Die Krankheit hat einen Namen:Mixamatose


Quelle:www.thueringerblogzentrale.de
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Bischof Mixa hat recht: Eine Gesellschaft ohne Glauben an Götter ist die Hölle auf Erden.

antitheismus.de

Denn den Himmel bevölkern massenmordende Kreuzfahrer, katholische wie protestantische nordirische Bombenwerfer sowie moslemische Selbstmordattentäter nebst jeweils 72 Jungfrauen (wobei die Islamisten wohl konsterniert sein werden, wenn sie erfahren, daß es sich bei den Jungfrauen selbstredend um christliche Nonnen handelt – woher sollten solche Unmengen an Jungfrauen auch sonst kommen?). Kindervergewaltigende katholische Priester (ein wenig beichten genügt). Ronald Reagan und George Bush. Die Lourdespilgerin, die kürzlich auf Geheiß von Mixas Gott ihre Mutter mit der Axt erschlug. Und natürlich der Katholik Adolf Hitler (der nie aus der Kirche austrat, geschweige denn exkommuniziert wurde – weshalb Papst Benedikt ihn, anders als andere Nazis, nicht in den Schoß der Mutter Kirche zurückholen kann oder muß). Bemerkenswert, daß Mixa erneut ausgerechnet (in den Fußstapfen von Martin Hohmann) verlogen das Naziregime als gottlos bezeichnet, Hitler Atheismus unterstellt. Adolf Hitler, der das Führerprinzip ja nicht er- sondern dem (von ihm als Kirchenchorknabe erlernten) katholischen Führerprinzip nachempfunden hat.

Der in „[S]ein[em] Kampf“ betonte, „Gottes Werk“ zu tun – wohl wahr, nicht umsonst waren selbst nationalsozialistische Schulbücher voller christlich-antisemitischer Texte, wenn auch weniger katholischer als vielmehr denen des Antisemiten Martin Luther, des ehemals katholischen Mönchs, der dann eine andere Sekte gründete. Soviel Ökumene ließen die Nazis dann doch zu.

So also sieht es in Mixas Himmel etwa aus. In seiner Hölle demnach überwiegend Menschen bei klarem Verstand, Atheisten wie Georg Christoph Lichtenberg, Stephen Hawking, Nadine Gordimer, Stanislaw Lem, George Orwell, James Randi, Richard Strauss, Denis Diderot, Bertrand Russell, Paul Dirac, Richard Dawkins, John Malkovich, Douglas Adams, Isaac Asimov, Pier Paolo Pasolini, Woody Allen, Sigmund Freud, Stephen Jay Gould, Ayn Rand, Albert Camus, Noam Chomsky, William Golding, Percy Bysshe Shelley, Kurt Vonnegut, Simone de Beauvoir, Ludwig Büchner, Alan Turing, Luis Buñuel, Arthur Schopenhauer, Jodie Foster, Michail Gorbatschow, Richard Feynman und Barack Obama, Sr. Und daher ist eine Gesellschaft ohne Gotteswahn in der Tat eher die angenehme Hölle als ein Himmel voller Wahnsinniger.

Vermutlich bestreitet Mixa tatsächlich in Leuchter-Manier sogar das Reichskonkordat, den Staatskirchenvertrag, den bereits 1933 die beiden Führer (der römisch-katholischen Kirche und des Deutschen Reichs) besiegelten. Wer bezeichnete das Christentum als „unerschütterliches Fundament des sittlichen und moralischen Lebens unseres Volkes“? Es war Adolf Hitler in seiner Regierungserklärung vom 23. März 1933 – lange vor seinem Glaubensbruder Mixa.

Nicht recht hat Mixa allerdings, wenn er unterstellt, Atheisten würden „Gott leugnen oder bekämpfen“. Denn das ist unmöglich. Es gibt Mixas Gott so wenig wie Drachen, Trolle, Engel, Hexen, Ghule, Meerjungfrauen, Zyklopen, Teufel oder kornkreisschaffende Aliens. Darauf hinzuweisen ist kein „leugnen“ (von lügen), denn leugnen kann man nur Existierendes („Es gab nie ein Reichskonkordat“) oder Tatsachen („Der Papst ist nicht katholisch“). Und bekämpft werden können sie allenfalls von ebenso mythischen Gestalten wie Siegfried oder Odysseus. Was bekämpft werden kann, was bekämpft werden muß, ist der allgegenwärtige religiöse Wahn.

