). Das ist in etwa das, was Bingener zum Ausdruck bringen möchte. Es geht auf dieser Ebene gar nicht um die Argumente, sondern darum, dass die Neuen Atheisten eben oft nicht mit Argumenten arbeiten. Neu ist ja nicht der Inhalt der Kritik, sondern die Form.

    === schnipp ===
    Ich wär jetzt schon der Meinung, dass inhaltliche Kritik nicht wirklich gebracht oder nur angedeutet wird… (sich über etwas lustig machen ist keine inhaltliche Kritik, weil etwas das lustig bzw. lächerlich ist, nicht automatisch auch gleich falsch sein muss…). Kann schon sein, dass es auch berechtigte Kritik am Inhalt gibt, aber die wurde hier nicht wirklich geäußert (bzw. erläutert) – aus welchen Gründen auch immer…
    === schnapp ===

    Das ist genau das Wasser auf meine Mühlen. Durch die schlechte Form der Kritik wird es dem weltanschaulichen Gegner ermöglicht, von den Inhalten abzulenken, vor allem, wenn die Kritik an der Form berechtigt ist. Dann werden die besten Argumente sinnlos, denn die beachtet dann niemand mehr.

    Damit wir uns nicht falsch verstehen: selbstverständlich ist es richtig und wichtig, Aufmerksamkeit zu erregen. Es geht dabei aber darum, dass das dazu führt, sich mit den Inhalten der Kritik zu befassen, und nicht darum, dass aufgrund der Aufregung über die Form niemand mehr auf die Inhalte achtet.

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  47. Richtig liegt die gbs, wenn sie sich nicht nur an die Hirne, sondern auch an die Herzen wenden möchte. Humor, Lebensfreude — sie darf durchaus transportieren, was MSS den „aufgeklärten Hedonismus“ nennt.

    Aber dabei sollte sie auf Albernheiten verzichten, die für ihre Gegner zu willkommenen ‚easy targets‘ werden.

    ‚Susi Neunmalklug‘, die ‚Naked Apes‘ oder die missglückte Begründung für den Evolutionstag waren ein gefundenes Fressen für Atheisten-Jäger. Nicht immer gilt: „Die schlechteste Presse ist: überhaupt keine Presse.“

    Unsere Umfragewerte möchte ich derzeit lieber nicht wissen… 😉

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  48. folgsam

    === schnipp ===
    Als Polemik ist der Text ja offenbar gut gelungen.
    === schnapp ===

    Eben. Eine gute Polemik kann man nur schreiben, wenn das, was man darstellt, auch inhaltlich etwas aussagt. Das war mein Punkt.

    === schnipp ===
    Wie gesagt, wirklich extrem sauer stößt mich nur die Passage mit dem Rassismus auf. Sowas darf sich selbst in einer Polemik nicht einschleichen.
    === schnapp ===

    Sehe ich auch so. Aber, wie gesagt, da stand ‚ikonographischer Rassismus‘. Keine Ahnung, was uns der Autor damit sagen möchte.

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  49. el schwalmo

    „Aber leider auslässt, dass das undemokratische Vorgehen nicht nur, aber auch, der gbs bei der Auswahl des Slogans für die Buskampagne so unrühmlich war, dass selbst eingefleischte Atheisten massenhaft die Zusammenarbeit kündigten?“

    Inwiefern die gbs Einfluß auf die Sloganwahl genommen hat gehört sicherlich zu deinem insider wissen, nehm ich an, ja?

    Als Polemik ist der Text ja offenbar gut gelungen.

    Wie gesagt, wirklich extrem sauer stößt mich nur die Passage mit dem Rassismus auf. Sowas darf sich selbst in einer Polemik nicht einschleichen.

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  50. Sapere aude

    === schnipp ===
    So schreibt er zum Beispiel, dass sich der promovierte Philosoph MSS „gerne als Philosoph“ bezeichnet,
    === schnapp ===

    wieder was gelernt. Nach einem Diplom in Erziehungswissenschaften kann man promovierter Philosoph werden.

    === schnipp ===
    schreibt von „Eingemeindungsstrategie“ und „das Feld beherrschen“ wobei die Worte „Strategie“, „Gewandtheit“ oder „Suggestion“ gern und oft fallen, um die Perfidie des „organsierten Atheismus“ so richtig zu Tage treten zu lassen.
    === schnapp ===

    Eigentlich eher für das, was die GBS treibt, oder sehe ich das falsch?

