Die subversive Kraft der Evolution


Philip Kitcher Mit Darwin leben NEU  Evolution, Intelligent Design und die Zukunft des Glaubens Aus dem Englischen von Michael Bischoff. Mit Abbildungen  Erschienen: 25.01.2009 224 Seiten, Gebunden  Euro 24,80 [D] / Euro 25,50 [A] / sFr 42.50 Seit Jahren herrscht in den USA ein Kulturkampf zwischen Vertretern der Evolutionstheorie und den Kreationisten oder Anhängern des sogenannten Intelligent Designs. Sie behaupten, Darwin habe Unrecht, die Evolutionslehre sei falsch. Die Entstehung der Welt und des Menschen folge einem intelligenten Plan und sei nicht Ergebnis zufälligen Mutationen und Selektion. Der Wissenschaftsphilosoph Philip Kitcher hat eine Art Handbuch gegen die Argumentation der Anhänger des Intelligent Designs geschrieben.

Deutschlandradio Kultur

Der in den USA erbittert geführte Kampf zwischen Kreationisten und Vertretern der Evolutionstheorie wirkt in Europa eher befremdlich. Doch das Handbuch des Wissenschaftsphilosophen Philip Kitcher, das die falsche Argumentation des Intelligent Designs entlarvt, ist auch bei uns alles andere als überflüssig.

Vertreter der Theorie des Intelligent Designs glauben, eine intelligente Macht – und nicht allein die Gesetze von Darwins Evolutionstheorie – hätten das Leben, wie wir es kennen, erschaffen. Es ist leicht, darüber herablassend den Kopf zu schütteln und das Kreationismus-Phänomen zu belächeln. Etwas ganz anderes und gar nicht Triviales ist es, wirklich überzeugende Argumente gegen Kreationismus und Intelligent Design bereit zu haben. Diese Argumente findet man in diesem Buch.

Philip Kitcher zeigt, dass die Evolutionsbiologie bis heute nicht nur ein Problem für amerikanische evangelikale Christen darstellt, sondern für alle, die an einen allmächtigen Schöpfer glauben. Evolutionstheorie und religiöser Glaube lassen sich nur dann problemlos miteinander verbinden, wenn man sich nicht näher mit dem Thema auseinandersetzt.

Philip Kitcher ist Wissenschaftsphilosoph an der Columbia University in New York. Das überzeugendste Argument gegen die Theorie des Intelligent Designs sei die Wissenschaftsgeschichte selbst, sagt er. Denn sie zeigt, dass Intelligent Design eine falsche, seit langem überwundene Theorie ist. Intelligent Design ist keine Pseudowissenschaft, sondern eine tote Wissenschaft, so Kitchers These.

Und so erzählt er in seinem Buch sehr lebendig, detailreich und leicht zugänglich die Wissenschaftsgeschichte der Evolutionsbiologie: Angefangen bei dem Geistlichen Thomas Burnet, der im 17. Jahrhundert gewissenhaft versuchte, zu berechnen, wie die Erde nach der großen Sintflut wieder hatte trocken werden können.

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