Doch ernsthaft betrachtet: Eine Gesellschaft ohne Gott ist tatsächlich „die Hölle auf Erden“. Wir leben in einer Gesellschaft ohne Gott (ohne Jahwe, ohne Odin, ohne Anubis, ohne Poseidon), da Gott nicht existiert. Und ein Blick in eine Tageszeitung oder ein Geschichtsbuch zeigt, dies ist – Hölle als Bild für unerträgliches Leid und Qualen gesehen – die Hölle. Etwas, das Mixas Gott (der ja allmächtig und gut sein soll) verhindern würde, gäbe es ihn. Zumindest müßte er, um denen, die Gott damit entschuldigen, daß er nicht eingreift, um den „freien Willen“ zu gewährleisten, den Wind aus dem Segeln zu nehmen, Opfern von Überschwemmungen und Erdbeben helfen, die nicht menschengemacht sind (darüberhinaus: was für ein Mensch oder Gott ist es, der einem Mord oder einer Vergewaltigung tatenlos zuschaut, obwohl er sie verhindern könnte, um den „freien Willen“ des Täters nicht zu beeinträchtigen? Nichtgläubige würden wohl sagen: ein Monstrum). Stattdessen speist dieser Mixagott aktuell die italienischen Erdbebenopfer mit 500 Ostereiern ab, die er seinen Stellvertreter Ratzinger schicken läßt. Der freie Wille der qualgezüchteten, eingepferchten Hühner, die für diese Eier 500 Tage lang leiden mußten, interessiert diesen „menschlichen“ Gott natürlich nicht.

Vielleicht sollte Mixa einmal einen Blick in das angebliche Wort seines Schlächtergottes werfen, eine bluttriefende Bibel. Denn in dieser „Heiligen Schrift“ werden (von Mixas Gott) Massenmorde ebenso begangen wie angeordnet. Und von Mixas Gesinnungsgenossen gern durchgeführt – bekanntestes, aber bei weitem nicht einziges Beispiel: Das biblische Hexentötungsgebot, Ex 22: 17, „Eine Hexe sollst du nicht am Leben lassen“.

„Ohne Gott ist alles erlaubt“, zitierte der Oberhirte in seiner Osterpredigt Fjodor Dostojewski – mit anderen Worten, Dostojewski und Mixa leben gleichermaßen keinerlei verantwortungsvolle Ethik, sondern morden nur deshalb nicht, weil es verboten ist. Ethisch denkende und handelnde Atheisten dagegen morden deshalb nicht, weil es falsch ist. Und das zeigt den wesentlichen Unterschied zwischen gefährlichen Irren (die jederzeit, wenn es ihnen, wie sie in ihrem Wahn glauben, Gott befiehlt, morden) und Menschen, die frei von solchen Psychosen sind. Zwar gibt es – unter Gläubigen wie unter Atheisten – andere Mordmotive, religiöse Mordmotive aber, etwa von „Jesus“ laut Neuem Testament bestätigte Gebote, sind nuneinmal den Gläubigen vorbehalten – niemand mordet, weil Nichtgott es so will. Gläubige wie der Serienmörder Bible John oder Charles Manson ebenso wie unzählige Päpste sind dagegen nur durch Zwang davon abzuhalten, zu morden oder andere zum Morden zu bringen.

„Aggressiv“ ist es laut Militär(!)bischof Mixa also, wenn Atheisten sich nicht länger demütig ducken vor geisteskranken Gottgläubigen, sondern sich antitheistisch engagieren, Fakten verbreiten im Angesicht des Wahns? Eine eigenartige Definition von „Aggression“ (wie sie übrigens auch unter Leuten verbreitet ist, die gern nichtmenschliche Tiere ermorden, um ihre Leichen oder Drüsensekrete zu fressen und während sie im Blut ihrer Opfer waten, Veganern, die das kritisieren, vorwerfen, aggressiv zu sein).