    === schnipp ===
    Der Artikel ist eine Polemik, die es auch gern geben darf und selbstverständlich wesentliche Schwächen des „organiserten Atheismus“ anspricht.
    === schnapp ===

    Aber leider auslässt, dass das undemokratische Vorgehen nicht nur, aber auch, der gbs bei der Auswahl des Slogans für die Buskampagne so unrühmlich war, dass selbst eingefleischte Atheisten massenhaft die Zusammenarbeit kündigten?

    === schnipp ===
    Im politischen Teil der FAZ hat er nichts zu suchen. Schon gar nicht bei den Analysen.
    === schnapp ===

    Also ist ein an sich korrekter Text an der falschen Stelle erschienen? Wollen wir einfach so tun, als würde der Text hier auf dem Blog stehen?

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  51. Also ich sehe keine inhaltliche Kritik am „Neuen Atheismus“, es wird sich lediglich über MSS und co lustig gemacht, was teilweise berechtigt ist, andererseits aber auch irgendwie schade, dass überhaupt nicht auf die Argumente eingegangen wird.

    === schnipp ===
    Mich würde interessieren, wer die Punkte, die Bingener dargestellt hat, inhaltlich widerlegen kann.
    === schnapp ===
    Ich weiß nicht, ob ich die Punkte „inhaltlich“ widerlegen kann, da mich das meiste gar nicht interessiert. (Warum sollte ich widerlegen wollen, wer hinter GBS steckt? Ich mein, ich kenne diese Leute ja nicht, woher soll ich wissen, ob sie es verdienen so beschrieben zu werden…)

    Bisschen was kritisieren, lässt sich aber immer…

    === schnipp ===
    Die Autoren des Buches deklinieren die Evolutionstheorie bis in die Grundfragen der Lebensführung herab:
    === schnapp ===
    Nun, ich hab das Buch nicht gelesen, aber wenn das nur Kritik daran ist, dass man menschliche Triebe evolutionär erklärt, dann ist die Kritik im Grunde gegenstandslos… (Kann auch sein, dass die, die kritisiert werden, einen (echten) „biologischen Determinismus“ (also dass z.B. alle Charakterzüge schon in den Genen festgelegt wären…) vertreten und zurecht kritisiert werden.)

    Wäre es nicht schön, wenn die „weltanschaulichen Absichten“ des Autors „unmittelbar einsichtig“ sind, dann könnte ich mir das spekulieren sparen, warum er auf diesem Niveau schreibt, bzw was er damit erreichen will…

    === schnipp ===
    Mit geradezu exegetischer Akribie versuchen sie deshalb den Beweis zu führen, dass Darwin von den Sozialdarwinisten, die das Motiv des Überlebenskampfs auf das menschliche Zusammenleben übertrugen, missverstanden worden sei.
    === schnapp ===
    Will da der Autor darauf hinaus, dass Darwin selbst Sozialdarwinist war? (Oder macht er sich wieder nur über die „Neuen Atheisten“ lustig?)

    === schnipp ===
    Im Unterschied zu den organisierten Konfessionslosen anderer Verbände hat der Neue Atheismus der Bruno-Stiftung gelernt, seine Inhalte so zu konfigurieren, dass deren weltanschauliche Absicht nicht unmittelbar einsichtig ist.
    === schnapp ===
    Glaub ich nicht… eher im Gegenteil. GBS haben eine Ideologie (evolutionärer Humanismus), die sie vertreten können (und von MSS und co vorangetrieben werden). Andere Organisationen hingegen sind sich oft nicht einig, was sie genau vertreten sollen. Inwieweit sie nicht Mitglieder verschrecken, wenn sie zu konkrete Aussagen machen oder bestimmte Werte aufstellen. Und so weiter. (Ich weiß nicht, was er an der Buskampagne auszusetzen hat. Immerhin werden die Infos über die Verbindung zur GBS nicht wirklich verschleiert oder was. Im Gegenteil sind sie sogar die Quelle für die Angaben, die der Autor macht.)