Antitheismus dagegen ist notwendig, ein ethischer Imperativ. Wegen gefährlichen goebbelsschen Hetzern wie Mixa, der Kinder mit kreationistischem Wahn im Biologieunterricht verblenden will (auch wenn Claudia Roth ihn als „durchgeknallten Oberfundi“ verharmlost), vor allem aber wegen der Masse der Mitläufer. Trotz des erfreulichen gesellschaftlichen Trends weg vom Wahn.

Pikanterweise unterstellt Mixa ja nicht nur Atheisten oder gar nur Antitheisten „Unmenschlichkeit“, vielmehr sagte er, ohne christlichen Glauben gebe es dauerhaft keine wahre Menschlichkeit. Womit er den Großteil der Menschheit – die, die der biologischen Bezeichnung homo sapiens gerecht werden ebenso wie Milliarden Moslems, Hindus, Buddhisten und von anderen religiösen Wahnvorstellungen befallenen – etikettiert. Einschließlich übrigens Juden, die er damit zu Unter-, pardon, Unmenschen erklärt – an wen erinnert uns das nur?

Wenn es, wie Mixa behauptet, „unmenschlich“ ist, nicht an virulenten Wahnvorstellungen zu leiden, dann sollte jeder mit Vergnügen „unmenschlich“ sein – in dieser Gesellschaft ohne Drachen.

[Anm.:Blog] Lassen wir den GröFaZ noch mal zu Wort kommen, A. Hitler „Mein Kampf“, Bd.1.

Da ich in meiner freien Zeit im Chorherrenstift zu Lambach Gesangsunterricht erhielt, hatte ich beste Gelegenheit, mich oft und oft am feierlichen Prunke der äußerst glanzvollen kirchlichen Feste zu berauschen. Was war natürlicher, als daß, genau so wie einst dem Vater der kleine Herr Dorfpfarrer nun mir der Herr Abt als höchst erstrebenswertes Ideal erschien.

36 Comments

  1. „Fundamentalismus […] zudem noch ohne jede Diskussion und frei von Fakten (halbwahrheiten zähle ich gerade nicht dazu), ist in jedem bereich dcoh irgendwie gleich.“

    Sehr richtig. Ob nun Theisten oder Speziesisten: die Parallelen sind frappierend. Nicht nur die in der PM genannte. Viele weitere. z.B. „Hitler war Atheist“ (Mixa) oder „Hitler war Vegetarier“ (Otto Normalleichenfresser).

    Religion ist der Glaube an übernatürliche Kräfte und deren kultische Verehrung. Bei den Tierausbeutungsapologeten sind das irgendwelche magischen Stoffe im „Fleisch“, die in veganer Ernährung fehlen sollen, und die Brandopfer auf dem AltarGrill.

    Und das Faible für Kannibalismus („Leib Christi“ hier, „jeder kann selbst entscheiden, was er essen möchte“ da) ist auch lustig.

    Bemerkenswert auch, daß, nachdem ich zur Blamagevermeideung empfohlen haben, einen Blick in die FAQs zu werfen, etwa die armen, leidenden Karotten (esoterischer Unfug aus den 70ern) (und davor der schmerzgeplagte Spargel) kommt.

    Alles in allem: Speziesisten blamieren sich argumentativ wie Theisten. FAQ hin oder FAQ her.

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  2. hm, da hab ich ganz anders erlebt.
    Aber ich kenne ja auch verschiedne dunkle STellen bei Menschen… und ich wirke harmlos, vielleicht deswegen.

    Womit wir wieder beim Thema sind. Fundamentalismus und die Behauptung, im Besitz der einzig wahren Wahrheit zu sein, zudem noch ohne jede Diskussion und frei von Fakten (halbwahrheiten zähle ich gerade nicht dazu), ist in jedem bereich dcoh irgendwie gleich.

    übrigens hab ich festgestellt, daß ich ne Cremedose hier hab. Steht drauf, „Mixa“ (Name der Creme) und verspricht Heilung bei trockener haut.
    Taugt übrigens nix, aber das war zu erwarten… 🙂

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  3. „Genau sind die meisten (eigentlich alle) Vegetarier und Veganer, die ich kenne, sehr defensiv und sprechen über das Thema nur, wenn sie müssen. Vielleicht hört man die sendungsbewussten Schreihälse einfach deutlicher?“

    Das „V“-Thema hält sich aber hartnäckig hier *g*.

    Aber sei´s drum, Falk, hier bin ich derselben Meinung wie du. In meinem persönlichen Bekanntenkreis kenne ich keinen einzigen radikalen Veganer, der mir mein geliebtes Schnitzel verbal oder physisch streitig machen würde. Aber im Netz ach nein lassen wir es….

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  4. @nickpol
    Darum ging es nicht – es ging darum, dass du erst gegen das OT vorgehst, wenn die gegenseite sich wehrt, vorher aber selbst mitmachst. Ich gestehe dir zu, dass das keine böse Absicht ist, sondern bloß eine Frage des Timings, aber besonders gut wirkt es nicht.

    Im übrigen denke ich, dass zumindest ich dir derlei noch nicht „unter die Nase gerieben“ habe. Genau sind die meisten (eigentlich alle) Vegetarier und Veganer, die ich kenne, sehr defensiv und sprechen über das Thema nur, wenn sie müssen. Vielleicht hört man die sendungsbewussten Schreihälse einfach deutlicher?

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    1. Gut, dann bring mal einen Artikel über diese Thematik, dann wirst du sehen, welche Haltungen da zum Vorschein kommen. Mir hängt der Aasgeruch des Fleischfressers viel zu sehr an, als das ich ernsthaft über diese Thematik etwas schreiben wöllte.

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  5. Ich spreche nie mit gespaltener Zunge. Vegetarier mit jesuitischen Attitüden sind mir genau so lieb wie Mixa und Konsorten. Zwischen beiden besteht kein fundamentaler Unterschied. Ich habe noch niemanden Vorschriften gemacht, was er sich auf den Teller legt, von den Veggies bekommt man das sofort und immer wieder unter die Nase gerieben.
    @Ann
    Hier geht es nicht frei nach Goethe, mal sehen wo es uns so hinschreibt, die Themen sind vorgegeben und sollten weitestgehend eingehalten werden und wenn der Ruf b2t kommt, sollte der auch wahrgenommen werden. Ansonsten ist das hier ziemlich frei moderiert.

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  6. @nickpol
    Ich finde es völlig in Ordnung, dass du Off-Topic unterbindest, aber schau mal auf deinen zweiten Kommentar weiter unten. Vielleicht schaffst du es ja zukünftig, auch bei diesem Thema nicht mit gespaltener Zunge zu sprechen. 🙂

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  7. Hier geht es um Mixa und nicht um irgendwelche Tofu-Fanatiker, der nächste Kommentar mit dem Thema Gemüse u.ä. wird gelöscht. Jeder kann sich selbst entscheiden, wie er sich ernähren möchte.

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  8. „Bevor ihr von der Leidfähigkeit von Tieren sprecht, macht euch über die Leidfähigkeit der Menschen Gedanken.“

    Ayayay… möchte mal wissen, wie Leute immer darauf kommen, dass man nicht durchaus in der Lage sein kann, sich über BEIDES Gedanken zu machen.

    Und dass es nun hier um die vegetarische Ernährung geht, liegt wohl vor allem daran, dass sich zuerst in Kommentaren hier darüber aufgeregt wurde… dass dann jemand wie Falk reagiert ist mehr als verständlich.
    Es tut einfach weh, so etwas zu lesen:

    Achter:
    „wie sie übrigens auch unter Leuten verbreitet ist, die gern nichtmenschliche Tiere ermorden, um ihre Leichen oder Drüsensekrete zu fressen”

    Ich mag mein Schnitzel. Was ich nicht mag, sind Vegan-Radikalinskis die mir deswegen unethisches Verhalten vorwerfen. Muss das sein?
    ——-

    Ja, das muss sein. Zu ersteinmal war das Zitat unvollständig: Es sollte nämlich vor allem die unangebrachte Verwendung des Wortes „Aggressivität“ zeigen.. ohja, die Vegetarier sind die Aggressiven weil sie dauernd mit dieser bösen Diskussion anfangen. Ui.