    === schnipp ===
    Den neuen Atheisten kommt dabei zugute, dass ihnen – den Kämpfern gegen gewaltschürende und repressive Religion – aggressives und kulturkämpferisches Verhalten zugestanden wird, das religiösen Akteuren als Fundamentalismus ausgelegt würde.
    === schnapp ===
    a) wurden sie jetzt schon öfters als Fundamentalisten bezeichnet.
    b) haben sie auch Argumente, auf die man eingehen kann…

    Ich wär jetzt schon der Meinung, dass inhaltliche Kritik nicht wirklich gebracht oder nur angedeutet wird… (sich über etwas lustig machen ist keine inhaltliche Kritik, weil etwas das lustig bzw. lächerlich ist, nicht automatisch auch gleich falsch sein muss…). Kann schon sein, dass es auch berechtigte Kritik am Inhalt gibt, aber die wurde hier nicht wirklich geäußert (bzw. erläutert) – aus welchen Gründen auch immer…

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  52. Arrowman

    === schnipp ===
    Ich frage mich an dieser Stelle ob in Gießen heute noch Krea.. ich mein Intelligent Desing unterichtet werden würde, wenn es jene Artedoku nicht gegeben hätte.
    === schnapp ===

    in Gießen wird heute noch wie damals Kreationismus unterrichtet, allerdings vermutlich nicht mehr am Liebig-Gymnasium.

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  53. Der Artikel ist Mist, nicht weil der Autor nicht „meinen Stallgeruch hat“, sondern weil seine Formulierungen sich so anhören, als hätte er beim Besuch der Webseite der Giordano-Bruno-Stiftung die Maus nur mit Fingerspitzen angefasst und vor und nach dem Besuch der Darwin-Gedächtnisfeiern diveres Antikontaminationsmaßnahmen unternommen.

    So schreibt er zum Beispiel, dass sich der promovierte Philosoph MSS „gerne als Philosoph“ bezeichnet, schreibt von „Eingemeindungsstrategie“ und „das Feld beherrschen“ wobei die Worte „Strategie“, „Gewandtheit“ oder „Suggestion“ gern und oft fallen, um die Perfidie des „organsierten Atheismus“ so richtig zu Tage treten zu lassen.

    Der Artikel ist eine Polemik, die es auch gern geben darf und selbstverständlich wesentliche Schwächen des „organiserten Atheismus“ anspricht. Im politischen Teil der FAZ hat er nichts zu suchen. Schon gar nicht bei den Analysen.

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  54. In dem Artikel steht ja auch, dass die Art und Weise der Publikumswirksamkeit, wie sie die gbs erzielt, ‘Segen und Fluch zugleich’ ist. Nicht nur deshalb, weil das strahlende Licht nicht auf einen selber fällt. Es geht durchaus auch um Inhalte.

    Wohl war, die Amis sind da weiter, dort agiren Interessensgruppen, in dem sie Politiker mit gleichen Zielen fördern, und so gezielt „ihre“ Leute in entsprechende Positionen hiven die dann hoffentlich ihre Versprechen halten.
    Dies ist auf Dauer die nachhaltigere Strategie, als Schnellschüsse wie Darwintage usw.

    Ich denke die Lobbyarbeit humanistischer Organisationen in Deutschland sollte stärker auf die Politik wirken.

    Es brauch auch mehr mediale Kompetenz, amerikanische Organisationen sind in der Lage Ungerechtigkeiten so aufzupolieren das man im Fernsehen davon Notiz nimmt, bespielsweise Diskriminierung an Schulen auch durch das Establishment, das Lehrer deckt, die ihren Gott nicht zur Arbeit mit bringen.
    In Amerika kann man damit Lokalnachrichten füllen (Gerichtsverfahren leiten), hier reicht es, wenn zum Eckenbrüller.
    Ich frage mich an dieser Stelle ob in Gießen heute noch Krea.. ich mein Intelligent Desing unterichtet werden würde, wenn es jene Artedoku nicht gegeben hätte.

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  55. folgsam

    === schnipp ===
    Vielleicht für die ohne Hintergrundinformationen ;>
    === schnapp ===

    nun gibst Du den ‚Jungen vom Tale‘.

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  56. folgsam

    === schnipp ===
    Das heisst jedoch nicht, dass nicht alle am selben Strang ziehen würden.
    === schnapp ===

    eben das ist der Streitpunkt.

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  57. Sapere Aude

    === schnipp ===
    Aber, wer austeilt, muss auch einstecken können
    === schnapp ===

    aber klar doch.

    Du hast wunderbar ausgeteilt: der Autor hat nicht Deinen Stallgeruch, also taugt der Artikel nichts. Dafür darfst Du Dir was einstecken.

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  58. Jetzt mal Butter bei die Fische, El Schwal(l)mo!

    Du raunst hier was von „Hintergrundinformationen“ und dass in diesem Pamphlet mehr stünde, als uns je bekannt war.

    Ich wüßte gern, was Du in den Text konkret hineingeheimnisst, indem Du den „Alten vom Berge“ gibst.

    Im übrigen ist diese Abrechnung dieses studierten Theologen Bingener, der mit seiner Redakteurstätigkeit bei der FAZ “das Interesse an der gegenwärtigen Lage des Protestantismus von einer Neigung zur angenehmen Pflicht” machte, nichts anderes als eine widerliche Hetzschrift, die banale Wahrheiten so arrangiert, dass man annehmen muss, die deutschen Atheisten und ihre Vertreter in der Öffentlichkeit seien gewissenlose und korrupte, macht- und geldgeile stalinistische Nazikommunisten mit Neigung zu jeder Art von sexueller Paraphilie und sonstigem „schrankenlosen Hedonismus“.

    Aber, wer austeilt, muss auch einstecken können. :o)

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  59. el schwalmo

    „mir war nichts neu, ich schrieb ja, dass ich noch weitere Hintergrundinformationen habe.“

    Mit Hintergrundwissen angeben aber davon nichts rausrücken ist doch witzlos.

    „Sollte das stimmen, was darin steht, darüber müsste man natürlich diskutieren.“

    Ich weiß immer noch nicht, was da diskussionswürdiges drinstehen sollte.

    „Selbst wenn Menschen wie Du oder viele bei der gbs voll in Ordnung finden, wie MSS oder die gbs agi(ti?)ert“

    Mit dem Wort Agitation oder Agitprop kannst du mich nicht schocken, so seh ich das auch, nur bewerte ich es anders als du.

    „sollte doch auch klar werden, dass nicht nur Neid dahinter steckt, wenn man sieht, wer den Quotenatheisten gibt. In dem Artikel steht ja auch, dass die Art und Weise der Publikumswirksamkeit, wie sie die gbs erzielt, ‘Segen und Fluch zugleich’ ist. Nicht nur deshalb, weil das strahlende Licht nicht auf einen selber fällt. Es geht durchaus auch um Inhalte.“

    Ist doch nichts neues.
    Ich habe an anderer Stelle mal geschrieben, dass es säkulare Verbände gibt, die praktisch tätig werden und andere, für die die maximale Aussenwirkung im Vordergrund steht. Dass ein Verband nicht beides leisten kann und dass die einen von den anderen nicht bejubelt werden oder man sich manchmal sogar distanzieren muss, ist vielleicht auch klar. Das heisst jedoch nicht, dass nicht alle am selben Strang ziehen würden.

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  60. folgsam

    === schnipp ===
    Sag doch einfach frei heraus welche Neuigkeiten in dem Artikel verkündet werden, El Schwalmo. Mir fällt da auch nichts auf.
    === schnapp ===

    mir war nichts neu, ich schrieb ja, dass ich noch weitere Hintergrundinformationen habe. Es könnte aber sein, dass die anderen Menschen fehlen, und dafür ist der Artikel schon mal eine gute Basis. Sollte das stimmen, was darin steht, darüber müsste man natürlich diskutieren.

    Interessant ist vor allem, wie die gbs im ‚eigenen Lager‘ gesehen wird, und welche Rolle MSS aus der Sicht von Menschen spielt, die nicht der gbs angehören, oder ihr möglicherweise sogar angehören, aber sich nicht laut äußern.

    Ich finde es possierlich, dass mir Trinculo schreibt, dass in dem Artikel das Jahr steht, in dem KORSO gegründet wurde. Hätte er weiter gelesen, hätte er gefunden, warum KORSO gegründet wurde. Das wäre dann ein Beispiel für das gewesen, was man meiner Meinung nach diskutieren könnte.

    Selbst wenn Menschen wie Du oder viele bei der gbs voll in Ordnung finden, wie MSS oder die gbs agi(ti?)ert, sollte doch auch klar werden, dass nicht nur Neid dahinter steckt, wenn man sieht, wer den Quotenatheisten gibt. In dem Artikel steht ja auch, dass die Art und Weise der Publikumswirksamkeit, wie sie die gbs erzielt, ‚Segen und Fluch zugleich‘ ist. Nicht nur deshalb, weil das strahlende Licht nicht auf einen selber fällt. Es geht durchaus auch um Inhalte.