    „Ich mag mein Schnitzel“ ist einfach kein Argument, wird es auch nie sein. Wie bereits gesagt wurde. Nach diesem Schema kann ich auch sagen „Ich mag Gott. Was soll der Blog hier!? Muss das sein?“

    Wer sich mit Themen nur solange auseinandersetzt, wie er der Angreifer sein kann und nicht der Angegriffene (jedenfalls habe ich oft das Gefühl, Fleischesser kommen sich ganz besonders schnell angegriffen vor, selbst wenn man um Sachlichkeit bemüht ist…), sollte vielleicht nochmal überlegen, ob das so sinnvoll ist.

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  9. @nickpol
    „Es ist schon seltsam, Thema des Beitrages ist Mixa und wo landen wir, bei der Ernährung. Wobei ich mich nicht des Eindruckes erwehren kann, dass vegetarische Positionen mit dem Enthusiasmus religiöser Inbrunst verteidigt werden.“
    Sorry, aber das kannst du hier höchstens dem Artikelschreiber vorwerfen, nicht uns. Was die Kommentare hier angeht, liegt die Sache eher umgekehrt.

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  10. Äußerung eines Veganers: „Ich habe nichts dagegen, wenn jemand das Tier selbst tötet, um es zu essen. Darum geht es mir auch nicht, sondern um die Tatsache, wie mit Tieren umgegangen wird. Tiere werden zur Sache gemacht, in Massen getötet und wieder weggeworfen.“

    Es ist eine Form des Protest, solche Produkte gänzlich zu meiden und entspricht sogar dem Gerede der Einflussnahme des Konsumenten auf den Produzenten. Diejenigen, die nicht verzichten wollen/können, können aber ihren Fleischkonsum drosseln. Die Argumentationsweisen „Ich liebe einfach mein Steck“ und „Fleischesser seien unmoralisch“ gehen an der Sache gänzlich vorbei. Bitte etwas mehr Grautöne.

    Wer mag, kann sich Earthlings anschauen.

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  11. Es ist schon seltsam, Thema des Beitrages ist Mixa und wo landen wir, bei der Ernährung. Wobei ich mich nicht des Eindruckes erwehren kann, dass vegetarische Positionen mit dem Enthusiasmus religiöser Inbrunst verteidigt werden.
    Bevor ihr von der Leidfähigkeit von Tieren sprecht, macht euch über die Leidfähigkeit der Menschen Gedanken.
    @Achim, wer sagt dir, dass Karotten keine Leidfähigkeit haben?
    Du nimmst an, dass es so ist, du hoffst es.

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  12. Den Tierausbeutungapologeten sei empfohlen, sich zumindest ein wenig zu informieren, statt sich mit geradezu religiöser Ignoranz zu blamieren. Selbstverständlich haben Karotten im Gegensatz zu Kühen kein Lebensinteresse und keine Leidfähigkeit, selbstverständlich ist Stillen vegan usw. usw. (für den Anfang: http://veganismus.de/faq.html)

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  13. @yerainbow
    Dir ist das Problem eben nicht bewusst, nicht mal im Ansatz. Ich kenne niemanden, der aus ethischen Gründen Vegetarier ist und Probleme damit hätte, Insekten zu essen. Auch wenn ich Veganer wäre, hätte ich kein Problem mit Honig. Es gibt sogar Umstände, in denen ich überlege, Fleisch zu essen. Zum Beispiel gab es bei uns an Weihnachten Wild – das aus ökologischen Gründen geschossen werden musste. Ich habe es nicht gegessen, schmeckt mir eh nicht, aber ich denke, ich hätte es essen dürfen.

    Könnte noch weiter machen mit der Aufzählung, aber es sollte auch so deutlich werden, dass du nicht wirklich weißt, worum es geht.

    Klar, es gibt auch viele Vegetarier, die aus anderen Gründen („Ehrfurcht vor dem Leben“ oder ähnlicher Quatsch) Vegetarier sind, da kannst du dann mitreden.

    Ein konkreter Punkt noch:
    „Moral ist immer so ne Sache. ich sehe in der Moral die Methode, Menschen zu Verhalten zu bringen, das sie sonst nicht zeigen würden.“
    Naturalistischer Fehlschluss ist dir ein Begriff, ja?
    Dein entsprechender Einwand gegen „vegane Erziehung“ ist daher auch schlicht ein Fehlschluss, kein Argument. Gesundheitliche Aspekte sind hingegen natürlich schon ein Argument. Da kann ich nur für die „vegetarische Ernährung“ sprechen, die ist harmlos. Über die vegane Version weiß ich nicht viel, würde mich aber schwer wundern, wenn es da keine Zusatzstoffe geben würde, falls es überhaupt Mängel dabei gibt.

    @Achter
    Blabla, ja, bimberbumberdödeldei. Gut, dass wir drüber gesprochen haben.

    @Myron
    Wieso hast du dafür kein Verständnis? Du lässt den interessanten Teil deines Beitrages weg, gemein von dir. 😉

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  14. @Myron: Ach nein, Tierdrüsensekret ist unappetitlich? Sind wir Pudding-Vegetarier mit Neigung zur Verdrängung? ;o>

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  15. @Falk,

    „Nur wer das Problem rundheraus ignoriert, der kann solche Sprüche klopfen wie einige Herrschaften weiter unten es getan haben. Problemignorierer kann ich nicht leiden, da bin ich ehrlich. Erst recht nicht, wenn sie dann noch so tun als zeigten sie besondere intellektuelle Leistungen.“

    Mir erscheinen Ihre inhaltslosen und plumpen Unterstellungen reichlich hergeholt 😉

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  16. natürlich sind meine Fauchschaben im Terrarium. Die brauchen um die 25°C…
    und freilebende gibts in meinem Haushalt nicht. Da bin ich rassistisch, für die gibts „Anti-Cafard“. Hilft. Teufelszeug, will gar nicht wissen, was drin ist…

    Mir ist das Problem schon bewußt, daß man fremdes Leben nimmt fürs Essen. (Anbei, was ist das Problem der Menstruation, egal welche Spezies? Seh da keins… gehen nur schwer aus dem Teppich raus, die Blutflecken, aber ansonsten… klar, mögliche HIV- oder Hepatitisgefahr, aber das weiß man ja – und mich selbst werd ich wohl kaum infizieren, wenn ich es nicht schon hab…)

    Man nimmt auch Leben, wenn man in den Spargel beißt, bzw schon, wenn er geerntet wird. Auch Pflanzen sind Leben, das leben will. Übrigens auch die Pilze. Denkt dran, wenn Ihr mal den Fußpilz habt. Das ist echtes Leben!

    Die gesamte Biosphäre beruht auf dem genialen Konzept, daß Biomasse gebildet wird, die sich selbst verzehrt – aber sich dabei immer wieder erneuert und verändert.
    Natürlich ist der Tod dabei ein wichtiger Bestandteil.
    Natürlich ist er auch nicht unbedingt erwünscht.
    Jedoch ohne heftigen Drang zum Überleben würde das gesamte System zusammenbrechen, die Entwicklung würde sich nämlich verlangsamen. Wenns nix macht, wenn man verhungert, oder wenn man sich fressen läßt…
    tja, dann ebbt das Leben halt ab…

    Moral?
    Ich sehe die Moral dabei nur insofern als relevant, daß ein Leben eine Würde hat. Schweine im Dreck zu halten, wo doch bekannt ist, daß sie hochintelligente Tiere sind – und sehr zur Reinlichkeit geneigt, so man ihnen die Gelegenheit läßt – DAS ist für mich eine Frage der Würde.
    Nicht, daß wir sie nach ihrem Ableben essen.
    Ich mag kein lebendes Essen (ich esse daher keine Austern, obwohl zweifelhaft ist, daß die davon noch viel mitkriegen…).