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  61. Sag doch einfach frei heraus welche Neuigkeiten in dem Artikel verkündet werden, El Schwalmo. Mir fällt da auch nichts auf.

    Dass du den Auftritt Darwins peinlich fandest hast du schon oft genug geschrieben (fand ihn anfangs doch auch ein wenig käsig, die Qualität der Rede hat mich dann jedoch überzeugt – im Gegesatz zu Bingener hätte ich es jedoch absolut genial gefunden, wäre der alte Knilch doch aus der Torte gesprungen) , doch darüber hinaus, was noch?

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  62. Trinculo

    === schnipp ===
    Der Rest ist überwiegend Meinungmache.
    === schnapp ===

    dann rate ich Dir, den Artikel noch einmal genauer zu lesen. Da steht vielleicht noch mehr als das, was Dir bekannt war.

    Vielleicht gehörst Du auch gar nicht zu der Zielgruppe dieses Artikels?

    Vielleicht interessiert genau das, was Dich nicht zu interessieren scheint, andere Menschen?

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  63. folgsam

    === schnipp ===
    Das war nur der hervorstechendste Punkt in dem Artikel und zugleich der katastrophalste, ist er doch mit einer unhaltbaren und direkten persönlichen Beleidigung verbunden.
    === schnapp ===

    schrieb der Autor nicht ‚ikonographischer Rassismus‘? Stimmt es nicht, dass Menschen wie Junker der Evolutionstheorie ‚einen Zug ins Frivole‘ zu geben versuchen?

    Zu dem Ansatz von Junker und Paul könnte man Vieles sagen. Ich würde nicht so weit gehen wie

    Dupré, J. (2006) ‚Darwin’s Legacy. What Evolution Means Today [2003]‘ Oxford, Oxford University Press

    und das Unternehmen als ‚Pseudowissenschaft‘ bezeichnen. Ich vermute aber, dass die Evolutionäre Psychologie inzwischen die Rolle der Psychoanalyse zu übernehmen scheint. Der Wahrheitsgehalt ist minderrangig, Hauptsache interessant und sie ernährt ihren Mann.

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  64. @El Schwalmo:
    Inhaltlich sehr interessant? 😆
    Was gibt es denn da an Inhalten?
    Das fängt an mit ein paar echten Fakten, wie
    -Die GBS will einen Evolutionsfeiertag einführen
    -Ihr Sitz ist in Mastershausen und MSS ist im Vorstand
    -Charles Darwin wurde am 12.2. vor 200 Jahren geboren
    -Zu diesem Anlass wurde eine Feier ausgerichtet
    -Werbeflächen für Busse sollen gemietet werden
    -KORSO wurde letztes Jahr gegründet
    -etc.
    Das war mir aber alles bereits bekannt.

    Geht über ein paar eigentlich allgemein bekannte Dinge, wie
    -dass mit einem Bestseller der Verfasser Geld verdient
    -dass eine Stiftung von irgendwem finanziert wird

    Bis hin zu völlig unwichtigen Dingen, wie dass MSS einen Ohrring trägt.
    Meine Güte, wen interessiert das?!
    Und ich wüsste auch nicht warum man irgendwas davon widerlegen sollte.

    Der Rest ist überwiegend Meinungmache.

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  65. Sabine Paul und Thomas Junker in die Nähe rassistischen Gedankengutes zu rücken entbehrt nicht nur jeder Grundlage, die Absichten des Autors treten auch klar hervor:
    Diskreditierung um jeden Preis ohne sich tiefer als oberflächlich mit der Materie auseinandergesetzt zu haben.
    Soweit ich ich mich erinnere, wurde das Bild eines männlichen Gorillas neben das Bild eines weißen, nackten Menschenmänchenoberkörpers gestellt, an eine direkte Verknüpfung mit barbusigen schwarzhäutigen Afrikanern und Afrikanerinnen kann ich mich zwar nicht erinnern, aber auch wenn, wo so soll da bitte Rassismus versteckt sein?
    Hat der Mensch dem Vortrag überhaupt zugehört?
    Es ging um Stammesgeschichtlich vererbte Grundverhaltensweisen, die sich sowohl beim Menschen als auch bei nahen Verwandten finden lassen, das schließt selbstverständlich alle Menschen mit ein! Wie er auf die schwache Idee kommt, Paul & Junker würden dies nur auf Afrikaner anwenden, kann ich mir nicht in meinen dunkelsten Träumen plausibel erklären.
    Wenn Bert Hölldobler in seinen Vorlesungen die Kriegsriten bestimmter afrikanischer Stämme direkt mit denen gewisser Ameisenarten vergleicht und das auch bildlich darstellt, ist er deswegen Rassist (ein lächerlicher Gedanke!) ?