    Natürlich ist es auch sehr sinnvoll, das SChlachten des Nutzviehs so zu vollziehen, daß es möglichst eben nicht grausam ist.
    wie grausam so eine Wurmkur für den Darmwurm ist, da fragt ja auch keiner nach…

    Wer seine Kinder zwingt, vegan aufzuwachsen, zwingt sie zu nicht artgerechter Lebensweise. Neugeborene sind reine Milchtrinker (und zwar Muttermilch, nciht Kuhmilch… zu verschieden), somit also keinesfalls VEgetarier.
    Es gab schon Fälle von Entwicklungsstörungen, die auf Fehlernährung beruhen. Ich habe sowas schon gesehen, Kinder mit Mehlpaps ernährt – Hirn unterentwickelt, Motorik nicht entwicklungsgemäß, geistige Entwicklung schwer beeinträchtigt.
    Frischkornbrei?
    enthält Phytinsäure (und noch eniges anderes Schnuckliges), nicht gut fürs Babyhirn… genauso wenig gut fürs Kleinkinderhirn…

    Auch Pflanzen haben ein gewisses Abwehrarsenal… Überleben ist ja Aufgabe Nummer 1, sich erfolgreich vermehren Aufgabe Nummer 2.

    Wir Menschen sind von Natur aus Omnivoren. Ob die Proteine, die wir zusätzlich zu pflanzlichen SToffen brauchen, von Säugern oder von Insekten kommen, ist dabei nebensächlich. Der Nachteil bei Insektenspeise ist halt, man muß sich gut auskennen. Gibt auch giftige (die wollen halt auch überleben…). Wenn man die ißt, kanns bitter werden…

    Moral ist immer so ne Sache. ich sehe in der Moral die Methode, Menschen zu Verhalten zu bringen, das sie sonst nicht zeigen würden.
    Die christliche Sexualmoral mag ein Beispiel sein – ist entgegen der natürlichen Begabung, und im alter auch noch ungesund für die Prostata… 😉
    tja…

    Ich mißtraue daher der moral. Oftmals beruht die auch noch auf fehlendem Fachwissen.

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  17. @Falk:
    Für das Ziel der Etablierung einer rein vegetarischen oder gar veganischen Gesellschaft habe ich kein Verständnis. Für mich ist der Verzehr von Fleisch grundsätzlich ethisch akzeptabel. Über die Modalitäten der Tierzucht, der Tierhaltung und der Tierschlachtung ist selbstverständlich ethisch zu diskutieren.

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  18. @Myron
    Ok, darauf habe ich nicht geachtet. Ich rate aber dazu, das in Perspektive zu sehen: Für viele Vegetarier/Veganer ist das Ganze ja nicht einfach eine Geschmacksfrage, sondern von moralischer Relevanz, so wie es das Töten von Menschen ist. Aus dieser Sicht kann eine gewisse Radikalität angebracht scheinen. Nicht, dass ich das gutheißen wollte, aber wer, egal ob Fleischesser oder nicht, die ethische Fragestellung erkennt, der sollte zumindest Verständnis dafür haben.

    Nur wer das Problem rundheraus ignoriert, der kann solche Sprüche klopfen wie einige Herrschaften weiter unten es getan haben. Problemignorierer kann ich nicht leiden, da bin ich ehrlich. Erst recht nicht, wenn sie dann noch so tun als zeigten sie besondere intellektuelle Leistungen.

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  19. Falk schreibt: „Hahaha, schön zu sehen, wie das Niveau wieder in den Keller geht, wenn der Vegetarismus ins Spiel kommt.“

    Das ist kein Zufall, denn die Websites antitheismus.de und maqi.de haben denselben Betreiber. Maqi ist eine extremistische Tierrechtsgruppierung, die sich für „die Etablierung einer veganen Gesellschaft“ einsetzt und von Honig als „Bienenerbrochenem“, von Milch als „Kuhdrüsensekret“ und von Eiern als „Hennenmenstruationsprodukten“ spricht.
    Na dann, guten Appetit!

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  20. Meiner Meinung nach, hat sich Militärbischof Mixa die Nominierung zum Dodo des Monats April unbestritten verdient, er ist sogar ein heißer Titelanwärter, wer könnte seine Äußerungen noch toppen?