    Das war nur der hervorstechendste Punkt in dem Artikel und zugleich der katastrophalste, ist er doch mit einer unhaltbaren und direkten persönlichen Beleidigung verbunden.

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  66. Ich finde den Bericht inhaltlich sehr interessant. Ich kenne etliche der im Text erwähnten Personen, und habe auch die eine oder andere Hintergrund-Information. Mich würde interessieren, wer die Punkte, die Bingener dargestellt hat, inhaltlich widerlegen kann.

    Ich weiß nicht, wer in Frankfurt anwesend war, aber ich kann nur wärmstens bestätitgen, was Bingener schrieb:

    === schnipp ===
    Dass er [Darwin, E.S.] beim Geburtstags-Event in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt nicht aus der mannshohen Plastik-Torte auf der Bühne hervorsprang, blieb die eigentliche Überraschung der Veranstaltung.
    === schnapp ===

    Das wäre auch nicht peinlicher gewesen als das, was dort sonst noch so aufgeführt wurde.

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  67. Gegenseitiges Madigmachen, wie nicht nur im FAZ-Beitrag festzustellen, führt nicht weiter. Wird damit nicht dem gerecht, der bzw. dessen Entdeckung an Himmelfahrt gefeiert werden soll. Denn geht es nur um Affen und Abstammung, Atheismus…? Oder ist Evolution nicht auch stete kreative Veränderung, immer wieder neue Verbindungen herstellen und die Frage nach Tauglichkeit?

    Wer die Radikalkritik an dem, der zum Himmel gefahren sein soll, längst hinter sich hat.
    Wem klar ist, dass es weder um einen zweibeinigen Guru, noch einen jungen Gott ging.
    Wer sich nicht mit altbiblischen oder sonstigen Mythen abspeisen lässt, die angeblich nachbetet wurden,

    sondern mit völlig naturalistischem Weltbild rational über den naturphilosophisch erkannten Logos, die Logik im ewigen Fluss allen natürlichen Werdens nachdenkt, die erst seit Darwin durch die Wissenschaft wieder empirsch erklärt wird, der braucht keine Umwidmung mehr.

    Der feiert Darwin mit Himmelfahrt zusammen. Weil nur durch die Evolutuionslehre die natürlichen Prinzipien (in denen nachweislich die antike Bildung gegenüber alten Glaubensgesetzen, Göttergestalten, menschlichen Königen… den wahren Sohn, irdischen Mittler sah) erneut als einzige Vermittlung evolutionären (rechten/tauglichen) hervorbingenden=“schöpferischen“ Willens humanistisch weiterzudenken ist.

    (Das hat nichts mit Gras oder sonstigem Stoff zu tun, sondern Aufklärung zu einem geistigen Weidewechsel, den ich bisher nicht nur beim Cheftheologen der Kirche vergeblich eingefordert habe. Benedikt XVI. würde man in die Wüste schicken, wenn er jetzt plötzlich die Evolutionslehre als „rechten“ hervorbringenden=schöpferischen Willens nachdenken würde, die letztlich auch die humanistisch-menschlichen Werte begründet. Und die Gegenseite scheint auf Geisterjagt zu sein.)

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    1. Oh gerhard, wenn ich deinen Kommentar lese ist mir fast lieber, Darwin wäre mit 200 Wunderkerzen in der Hand aus der Torte gesprungen. :mrgreen:
      Das Zentralkomitee der Neohumanisten wird sich da aber noch etwas einfallen lassen. 😛

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  68. @ Trinculo
    Genau 😉

    @ Julia
    Danke, funktioniert! Ich verstehe zwar nicht viel von Internet-Marktforschung. Aber ich kann überzeugt sagen, dass derart sinnlose Klickorgien extrem benutzerfeindlich sind. Bilderstrecken erfreuen sich zugegebenermaßen großer Beliebtheit beim Publikum, doch weshalb man die *Kommentare* aufklappen muss kann ich beim besten Willen nicht rechtfertigen. Ein Armutszeugnis, dass ich den Webauftritt der FAZ bei NoScript als „nicht vertrauenswürdig“ einstufen muss. Und dabei reden wir noch nicht einmal über die Artikel.

    Siehe auch:
    stefan-niggemeier.de/blog/klickdoping-mit-16-buchstaben/

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  69. *Augen-Roll*
    Der Autor hat sich wirklich mühe gegeben die Naturalistische Szene madig zu machen, sogar mit „dunklen Hintermännern“ und Naziverstrickungen…

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  70. Ich finde es ja schon ein bisschen komisch, dass versucht wird die Atheisten gleichzeitig in die linke und in die rechte Ecke zu packen.

    Außerdem rätsel ich noch was denn nun mit „Geistesfreie“ gemeint sein soll.
    Meint der Autor eigentlich
    Freigeister = Frei IM Geist
    GeisteRfreie = frei von Geistern, Gespenstern und anderem Übernatürlichen
    oder ist es wirklich als Beleidigung gemeint, also
    Geistesfreie = Frei VON Geist und Verstand

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  71. @yerainbow
    „Der Mensch ist ein Affe, wenn man es genau nimmt. (..)
    kanns ja vergleichen mit den Caniden (speziell Hunden), Körpersprache und lautlos allgemein….“

    Der Mensch stammte – wie der Affe – von einem gemeinsamen Primaten ab. Ich bin ein Mensch und wehre mich energisch der Behauptung, meine Eltern seien Affen gewesen 😉 ! Das ich generell als Affe gelte, ist auch nur zu Teilen korrekt. Im Gegensatz zum Schimpansen habe ich einen Tintenstrahdrucker, dessen Treiber ich auch installieren kann. Das hat der Schimpanse oder der Gorilla nicht… der haut nur auf den Kasten drauf und versucht ihn zu begatten. Aber wenn ich mir meine Brustbehaarung ansehe, ist der Verdacht der nähe zu den Affen wiederum gut begründet 😉 .

    Auch der Vergleich mit Hunden ist unoptimal. Durch die Erfindung der (Unter-)Hose ist eine entscheidende Kommunikationsart regelrecht verkümmert. Zieht man dem männlichen Homo sapiens die Hose aus und lässt einige barbusige Damen an ihm vorbeigehen, dann wird die Kommunikationsart aber ganz schnell für jeden sichtbar. Nicht nur Hunde wedeln mit … 😉 .

    Verzeit mir, ist zwar gewaltig OT aber ich konnte einfach nicht widerstehen 🙂

    Was das Thema angeht… da schwingt einfach zuviel eigenes Gefühl im Artikel. Da es keine Satire und kein Kommentar ist, sondern ein sachlicher Artikel, verstehe ich die Anspielung auf den Zentralrat der Ex-Muslime, der sich über 2 komplette Paragraphen hinwegstreckt, überhaupt nicht. Auch nicht der süffige Satz am Ende, das das Geld als auch die Ideen aus Hunsrück stammen. Als ob es ein Verbrechen wäre, Geld anzunehmen (oh hilfe !). Als ob die katholische Kirche niemals eine finanzielle Hilfe bekommen würde. Wie kommt man z.Bsp. bloß zu dem ketzreischen Gedanken, dass Religionen sich alleinig aus Liebe und selbstgebackenem Brot am Leben erhalten 😉 .
    Auch ist mir das SED-Gehabere gar nicht mal aufgefallen. Mag vielleicht daran liegen, dass mit mit Jesus in etwa genausoviel verbindet wie mit Honecker – nämlich gar nichts. Entweder habe ich es (un)bewusst weggeklammert, oder es ist eh‘ niemals an die Öffentlichkeit getreten – wenn es existent war. Naja, das der Papst kürzlichst ziemlich …äh… radikale Menschen fröhlich in die Arme schloß und dann nachträglich „klarstellte“, dass sie gefälligst das 2. vat. Konzil zu befolgen hätte, wäre mir auch beinahe entgangen… hätte man eben dem Papst nicht gleich mit Merkels Schuh hinten einen reingetreten und klargestellt, dass wir Deutsche mit einem solchen Entschluss nicht gerade überglücklich und stolz über „unseren Papst“ sind. Und man muss seine Wähl.. äh… Fans nicht unbedingt alle gleichzeitig vergraueln.
    Dies ist mir mit der GBS ganz und gar nicht aufgefallen. (rechts-)radikales Gedankengut (eher Gedankenschlecht) kann durch die Veröffentlichung eines atheistischen Kinderbuches sicherlich nicht unterstellt werden. Man begibt sich einfach nur auf die selbe Stufe, die die Kirchen schon sein unzähligen Jahren für sich beansprucht haben, mehr nicht. Schließlich lernen die Akteure der Werke nicht die Ideologie eines Diktators kennen, sondern sollen frei, respektvoll aber stets kritisch auf diese Welt blicken dürfen.