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  21. Hahaha, schön zu sehen, wie das Niveau wieder in den Keller geht, wenn der Vegetarismus ins Spiel kommt. Ich habe auch nichts gegen Fleischesser, aber ihre Gedanken zum Thema sind nur erträglich, wenn sie sich einigermaßen informiert haben. Ist wie mit Christen.

    „Ich mag mein Schnitzel!“
    „Ich liebe Jesus!“

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  22. Schöner Text – bis auf die zumindest missverständliche Passage über die Veganer. Das passt hier nicht rein, weil das einfach eine ganz andere Kiste ist.

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  23. „Ich mag mein Schnitzel. Was ich nicht mag, sind Vegan-Radikalinskis die mir deswegen unethisches Verhalten vorwerfen. Muss das sein?“

    Ich mag zwar kein Schnitzel und finde den Artikel recht gelungen, wenn, ja wenn da der Schmarrn mit der veganer Radikalität nicht wäre. Denn durch diesen Kommentar, stellt sich der Verfasser auf eine Stufe mit Mixa hinsichtlich von Dogmen. Mixa sagt: nicht-christen sind die Massenmörder.

    Autor sagt: Nicht Weganer sind Massenmörder.

    Schön, wenn das Leben so schwarz und weiß ist.

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  24. och, naja, die Moraltheorie des Veganismus.

    Da ja auch Bandwürmer Geschöpfe Gottes sind, oder zumindest mit Albert Schweitzer „leben, das leben will“ und sich ihre Existenz als Darmwurm nicht ausgesucht haben, sollten die Vegan – und anderen Moralisten sich so ein Tierchen einsetzen lassen. oder ist ein Schwein mehr wert als ein Bandwurm?

    Das ist ja Speziezismus.
    ich tu übrigens schon was in die Richtung, ich halte Kakerlaken (allerdings ne bestimmte Sorte). Auch die wollen leben, und bei mir haben sie es gut.

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  25. „wie sie übrigens auch unter Leuten verbreitet ist, die gern nichtmenschliche Tiere ermorden, um ihre Leichen oder Drüsensekrete zu fressen“

    Ich mag mein Schnitzel. Was ich nicht mag, sind Vegan-Radikalinskis die mir deswegen unethisches Verhalten vorwerfen. Muss das sein?

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  26. Wenn ich etwas hasse, dann die selbst ernannten Apologeten der Reinheit einer Lehre oder Bewegung, die dann daher kommen und schon in fast jesuitischer Manier, anderen die Welt erklären wollen.
    Ich kenne die Prinzipien der Brights-Bewegung und sie stehen hier im Blog. Der letzte Kommentar wurde wegen Klugscheisserei gelöscht.

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  27. „Nicht recht hat Mixa allerdings, wenn er unterstellt, Atheisten würden ‚Gott leugnen oder bekämpfen‘. Denn das ist unmöglich. Es gibt Mixas Gott so wenig wie Drachen, Trolle, Engel, Hexen, Ghule, Meerjungfrauen, Zyklopen, Teufel oder kornkreisschaffende Aliens. Darauf hinzuweisen ist kein ‚leugnen‘ (von lügen), denn leugnen kann man nur Existierendes (‚Es gab nie ein Reichskonkordat‘) oder Tatsachen (‚Der Papst ist nicht katholisch‘).“

    Das stimmt nicht, denn es mag zwar einen etymologischen Zusammenhang zwischen den Verben „leugnen“ und „lügen“ geben, aber sie haben nicht dieselbe Bedeutung. Im grimmschen Wörterbuch wird als Hauptbedeutung „verneinen“, „in Abrede stellen“ angeführt. Wer also die Existenz von X leugnet oder leugnet, dass X existiert, der behauptet die Nichtexistenz von X oder, dass X nicht existiert. Eine solche Behauptung entspricht der Wahrheit oder eben nicht.
    Im Gegensatz dazu ist eine Lüge per definitionem eine Behauptung, die nicht der Wahrheit entspricht.
    Wenn ich aber in der Zeitung lese, dass der Angeklagte Herr Y leugne, der Täter zu sein, dann kann ich allein daraus nicht schließen, dass er wider besseres Wissen behauptet, nicht der Täter zu sein. Denn vielleicht ist er ja tatsächlich nicht der Täter .

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