    Ich fühlte beim lesen stets ein kleines Unbehagen. Es war mir so, als ob zwischen den Zeilen ein wenig Abneigung mitschwingen würde. So nach dem Motto: Guck mal die da, die unter der Führung dieses quirligen Ex-Linksgerichteten „Funktionärs“, der mit der Kohle von dem da rumfuchtelt.
    Ein leichter, aber für mich dennoch anwesender Unterton. Im Ganzen war er mir nicht sachlich genug, sondern leider schon ein kleines bisschen wertebelastet.

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  72. ach gott! da hast du aber dein schäfchen blöken lassen. zu schade, daß der kommunismus tot ist, sonst gäbe es sicher beweisefür die finanziertung aus moskau. ach gott ach gott

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  73. Fehlerkorrektur:
    der Mensch stammt nicht vom Affen ab. Sondern hat mit den heute lebenden primaten gemeinsame Vorfahren (übrigens auch mit den heute lebenden Regenwürmern….).

    Der Mensch ist ein Affe, wenn man es genau nimmt.
    Schon wenn ich mir die Kommunikatinsstruktur ansehe: typisch primatenhaft (Lautkaskaden, Wiederholungen, Verstärkungen…)

    kanns ja vergleichen mit den Caniden (speziell Hunden), Körpersprache und lautlos allgemein….

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  74. @nickpol:
    Ich bin ziemlich sicher, sie meint nicht dieses Blog, sondern die FAZ. Dort sieht man nämlich von allen Kommentaren nur die Überschriften und muss sie einzeln anklicken, um sie zu lesen.
    Ich weiß aber leider auch nicht, wie man alle auf einmal lesen kann.

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  75. Lilith

    Oder muss man sie einzeln anwählen, um die Klickrate des Webauftritts in die Höhe zu treiben?

    Klickrate???? Gibts hier nicht, ein Aufruf der Seite ist ein Klick! Und wenn du alles durchstöbern würdest bleibt es bei einem Klick.
    Ihr habt Vorstellungen, da bleibt mir die Spucke weg.

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  76. *lach* Eine gekonnte Polemik, das muss man lassen. Ich bin auf die Kommentare gespannt.

    Eine Frage an der Stelle: Gibt es eine Möglichkeit, alle Kommentare auf einmal auszuklappen? Vielleicht nachdem man sich angemeldet hat? Oder muss man sie einzeln anwählen, um die Klickrate des Webauftritts in die Höhe zu treiben?

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  77. Mit dieser unsäglichen, an Hetze grenzenden Polemik verspielt die FAZ ein weiteres Stück ihrer Reputation als Medium intellektueller Redlichkeit und entpuppt sich zunehmend als Plapperorgan der Gegenaufklärung.

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  78. „Ich halte dem Autor aber zugute, das er sich offensichtlich mit dem Thema im Vorfeld auseinander gesetzt hat, also weiß was er kritisiert, anstatt die bekannte Punkte runterzuleihern.“

    Den Eindruck hast du?
    Dann solltest du dich vielleicht selber noch etwas fester mit dem Thema auseinandersetzen.

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  79. Der Artikel schlägt auch in die Kerbe, man würde Atheismus zur Religion eigenen Typs erheben.

    Ich halte dem Autor aber zugute, das er sich offensichtlich mit dem Thema im Vorfeld auseinander gesetzt hat, also weiß was er kritisiert, anstatt die bekannte Punkte runterzuleihern.

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